Arrival

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Esoterische Gefühlsverwirrung mit intellektueller Sprachverwurstung

Arrival Kritik

Arrival Kritik
18 Kommentare - 05.03.2017 von Nietsewitch
In dieser Userkritik verrät euch Nietsewitch wie gut Arrival wirklich ist.
Arrival

Bewertung: 1 / 5

Der Titel meiner Rezension liest sich fast wie: Chefsalat mit Fleischeinlage.

Aber was soll’s, ich sah den Film, ich fand ihn bescheuert, und ich schreibe eine Rezension dazu, und deswegen auch der Titel:

Esoterische Gefühlsverwirrung mit intellektueller Sprachverwurstung.

Zunächst Mal soll diese Kritik nur eine Zusammenfassung sein, von dem was ich bereits in User-Kommentaren zur Moviejones-Filmkritik geschrieben hatte.

Wer sich nicht spoilern lassen will, sollte jetzt aufhören zu lesen.

Die guten Seiten des Films:

Symphatische Schauspieler die es schaffen, Längen des Films souverän zu überspielen. Eine schöne Kameraführung, insgesammt gute Spezialeffekte, die Aliens sind vielleicht ein wenig zu abstrakt gehalten, passen aber sehr gut zu dem was der Film sagen will. Atmospärisches und musikalisches Beiwerk ist auf hohem Niveau, wird allerdings nur manipulativ verwendet, um Schwächen im Plot zu überdecken.

Und nun das Schlechte:

Dabei ist eben der Plot oder die Prämise die dem Film zu Grunde liegt, der große Reinfall des Films, welcher wäre: Sprache als Mittel der Zukunftschau und Schicksalsbewältigung.

Da reisen also Aliens durch Raum und Zeit oder was auch immer, überbrücken riesige Distanzen, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schon andere Zivilisationen kennengelernt, dann stranden sie schließlich bei uns und das Unglaublichste passiert: Sie können unsere Sprache nicht, und erst die Menschen selber, also nicht die hyperintelligenten Aliens, nein, die Menschen selber müssen eine funktionierende Kommunikation aufbauen, um in Erfahrung zu bringen was denn diese Viecher hier wollen.
Als zweites dann die Symbolhaftigkeit, die einem ständig ums Gesicht schlägt: das Raumschiff, im Form eines Eis. (Was war zuerst? Das Ei oder das Huhn?) Quasi die Frage nach dem Anfang. Dann die Kreisform der geschriebenen Sprache als Hinweis auf Ewigkeit, oder als sich immer wiederholende Gegebenheit.
Und dann der quasi Aufstieg der Menschen, zum transzendalen Wesen durch das Lernen der Aliensprache. (Der Mensch ist für mich schon ein transzendales Wesen, er braucht nicht noch mal veredelt zu werden, er kann schon sprechen. Das aber nur nebenbei.) Und die anschließende Bewältigung des früheren Schicksalschlages durch die Sprache, quasi rückwirkend durch die Zeit. Ein lineares Medium, sprechen, welches rückwärts durch die Zeit wirkt, und einen quasi spirituellen Blick auf die Lebensereignisse möglich macht. So einen hanebüchenen Unsinn hab ich schon lange nicht mehr gesehen, denn in welche spirituellen Sphäre sollen wir da aufsteigen? Sprache erleuchtet nicht, Sprache beleuchtet. Sprache gibt den Dingen nicht den Sinn, Sprache erklärt den Sinn. Sprache ist ein Mittel, ein Werkzeug nicht der Zweck.
Um einen weiteren unsinnigen Punkt des Films aufzugreifen: Der Film gibt vor, dass er sich für das Thema Sprache interessiert, ignoriert allerdings die Verschiedenheiten der verschiedenen Erdsprachen, so dass wirklich jedes Land der Erde im entscheidenden Moment aus dem Geschwurbel der Aliens eine Kriegserklärung entnimmt. Wäre nicht eher hier der entscheidende Ansatz für eine Lösung des Filmkonflikts zu finden gewesen?
Stattdessen muss man sich esoterischen Unsinn und pseudowissenschaftlichen Quatsch über eine Maschine mit Zeitreisen anhören, welches dann auch noch mit der Sprache der Aliens in Verbindung steht, dass zeigt für mich, dass der Film überhaupt kein Interesse an dem Thema "sprachliche Missverständnisse" hatte, sonderen das Thema nur missbrauchte, um etwas von geistigem Aufstieg und der Veredelung der menschlichen Rasse zu faseln. Von einer wirklichen Debatte um Sprache keine Spur, da täuschen auch Fakten zur Sprache, welche ja hier und da im Film vorhanden sind, nicht hinweg.
Dass die Aliens schließlich vorgeben die Hilfe der Menschheit zu brauchen, weil sie ja die Zukunft sehen, und in 3000 Jahren einem Problem gegenüber stehen, ist genauso auch nur ein Vorwand des Films, um die sich ergebenen Erreignisse zu rechtfertigen. Die Erklärung warum die Aliens hier sind, verkommt danach wieder zur Nebensächlichkeit, die zwar dem Filmbetrachter eine oberflächlich zufriedenstellende Antwort liefert und dadurch den Schein der Ganzheitlichkeit des Films aufrechterhält, daraufhin allerdings verliert sich diese Tatsache, dass die Aliens in 3000 Jahren Hilfe benötigen, in vollkommene Boden- und Bedeutungslosigkeit, und der Film widmet sich dann wieder diesem diffusem (esoterischem) Gefühl.
Der Film ist im wesentlichen ein Feuerwerk, zu dem Mann "AH und OH" sagt, und wir verlassen danach das Kino mit dem Gefühl etwas gelernt zu haben. Was dieses Etwas sein soll, wissen wir nicht, weil es dieses Etwas auch nicht gibt, aber das Gefühl etwas gelernt zu haben ist trotzdem da. Dieses ist in der Tat eine Kunst und zwar eine der Manipulation, welches ich in anderen Filmen schätze, wenn sie einem etwas geschickt vorgauckelt, ich aber zutiefst verabscheue, wenn das Werk sich als menschliches Lehrstück versteht, aber im wesentlichen keine Substanz beinhaltet.

