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American Pie 4 - Das Klassentreffen

Der Apfelkuchen ist noch warm

American Pie 4 - Das Klassentreffen Kritik

5 Kommentar(e) - 09.04.2012 von Moviejones
Filmkritik

Bewertung: 3.5/5

Wir schreiben das Jahr 1999. Eine Gruppe von Freunden steht kurz vor dem Abschluss und will nicht jungfräulich die High School verlassen. Der Rest ist Geschichte und ein Apfelkuchen und Stiflers Mom wurden zum Synonym für American Pie. 13 Jahre sind seitdem vergangen und aus den Jungs von einst wurden Männer. Jim (Jason Biggs) und Michelle (Alyson Hannigan) sind nach ihrer Heirat vor vielen Jahren inzwischen auch Eltern geworden und das anstehende Klassentreffen in East Great Falls, Michigan ist die Gelegenheit für beide, mit allen ihren Freunden von einst wieder zusammenzukommen. Ob Kevin (Thomas Ian Nicholas), Oz (Chris Klein) oder Finch (Eddie Kaye Thomas), jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht, Beziehungen von einst sind in die Brüche gegangen oder stehen kurz davor, manch einer ist erfolgreich, manch anderer in einem nervigen Job gefangen - das Leben eben. Doch manche Dinge ändern sich nie und zusammen erleben die Freunde von einst ein Klassentreffen, welches ihre wildesten Jahre wieder zurückbringt.

American Pie war 1999 die Überraschungskomödie des Jahres und zeigte, wie weit es frech-frivoler Humor bringen kann. Zwei nicht minder erfolgreiche Fortsetzungen folgten bis 2003, die sich vor allem auf Jim und Michelle konzentrierten. Während sich Universal die Jahre danach auf die unsäglichen American Pie präsentiert-Ableger konzentrierte, fand man erst mit American Pie 4 - Das Klassentreffen den Mut, zu den Wurzeln zurückzukehren. Die Idee eines Klassentreffens eröffnete die Möglichkeit alle Darsteller des Originalfilms wieder zusammenzubringen und gleichzeitig den Nostalgiebonus, den der Film verspricht, voll und ganz auszuschöpfen.

Und wie dieses Konzept aufgeht. Doch dies gelingt nur, weil die Originaltrilogie den Grundstein hierfür legte. Zwar war die Reihe immer für ihren derben Humor bekannt und wer erinnert sich nicht daran, als Jim erste Erfahrungen mit einem Apfelkuchen machte, doch standen für eine Komödie dieser Art die Figuren stärker als sonst im Mittelpunkt, wurde ihnen über die Jahre hinweg Zeit gelassen, sich auch zu entwickeln. Am Beispiel von Jim und Michelle, die heirateten und in American Pie 4 - Das Klassentreffen nunmehr als Eltern auftreten, wurden die Filme mit ihren Zuschauern erwachsen. Der Humor ist der von einst, doch die Identifikation mit den Figuren fällt so viel stärker aus. Den Vorteil, den American Pie 4 gegenüber den letzten zwei echten Teilen der Reihe genießt, ist, dass es eben nicht nur um Jim, Michelle, Stifler, Finch und Kevin geht, sondern dieses Mal auch Oz (Chris Klein), Nadia (Shannon Elizabeth), Heather (Mena Suvari) und all die anderen wiederkehren - und dank Nostalgiefaktor ist selbst das Kassengift Tara Reid in American Pie 4 - Das Klassentreffen eine passende Dreingabe. Universal gelang der Kunstgriff, wirklich alle Darsteller des Originalfilms wieder zu vereinen und so kann mit diesem auf Augenhöhe konkurriert werden.

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Nostalgie ist somit der Antrieb des vierten Teils und insofern ist vieles bekannt. Überraschungen sind etwas, was bestenfalls mit der Lupe gesucht werden kann, ebenso ist der Humor der gleiche geblieben und die Witze haben sich in den letzten 13 Jahren auch nicht verändert, wurden nur anders verpackt. Wie eh und je werden schauspielerisch keine Bäume ausgerissen, aber es wird das geboten, was Fans der ersten Filme kennen, lieben und erwarten. Sex ist auch im Jahr 2012 die Antriebsfeder und das Thema Nr. 1, um das alles kreist. Dabei wird mal mehr, mal weniger gekonnt an frühere Erlebnisse der Hauptdarsteller angeknüpft oder auf diese angespielt. Ohne die Vorgänger kann American Pie 4 - Das Klassentreffen nicht existieren und jedem Zuschauer kann nur wärmstens ans Herz gelegt werden, vor dem Kinogang die alte Trilogie noch einmal zu sehen. Zum einen um sich einzustimmen, zum anderen könnte der Spaß sonst streckenweise auf der Strecke bleiben. Das engt die Zuschauergruppe natürlich ein, denn ganz klar zielt Universal auf die 20-30er Jahrgänge ab und hofft, mit Anspielungen auch einige Teens in die Kinos zu locken. 

Natürlich steckt American Pie 4 - Das Klassentreffen auch wieder voller Klischees und ist mit seinen Gags, die nicht selten unter der Gürtellinie angesiedelt sind, nicht für jeden geeignet, aber wen kümmert das? Man hat seine Zielgruppe ganz klar von Beginn an abgesteckt und spielt seine Trumpfkarte konsequent aus. American Pie 4 - Das Klassentreffen bietet eine ordentliche Portion Gags, punktet mit dem Nostalgiebonus und selbst mit ein, zwei bewegenden Momenten, die nur ab und an durch Streckerszenen verunstaltet werden. Und spätestens, wenn Stiflers Mom (Jennifer Coolidge) mit Jims Dad (Eugene Levy) anbandelt, wissen wir, wir sind wieder mittendrin! 3,5 von 5 Hüten.

(AS)

American Pie 4 - Das Klassentreffen Bewertung
Bewertung des Films
710
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