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Lola gegen den Rest der Welt

Finger weg von Fusel und Fettigem

Lola gegen den Rest der Welt Kritik

0 Kommentar(e) - 07.12.2012 von FBW - Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).

Lola gegen den Rest der Welt Bewertung: 2.5/5

Wenn eine großgewachsene Blondine mit langen Beinen auf atemberaubenden High Heels über die Bürgersteige von Manhattan stöckelt, erinnert das schon sehr an Sex and the City. Dass Lola (Greta Gerwig) mit ihrem Absatz in einer Pflasterritze hängen bleibt und sich furchtbar ärgert, passt auch gut ins Bild. Dass sie dann der Länge nach hinschlägt und brutal mit dem Kopf auf dem Boden landet, nicht mehr so ganz. Lola gegen den Rest der Welt variiert die bekannten Muster der mehr oder weniger romantischen Komödie über Singles auf der Suche nach der großen Liebe mit etwas Kratzbürstigkeit. Rundum überzeugend wirkt der US-Film, der noch ein wenig Independent-Aura ausstrahlt, jedoch leider nicht.

Es ist offenbar mal wieder die größtanzunehmende Katastrophe, die einer noch nicht 30-jährigen New Yorkerin auch in sehr emanzipierten Zeiten blühen kann: Kurz vor ihrem lange geplanten, unter Mühen zusammengesparten Hochzeitsfest bekommt Lolas Verlobter (Joel Kinnaman, Fernsehzuschauern bestens bekannt aus der ZDF-Reihe "GSI - Spezialeinheit Göteborg") weiche Knie. Er lässt seine Partnerin sitzen.

Lola heult, sie kreischt, sie stürzt sich in wüste Fress-, Sauf- und Sexorgien. Es dauert nicht allzu lange, nur ein paar wilde, aber aussichtslose Affären lang, schon landet sie bei Henry (Hamish Linklater) im Bett. Der ist zwar verständnisvoll, sensibel und sexuell aufgeschlossen - aber eben dummerweise auch Henrys (ehemals) bester Freund. So etwas macht man nicht, vor allem nicht in einer amerikanischen Komödie.

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Eigentlich möchte man Lola gegen den Rest der Welt einfach nur mögen - vor allem wenn man dem schier unwiderstehlichen Charme der Hauptdarstellerin erliegt: Greta Gerwig ist ein Name, den man sich merken muss, wenn man ihn nicht ohnehin schon aus sehr sehenswerten Independent-Produktionen wie der bitterkomischen Ben-Stiller-Komödie Greenberg (2010) kennt. Zuletzt sah man die Kalifornierin in dem Woody-Allen-Film To Rome with Love (2012). Ihr Markenzeichen ist es, Attraktivität und sichtbare überbordende Lebensfreude mit einem eher dunklen, selbstzerstörerischen Wesenszug zu kombinieren. Eine Mischung, die einen besseren Film als Lola tragen könnte.

Tatsächlich schwenkt die Komödie - vermutlich mit Rücksicht auf die durchaus intendierten Carrie-Bradshaw-Anklänge - immer wieder doch auf ein sehr konservatives Terrain zurück. Die verlassene Schöne, die für eine Weile so gar nichts Schönes tut, muss sich erst schmerzhaft selbst finden - um dann auch die Finger von Fettigem, den Falschen und dem Fusel zu lassen. Unterm Strich ist die Romantikkomödie somit etwas widerspenstigerer als handelsüblich. Sie liegt aber dennoch weitaus näher bei Mainstream-Filmen wie Die Braut die sich nicht traut (1999) als bei der eher finsteren Verdrossenheit der HBO-Serie und inoffiziellen Sex and the City-Nachfolgeproduktion Girls.

Lola gegen den Rest der Welt bekommt 2,5 von 5 Hüten.


(Quelle: teleschau - der mediendienst | Rupert Sommer)



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Bewertung des Films
510
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