Der Film will einen etwas sehen lassen, was es einfach nicht da ist, und benutzt dazu die Sprache als Aufhänger. Er lässt ganz bewusst subtil die Grenzen zwischen Sprache und gefühldusliger Esoterik verschwinden, gekonnt auf dem ersten Blick, auf dem zweiten Blick ein löchriger Käse. Einer von Fünf. Basta.

Arrival Bewertung
Bewertung des Films
210
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18 Kommentare
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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
10.03.2017 17:33 Uhr
0
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In dem Zusammenhang Filmfakt=Argument, wenn es weiterhilft.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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eli4s : : Moviejones-Fan
10.03.2017 15:47 Uhr
0
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Fik­ti­on

Bedeutungsübersicht

(bildungssprachlich) etwas, was nur in der Vorstellung existiert; etwas Vorgestelltes, Erdachtes
(Philosophie) bewusst gesetzte widerspruchsvolle oder falsche Annahme als methodisches Hilfsmittel bei der Lösung eines Problems

Synonyme zu Fiktion

Dichtung, Einbildung, Erfindung, Fantasie[gebilde], Illusion, Irrealität, [...]


Wir haben eigentlich ja schon alle Punkte durchgekaut... aber das ist eben ein zentraler Punkt, weshalb ich das ein oder andere Argument von dir nicht nachvollziehen kann... du versuchst einen fiktionalen Film und dessen fantastische Ideen mit faktischer, menschlicher Logik entgegenzutreten, was schlicht kein Argument gegen den Film ist, sondern ein falscher Ansatz. Wenn es dir um Fakten geht, solltest du bei Dokus bleiben.

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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
10.03.2017 12:50 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

Jup, dass hier nur einer von den Kommentatoren bei den 3000 Jahren ins stutzen kommt, zeigt schon wieviel ihr von Fakten haltet.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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Kayin : : Schneemann
09.03.2017 18:05 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 659 | Reviews: 2 | Hüte: 40

Nur weil man viel argumentiert, ist man nicht zwangsläufig objektiv. Aber ich hör hier auf, hab mir ein Bild von dir gemacht und damit Basta!

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
08.03.2017 14:42 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

Ja, ja, und weil ich so unobjektiv bin, hab ich auch soviel argumentiert.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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Kayin : : Schneemann
08.03.2017 09:11 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 659 | Reviews: 2 | Hüte: 40

Naja man muss zwar deine Meinung akzeptieren aber nicht verstehen. Du hast dich so drauf eingeschossen, dass der Film schlecht ist, dass eine "objektive" Kritik nicht möglich ist.

