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Die Monster Uni

Erstis auf Konfrontationskurs

Die Monster Uni Kritik

2 Kommentar(e) - 17.06.2013 von Moviejones
Filmkritik

Die Monster Uni Bewertung: 3.5/5

Was ist das größte Ziel eines Monsters? Auf die berühmte Monster-Uni zu kommen, das Schrecker-Studium erfolgreich zu absolvieren und dann auf die Kindertraumwelt losgelassen zu werden, in der Monster AG. Das wünscht sich auch seit frühester Kindheit nichts sehnlicher als Mike Glotzkowski, der kleine grüne Ball auf zwei Beinen mit seinem Riesenauge. Angekommen, aufgenommen und los geht es neben all den anderen Studienanwärtern, die sich ebenfalls auf ihr Leben als Schrecker vorbereiten wollen. Doch Mike hat im Gegensatz zu vielen anderen Kommilitonen einen Nachteil: Er wirkt irgendwie nicht schrecklich genug und hat seine liebe Mühe, sich neben den anderen zu behaupten. Das spürt auch James P. "Sulley" Sullivan, ein haariges Vorzeigemonster, das zudem noch einer berühmten Schrecker-Familie entstammt. Die beiden können sich nicht riechen und eins führt zum anderen, als ihr Streit sich in der Öffentlichkeit entlädt und beide vom Studium ausgeschlossen werden. Die einzige Chance, ihr Ziel zu erreichen, ist es einen Wettstreit zu gewinnen, denn dann würde ihnen die gefürchtete Dekanin Hardscrabble die Wiederaufnahme ermöglichen...

Es ist ganze 12 Jahre inzwischen her, dass Die Monster AG die Kinozuschauer verzauberte. All die Jahre danach überzeugte Pixar mit weiteren charmanten Geschichten für Groß und Klein, die uns ins All entführten, in den Regenwald oder auf die Rennbahn. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nachdem das Studio lange Zeit eigenständige Filme entwickelte, hat seit Cars 2 ein Umdenken eingesetzt, dass starke Marken eine weitere Chance erhalten sollten. Und so erwartet uns mit Die Monster Uni nun das Prequel zum erfolgreichen ersten Teil um Sulley und Mike und wie sie zu dem wurden, was sie sind - dickste, beste Freunde.

Gleich zu Beginn des Films fällt der unwahrscheinlich hohe Realismusgrad bei der digitalen Umsetzung auf. In manchen Szenen fragte man sich zu Recht, ob das Chrom des Schulbusses nun animiert ist oder doch zum Greifen echt. Demgegenüber sind die Monster flauschiger und abwechslungsreicher animiert, was die aktuellen CGI-Maßstäbe hergeben und werden das Herz der Animationsfans mit Sicherheit erobern. 3D ist erneut ein nettes Beiwerk, aber sicherlich nicht der Grund, das Kinoticket zu lösen.

Der Videoplayer(5890) wird gestartet

Die Geschichte um Mike und Sulley ist nett erzählt und bietet mit einem kleinen Twist am Ende sogar Überraschung genug, um nicht das zu erleben, was man eigentlich beim Rausschmiss aus dem Studienfach erwartet hätte. Jeder weiß, was die beiden in Die Monster AG erwartet, doch der Weg dahin ist mit Fleiß und Steinen gepflastert, denn bloß ein imposantes Monster zu sein, reicht eben nicht aus, wenn man den Job will. Kurzum, Die Monster Uni ist dahingehend intelligent genug, dass weder pures Talent noch Fleiß ausreicht, um der Beste zu sein, und den Zuschauer damit anregt, dass Wege überdacht oder doch noch mal ne Schippe draufgelegt werden muss, wenn man ein Ziel wirklich erreichen will.

Die Story ist flott erzählt und die vielen unterschiedlichen Monster lassen uns eine kunterbunte Univielfalt erleben, die allen Zuschauern "Toleranz ist ein hohes Gut!" zuzurufen scheint. Dennoch könnte Die Monster Uni gerade für Kinder bis 10 Jahre etwas zu langatmig mit seinen 110 Minuten sein, für die auch das Leben an der Uni viel zu abstrakt sein dürfte. Die anwesenden kleinen Zuschauer haben sich leider nicht so amüsiert, wie man es erwartet hätte, denn flauschige Monster gab es zu wenig und alles in allem scheint die Handlung für Kinder bis zu einer bestimmten Altersgruppe doch nicht so spaßig und mitreißend zu sein.

Schlussendlich ist Disney/Pixar mit Die Monster Uni eine überzeugende Vorgeschichte gelungen, die viel Charme hat und spätestens mit Ilja Richter als Mikes Synchronstimme punktet. Ohne ihn geht es einfach nicht und wir sind begeistert, dass er wirklich wieder mit an Bord ist. Für Animationsfans dürfte Die Monster Uni viel Spaß bringen, doch alles in allem fehlt uns das i-Tüpfelchen für einen Topfilm.



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Die Monster Uni Bewertung
Bewertung des Films
710
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