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Alien - Covenant

David und das Fliewatüüt...

Alien - Covenant Kritik

7 Kommentar(e) - 28.05.2017 von Hanjockel79
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Hanjockel79.
Filmkritik

Alien - Covenant Bewertung: 1.5/5

Das war das erste, was mir gedanklich nach der Sichtung dieses neuen, und für mich im Ergebnis über alle Maßen hirnverbrannten, Alien Streifens einfiel in Bezug auf Davids Treiben. Nach dem Vorgängerfilm Prometheus, welcher die scheinbar mächtige außerirdische Rasse der Konstrukteure als quasi Schöpfer der Menschheit in das Alien Universum einführte, waren meine Erwartungen ziemlich hoch in diese Richtung. Sie sollten bitter enttäuscht werden, doch erstmal worum es überhaupt geht.

Trailer zu Alien - Covenant
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Handlung
Das Raumschiff Covenant (was soviel bedeutet wie ein Bund oder einen Vetrag eingehen) beherbergt ca. 2000 sich im Kälteschlaf befindende Kolonisten und einige menschliche Embreonen. Alles was das blitzschnelle Bevölkern eines neuen Planeten ebenso braucht an biologischem Material.^^ Es gibt plötzlich einen schweren Zwischenfall am Raumschifff, welcher es unabdingbar macht, das der Android Walter (Michael Fassbender!) die hauptverantwortlichen Crewmitglieder der Covenant aus dem Kälteschlaf weckt. Diese Aktion fordert sogleich zahlreiche erste Opfer unter den noch schlafenen Kolonisten, unter denen sich auch die Grinsekiffernase James Franco befindet (sorry, ich hasse den Typ), welcher gleich mal in seiner Schlafkammer zu gut durchgebratenem Grillhähnchen verarbeitet wird. Wahnsinn tolle Rolle *hust*... und ein Problem weniger, hätte der Film davon nicht viele andere und den Küchenscharbenhaften "Charakterdarsteller" Danny McBride in einer der tragenden Teamrollen... Wo war ich? Ach ja die Handlung... Tennessee (so der bescheuerte Rollenname McBrides) bekommt während locker, flockiger Reparaturarbeiten an der Covenant, einen seltsamen Funkspruch auf seinen Helm gespielt, welcher sich als der Song Country Roads entpuppt und so voller Euphorie die Kolonisten auf einen unbekannten Planeten lockt, wo sie fast alle als stupides Kanonenfutter ihr Leben lassen werden(in bester Alienfilm Manier eben)...


Wichtigster Charakter und mit weitem Abstand der beste Schauspieler im ganzen Film
Michael Fassbender in seiner Doppelrolle als die Androiden David und Walter! David ist noch der Androide aus dem Vorgängerfilm Prometheus, hat in den letzten Jahren zu viel Freizeit gehabt und hat sich wahrscheinlich gedacht: "Och naja... bevor ich mir vor Langeweile in der Nase bohre, experminente ich doch lieber bischen mit der aus dem Vorgängerfilm bekannten schwarzen Masse herum und erschaffe meine eigenen Aliens. Hab ja sonst keine Ideen." Walter hingegen ist ein neueres Modell von David und ihm ist es in seiner Programmierung untersagt, ein Freidenker zu sein, Dinge zu erschaffen. Dies würde beim Menschen nur unbehagen auslösen, wenn die Androiden zu menschlich wären,so die billige Erklärung im Film, die auch David innerlich ganz schön sauer macht...


Meine Meinung zum Film
Eine absolut bodenlose Katastrophe und rein von den Alienfilmen her (die AvP Filme ausgenommen) deutlich der schlechteste Film der Reihe. Schon an der vorigen Charaktervorstellung, mit nur einem Charakter, wollte ich deutlich machen, das dieser Film gerade mal so von der herausragenden Leistung Michael Fassbenders lebt und das in gleich zwei Rollen. Sämtliche anderen Möchtegern Schauspieler sind ein Witz. Von denen will ich nichts mehr sehen im Kino. Nie wieder! Auch wenn ich mit so einem super Schauspieler wie Fassbender deutlich bessere Szenen im Kopf habe, als dieses bekloppte Flötenspiel (Mehr unfreiwillig komische Homoerotik geht jawohl nicht mehr... Ist das etwa alles was Androiden machen, wenn sie alleine unter sich sind? Sich gegenseitig die Flöte blasen?) oder den völlig überflüssigen Klavierspiel und Tee Trinker Anfang, welcher von seinem eigentlich guten philosophischen Ansatz so überhaupt nicht in den Film passt. Und warum nicht? Weil es außer dieser Szene ein ganz stupider Splatterfilm ist, der sämtliche Horrorelemente, die die Alienfilme früher so beliebt gemacht haben bei den Fans, vermissen lässt. Soll heißen, ich verfluche den Anfang nicht, sondern der hätte in einer ganz anderen Art von Film viel besser gepasst!