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
07.03.2017 14:53 Uhr | Editiert am 07.03.2017 - 17:45 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

@Kayin

Klar will der Film sagen, dass wir uns auf die Sprache anderer einlassen müssen. Bis zum dem Punkt wo auf einmal alle verstehen, dass die Aliens Krieg wollen, war der Film auch sehr interessant. Aber der Film gibt sich nicht mal Mühe Unterschiedlichkeit zwischen den Ländern und ihren Sprachen darzustellen. Es wird einfach alles, was bis zu diesem Punkt aufgebaut wurde, wieder kaputt gemacht.

Der Film gibt am Anfang vor wissenschaftlich zu sein, und legt deswegen eine andere Messlatte vor wie der normale Unterhaltungsfilm, gibt mir aber im entscheidenden Moment eine Ohrfeige, indem er alles über Bord wirft worauf er hinausgearbeitet hat, und diese Ohrfeige gebe ich Form einer sechs zurück. Der Schüler hat an sich schon ein Drei verdient, bekommt aber auf Grund seines schlechten Benehmens einfach eine Sechs von mir, so einfach mach ich mir es mit der Bewertung.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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Kayin : : Schneemann
06.03.2017 23:42 Uhr | Editiert am 06.03.2017 - 23:47 Uhr
1
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 659 | Reviews: 2 | Hüte: 40

@Nietsewitch. Schade, dass du den Film so schlecht fandest. Dein sprachliches Talent und deine Ausdrucksweise sind mMn prädestiniert dafür, diesen Film großartig zu finden. Was hier nämlich alle vergessen, ist, dass der Film uns was völlig anderes sagen will.

1) Ich sehe den Film als eine Parabel für die Kommunikationsschwierigkeiten der Völker auf unserer Erde. Übersetzung und Interpretation sind nämlich nicht immer so klar, wie die Vokabeln in der Schule. Wer alleine den Unterschied zwischen Deutsch und Englisch betrachtet, der weiß, dass Englisch viel mehr Synonyme verwendet, was die Übersetzung manchmal als etwas schwierig erweist. Die damit verbundenen Bedeutungen können öfters mal differieren. Und das sind Sprachen mit den gleichen Wurzeln, wie sieht es da erst aus mit Arabisch, Chinesisch oder indianischen Sprachen? Du siehst vllt schon worauf ich raus will. Konflikte resultieren aus Missverständnissen und Fehlinterpretationen verschiedener Sprachen, was der Film ja auch andeutet. Wenn alle Menschen die gleiche Sprache sprechen würden, dann würde es zu weniger Konflikten kommen. Das will uns der Film sagen. Können wir Sprachbarrieren überwinden, um den Frieden zu bekommen. Das ist für mich die Aussage des Films.

2) Andererseits geht es um die Frage, wie würden wir handeln, wenn wir wüssten, was auf uns zukommen würde. Die Aliens versuchen ihr Wissen dazu zu nutzen, um die Zukunft zu ändern. Amy Adams unternimmt nichts gegen den Schmerz, den sie in der Zukunft ertragen muss. Nur um die Liebe zu ihrem Kind zu erfahren. Hier wird rationales Denken und emotionales Denken gegenüber gestellt, was durch die Aliensprache und der menschlichen Sprache dargestellt wird.

Alles in allem versteh ich nicht, warum du diesem Meisterwerk 1 Punkt geben konntest. Wenn jmd einen Film nicht mag, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das in Ordnung, aber dann sollte man dann doch eine gewisse Objektivität in die Bewertung mit einfließen lassen. Dann ist ein Punkt für diesen Film einfach viel zu wenig und doch eher am Thema vorbei.

After that, I understood the rules, I knew what I was supposed to do, but I didn’t. I couldn’t. I was compelled to stay, compelled to disobey. And now, here I stand because of you, Mr. Anderson. Because of you, I’m no longer an Agent of this system.
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Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
06.03.2017 22:54 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 1.652 | Reviews: 6 | Hüte: 49

@Nietsewitch

Dann lass den Film unter Sci-Fantasy laufen, das behebt einige deiner Punkte! ^^

Das einzige was etwas merkwürdig war, war das "Hilfe in 3000 Jahren", aber das regt auch zum Nachdenken an, wie das wohl gemeint ist, wenn man ihre jetzigen Möglichkeiten so sieht!

Vielleicht bezogen auf ihre Herkunft, wenn man ihr Aussehen so betrachtet, hätten sie auch direkt zurück in die Ozeane fliegen können! Das hät ich gerne gesehn! laughing

Das Ende hatte schon was von "Interstellar", die Verständigung über Zeitebenen hinweg zur Beeinflussung der Handlungweisen der Charaktere im Jetzt! Aber warum nicht!

