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Die Chroniken des Geistertempels

Fantasy Monster Gedönse made in china

Die Chroniken des Geistertempels Kritik

0 Kommentar(e) - 30.09.2016 von Hanjockel79
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Hanjockel79.

Die Chroniken des Geistertempels Bewertung: 1.5/5

Handlung
Wir schreiben das Jahr 1979 (das chinesische Jahr des Hanjockel! *scherz*^^). Bei Ausgrabungen in den chinesischen Bergen stößt man auf einen Sensationsfund uralter gigantischer Fossilien, deren Form an übergroße Echsen erinnert. Während der Ausgrabungsarbeiten gibt es plötzlich eine gewaltige Explosion, durch die ein neues Höhlensystem freigelegt wird. Ein Team aus sich freiwillig meldenden Soldaten und Forschern, soll dieses System nun erkunden. Schon bald bekommen sie es mit sehr gefährlichen Feuerfledermäusen, jenen Riesenechsen von denen schon die fossilen Knochen ausgegraben wurden, Werwolfartigen Höllenhunden, als auch Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten zu tun.

Trailer zu Die Chroniken des Geistertempels
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Wer Antworten sucht, der findet viele Fragen...
Was hat es überhaupt mit dem Geistertempel auf sich? Wieso ist er angeblich der Schlüssel zu allem und warum können ihn nur ganz bestimmte Menschen öffnen? Ist der Himmel wirklich blau? Was war zuerst da, das Ei oder Oliver Kahn?... Die Antwort auf die meisten der ersten Fragen werden zwar im Verlaufe der Handlung geklärt, aber ebenso auch jedesmal ganz viele neue Fragen aufgeworfen, die zumindest die Nichtchinesischen Zuschauer, welche nicht unter Zwang stehen, den Film gut finden zu müssen, so ziemlich unwissend im Regen stehen lassen dürften. Zum einen möchte dieses chinesische Fantasy Epos (Originaltitel: Jiu ceng yao ta) mit Bildgewaltigen Aufnahmen beeindrucken. Das gelingt auch teilweise prima in urzeitlich vereisten unterirdischen Höhlen oder beim Ritt durch die chinesischen Wüsten auf Kamelen. Allerdings verschwendet der Film auch einen Großteil seiner guten zwei Stunden Laufzeit damit, zu sehr in Details zu gehen, die immer nur ansatzweise abgearbeitet werden. Zum Beispiel gibt es zwischen der Ölstadt und der Wüste, wie eine Art unsichtbaren Schutzschild, aber warum eigentlich? Das weiß keiner und der Film hält es auch nicht für nötig dazu mal etwas zu erklären... Sandstürme kommen so nicht zur Ölstadt durch, sämtliche Geistermonster hingegen schon, aha... So entsteht schnell der Eindruck, das vieles an Situationen künstlich herbeigeführt wird und überflüssig wirkt. Beispiele gefällig?


Der Name vom Hauptdarsteller Hu Bayi bedeutet auf deutsch übersetzt erster Mai, da dieser am Tag der Arbeit geboren wurde. Er verliebt sich in die Sanitäterin und Tochter des Forschungsleiters Yang Ping, die später im Film aber plötzlich, besessen von einem Mitglied einer außerirdischen Geisterrasse vom Geisterplaneten, nur noch Shirley genannt werden will. Jawohl richtig gelesen. Vom Geisterplaneten kommen feindliche Geister, welche die Menschheit vor Jahrhunderten beinahe ausgerottet hätten. Dies wurde durch einen gewissen Prinz Ji verhindert, dessen Sarkophag in seiner Grabkammer nun als Allheilzweckmittel dient (schon mal den Film Elysium gesehen?^^). Die Grabkammer erreicht man einmal auf direktem Weg, in der sogenannten Ölstadt in der Wüste oder per mentalem Portal in der Bücherei von Meister Wang. Hä? Was geht los da rein? - würde Brigitte Nielsen wahrscheinlich sagen, aber die schaut sowieso keine Filme, da zwischen ihren ganzen Pleitegeier Dschungelcamp Auftritten eh keine Zeit übrig ist. Entweder das oder sie liegt mal wieder beim TüV auf dem OP Tisch zur Generalüberholung...^^


Meine Meinung zum Film
Na? Platzt euch auch schon der Kopf vor lauter scheinbar zusammenhangloser Informationsflut? Dann wisst ihr jetzt ja wie es euch während des Films gehen könnte, denn fast genauso spielt sich alles ab, ohne wirklich gut aufeinander abgestimmt zu sein. Allen, die immer gemeckert haben, das der Warcraft Film z.b. unnötig kompliziert wäre und es an angeblichen Erklärungen mangeln würde, denen rate ich: Schaut euch erstmal diesen Film hier an, dann wisst ihr Warcraft als guten Film zu schätzen!^^ Ach ja plötzlich ist da immer mal wieder diese riesige Echse im Film, dessen Design sich an einer Mischung aus US und Japan Godzilla orientiert bzw. geklaut worden zu sein scheint und beobachtet zu meist das Geschehen, gönnt sich aber im Wasser auch mal einen Happen von Shirley... äh... Yang Ping, ach was oder wer auch immer... und Yangs Mutter strickt übrigens jede Menge Wollpullover, die aber nicht dagegen helfen das Menschen, deren Vorfahren sich mit Überlebenenden der bösen außerirdischen Geisterrasse gepaart haben, im Alter von 45 Jahren qualvoll in Flammen aufgehen. Vielleicht haben sie ja zu viel Feuerfledermäuse gegessen, wer weiß? Und seit wann können sich lebende Menschen und Geister, egal ob irdisch oder außerirdisch, überhaupt paaren? Wie geht das? Wie zur Hölle soll das funktionieren? Und was haben Riesenechsen eigentlich mit der Geisterwelt zu tun?


