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Barry Seal - Only in America

Geldmacher Tom

Barry Seal - Only in America Kritik

6 Kommentar(e) - 01.09.2017 von Moviejones
Filmkritik

Barry Seal - Only in America Bewertung: 3.5/5

Mr. & Mrs. Smith, Edge of Tomorrow, The Wall ... Regisseur Doug Liman ist umtriebig und liefert uns mit Barry Seal - Only in America einen kurzweiligen Drogenthriller, in dem ein spielfreudiger Tom Cruise erneut zeigt, wie viel Energie in ihm steckt. Basierend auf der Lebensgeschichte des echten Adler Berriman "Barry" Seal, der in den 80ern eine steile Drogenschmugglerkarriere hinlegte, erleben wir in 115 Minuten den unglaublich schrägen Aufstieg des ehemaligen Linienpiloten und das auf ziemlich unterhaltsame Weise.

Barry Seal - Only in America

Barry Seal (Cruise) ist Ende der 70er von der Lethargie in seinem Job als Linienpilot gelangweilt, aber nicht aufmerksam genug, die CIA nicht auf seine "Paralleltätigkeit" aufmerksam zu machen. Die vermuten richtig, in dem Piloten einen fähigen Flieger zu engagieren, der gewissen "Geschäften" in Südamerika nachgehen könnte. Doch Seal erkennt mit der Zeit die Möglichkeiten, die sich ihm bieten und so kombiniert er alsbald CIA-Tätigkeit mit Drogen- und Waffenschmuggel - und lässt seine Ehefrau (Sarah Wright) weiter in dem Glauben, dass er tagtäglich in die Rentenkasse seines einstigen Arbeitgebers einzahlt...

Hollywood gehen die Ideen aus, wird landein, landaus gerne geflüstert und so ganz mag man sich dieser Haltung nicht entziehen, wenn mal wieder Fortsetzungen das Kino fluten oder auf Storys zurückgegriffen wird, die das Leben schrieb. So wie im Fall von Barry Seal - Only in America, wo der gleichnamige, vor einigen Jahrzehnten mit erfolgreichste Drogenschmuggler, Pate stand und basierend auf dessen Leben ein typischer Liman auf uns wartet. Der Regisseur versteht es, Ecken und Kanten mit Humor zu verbinden und so wie Cruise dem echten Seal etwas mehr Telegenität auf den Weg gibt, wird auch nicht jedes Detail in Barry Seal - Only in America wahrheitsgetreu abgebildet. Doch das tut einem Film wie immer keinen Abbruch, denn man muss manchmal gutgemeinte Änderungen vornehmen, um etwas zu erreichen.

Der Videoplayer(13480) wird gestartet

Neben Cruise, der erneut an der Seite einer deutlich jüngeren Frau auftrumpft - hier Sarah Wright (Mädelsabend) als Ehefrau Lucy - sind auch Domhnall Gleeson, Caleb Landry Jones (als erneut gewöhnungsbedürftiges Familienmitglied wie schon in Get Out) und Jesse Plemons von der Partie. Doch allen stiehlt Tom Cruise selbstredend hochpräsent die Schau, der es schafft, dass man aller Gefahren zum Trotz am liebsten auch gleich in ein Motorflugzeug steigen und in Kolumbien heiße Ware verticken will. Und so lernen wir gleich noch was über Escobar, die Contras in Nicaragua und die Iran-Contra-Affäre.

So wie The Infiltrator oder vor nicht allzu langer Zeit Gold - Gier hat eine neue Farbe packt Barry Seal - Only in America damit ein ähnlich heißes und spannendes Eisen an, das auf echten Tatsachen beruht, und so kann Otto-Normal-Verbraucher sich für wenige Stunden in Gefahr begeben, ohne selbst in Gefahr zu sein, und sich an die Tagesschau-Meldungen von einst zurückerinnern. Andererseits ist es schade, dass der Film bei aller unterhaltsamen Erzählweise doch irgendetwas Besonderes vermissen lässt. Zwar werden die einzelnen Episoden, so man es so nennen kann, mit Seals Begleitung aus dem Off und per Video unterlegt und auch teils witzig eingeleitet und verknüpft, aber so ganz packte uns der Film mit seiner stringenten Abhandlung der Lebensstationen nicht. Und das liegt bei weitem nicht an dem vor uns ausgebreiteten Leben von Barry Seal, dem man für seinen Mut, seine Tollkühnheit und Gerissenheit buchstäblich gratulieren möchte.

Ein Film in bester Tom Cruise-Manier, der auf seine reiferen Tage noch mal zeigt, wie viel Dynamik in ihm steckt. Barry Seal - Only in America ist auf alle Fälle ein solider und spaßiger Ausflug in die Achtziger und ein Lehrstück über verdeckte Operationen, Intrigen und die immer wieder goldene Regel, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und das gelingt nun mal am ehesten in Amerika - ob Nord oder Süd.



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Barry Seal - Only in America Bewertung
Bewertung des Films
710
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6 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
MisfitsFilms
Marki Mork
Geschlecht | 04.09.2017 | 15:10 Uhr04.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Trailer machte bereits deutlich Lust auf mehr, und die Kritik liest sich gut.

Ob der Film auch so endet wie die wahre Geschichte?

Auf der öffentlichen Toilette hört Dich niemand schreien ....

sid
Fischfutter
03.09.2017 | 19:53 Uhr03.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Klingt wirklich interessant. Wieder so ein Film, von dem ich zwar schon irgendwo was gehört hatte, aber das war es dann auch. Und er startet ja schon nächste Woche! Dank Besetzung und Kritik(en) (ein paar andere, die ich gefunden habe, sind auch gut) kommt er gleich mal auf meine Liste.

ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 02.09.2017 | 18:31 Uhr02.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich freue mich tierisch drauf und die Trailer sahen ausgesprochen unterhaltsam aus. Endlich mal wieder "einfach nur ein guter Cruise". Ich fühlte mich bei den Trailern allerdings nicht wirklich an Mission Impossible erinnert, bloß weil Cruise in nem Flugzeug unterwegs ist wink

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Mindsplitting
Moviejones-Fan
Geschlecht | 02.09.2017 | 13:32 Uhr02.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@Luhp: Cruise nimmt wohl nur aufträge an bei denen er starkes mitspracherecht bei der Filmgestaltung hat. Das Thema kan in irgend einer Mumie NEws auf.

Ich denke das er ganz einfach der Grund ist warum seine File alle nach "Mission Impossible" aussehen.

Ich mein, er macht verdammt gute stunts und kann einfach Action machen.

Abgesehen von der Action und den Stunts finde ich aber gibts noch Unterschiede genug um mich noch nicht zu langweilen. Aber ich mag auch das "einfache und unterhaltsame" Kino. Nicht falsch verstehen, ich sehe mir natürlich auch gerne kreative und neue Filme an die eine handfeste Story haben. Aber es muss halt nicht immer sein. smile

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 02.09.2017 | 12:24 Uhr02.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich habe einen Trailer zum Film vor "Terminator 2" im Kino gesehen, wieso müssen mittlerweile eigentlich so gut wie alle Tom-Cruise-Filme aussehen wie verkappte "Mission: Impossible"-Spin-Offs? Ein bisschen mehr Vielfalt täte Tom Cruise mal ganz gut.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Raven13
Moviejones-Fan
Geschlecht | 02.09.2017 | 10:21 Uhr02.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Super Kritik! Ich freue mich darauf, mir den Film im Kino anzuschauen. Tom Cruise ist einfach mein absoluter Lieblingsschauspieler.