Bei Alien Covenant ist ab dem Zeitpunkt, wo die Crew fast wie in Alien 2 (Aliens) auf dem ehemaligen Heimatplaneten der Konstrukteure landet, alles nur noch eine Qual. Man ermüdet vor Langeweile. Ausführlichst wird gezeigt, wie die Opfer zu Tode kommen, zu oft wird dabei an sämtliche früheren guten Szenen in Alienfilmen erinnert, sodas ein Gefühl etwas wirklich neues aus diesem Filmuniversum zu sehen völlig ausbleibt. Es kommt einem zeitweise so vor, als sei Ridley Scott entweder immer neidisch auf James Camerons Film Aliens gewesen und wollte unbedingt seine eigene Version davon zeigen oder aber er hat während des Drehs einfach nur zuviel gesoffen. Anders kann ich mir diese fatalen Stimmungskiller Logiklöcher in der Story nicht mehr erklären. Das Alien Franchise wird so bis ins letzte Detail entzaubert und der Xenomorph verkommt von der einstigen mystischen Bedrohung zu einer (in wenigen Minuten heranwachsenden) Lachnummer auf CGI Hochglanz poliert... Ohne Witz, so zusammenhanglos wie vieles im Film aneinander gereiht wirkt, verliert man schon nach den noch irgendwo halbwegs interessanten ersten 30 Minuten langsam aber sicher die Lust am schauen!


Mein leider vernichtendes Fazit
Die größte Frechheit aber, die sich Ridley Scott herausnimmt, ist erst die Leute im Vorgängerfilm Prometheus heiß machen auf die Hintergründe zu der Rasse der so mächtigen Konstrukteure und warum diese eine so furchtbare Waffe erschaffen haben, wie diese schwarze Masse. Und was passiert in Alien Covenant in dieser Richtung? Fast NICHTS! David hat mal ebenso im Vorbeifliegen und so völlig ohne irgendwelche Sicherheitskontrollen überwinden zu müssen, die ganze Rasse vernichtet... Joa, ups. alle tod. Story zu ende... Wie lächerlich ist das denn bitte? Spätestens da hat man keine Lust mehr auf weitere Alien Filme unter Ridley Scott. Dann lieber eine richtige Alien 2 Fortsetzung vom Top SciFi Regisseur Neill Blomkamp probieren (District 9, Elysium, Chappie), wie sie ja sogar mal fast in Produktion ging, bis Herr Ridley Scott daher kam und der Meinung war, er könne uns einen besseren Alienfilm abliefern. Für diese Farce von einem sprichwörtlich säurehaltig dahingerotzen Alienfilm vergebe ich wegen Michael Fassbenders Schauspiel UND NUR deswegen sagenhafte 1,5 von 5 Hüte und teile fast in allen Punkten die Meinung des MJ Users Cassjo! So wie es uns Ridley Scott hier uninspiriert vor die Füsse geklatscht hat, so will ich keine weiteren Alienfilme mehr sehen. Und seit klar ist, das der Android David deren Schöpfer sein soll, ist das Franchise für mich eh am ende. Alleine dieses Detail killt für mich das gesamte weitere Interesse.



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Alien - Covenant Bewertung
Bewertung des Films
310
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7 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 02.06.2017 | 20:36 Uhr02.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2017 20:37 Uhr editiert.