Der Film hätte zwar auch wunderbar ohne diese Punkte funktioniert, aber schlecht machen sie das Gesamtbild nicht deshalb!

Bei "Brainfuckfilmen" nicht zu vergessen, David Lynch und frühere David Cronenberg Filme! laughing

All Hail To Skynet!

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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
06.03.2017 22:38 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

@ Rubbeldinger

Ja, aber mir hat er nicht gefallen, die Punkte die du genannt und für gut empfunden hast, sind für mich die Punkte die ich am Film schlecht finde.

Klar gibt es gute "Brain-Fuck-Filme" aber Arrival gehört für mich nicht dazu. Prestige gehört definitiv in diese Reihe, Matrix der Erste mit Sicherheit auch und Inception, und viele mehr .

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
06.03.2017 22:23 Uhr | Editiert am 06.03.2017 - 22:43 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

@ eli4s

"Vielleicht sollte ich ein Mantra draus machen, oft genug hab ich es ja schon geschrieben: HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen."

Dir ist hoffentlich klar dass dieses da eine humoreske Zwischenschiebung war, weder wollte ich etwas damit sagen noch jemanden verärgern, es ist doch geradezu ersichtlich dass ich mich da selber auf den Arm nehme. Wir gingen mit der Diskussion schon an die Substanz was auch grundsätzlich gut ist, aber dass da oben war aus vollem Herzen humorvoll gemeint. Ich denke wenn du dir etwas Distanz dazu gönnst wird es ganz klar sichtbar.

Im zweiten Post zu der Moviejones Filmkritik schrieb ich:

Kommunikation ist ein spannendes Thema, keine Frage, auch das dieses den Hauptteil des Films ausmacht ist weniger tragisch, wird dieser doch auch immerhin durch sehr symphatische Hauptdarsteller getragen, welche es schaffen, Längen gut zu überbrücken.

Kommunikation ist ein spannendes Thema,...

Ich denke das ist eindeutig genug.

Du sagst:

Selbst wenn die Viecher viel intelligenter sind, heißt das immer noch nicht, dass sie auf unserer Ebene kommunizieren können (müssen). Dass du das einfach voraussetzt ist nicht nachvollziehbar und kein Argument gegen den Film.

Und ich sage: Das der Film meint das Viecher die durchs All fliegen keine Ahnung von Kommunikation haben müssen ist so unüberlegt wie man nur unüberlegt sein kann. Ein solches Unterfangen erfordert ein extremes Maß an Kommunikation, und ja ich setzte es voraus, wenn der Filmschreiber meint er müsse es nicht, halt ich ihn halt für dumm.

Genau so steht es aber in deiner Kritik. das Unglaublichste passiert: Sie können unsere Sprache nicht.
Und das hast du ja wohl auch selbst gerade erkannt: Auch erwarte ich nicht das sie jede Kommunikationsform beherrschen, aber doch zumindesten einen entscheidenden Beitrag bei der Lösung des Sprachproblems leisten.

Erstens, leg bitte nicht jedes Wort auf die Goldwage, wenn wir damit anfangen gibts nie ein Ende und einfach nur unnötige Erbsenleserei.

Zweitens, da kommen Aliens weil sie wissen, dass sie in dreitausend Jahren Hilfe von uns benötigen, und können nicht ein einziges Jahr in Vorbereitungen zu dieser Mission stecken, sondern riskieren wenn es ganz blöde Kommt einen Intergalaktischen Krieg? Wirklich? Na die hätten sogar noch locker 100 Jahre für so eine Missionsvorbereitung aufbringen können. Wie blöd müssen diese Viecher denn sein. Ich komme aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus über dass was der Film uns alles zumutet. Und dann soll ich den Film noch ernst nehmen. Bugs Bunny Musik hätte dem Film besser gestanden.

Und nein ich wiedersprech mich nicht, ich hab höchsten einen Fakt auf den Punkt gebracht und dann in weiterer Ausschweifung zu dem Thema mehr Licht auf den Gesamtkontext geworfen, und nein mein Meinung bleibt: Eine intergalaktische Spezies die nicht in der Lage ist mit einer anderen zu kommunizieren ist einfach nur dumm, und zwar nicht dum als Spezies, sondern dumm weil es ein guter Autor besser wissen müsste.