Ihr merkt es sicher schon. Je länger der Film dauert, desto peinlicher und lächerlicher wird es. Spätestens nach einer Stunde Laufzeit, war mir schon ziemlich egal wie der Film überhaupt endet. Ich hoffte wenigstens noch auf ein gutes Finale, mit ein bischen ausgeflippter Asia Kaiju Action (Kaiju = Monster). Ich meine wenn schon der gesamte Film so bescheuert ist, dann darf ja wohl vom Finale bischen was mit Monstern erwartet werden oder? Dabei habe ich die Leser dieser Kritik mit den seltsamen, nach chinesischen X-Men anmutenden, Fähigkeiten der Übermenschen bis jetzt noch verschont. So macht z.b. Yang Ping/Shirley einen auf Ms. Möchtergern X-23 mit ihren Fingernägeln.^^ Das Finale an sich war dann auch nicht so der Bringer. Als ob man eine chinesische Version von Underworld - Aufstand der Lykaner sieht oder sowas in der Art. Die Chroniken des Geistertempels soll sogar eine Verfilmung nach dem Roman Ghost Blows out the Light - Jingjue City darstellen. Das traut man dem Film, nach so vielen wirren und auf mich teilweise hirnverbrannt wirkenden Handlungssträngen, gar nicht mehr zu, aber seis drum, wems gefällt der/die möge dreimal Hurra Trallala Hoppsasa schreien...


Die Chroniken der chinesischen Willkür im Kinogeschäft...
Was mich nur tierisch ankotzt nach all diesem wirren Fantasy Gedönse in einen zweistündigen chinesischen Film ist: Wie war das nochmal von wegen Filme wie Suicide Squad dürfen in China nicht gezeigt werden, weil es dort zu sehr um Aberglaube und Fantasy mit Geistern ginge? In Deadpool gebe es zu viel Blut? In Die Chroniken des Geistertempels geht es ja wohl auch nicht gerade unblutig zur Sache, ganz zu schweigen von der vollkommen zusammenhanglosen und schwachsinnigen Fantasiehandlung. Nach welchen Kriterien westliche Filme in China vom Kinomarkt ausgeschlossen werden, bleibt für mich somit reine Willkür, genauso wie mir der angebliche Platz Eins in den dortigen Kinocharts durch Lug und Trug erkauft worden zu sein erscheint. Da muss das Publikum schon sehr an Geschmacksverirrung leiden, damit so ein Film selbst in China mal auf Platz Eins landet, finde ich. Das Filmcover ist auch voll verlogen und nur auf den maximalen Heißmachereffekt ausgelegt. Ein Trio bestehend aus Hu Bayi, Yang Ping und Meister Wang kommt so niemals im Fim vor. Ebensowenig spielt die Riesenechse eine entscheidende Rolle, aber hauptsache sie ist mit auf dem Bild, oh ja geil, ein Monsterfilm... Pah... denkste... Vielleicht zu 20%, wenn es hoch kommt. Auch der Trailer ist nicht mehr, als ein simpler Zusammenschnitt von 99% der besten Szenen im Film.


Mein Fazit
Falls dieser Film tatsächlich irgendeinen Sinn ergeben sollte oder gar, abgesehen von jeder Menge chinesischer Propaganda, wie toll, mutig und fleißig arbeitend die chinesische Bevölkerung doch sei, eine höhere Botschaft vermitteln wollte, so habe ich diese nicht gefunden und schon gar nicht verstanden. Aufgrund der Tatsache, das wenigstens die ab und zu aufkeimende Bildgewalt und die Action gegen die komischen Pseudofabelwesen den Rest der Familie beim Filmabend einigermaßen bei Laune hielt, so das wenigstens niemand laut anfing zu buhen, gebe ich dem Film sensationelle 1,5 von 5 Hüten, mit viel gutem Willen!^^ Mit der größte Schrott, den ich je sehen musste. Was diese Riesenechse angeht, die bald aussieht wie eine schlechte Kopie von Roland Emmerichs US Godzilla (ja das ist tatsächlich noch möglich heutzutage!) mit hartem Stuhlgang, so hoffe ich das diese von Yang Pings Mutter noch ein paar schöne warme und feuerfeste Wollpullover für den Winter gestrickt bekommen hat... Abschließend werde ich mich wohl ewig fragen: Was zur Geisterhölle haben die Macher dieses Films bloß vorher geraucht?...


Kleines Nachwort!^^
Konfuzius sagt: "Bist du heute enttäuscht, so senke morgen deine Ansprüche!" :-D Außerdem hätte diese Kritik schon letztes Wochenende fertig werden können. Jedoch fand ich diesen Film so schlecht, das es keine Eile mehr hatte. Die Feuer und Eis Kritik war mir dann wichtiger, das die fertig wurde.



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Die Chroniken des Geistertempels Bewertung
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310
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