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Alien - Covenant

Im Kino hört Dich jeder seufzen

Alien - Covenant Kritik

7 Kommentar(e) - 25.05.2017 von Cassjo
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Cassjo.
Filmkritik

Alien - Covenant Bewertung: 1.5/5

ACHTUNG! Diese zugegebenermaßen sehr lange Kritik enthält auch einige Spoiler!


Man muß schon genauer hinsehen, denn in Alien - Covenant sind viele Dinge einfach sehr sehr klein.

Der Film beginnt klein, fast schon bescheiden, in einem klinisch anmutenden Setting und geht gleich in Vollen mit einem überaus wichtigen Dialog zwischen dem Androiden David und dessen Erschaffer. Die Minimalistik dieser Szenen lässt allerdings mehr erahnen, als unterm Strich dann bleibt und als Rest hat man dann durch den gesamten Film hinweg das minimalistische Schauspiel der eigentlichen Hauptfigur(en), die von Fassbender verkörpert wird.

Was mich betrifft, ich verstehe den Hype um ihn nicht so ganz, denn ein Android scheint das perfekte Type-Casting für Fassbender zu sein - eine Umkehrung des Uncanny Valley sozusagen.
Ob er wirklich schauspielern kann, lässt sich für mich daraus leider wieder einmal nicht ablesen, weil er in all seinen Filmen wohl einen Androiden spielt, der versucht, einen Schaupieler zu spielen, der die Rolle spielt.
Die zweitwichtigste Dialog-Sequenz scheint später dann das Aufeinandertreffen von Walter und David zu sein - für jeden, der mal ein paar Slapstickfilme oder Cartoons gesehen hat, ist überdies ab diesem Moment schon klar, dass die Verwechslungsgefahr sicher nochmal für einen späteren Twist thematisiert wird.

Klein scheint vor allem aber das Weltall zu sein, denn die noch in Prometheus halbwegs mystische und uralte Rasse hockte ohne viel technische Finesse auf ihrem reichlich schmucklos präsentierten Heimatplaneten, wie man zur Filmmitte hin so nebenbei erfährt. War wohl nichts mit der Besiedlung des Alls, sind schließlich kein Technokraten, daher auch die schlichte Berobung. Selbst die ehemals marmorne Erscheinung dieser Ingenieure mit archetypischen Gesichtszügen, die dieser Rasse ihre Ursprünglichkeit geradezu angedichtet hatte, ist einem Look gewichen, der eher an grobknochige Höhlenbewohner erinnert.

Klein ist da noch ebenso die Innovationsvielfalt, sieht man von der reinen Optik mal ab. Es wird viel zitiert oder Bekanntes einfach mal anders zusammengestellt, ohne gleich gänzlich nurmehr ein Abguß zu sein. Trotzdem fehlt es irgendwie an einem Kniff, der einen Alienfilm aus 2017 eben aktuell erscheinen lässt. CGI und Effekte können diesen Anspruch nicht alleinig stemmen.

Klein sind auch die Charaktermomente, geschweige denn die Weiterentwicklung auch nur irgendeiner Figur. Allesamt erscheinen sie so austauschbar, facettenlos und nebensächlich, als befänden sie sich wie der Rest der Siedler noch in den Kälteschlafkapseln.
Da braucht es schon eines Cowboyhuts, damit man weiß, wer gerade der verantwortliche Pilot ist, hat ja im allerersten Teil Ende der 70er auch funktioniert. Obschon damals durch Dialoge und Eigenarten die Figuren alles andere als austauschbar waren. Aber über diese Requisitenebene geht es hier nun leider nicht hinaus. Hat aber den Vorteil, dass man sich nicht auf Biegen und Brechen an Charakterisierungen versucht, nur um selbst die dann im Filmverlauf unkonsequenterweise wieder über den Haufen zu schmeißen, wie das noch in "Prometheus" der Fall war.
Fast schon bezeichnend, als nach der Landung auf dem Planeten eine der beiden Frauen an der anderen (nämlich der "Protagonistin" Daniels) vorbeiging, irgendwas sagte und diese dann kurz mit einem seltsam nachdenklich betroffenen Blick zurückließ (den einzigen, den sie den ganzen Film lang offenbar im Repetoire hat), als wundere sie sich gerade genauso wie der Zuschauer: "War die auch mit auf dem Schiff?".
Da hilft auch nicht die mehrmalige Erwähnung, wer mit wem verwandt oder liiert ist, um irgendsowas wie Identifikation, Anteilnahme oder gar Bindung zu erzeugen. Man wird in der ersten Filmhälfte einfach nur von Statisten bespaßt, die in der zweiten dann brav der Reihe nach wegsterben. Der Film tut nichtmal so, als wäre es anders - verschenktes Potential.

