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Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 2

Genau wie erwartet

Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 2 Kritik

5 Kommentar(e) - 17.11.2012 von Moviejones
Filmkritik

Bewertung: 2.5/5

Bella (Kristen Stewart) hat sich nach der kräftezehrenden Schwangerschaft und fast tödlich für sie verlaufenden Geburt der kleinen Renesmee (Mackenzie Foy) wieder erholt und erkundet wissgierig ihr neues Leben als Vampirin. Als ihr und Edward (Robert Pattinson) von den Cullens sogar ein eigenes Heim bereitet wird, könnte das Glück nicht größer sein. Doch die weit entfernten Volturi mit ihrem Anführer Aro (Michael Sheen) erfahren von dem kleinen "Bastard" - denn in Renesmees Adern fließt auch Blut, sie ist halb Vampir, halb Mensch. Die Cullens versuchen daraufhin alles in ihrer Macht Stehende, gleichgesinnte Vampire zu überzeugen, ihnen im bevorstehenden Kampf beizustehen. Währenddessen entwickelt Bella mit Jacob (Taylor Lautner) einen Notfallplan, um ihre Tochter zu retten, so es zum Schlimmsten kommen sollte...

Fünf Filme, vier Bücher. Auch Twilight ging den Weg des Harry Potter, aus einer Buchvorlage den maximalen Gewinn zu ziehen, der auch bei The Hunger Games und Der Hobbit funktionieren wird. Ob die Zweiteilung nötig war, bleibt diskussionswürdig, aber inzwischen ist es müßig, darüber zu streiten. Nun also das Finale der großen Vampirsaga und eins können wir sagen: Wer sich zuvor an den Büchern und Filmen begeistern konnte, wird es jetzt erst recht. Von Romantik bis Dramatik, Regisseur Bill Condon (Dreamgirls, Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht) fährt noch einmal alles auf, was die Buchvorlage hergibt und Fans werden von der einen oder anderen Szene sicherlich ergriffen sein. Alle anderen, die sich auch vorher nicht mit den Romanen anfreunden konnten und Stephenie Meyer für das verfluchen, was sie aus Vampiren, den Geschöpfen der Nacht, gemacht hat, werden im Kino erleben, wie lang 116 Minuten sein können.

Unnötig, sich nach fünf Filmen über die Qualität auszulassen. Alles, was über die Vorgänger geschrieben wurde und die Zuschauer und Nichtzuschauer polarisierte, trifft auch auf Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 2 zu. Nein, der finale Film ist erneut kein Meisterwerk, trieft vor kitschigen Szenen und ist inszenatorisch infantil, romantisch verklärt und vermittelt ein konservatives Weltbild, welches dem Bible Belt entspringt. Erneut verkommen Vampire und Werwölfe, einst das personifizierte Böse, zu den besseren Menschen, und dahingehend ist für den Fan klassischer Interpretationen das Kind schon längst in den Brunnen gefallen, denn Twilight wird diesen mystischen Wesen samt deren Mythologie nicht gerecht. Fans werden dennoch erneut darüber hinwegsehen, wurde der Roman gut auf die Leinwand übertragen. Für sie steht die Beziehung zwischen Bella und Edward im Vordergrund, die für Außenstehende kaum bis gar nicht zu ertragen ist. Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht - Teil 2 spricht genau diese vorhandene Sehnsucht nach verzehrender, ewig andauernder Romantik in einem sehr großen Zuschauerkreis an, insofern dürfte dieser Teil der erfolgreichste der Reihe werden. Selten polarisierten Filme derart und dabei wäre eine Frage interessant: Wie erfolgreich hätte Twilight werden können, wenn der Stoff nicht so plump zielgruppenaffin geschrieben und gedreht worden wäre? Nicht auszumalen, welchen Durchmarsch die Reihe hätte hinlegen können, wenn sie mit einigen interessanten Aspekten wie bei der Harry Potter-Saga Mädchen wie Jungs und auch Ältere angesprochen hätte.

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