Men in Black 3

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Men in Black 3 Kritik

Men in Black 3 Kritik
21 Kommentare - 22.05.2012 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).
Men in Black 3

Bewertung: 3.5 / 5

215 Millionen Dollar soll Men in Black 3 gekostet haben. Wer so viel investiert, muss sich sicher sein. Tatsächlich würde wohl niemand ernsthaft daran zweifeln, dass sich auch der dritte Teil der erfolgreichen Kinoreihe weltweit zum Blockbuster entwickeln wird. Zehn Jahre sind seit dem zweiten Film vergangen. Dem Vernehmen nach bestand bei allen Beteiligten seither nicht immer Einigkeit. Es ging ums Drehbuch und ums Geld. Nun aber lässt sich Will Smith freudig zitieren: "Der Siebenjährige in mir vollführt Purzelbäume vor Freude, wenn ich den schwarzen Anzug überstreife." Dass sich in der vorherigen Diskussion jedoch alles ums Buch drehte, ist nachvollziehbar, wenn man die 105 Minuten gesehen hat.

Mit Zeitreisen im Film ist es immer so eine Sache: Sie bieten ein ungeheures Potenzial, lässt sich doch Bestehendes neu entwickeln, ja womöglich Geschichte neu schreiben. Eine Idee, die auch in MIB 3 ausführlich behandelt wird. Wohl aber bietet ein solcher Kunstgriff auch stets gefährlich viel Raum für allerlei logische oder inhaltliche Fehler.

Trailer zu Men in Black 3

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Agent J (Will Smith) wird sich vom Chrysler Building stürzen, um in einer fantastisch gefilmten Sequenz zurück ins Jahr 1969 zu reisen. Jene Zeit, in der der Neuralisator, mit dem man Erinnerungen auslöschen kann, nicht schmal und handlich war, sondern so groß wie ein ganzer Raum. Etwa eine halbe Stunde ist bis dahin vergangen, und es ist - durchaus erstaunlich - die beste halbe Stunde des Films. J und K (Tommy Lee Jones) treffen in dieser Zeit wieder auf die skurrilsten Aliens, die in 3D ganz wunderbar in alle Einzelteile zerschossen werden können. Zudem steht die Beziehung der beiden Agenten im Mittelpunkt. Warum ist K der schweigsame Eigenbrötler? Was hat ihn geprägt? Am Ende wird der Film Antworten darauf geben.

Men in Black 3 ist in erster Linie eine Actionkomödie. Aber eben auch ein Buddy-Movie der besonderen Art. Die Aliens sind präsent, doch nur wenigen kommt eine besondere Bedeutung zu. Viel Humorvolles spielt sich auch diesmal im Hintergrund ab, was ein zweites Ansehen lohnenswert macht. Wer sucht, findet Lady Gaga und einiges mehr.

Eines Tages ist K dann plötzlich verschwunden. In seiner Wohnung lebt eine Familie. Der Zuschauer kennt den Grund dafür längst, der junge J muss sich erst hinarbeiten. Von seiner neuen Chefin O (Emma Thompson) erfährt er, dass sein Kollege bereits seit 40 Jahren tot sei. Hintergrund: Boris die Bestie (Jemaine Clement), ein Schurke wie aus dem Bilderbuch, ist durch die Zeit gereist, tötete den jungen K und veränderte so den Ablauf der Ereignisse. Was bleibt J anderes übrig, als hinterherzufahren, um die Geschichte wieder ins Reine zu bringen. Früh schon trifft er Ende der 60er-Jahre auf Ks junge Version. Josh Brolin spielt diese Rolle bewundernswert gut.

Ein moderner Alienjäger im Jahr 1969 - das hätte viel Humorpotenzial geboten, das jedoch nur eingeschränkt genutzt wird. Etwa in einer Szene, in der J von zwei Cops auf offener Straße angehalten wird. Grund: Seine Hautfarbe und sein teures Gefährt passen offensichtlich nicht zusammen. Szenen wie diese sind selten.

Auch Men in Black 3 ist, wie seine beiden Vorgänger, zweifellos gelungenes Entertainment. Regisseur Barry Sonnenfeld macht das Beste aus dem Drehbuch von Etan Cohen, das zwar nicht ganz ohne Längen ist, aber auf fantasievolle Weise mit einigen Skurrilitäten der Geschichte spielt (Andy Warhol). Und tatsächlich scheint diese wunderbare Kinoidee nun ausgereizt. Aber: Schön, dass es sie gab ...

Men in Black 3 bekommt 3,5 von 5 Hüten.


(Quelle: teleschau - der mediendienst | Kai-Oliver Derks)

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