Klein ist natürlich die Geduld des heutigen Zuschauers, weshalb Infektion, Ausbruch, Schlüpfen und Heranwachsen der Neo-, Proto- oder Xenomorphs natürlich noch rasanter vonstatten gehen muß, als man es ohnehin gewohnt war: "Atmen Sie ein paar Sporen ein und finden Sie in Nullkommanix zur (Alp-)Traumfigur - die Ihnen dann nebenbei aus dem Rücken schlüpft". Selbst die spätere Facehugger-Attacke hat man sich in Sachen Tempo beim aus dem Kanon gestrichenen "Aliens versus Predator" abgeguckt, denn schließlich weiß man seit 1979 wie sowas abläuft, da kann man auch die unwichtigen Teile überspringen (und die Logiklöcher gleich mit). Letztlich geht es ja ohnehin nur um das Endergebnis und etwa nicht um... Glaubwürdigkeit oder gar Dramaturgie.

Ich war außerdem nie ein eingefleischter Freund von H.R. Gigers Werken. Seine Technik und sein Stil sind ohne Zweifel zwar absolut grandios, aber die Motive und die Symbolik waren mir stets zu phallisch und oral. Allerdings zieht genau hieraus das Alien-Franchise ja einen Teil seines Horrors und dies wird in diesem Film erneut aufgegriffen, fast schon zelebriert.
An mancher Stelle dies aber schon wieder zu sehr, wenn beispielsweise der Schädel eines Mannes von hinten durchstoßen wird, so dass ihm das Beißwerkzeug des Aliens schließlich selbst aus dem Mund ragt - unfreiwillige Komik und zudem lichtjahreweit vom Ursprungsfilm entfernt. Wobei ich schon verstehe, dass all die zahlreichen Attacken völlig unbedeutend gewesen wären, hätte man sie stets nur angedeutet und nie gezeigt. Dazu hätte der Film dann anders aufgezogen werden müssen.

Klein sind insgesamt auch die Antworten auf all die Fragen, die der direkte Vorgänger so unfreundlich bohrend zurückließ. Und der Rest wird einfach in Säure aufgelöst, wenn längst keiner mehr hinsieht - oder eben von David auf bequeme, plotfreundliche Weise gänzlich entvölkert, wie eine Rückblende zu erklären weiß.
Dafür kommen gleich mindestens genauso viele neue Fragen auf und tun wieder mal so, als würde das Werk dadurch tiefsinnig zum Nachdenken anregen wollen - ich nenne das "plotholes".
Spätestens aber wenn Alienflüsterer David den Expedtitionsleiter in den Keller führt, der die wohlvertrauten (und wohl eigens ausgebrüteten) ledrigen Eier beherbergt, dann dürfte wohl auch der eingefleischteste Alien-Franchise-Fan leise Zweifel daran bekommen, dass hier gerade Mitdenken gefragt ist - sofern ihm etwas an Koherenz in dem Alien-Universum liegt.
Wer aber gar neu in der Materie ist, bleibt ohnehin schon längst verwirrt zurück, wenn er bis hierhin durchgehalten hat zu versuchen, sich den Plot irgendwie zusammenhängend zu erklären wohlgemerkt.
Dabei ist es genau diese Sequenz, die in einer sich ewig wiederholenden Trope den roten Faden der Nichterklärbarkeit menschlichen Verhaltens aufzeigt, das wohl David unlängst zu der Auffassung brachte, die Menschen hätten ein Überleben nicht verdient - mit diesen Repräsentanten kann ich die Haltung des Androiden sogar komplett nachvollziehen.
Man muß sich das mal vor Augen führen: Man landet auf einem fremden Planeten, Crewmitglieder sind bereits brutal zerstückelt worden, ein außerirdisches Raumschiff wurde gefunden, das Landungsschiff ist explodiert und man wird von einem fremden Androiden, den das Ganze ziemlich unbeeindruckt lässt, in ein paar gruselige Ruinen geführt, deren Zugang von seltsam verkohlten und verunstalteten Überresten menschenähnlicher Kreaturen gesäumt ist. Außerdem weiß er erschreckend viel über diese Biester, mit deren Kadavern auch noch die Inneneinrichtung seiner Behausung komplettiert wird, während er stolz von seinen genetischen Experimenten erzählt und diese auch noch einzeln vorführt. Und als sei dies alles nicht schon genug, findet man dann noch sowas wie Eier in einem Keller und als sich eines davon plötzlich öffnet, geht man darauf zu und steckt fast noch den Kopf hinein?
Oder entfernt man sich da des nachts einzeln von der Gruppe, um "sich kurz frischzumachen", "nachzudenken" oder eben diese Vorgänger wiederum zu suchen?
Dazu noch ein riesiges Raumschiff, angefüllt mit eingefrorenen Kolonisten und Embryos als Starthilfe für eine Neubesiedlung - und es gibt keinerlei Quarantänevorschriften oder Protokolle, wie man sich in Notfallsituationen verhalten könnte? (Zitat: "Man verlässt nicht die Erde, um sicher zu sein.")
Stattdessen geht man jedes mögliche Risiko ein, um das Raumschiff auch noch möglichst nahe an den Planeten zu bringen. Irgendwelche kritischen Einwürfe werden ebenso beiläufig abgetan, als zu diskutieren versucht und die Folgehandlungen folglich nicht mehr nachvollziehbar - wieder und immer wieder.