Ich war nie ein großer Fan von Zeitreisestorys, finde aber doch hier und da wenn sie gut gemacht sind gefallen daran, aber spätesten dann wenn Paralleluniversen ins Spiel kommen, so wie oft in Star Trek geschen, ist für mich der Punkt erreicht wo ich einfach ausschalte.

Mann merkt einfach das die Geschichte ein Konstrukt ist, sie ist kein organisch gewachsenes Erlebniss mit Sprache als Zentrum, in dem Moment wo aber die Sprache zum Problemlösungswerkzeug werden sollte, heißt es auf einmal: Und Sprache ist auch Zeitreise. In welcher Art und Weise ist dass nicht an den Haaren herbeigezogen? Wie kann man nur meinen das so ein Quatsch nicht auffällt! Es ist klar, man wählt die geeignete Musik und die geeignete Stimmung um diese riesige aufklaffende Brücke zu überwinden. Und hier ist auch die Manipulation: Der Film argumentiert ab einem gewissen Punkt nicht mehr, so wie er es von Anfang an tut, sondern schwurbelt sich so mit dem diffusen Gefühlswirrwar bis zum Ende durch. Und der Zuschauer schwingt so mit. Aber das Blendwerk hat mich genau deswegen auch kalt gelassen, weil der Film sich überhaupt keine Mühe mehr gibt: Der Film meint ab dem Zeitpunkt einfach, ein bisschen Gefühlsdusselei wird schon reichen. Aber nein es reicht bei weitem nicht, auf jedenfall nicht für mich, und deswegen wird er verrissen, so einfach ist dass und Basta. (Und damit meine ich nicht, ich lasse keine Argument zu, sondern "ich habe fertig") Außerdem finde ich klingt das Wort "Basta" lustig, ähnlich wie etwa "alternativlos".

Der Film will mir keine Weltanschauung aufdrücken (es hätte ja auch irgendeine Weltanschauung formuliert werden müssen), aber er versucht mich mit dem Geschwurbel den er da fabriziert zu sedieren und ruhig zu stellen, damit ich den restlichen Blödsinn des Films auch noch schlucke, und ja er will mir doch eine Weltanschauung aufs Auge drücken, eine fantasierte, und zwar die das Sprache Zeitreise ermöglicht, das muss ich ja als Zuschauer aktzeptieren damit ich dem Film weiterhin glaube, ja aber das ist einfach nur Unsinn. Da hätte man mich schon im wirklichen Leben sedieren müssen bevor ich so einen Quatsch aktzeptiere. Die einzige Propaganda die der Film betreibt, ist die für sich selbst: Kuck mich an, ich bin gut und ein bisschen Gefühl bekommt der Zuschauer auch noch mit. Und ja, der Film lebt am Ende nur noch von einer mystischen und esoterischen Atmosphäre, dass ist nicht von der Hand zu weisen und zu verleugnen.

Und sowas will ich mir nicht gefallen lassen, es ist mir zu einfach, zu plump, zu ungenau, zu naiv, zu einfältig, zu dumm, zu arrogant.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
06.03.2017 22:02 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 1.652 | Reviews: 6 | Hüte: 49

Es ging ja auch nicht nur um die Sprache an sich, sondern die Art und Weise des Denkens um diese Sprache sprechen zu können! Um eine Veränderung des Denkens, da wie im Film gesagt wurde, man auf einmal, mit einem Satz antwortet, den man gleichzeitig vom Anfang und vom Ende her begonnen hat zu denken und zu sprechen, auf das man durch diese Denkstruktur in der Lage ist, den Geist auf eine Ebene mit der Struktur des Universums zu heben und dadurch in der Lage ist die Barriere von Raum und Zeit zu sprengen! Aber wie im Film gezeigt, nicht vollständig und auch nicht Allmächtig macht, sonst hätten die Aliens es vllt anders angegangen!

@Nietsewitch

Atmospärisches und musikalisches Beiwerk ist auf hohem Niveau, wird allerdings nur manipulativ verwendet, um Schwächen im Plot zu überdecken.

Welche Schwächen denn? Die musikalische Untermalung des Films finde ich Atemberaubend, hat aber mMn keinerlei Verwendung um Plotschwächen zu überdecken, sondern einfach um einen emotional in den Moment zu bannen! Und das hat es! Hab mich beim sehn der genial aufgebauten Bilder, der gebotenen Story, unterlegt mit dieser kribbelig machenden Musik, total von der Stimmung einfangen lassen und mich total in den Film hineingezogen gefühlt, als würde ich selbst zum Team gehören!