@Hanjockel:

Danke für die Mütze, auch wenn die mir mehr schmeichelt als sonstwas. Unverdient, aber ich halte sie in freudigen Ehren

Na, das sag ich gerne geschehen und auch Dankeschön für die Meine wink

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Hanjockel79
Moviejones-Fan
02.06.2017 | 17:21 Uhr02.06.2017 | Kontakt
Jonesi

Leute, vielen Dank für das ganze super Feedback. Vorneweg eins: Ich kann mich da oft nicht so klasse gewählt ausdrücken wie das z.b. eli4s und Pantalaimon77 untereinander tun, aber ich geb mein bestes euch gleich Rede und Antwort dazu zu stehen. Der Reihe nach:

@ sublim77

AAAlter...ich hab mich fast ins Koma gelacht, als ich diesen Satz gelesen habe.

Ei is doch wahr ey... das war doch voll Gay... ey, aber sowas von! Jaja, nennt mich ruhig "Xenomorphob"!^^ Diese Bilder noch in meinem Kopf, hilfe Mami, fühle mich mental vergewaltigt!^^

Alleine dafür muss ich dir schon einen Hut geben. Ich fand den Film zwar nicht so schlimm wie du ihn empfunden hast + Deshalb fand ich den Film im Prinzip recht unterhaltsam.

Danke für die Mütze, auch wenn die mir mehr schmeichelt als sonstwas. Unverdient, aber ich halte sie in freudigen Ehren, versprochen bei der Macht von Grayskull! ;-D Und ja, der Film ist vielleicht wirklich einigermaßen unterhaltsamer Durchschnitt auf der neutralen Seite wie du sagst. Nur kann ich das nicht beurteilen, weil ich so subjektiv sauer und enttäuscht von Ridley Scott bin. Ich meine speziell dafür, für diese von Alien 2 geklonte Actionnummer wurde extra Blomkamps Alien 5 eingestampft? Fox soll sich was schämen! Mir wächst schon wieder tierisch die Halsschlagader an, bei dem Gedanken an den Film!^^ Da werd ich zum Dieter aus Werner:

@ Pantalaimon77

Was mir an deiner Kritik auffällt, ist, dass ich an keiner Stelle den Aspekt finde, der Alien Covenant für mich so interessant gemacht hat: Das Thema der Schöpfung bzw. das Verhältnis von Schöpfer und Schöpfung zueinander. Gerade das ist für mich ein bedeutender Science Fiction-Bezug, der der Geschichte eine metaphysische Dimension gibt. Der deiner Ansicht noch so unpassende Prolog gibt hierbei maßgeblich das Thema des Films vor.

Danke für dein tolles Feedback zu der Kritik. Zunächst muss ich anerkennend zugeben das dir eli4s in seinem Kommentar schon ein super Feedback in die Richtung abgegeben hat und ich möchte von meiner Seite hinzufügen das ich im ersten Absatz bei "Meine Meinung zum Film" durchaus versucht habe klar zu machen, das ich den Prolog nicht verteufele, er aber für mich, um auf deine Worte zurückzukommen, anders als du es empfindest zwar die Richtung des Films vorgeben will, aber der Film ab so ca. der Hälfte eine komplett andere Richtung einschlägt. So richtig nachdem Motto als würde Ridley Scott sagen: "Ups, bisher wars dann doch zu viel Prometheus Fortsetzung, wir müssen unbedingt mit Gewalt noch die typische Alien Abschlachterorgie einbauen. Hat mal jemand die VHS von Aliens zur Hand? Wie hat denn das der Cameron damals gemacht?"^^ Verstehst du was ich meine? Die klare Linie ist halt auf einmal weg.

Sprich ich wollte sagen der 5 minütige Prolog hätte dann besser gepasst wenn die Rasse der Konstrukteure eben nicht in Rückblenden einfach stupide verheizt worden wäre, wenn der Film viel mehr Abenteuer und Forschung nach der Kultur dieser Rasse gewesen wäre. Ich wollte die Szene zu keiner Zeit lächerlich reden und ich dachte , das hätte ich so auch klar genug formuliert in besagtem Absatz.

Das beste an den Alien Prequels ist halt wirklich nur noch der Android David für mich, aber das alleine reicht halt nicht. Durch die Konstrukteure z.b. wurde eine Neugier geweckt die jetzt in diesem Film total unmotiviert ausgelöscht wurde, so nach dem Motto: Was fällt euch ein, euch für die Konstrukteure zu begeistern? Wie könnt ihr nur? So wirkt alles nur wieder elend öde und langweilig im Weltraum, als gäbe nichts anderes mehr.