Meine Theorie ist mittlerweile, das R. Scott uns hier seine Abwandlung der "Idiocracy"-Thematik präsentiert: In der nicht allzu fernen Zukunft gibt es nur noch Deppen, die ihre Brut überall im All verteilen wollen. Ein zynischer Ausblick auf die Entwicklung des Menschen.
Als Android würde ich mich da auch schämen, von denen geschaffen worden zu sein. So ein Alien korrigiert also nur den "umgekehrten Darwinismus". Wobei mir noch nicht ganz klar ist, wofür es eigentlich steht: Ist es nun die entartete Wissenschaft als Sieg über die natürliche Ordnung der Dinge? Oder ist es die (Bio-)Waffe der Natur, um die Nichtigkeit von Wissenschaft und Technik zu verdeutlichen und die Hilflosigkeit derer, die sich damit zur Wehr zu setzen versuchen?
Dabei spiegelt Davids dargestellter Wahnsinn nur die pervertierte Form der menschlichen Hybris wider, aber zum Nachdenken anregen kann das Gezeigte dennoch nicht wirklich, bloß weil es unnötig nebulös gehalten wurde. Zumal die Auflösung und Entmystifizierung der Entstehung der Aliens das Weltall auf enttäuschende Art und Weise wieder ein ganzes Stück kleiner macht. Ganz geklärt ist deren Urpsrung allerdings noch immer nicht, waren ihre Urformen doch bereits 2000 Jahre zuvor für den Tod der Ingenieure auf dem Vorpostenplaneten verantwortlich.
Na gut, man darf wohl auch noch durchaus annehmen, dass David immerhin eine Art von Königin zur Verfügung hat, sonst würde er am Ende nicht noch (oral) Embryos ins Siedlerschiff einschmuggeln können und da die Eier vor allem aber die darin enthaltenen Facehugger bereits ihre wohlbekannte Erscheinungsform besitzen, gehe zumindest ich stark davon aus, dass dies nur auf E. Shaw zurückzuführen ist, die laut Davids Zeichnungen und ihrem aufgebrochenen Leichnam ja von diesem für seine Experimente mißbraucht wurde (selbst schuld, nach allem was vorher war).
Hier watet man aber bereits knietief in der "Alien-Lore", also dem Hintergrund, der sich aus all den kanonischen Filmen ergibt, von denen jeder einen eigenen eigenwilligen Teil zur Gesamterklärung beigetragen hat.
Ein Neuling kann sich diese Fragen jedoch gar nicht stellen und so reihen sich für ihn lediglich irgendwelche vermutlich plotrelevanten Setpieces aneinander. Vielleicht ist dies aber auch nur die moderne Form des Mythos, den der Space Jockey 1979 dargestellt hatte mit all den damit verbundenen Fragen.