Nach dem Film hätte ich nicht übel Lust gehabt, gleich "Contact" noch hinterherzuschieben! laughing

Eine der besten Kontaktaufnahmen auf realistischer Ebene und einen der besten "esoterischen" Sci-Fi Filme, die ich bisher sehn durfte! Als großer Fan von Filmen wie 2001, 2010, Interstellar und Solaris etc. reiht sich Arrival genau in diese Liste und das Niveau dieser Filme ein, und sobald ein Steelbook davon rauskommt, auch daneben im Regal!

Ich mag solche "Brainfuck"-Filme! ^^

All Hail To Skynet!

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eli4s : : Moviejones-Fan
06.03.2017 16:52 Uhr | Editiert am 06.03.2017 - 16:57 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 1.748 | Reviews: 25 | Hüte: 34

@Nietsewitch

(zu 1-4) ich lese hier die meisten Kritiken, weil ich gerne diskutiere. Mich stört auch nicht deine Meinung, sondern ich finde es schade, wenn du einerseits (mit deinen Kommentaren oder mit dieser Kritik) in eine Kommunikation eintrittst und dann aber nicht auf vernünftiger Basis darüber diskutieren willst.
Ich finds gut, wenn jemand eine andere Meinung hat, aber dann fänd ich es auch schön, wenn man darüber reden kann, so wie jetzt, und nicht von vorneherein jede andere Sichtweise abgelehnt und abgeschmettert wird. Ich erinnere nur an deinen Kommentar

Vielleicht sollte ich ein Mantra draus machen, oft genug hab ich es ja schon geschrieben: HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen, HUGHAHAGA HUGHAHAGA, es gibt keinen Blick ausser den Linearen.

Diskussion ist natürlich nicht (immer) Konsens, trotzdem kann man sich auf einer Ebene austauschen und auf die gegenseitigen Dinge eingehen und nicht von vornherein sagen, ich lass mich auf keinen Fall von irgendwas umstimmen, egal was andere sagen und basta. Und sowas ist definitiv keine Diskussion ;). Und sowas finde ich schade.

zu 5./6. Dass dir das Thema Sprache gefallen hat, schreibst du jetzt, aber nicht in der Kritik. Vielmehr behauptest du ja da, der Film sei gar nicht an dem Thema interessiert... und das ist schlicht nicht richtig.

Selbst wenn die Viecher viel intelligenter sind, heißt das immer noch nicht, dass sie auf unserer Ebene kommunizieren können (müssen). Dass du das einfach voraussetzt ist nicht nachvollziehbar und kein Argument gegen den Film. Genau so steht es aber in deiner Kritik. das Unglaublichste passiert: Sie können unsere Sprache nicht.

und das hast du ja wohl auch selbst gerade erkannt: Auch erwarte ich nicht das sie jede Kommunikationsform beherrschen, aber doch zumindesten einen entscheidenden Beitrag bei der Lösung des Sprachproblems leisten.

da widersprichst du dir ja selbst... und bist etwas von deinem ursprünglichen Punkt abgerückt.
Abgesehen davon, tragen sie doch bei, indem sie mit den Menschen, insbesondere mit Amy Adams Figur zu kommunizieren versuchen.

zu 8. So wie du es in der Kritik schreibst, kommt es aber genau so rüber, als ob du das Fantastische grundsätzlich ablehnst ;). Du sagst ja wieder, Zeit ist linear, punkt aus basta...

zu 9. Im Grunde sollte eine Geschichte im Vordergrund stehen, hier ist die Geschichte (vor allem auch so offensichtlich) um das Thema herumkonstruiert

Was soll das bedeuten die Geschichte sollte im Vordergrund stehen? Die Geschichte steht automatisch im Vordergrund. Eine Geschichte beschäftigt sich immer mit Themen. Eine Geschichte will ja im besten Fall etwas aussagen. Inwiefern ist das schlecht, wenn man ein grundliegendes Thema hat? Man kann das doch nicht trennen. Ohne Themen keine Geschichte, ohne Geschichte keine Themen. Inwiefern ist das Anliegen der Aliens jetzt eine Rechtfertigung? Es ist schlichtweg eine Motivation für die Geschichte. Das kann man dem Film so nicht ankreiden.

