Moby Dick (2010)

Ein Film von Trey Stokes mit Barry Bostwick und Renée O'Connor

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Veröffentlichung: 03. Februar 201187 Min.2DAction, Abenteuer, Thriller
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Moby Dick Inhalt

Die Geschichte des sagenumwobenen weißen Wales und seines von grenzenlosem Hass getriebenen Jägers Kapitän Ahab ist ein moderner Mythos. Der besessene einbeinige Walfänger und der geisterhafte Wal liefern sich einen geradezu archaischen Kampf auf Leben und Tod. In dieser modernen Neuverfilmung des klassischen Romans wird die Novelle durch eine Vielzahl von modernen Waffen, wie beispielsweise einem hochtechnologischen Unterseeboot, und jeder Menge Action aufgepeppt.

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Filmreihe - Moby Dick

Zur dieser Filmreihe Moby Dick gehören ebenfalls die Filme Moby Dick (2010), Moby Dick (1998), Moby Dick (1956) und Dämon des Meeres (1931).
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Moviejones-Fan
Geschlecht | 11.04.2011 | 11:36 Uhr11.04.2011 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2011 11:53 Uhr editiert.

*** Spoilerwarnung *** 
 
Mein Filmkreis trifft sich seit Jahren jeden Samstag bei mir und wir schauen uns die Neuerscheinungen auf DVD an. Dabei handelt es sich praktisch immer um Filme, die wir rund sechs Monate vorher bereits im Kino gesehen haben - nun aber mit der Chance, den Film anzuhalten, zu diskutieren, zurückzuspulen und so weiter.
 
Einmal im Jahr aber machen wir einen Filmabend, den wir als "Trash-Event" bezeichnen. Da bekommen dann Filme eine Chance, die wir im Kino nicht gesehen haben. Diese Abende sind meistens ganz lustig - Alkohol ist im Spiel und die meisten dieser Filme sind durch ihre lausige Qualität schon wieder ungewollt komisch. Letzten Samstag war es wieder mal so weit und es wurde für das "Trash-Event" "Perdita Durango" und eben dieser "Moby Dick" hier gegeben.
 
Eins vorweg - wir haben uns, nach einem anfänglichen Schock, sehr über den Film amüsiert. Dabei stand vordergründig immer die Frage im Raum, wie die Schauspieler es geschafft haben, bei den Dreharbeiten so ernst zu bleiben. Die Kulissen waren im Film schon mies (zum Glück für den Zuschauer war aber immer alles sehr dunkel gehalten)  - da wagt man sich gar nicht auszumalen, was die Schauspieler da gesehen haben...
 
Zu den spannendesten Beschäftigungen wärend des Films gehörte das herausfinden von Gemeinsamkeiten zwischen dem Roman "Moby Dick" und diesem Film. Es gab welche...
 
Der Kapitän des U-Bootes hieß "Ahab" und ihm fehlte ein Bein.
Das U-Boot  heißt "Pequod" (übrigens ein wirklich neckisches Stück High Tech mit "Harpunentorpedos" (muss man gesehen haben - wir lagen alle am Boden und hatten vor lauter Lachen Tränen in den Augen), SAMs mit atomarer Bestückung - die Flugzeuge von heute sind ja wirklich auch extrem gepanzert oder einer Beschleudigung wie ein Düsenjet... nur doof halt, wenn man bei der "Außenansicht" auf das U-Boot vergisst, die Rotation der Schiffsschraube zu animieren...
Der 1. Offizier hörte auf den Namen "Starbuck" und auch all die anderen Besatzungsnamen waren aus dem Buch bekannt.
Witzig war, das das Boot von "Ishmael" (hier aber eine Frau) den Namen "Coffin", also "Sarg", trug. Das war wirklich eine nette Idee, wenn man an das Romanende denkt. 
 
Aber, wenn man den Film nüchtern betrachtet (was man wirklich nicht tun sollte) bleibt nur ein Wort... Katastrophe.

Sämtliche Effekte waren mies. Und ich meine so richtig mies. Die Effekte bei vielen "Star Wars Fanfilmen" sind um ein vielfaches besser. Wenn ich als Regisseur eines Filmes aber weiß, das ich kein Budget oder die Manpower für Effekte habe - warum mach ich dann so viele davon? "2010 Moby Dick" wimmelt nur so vor Effektszenen! 
 
Man denke nur mal an die typische TV-Produktion... jede Menge Dialoge in Kulissen mit einem minimalen Einsatz an Effekten - nicht so bei "Moby Dick"... hier wird der "Wal" - nennen wir das Vieh mal so, ständig gezeigt. "Wal" versenkt U-Boot, "Wal" versenkt noch ein "U-Boot", "Wal" versenkt Kreuzfahrtschiff, "Wal" zerstört Bohrinsel, "Wal" zerstört Flugzeug - fragt bitte nicht nach dem "wie"... das habe ich verdrängt - und so geht das weiter. Jede Menge Effekte - aber alle so was von schlecht - schon fast wieder sehenswert. Nur die Szene auf dem DVD-Cover - "Wal" zerstört Flugzeugträger - die gibt es nicht.
 
Peinlich wird es immer, wenn Ahab anfängt seine Hasstiraden gegen den Wal abzusondern. Was einem als eine der besten Darstellungen des Gefühls "Hass" im Roman überhaupt einem eine Gänsehaut verursacht, in anderen Verfilmungen von Mr. Gregory Peck und besonders gut von Mr. Patrick Stewart noch immer tief bewegt hat, ist hier in "2010 Moby Dick" wirklich nur noch peinlich. Wir hatten das zuerst auf die deutsche Synchro geschoben - konnten diese Hoffnung aber nach Begutachtung der englischen Originalfassung nicht bestätigen.
 
Wir leben ja aktuell in einer Zeit des Werteverfalls. Wenn wir in den Nachrichten hören, dass hier mal wieder ein paar Millionen Euro verloren worden sind, hören wir schon gar nicht mehr hin... wir sind inzwischen alle auf "Milliarden" geeicht.
So geschieht es aktuell auch mit der Atombombe im Film.
Konnte "Indiana Jones" noch im Ground Zero Bereich einer nuklearen Explosion in einem Kühlschrank überleben, so war unsere Heldin "Ishmael" in der Lage, gleich vier Atombomben zu entkommen, die eine komplette Insel eingedampft haben, indem sie auf dieser Insel vor den Bomben, die sie sogar sehen konnte, weggelaufen ist. Die Explosionen haben diese Insel übrigens vollständig vernichtet und nach der Flammenwand der Explosionen sah man Ishmael schwimmend im offenen Meer...
 
Fazit: Der Film ist grottig. Unglaublich mies. Allerdings im Beisein von Freunden und dem einen oder anderen alkoholischen Getränk sehr unterhaltsam. Außerdem habe ich jetzt eine neue Drohung in meinem persönlichen Arsenal: "Entweder ihr seit jetzt brav - oder ich hole 2010 Moby Dick!"
 
Ach ja... in Bezugnahme auf ein anderes Freestyle-Thema: Hiermit ist "Der schmale Grat" nicht mehr der schlechteste Film in meiner Sammlung. Diese Ehre gebührt nun eindeutig "2010 Moby Dick". 
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