Natürlich bietet der Film auch Schauwerte. Insgesamt sind Set- und Produktions-Design auf recht hohem Niveau. Sie erreichen allerdings nie die Sphären des direkten Vorgängers, bieten aber dennoch jede Menge Vielfalt in Sachen Alienarten, die sich aus der gesamten, ehemaligen Fauna des Planeten gebildet haben.
Die kurze Sequenz der Ankunft Davids auf dem Heimatplaneten der Ingenieure war interessant, seine Experimentierkammer mit all den Zeichnungen und konservierten Exemplaren (nebst kruzifiziertem Mini-Alien leider) war überaus sehenswert - man war durchaus an Da Vinci erinnert. Auch die Alien-Action war solide und schön dynamisch in all seinen Vielfalten.
Überdies war allerdings noch kein Alienfilm so gnadenlos brutal - mehr Splatter als Horror also. Auch hier wieder die standardisierte Trope des Horrorgenres: Die eigentliche Gefahr geht oftmals erst wirklich von innen aus, von der Gruppe der ums Überleben Kämpfenden - erst recht, wenn diese von Inkompetenz durchzogen und von Androiden mit Götterkomplex begleitet wird.
All dies macht leider keinen guten Film, wenn es an dramaturgischer Substanz fehlt - oder aber, ich bin dem Genre ganz einfach schon lange entwachsen.

Die Covenant fliegt am offenen Ende schließlich einer noch ungewissen Zukunft entgegen, denn selbst wenn dieser Film doch noch irgendwie erfolgreich sein wird, so soll der nächste Teil ja zeitlich davor angesiedelt sein, um die Jahre zu beleuchten, die David auf diesem Planten verbracht hat.
Somit würde wohl erst der übernächste Film den oft versprochenen Bogen zum ursprünglichen Alien aus 1979 zu schlagen versuchen - sofern sich das Franchise bis dahin nicht doch noch selbst zerlegt hat.

Der Film lässt einen also mit einem unangenehmen Sodbrennen zurück, teilweise mit Ärger darüber, doch noch gehofft zu haben, dass all die neue Technik das Filmemachen positiv in seinen Botschaften unterstützen könnte. Aber was sich hier auf der Leinwand abgespielt hat, könnte kleiner in seinen Errungenschaften kaum sein.

Ich wollte diesen Film unbedingt mögen. Schon beim Vorgänger wollte ich das.
Aber ich muß nun zugeben: Ich habe versagt.



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Alien - Covenant Bewertung
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eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 27.05.2017 | 14:39 Uhr27.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@lenni711

ja, verstehe ich. Wäre toll, zu hören, wo du nicht zustimmst, was dir gefallen hat!

Zu Blade Runner2049:
ich sehe da natürlich viel Potenzial. Wobei ich kein Fan von "Blade Runner" bin ;). Bin aber auch sehr gespannt!

lenni711
Moviejones-Fan
27.05.2017 | 12:59 Uhr27.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@eli4s

Die detalierte Weise und Art wie Cassjo hier die Kritik abgegeben hat, war absolut gut geschrieben, ich sehe das war auch nicht seine erste Kritik. Ich finde es immer lobenwert seine Gedanken konstruktiv zu äußern! Mir waren die 1,5 Hüte nur ein wenig zu hart..

Aber, vielleicht reden wir ja später nochmal über das Thema, wenn Blade Runner 2 zu shen war.

Bin gespannt ob und wie unsere Meinungen dort auseinander liegen?

Beides von Ridley Scot etc.

Freue mich darauf

LG

eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 27.05.2017 | 12:18 Uhr27.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@lenni711

ich denke, so ein Vergleich bringt einen nicht weiter. Solche Bewertungen sind immer relativ. Nur so am Rande und unabhängig von dem konkreten Beispiel würde ich nicht unterschätzen, wie schwer es ist guten "Klamauk" zu machen.
Ich finde, Cassjo hat seine Meinung sehr ausführlich und mit einigen guten Argumenten begründet. Auch wenn der Film einem gefallen hat, kann man sich mit den Argumenten auseinandersetzen. Alles immer gleich mit "Geschmackssache" abzutun, finde ich zu einfach. Dann braucht man sich ja nicht mehr austauschen.
Ich stimme ihm größtenteils zu. Plot und Figuren waren sehr schwach.
Wo ich Cassjo nicht ganz folgen kann, ist Fassbender. Meiner Meinung nach ein sehr begabter Schauspieler, der das auch mehrfach bewiesen hat.