10. Na, deine Befürchtung ist ja, dass der Film (dich) manipulieren würde und dir dadurch eine esoterische Weltanschauung aufgedrückt wird. Ich verstehe einfach nicht - egal ob dir der FIlm jetzt gefällt oder nicht - wie du so unglaublich auf Kriegsfuß damit stehen kannst und quasi behauptest, der Film würde irgendwie subtil eine Propaganda betreiben. Dieses extreme Maß an Ablehnung, das verstehe ich nicht. Deswegen meinte ich...

... das ist jetzt schon eher eine Diskussion ;)

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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
06.03.2017 14:53 Uhr | Editiert am 06.03.2017 - 16:45 Uhr
0
Dabei seit: 27.10.14 | Posts: 314 | Reviews: 2 | Hüte: 12

@WingZzz

danke, registriert und korregiert.

@ de Toren

es wurde dreimal falsch verwendet du Grammtikteufel.

@Tim

Die Huhn Ei Problematik ist mir auch volkommen egal, was mir auf gehörig auf den Zeiger ging ist die Symbolhaftigkeit mit der man quasi den ganzen Film über geprügelt wurde.

Was für einen Beitrag leisten denn die Aliens damit die Kommunikation funktioniert? Keinen. Sie sind stumme Protagonisten hinter einer Glasswand.

@ eli4s

1. Ich hatte jetzt endlich mal Zeit und die Muse die Kritik zu verfassen. Die Hälfte der geschriebenen Kritik verfasste ich vor zwei Monaten, den Rest halt vor zwei Tagen, so ist das Leben nunmal.

2. Warum liest du denn auch meine Kritik wenn dich meine Meinung stört? Du weißt doch was ich im Forum dazu schrieb!

3. Und das sagte ich schon in meiner Interstellar Kritik, dass wenn die Kritiken von Moviejones und der Userkritiken nicht auch ein wenig meine Meinung reflektiert, ich eine Kritik schreiben werde, damit eben das gesammte Spektrum an Kritiken abgedeckt ist. Ich habe ursprünglich überhaupt gar nicht damit gerechnet, eine Rückantwort durch Kommentare bekommen, immerhin ist es schon ein viertel Jahr her, dass der Film auf der Leinwand flimmerte.

4. Eine Diskussion ist eben keine Konsensbildung sondern eine Gegenüberstellung von Gegensätzen. Aber anscheinend ist für dich eine Diskussion genau das: Alle sollen langsam aber sicher weichgekocht werden bis ein Übereinstimmung entsteht, und das ist für mich keine Diskussion.

5. Das Thema (Sprache) hat mir sehr wohl gefallen, auch hab ich mich während des Films nicht gelangweilt, noch ist diese diffuse Gefühlsverwirrung schlecht. (Wie im ersten Dune von Fincher eindeutig zu sehen ist, der genauso mit diesem MIttel arbeitet, aber da macht es Sinn.)

6. Im Film wird eindeutig gesagt, dass die Aliens viel viel intelligenter sind. Auch erwarte ich nicht das sie jede Kommunikationsform beherrschen, aber doch zumindesten einen entscheidenden Beitrag bei der Lösung des Sprachproblems leisten. Aber an der Stelle eskaliert der Film ja auch mit Absicht, damit halt alle auf einmal Krieg hören.

7. Wenn die Aliens Zeit nicht als linear wahrnehmen, wie kommen sie darauf dass sie 3000 Jahren Hilfe benötigen?

8. Ich lehne im Grunde genommen das Fantastische nicht ab, wenn es mich intelligent unterhält.

9. Im Grunde sollte eine Geschichte im Vordergrund stehen, hier ist die Geschichte (vor allem auch so offensichtlich) um das Thema herumkonstruiert.

10. Was für innere Überzeugungen meines Wertesystem soll der Film denn angegriffen haben? Dass ich Sprache für überflüssig halte? Das Männer immer mit der Tat glänzen aber Sprache nur was für Frauen ist? Das Gesellschaftswissenschaften blanker Unsinn sind und Philosophie und Psychologie ein Produkt geistig minderwertiger oder minderbemittelter, gestörter Menschen sei? Noch weitere Vorurteile gefälligst?

