Die Vierhändige

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Prädikat: besonders wertvoll

Die Vierhändige Kritik

Die Vierhändige Kritik
0 Kommentare - 19.11.2017 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).

Bewertung: 4 / 5

Sophie und Jessica wurden als Kinder Zeuge eines brutalen Verbrechens. Jessica, die Ältere, gab daraufhin ihrer jüngeren Schwester Sophie ein Versprechen: "Ich werde immer auf dich aufpassen!" Doch nach all den Jahren ist aus dem Versprechen eine Besessenheit geworden. Jessica leidet unter Wahnvorstellungen, fürchtet überall eine Bedrohung. Sophie will endlich ihr Leben frei von Ängsten leben, sich eine Karriere als Pianistin aufbauen, sich verlieben. Als herauskommt, dass der Täter von damals nach 20 Jahren wieder auf freiem Fuß ist, ist Jessica entschlossen, ihn zu finden. Doch dazu kommt es nicht mehr. Bei einem Unfall stirbt Jessica. Sophie wird schwer verletzt. Von nun an ist alles anders. Sophie bekommt nun die Chance, ihr eigenes Leben zu leben. Doch als sie von Alpträumen geplagt wird und auf ihrem Anrufbeantworter die Stimme ihrer Schwester zu hören ist, muss sie sich fragen: Ist Jessica wirklich tot? Oder wird Sophie noch immer von ihr beschützt?

Während es im deutschen TV vor Krimis und Thrillern nur so wimmelt, nimmt sich der deutsche Kinofilm nur selten dieses Genres an und noch rarer sind dabei Psychothriller. In Die Vierhändige erzählt Regisseur Oliver Kienle eine extrem spannende, psychologische Geschichte fürs Kino, die den Zuschauer bis zuletzt fesselt.

Trailer zu Die Vierhändige

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Die zwei Schwestern werden von Frida-Lovisa Hamann und Friederike Becht auf wunderbare Weise in ihrer grundsätzlichen Verschiedenheit dargestellt, sodass beide wie zwei Seiten einer gleichen Medaille wirken. Christoph Letkowski als Arzt, der sich in Sophie verliebt, bildet das Gleichgewicht und für den Zuschauer auch die Leitfigur, mit der man zusammen durch die komplexe und kunstvoll verwobene Geschichte geht.

Die Kameraführung ist raffiniert, die rhythmische Montage lässt eine sogartige und atemlose Spannung entstehen und hilft bei der visuellen Verrätselung der Story, die erfolgreich gegen viele Erwartungshaltungen und Konventionen gebürstet ist. Die Vierhändige von Oliver Kienle ist ein überzeugender raffinierter Drama-Thriller mit gutem Timing, sehr guter Besetzung und einem überraschenden Ende.

Prädikat: besonders wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

Die Vierhändige Bewertung
Bewertung des Films
810

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