lenni711
Moviejones-Fan
27.05.2017 | 10:38 Uhr27.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@Cassjo, ich glaube du hast mich nicht verstanden. Spaceballs ist für mich Klamauk, nicht wirklich ernst zu nehmen, geschweige das es großes Kino wäre. Der eine oder andere mags, was ich auch völlig okay finde ! Mir ging es einfach nur darum, die Bewertung etwas in Frage zu stellen. AC ist nun wirklich nicht schlecht gemacht, über Geschmäcker lässt sich streiten, genauso wie über Spaceballs oder Traumschiff Surprise etc.

Ich sehe auch die CGI Effekte anders als hier beschrieben.

Wenn Spaceballs (war nur ein Beispiel) von dir 5 Punkte bekommen würde, dann bekäme AC 6 Punkte von mir, wenn das gehen würde :-/

Grüße

Cassjo
Moviejones-Fan
Geschlecht | 26.05.2017 | 17:19 Uhr26.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Wie kannst Du denn bitte "Spaceballs" damit vergleichen?

Ich bin nicht in "Alien - Covenant" reingegangen, in der Erwartung, dass das Genre und das Filmemachen selbst auf bewusst pointierte Weise durch den Kakao gezogen wird. Dazu nimmt sich dieser Film viel zu ernst, als dass er als Komödie durchgehen darf.

Aber um der Antwort willen:

"Spaceballs" würde von mir fast schon die maximale Punktzahl abgreifen - damals wie heute.

Wäre er nur zwei Jahre später erschienen (also nach "Die nackte Kanone"), sähe das sicherlich anders aus, weil er eben sehr viel mehr eingetretene Pfade vorgefunden hätte und viele Pointen nicht mehr ganz so gezündet hätten (siehe "Scary Movie 1-25").

lenni711
Moviejones-Fan
26.05.2017 | 12:38 Uhr26.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Hmmmm, ich habe lange überlegt was ich schreiben soll...

Ich kürze es mal ab, was würdest du den einem Film der Kategrie "Spaceballs" oder der Gleichen an Punkten vergeben?

Allen Unmut zum trotz, der Film war anders, einige hatten was anderes gehofft zu sehen, aber 1,5 Hüte zu vergeben, passt da leider nicht!

Sehe das etwas sportlicher....

Grüße

Hanjockel79
Gamoras Toyboy
Geschlecht | 26.05.2017 | 00:21 Uhr26.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Der Film lässt einen also mit einem unangenehmen Sodbrennen zurück,

Jetzt wo dus sagst fällt mir ein, das ich beim rausgehen vom Kino im Parkhaus tierisch rülpsen musste. Das hat ordentlich geröhrt sag ich dir.^^ Der Grund dafür muss dann wohl der Film gewesen sein, denn auch mir ist der ganze Kappes sauer aufgestoßen.^^

teilweise mit Ärger darüber, doch noch gehofft zu haben, dass all die neue Technik das Filmemachen positiv in seinen Botschaften unterstützen könnte.

Ach wo denkt man denn hin? Die Filmemacher wissen doch mit den Möglichkeiten gar nichts vernünftiges mehr anzufangen. Hauptsache die Cg-iliens aus Cg-ilien Covenant haben so schön geglänzt...Da wünscht man sich die alten Zeiten zurück, als noch richtige Hardcore Typen in den Alien Kostümen steckten:

http://de.ign.com/alien-theater/122599/news/alien-im-xenomorph-kostum-kann-man-nicht-pinkeln

Man ey... yell es gab Momente, da hätte ich mir gewünscht das David sämtlichen anderen Darstellern und Herrn Scott die Flöte durch den Mund ins Hirn rammt, statt mit Walter nur darauf zu spielen. Das war eh so ne ganz merkwürdige Szene. Kumpel hat die richtig verarscht nachm Kino. Sagte so: Kommt Leute, spielt auf meiner Flöte und wenn ihrs nicht könnte, keine Sorge, ich brings euch bei. ani-laugh