@ eli4s

Du bringst es mit einem Satz super auf den Punkt:

Wie anderswo gesagt fand auch ich diese fragen spannend. Gleichzeitig denke ich, dass sie im banalen plot des Films untergehen.

Das sehe ich genauso. Der Film macht nichts draus. Nur weil Alien ein Kinoblockbuster Franchise ist, kann man doch trotzdem mal aus der Reihe tanzen. Aber nein... der Film, vielmehr der Regisseur hat sich dann doch nicht getraut, leider. Ich hätte viel lieber mehr das Sequel zu Prometheus gesehen, als diesen Stuss der im Endeffekt die ganze Schöpfungsgeschichte des Aliens an sich versaut hat. Für mich sind die Viecher seitdem absolut entzaubert, also in keinster Weise mehr gruselig oder mystisch.

So Leute zum Schluß gebe ich euch noch einen aus. Hab total gute Laune heute, Familie und Freunden gehts super, da geht auch mir immer das Herz bei auf. In diesem Sinne, ein schönes Wochenende! :-D

Pantalaimon77
Moviejones-Fan
30.05.2017 | 09:05 Uhr30.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2017 09:46 Uhr editiert.

@eli4s

Über die Figurenzeichnungen kann man geteilter Meinung sein; mich erinnerte das Ensemble stärker an Alien als das in Prometheus. Die Rolle von James Franco war leider verschenkt. Katherine Waterston aka Daniels gelingt es aber meiner Meinung nach durchaus, sich charakterlich von Ripley oder Shaw abzusetzen. Sie punktet mit Sensibilität, Empathie und Entschlusskraft. Man kann es entweder als Stärke oder Schwäche sehen, dass der Fokus auf einigen wenigen Hauptfiguren liegt und nicht jedes Crewmitglied sein entsprechendes Profil bekommt. Der Horroraspekt trat für mich ohnehin in den Hintergrund, weil mich der Plot um David weitaus mehr gepackt hatte. Ihn als faschistoid zu bezeichnen, ist vielleicht zu unpräzise - seine Denkweise ist vorwiegend darwinistisch. Die letzte Szene (SPOILERWARNUNG!) verstehe ich so, dass er sich darin gefällt, Gott zu spielen, und beobachten möchte, welche Spezies nach der Kolonisation des Planeten über die andere triumphieren wird. Die ist dann aus seiner Sicht die Würdigere, dadurch dass sie sich ihr Existenzrecht erfolgreich erkämpft hat.

Außerdem gibt es bemerkenswerte Parallelen zu Ash, dem ersten Androiden der Alien-Reihe, denn auch der ist von der Perfektion des Xenomorphs beeindruckt. Im direkten Vergleich mit Covenant stellt sich nun die Frage, ob Ash wirklich nur seiner firmeninternen Programmierung gefolgt ist oder in Wahrheit eine ähnliche Sichtweise wie David vertritt. Er versucht, die Menschen davon abzuhalten, das Alien zu vernichten, weil dieses nach seiner Auffassung die höherwertige Spezies darstellt.

Wer eine künstliche Intelligenz wie David erschafft, sollte nicht blind davon ausgehen, dass sie sich humanistischen Werten verbunden fühlt. Auch dies kann als Warnung vor der Zukunft verstanden werden.

eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.05.2017 | 17:01 Uhr29.05.2017 | Kontakt
Jonesi
1

@pantalaimon77

In dem Punkt stimme ich dir zu. Wie anderswo gesagt fand auch ich diese fragen spannend. Gleichzeitig denke ich, dass sie im banalen plot des Films untergehen.

Die erste Szene ist aber wirklich sehr spannend. Auch die wechselnden Platzierungen der Körper. Mal fassbender auf dem Thron mal der andere. Auch die Szene am Klavier und sie Frage nach wahrer inspiration und der Loslösung des andrpiden von reiner abrufung von vorprogramierten Algorithmen.

Auch die Kunstwerke und der leere weiße freie raum, der dazu einlädt ihn zu füllen. Dazu das alien später.