Aber ich kann gerne einen Psychologen und Neurowissenschaftler zum Thema Sprache zitieren wenn du magst: "Natürlich kann Sprache, wie jedes andere Werkzeug versagen oder missbraucht werden, wer aber die gesprochenen Worte verachtet, begibt sich auf die Stufe des stummen Tieres. Ohne die Abkürzungen der Realität, ohne die Worte und Begriffe, gibt es weder menschliches Denken noch menschliche Erinnerungen." Sebastian Leitner

Mir steht dann wohl doch im Wege, das ich über Sprache wohl schon zu viel gelesen habe, als dass mich so ein halbausgegorenes Skript überzeugen könnte.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

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eli4s : : Moviejones-Fan
06.03.2017 13:50 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 1.748 | Reviews: 25 | Hüte: 34

Schade für dich, dass du dem Film (immer noch) gar nichts abgewinnen kannst oder willst.
Kommunikation hat ja auch was mit der Bereitschaft dazu zu tun. Und leider ist mir spätestens bei deinem letzten Kommentar in unserer Diskussion zum Film schon vor einiger Zeit klar geworden, dass du keinerlei Interesse an einer Diskussion hast - was du hier nochmal mit dem doch recht kindischen "Basta!" unterstreichst. Deswegen frage ich mich auch, warum du jetzt nach all dieser Zeit diese Kritik noch veröffentlichst, wo dir der Film doch gar nicht zugesagt hat.

Dass dir die Themen nicht gefallen, du ich gelangweilt hast oder du die eingeschlagene Richtung als "esoterisch" empfunden hast, kann ich ja nachvollziehen. Deine Argumentation allerdings überhaupt nicht, ist sie doch entweder reine Spekulation oder schlicht haltlos.

Die Aliens kommunizieren offensichtlich auf einer ganz anderen Ebene als wir - nur, weil sie ein tolles Raumschiff haben, heißt das noch lange nicht, dass sie hyperintelligent sind oder deswegen jede Kommunikationsform im Universum beherrschen. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Hier treffen zwei vollkommen unterschiedliche Lebensformen aufeinander, warum sollten die sich verstehen? Du setzt auch hier einfach voraus, dass es so nicht geht und basta, vollkommen ohne Grund oder Argument.

Sprache wird offensichtlich und definitiv im Film thematisiert und gibt auch spannende Ideen dazu. Nur weil der Film sich noch auf andere Themen konzentriert, heißt das nicht, dass das Thema Sprache "missbraucht wird". Es ist lediglich ein Teil des Films, (ja, Filme können mehr als eine Idee gleichzeitig bearbeiten).

Dass Zeit im Film von den Aliens nicht linear wahrgenommen wird, ist eine Idee, ein Konzept eines Science Fiction Films, der damit eben gerade dazu da ist, mal über Dinge nachzudenken, die über unser menschliches Denken hinaus gehen. Dass es die Möglichkeit geben könnte, eine ganz andere Sicht einzunehmen, dass es Dinge geben könnte, die für einen Menschen und mit menschlicher Logik nicht erklärbar sind. Das genau ist doch das Schöne und Wundersame, das gerade Fantasy/Science-Fiction Filme, oder jede Art der Fiktion schaffen kann und tut. Uns etwas sehen zu lassen, dass es eben nicht gibt. Du lehnst das von Grund auf vollkommen ab. Das nenne ich schlichtweg ignorant und ich wundere mich, warum du dann "Phantastische Tierwesen..." oder sonstige Superhelden magst, die genau das selbe machen.

"Dass die Alien schließlich vorgeben die Hilfe der Menschheit zu brauchen, weil sie ja die Zukunft sehen, und in 3000 Jahren einem Problem gegenüber stehen, ist genauso auch nur ein Vorwand des Films, um die sich ergebenen Erreignisse zu rechtfertigen"

Was hat das mit "rechtfertigen zu tun". Das ist die Grundlage JEDER Geschichte. Jede Handlung, jede Figur hat klassischerweise eine Motivation und ein Ziel. Sonst wäre sie ja nicht in der Geschichte. Eine Figur ohne jede Motivation wird im Normalfall als schlecht geschrieben gesehen. Ob das nun eine starke oder schwache Motivation ist, darüber lässt sich natürlich streiten. Aber das ist ja auch nicht der Fokus des Films, von daher ist es auch nicht schlimm, dass das eher am Rande passiert.
Der Film (wie auch viele ander) ist keine Manipulation, sondern ein Angebot, sich über Ideen Gedanken zu machen. Du redest, als sei der Film ein persönlicher Angriff auf deine inneren Überzeugungen, als würdest du gleich eine Gehirnwäsche bekommen, wenn du dich mal kurz auf eine neue Perspektive einlässt. Das empfinde ich als sehr engstirnig. Und genau so funktioniert Kommunikation nämlich nicht.

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