Die fragen nach künstlicher Intelligenz und wie sie überhand nimmt. Das ist spannend.

Der Film ist es aber leider nicht, weil er sich auf nem sehr öden survival horror konzentriert und die menschlichen figuren alle vollkommen eindimensional sind...

Pantalaimon77
Moviejones-Fan
29.05.2017 | 16:26 Uhr29.05.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Was mir an deiner Kritik auffällt, ist, dass ich an keiner Stelle den Aspekt finde, der Alien Covenant für mich so interessant gemacht hat: Das Thema der Schöpfung bzw. das Verhältnis von Schöpfer und Schöpfung zueinander. Gerade das ist für mich ein bedeutender Science Fiction-Bezug, der der Geschichte eine metaphysische Dimension gibt. Der deiner Ansicht noch so unpassende Prolog gibt hierbei maßgeblich das Thema des Films vor. Wie soll die Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer aussehen? Soll es sich diesem bedingungslos unterwerfen und es als Gott verehren (wie in den führenden Weltreligionen), soll es kritisch zu ihm stehen oder sich gar gegen ihn auflehnen, weil es von ihm enttäuscht ist? Bereits in der ersten Szene wird klar, dass David für Weyland nur Verachtung übrig hat. Sein Ehrgeiz besteht darin, ein besserer Schöpfer zu werden - indem er die perfekte Kreatur erschafft, die seinem eigenen Schöpfer und selbst dessen Schöpfern überlegen ist. Aus seiner Sicht gleicht der Schöpfungsprozess einer Evolution, die zur Überwindung der Unvollkommenheit führt. Ich persönlich finde es sehr interessant, mich mit dieser Vorstellung auseinanderzusetzen, weil es auf der einen Seite um die Emanzipation von einer fragwürdigen Autorität geht, auf der anderen Seite wiederum Größenwahn und faschistoide Tendenzen beinhaltet.


Im aktuellen SF-Kino, das größtenteils aus Spektakel anstelle von Wissenschaft besteht, bietet Covenant endlich wieder ein Gedankenspiel, über das man philosophische Diskurse führen kann, und damit bin ich sehr zufrieden.

sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.05.2017 | 13:45 Uhr29.05.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2017 14:33 Uhr editiert.

Hanjockel79:

Mehr unfreiwillig komische Homoerotik geht jawohl nicht mehr... Ist das etwa alles was Androiden machen, wenn sie alleine unter sich sind? Sich gegenseitig die Flöte blasen?

AAAlter...ich hab mich fast ins Koma gelacht, als ich diesen Satz gelesen habe. Alleine dafür muss ich dir schon einen Hut geben. Ich fand den Film zwar nicht so schlimm wie du ihn empfunden hast, aber das liegt (wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe) vor allem auch daran, dass ich sowieso kein Fan der Reihe bin. Ich wurde ins Kino eingeladen und hab mir den Streifen relativ neutral angesehen. Allerdings muss auch ich sagen, dass die Auflösung des Rätsels über die Herkunft der Aliens, wirklich sehr enttäuschend ist. Grundsätzlich kann ich dir auch in den anderen Kritikpunkten nicht widersprechen. Man hat das Gefühl, dass Alien: Covenant eigentlich mal ein anderer Film hätte werden sollen und man einfach ein Drehbuch genommen hat, welches dann ab der Hälfte zu einem Alien-Film umgeschrieben wurde. Dabei ist der Anfang wirklich vielversprechend, aber ab der Hälfte wirkt alles dann einfach nur wie die Kopie der vorherigen Filme.

Doch wie gesagt, ich bin sowieso kein wirklicher Fan der Alien-Filme. Deshalb fand ich den Film im Prinzip recht unterhaltsam, auch wenn ich ihn mir kein zweites Mal ansehen werde. Ich kann aber auf jeden Fall verstehen, wieso viele der eingefleischten Fans über diesen Film sauer sind.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Hanjockel79
Moviejones-Fan
28.05.2017 | 23:25 Uhr28.05.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Folgendes Video untermalt sehr gut was man aktuell von Ridley Scott halten kann bzw. welches Niveau man erwarten darf:

Mit anderen Worten: Ridley Scott hör bitte auf Filme zu machen!