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Doctor Strange

Es gibt nichts, das es nicht gibt

Doctor Strange Kritik

0 Kommentar(e) - 30.10.2016 von CSKiwi2
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von CSKiwi2.
Filmkritik

Doctor Strange Bewertung: 3.5/5

Intro:

Ich bin ein Fan des MCU, habe mich jedoch noch nie im Rahmen einer schriftlichen Kritik mit einem der Filme auseinandergesetzt. Diese Kritik ist also, auch wenn sie an mancher Stelle im Bezug auf bereits existierende Kritiken etwas wiederholend erscheinen könnte , vor allem eine Art Selbstversuch.

Handlung/Kritik:

Stephen Strange ist ein brillanter Neurochirurg, sich seines Könnens so sicher, dass vor allem seine Mitmenschen häufig an ihre Grenzen im Umgang mit diesem "Halbgott in Weiß" stoßen. In Szene gesetzt wird er von Benedict Cumberbatch in gewohnt souveräner Manier, denn seien wir mal ehrlich, dieser Figuren-Typus steht dem smarten Briten auf der Leinwand auch einfach am besten. Zur Seite gestellt wird ihm anfangs Rachel McAdams, die meiner Meinung nach nicht so blass bleibt, wie man das gerade in der amerikanischen Presse häufig zu lesen bekam. Sie bildet einen interessanten und vor allem selbstbewussten Gegenpol zum arroganten Doktor und gerade in der ein oder anderen emotionalen Szene war besonders sie es, die mich durch ihre Vielschichtigkeit zu überzeugen wusste.

Im weiteren Verlauf der Handlung, konzentriert sich der Film dann aber doch wieder ganz auf seinen Helden, der nach einem schweren Unfall seine zwei wichtigsten Werkzeuge verliert: seine Hände. Akribisch wie es seinem Naturell entspricht, macht sich der Doktor auf die Suche nach Heilung und landet schließlich - quasi als eine Art letzter Hoffnungsschimmer - in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Dort trifft er in einem unscheinbar erscheinenden Kloster auf "The Ancient One", die dem skeptischen Rationalisten Strange beeindruckend vor Augen führt, welche unendlichen Möglichkeiten sich jenseits der bekannten Welt erstrecken, natürlich nur dann, wenn man auch bereit ist, in diese Dimensionen einzutauchen.

Was folgt, ist eine Aneinanderreihung wirklich beeindruckender Effekte, bei denen mir persönlich vor allem Stranges ziemlich grobe "Einführung in Welt der unendlichen Möglichkeiten" durch die Älteste mit Abstand am besten gefallen hat. Allgemein habe ich Tilda Swinton als "Ancient One", trotz der heftigen white washing-Debatte im Vorfeld des Filmes, als eine große Bereicherung empfunden, da ihre Verkörperung von Autorität zwar so ganz anders, aber dennoch irgendwie unheimlich passend war.

So atemberaubend die Schauwerte jedoch auch gewesen sein mögen, mir persönlich kam vor allem die Erklärung der verschiedenen Dimensionen dann dennoch etwas zu kurz. Man bekommt zwar im Laufe des Filmes alles irgendwie mit, aber manches blieb mir dann einfach doch zu unklar. Das führte schließlich leider dazu, dass ich gerade gegen Ende ehrlich gesagt nicht mehr ganz durchgestiegen bin und einfach nur noch auf die nächste abgefahrene Szene gehofft habe, in der sich die physische Welt ganz nach Lust und Laune falten und wenden würde (die Vergleiche mit Christopher Nolans Inception sind dabei zwar nicht von der Hand zu weisen, das Konzept wird aber so konsequent weiterentwickelt und auf die Spitze getrieben, dass das zumindest für mich kein Negativ-Kriterium darstellt). Auch im Hinblick auf das gesamte MCU finde ich diese Entwicklung ehrlich gesagt problematisch, denn meine persönlichen Ansicht ist, dass genau diese verborgene magische Welt noch eine sehr große Rolle spielen wird und eine etwas ausschweifendere Erklärung deshalb vermutlich nicht verkehrt gewese wäre.

Im Rahmen einer solchen Erklärung hätte man dann vielleicht auch dem großartigen Mads Mikkelsen etwas mehr zu tun geben können, denn sein Schurke Kaecilius scheint, trotz des vordergründig doch recht interessanten Motivs für sein Tun, dann dennoch sehr blass (sieht man mal von dem markanten Glitzer-Makeup ab, welches er zur Schau trägtani-laugh).

So muss sich schließlich jedoch der Doktor, welcher sich als äußerst gelehrsamer und schlagfertiger Schüler entpuppt, mit Kaecilius und den Mächten, die er heraufzubeschwören versucht, auseinandersetzen. Hierbei möchte ich herausheben, dass mir persönlich sehr gut gefallen hat, dass Strange selbst viel Initiative zeigt und sich vieles selbst beizubringen versucht. Eine willkommene Abwechslung vom typischen "Ich Meister, du dummer Schüler"-Motiv, welches einem mitunter schon ganz gehörig auf die Nerven gehen kann. Seine persönliche Entwicklung tritt dabei allerdings, bis auf ein paar ausgewählte Szenen, wieder eher in den Hintergrund. Ich hätte mir hierzu noch etwas mehr gewünscht, aber nicht umsonst handelt es sich bei dem Film ja um eine bloße Origin-Story.

So kommt es schließlich zum unvermeidbaren Showdown, dieses Mal in der chinesischen Metropole Hong Kong. Hier möchte ich dann zum Titel meiner Kritik zurückkommen: Es gibt nichts, das es nicht gibt. Gerade der Showdown hat mir persönlich noch einmal vor Augen geführt, was ich an dem Film allgemein als sehr spannend aber auch problematisch empfunden habe: man konnte sich als Zuschauer einfach nie sicher sein, was als nächstes passieren würde. Dies machte meiner Meinung nach einen der ganz großen Spannungspunkte des Filmes aus und für mich als Filmfan war es ein Genuss, die besonderen visuellen Möglichkeiten des Mediums Film einmal so auf dem Silberttablett serviert zu bekommen. Allerdings sehe ich hier, ähnlich wie in der MJ-Kritk zu lesen war, auch eine Gefahr, denn ein Mitfiebern mit den Figuren wird ziemlich erschwert, da man sich ja niemals sicher sein kann, ob sie für ein scheinbar unmöglich zu lösendes Problem nicht doch plötzlich eine Lösung parat haben.

Fazit:

Alles in allem kann ich festhalten, dass Doctor Strange meiner Meinung nach als Origin Story gut funktioniert, auch wenn mir persönlich ein paar Entwicklungsbögen zu kurz ausgefallen sind. Vor allem die tollen Bilder, die mit ihrer "Strangeness" dem Titel alle Ehre machen und vor allem in 3D absolut umwerfend funktionieren, sorgen dafür, dass der Film auch trotz ein paar Längen nicht langweilig wird. Dazu trägt sicher auch der altbekannte Marvel-Humor maßgeblich bei, welcher jedoch an manchen Stellen sogar ein bisschen übertrieben wurde.

Die Schauspielerriege ist mir durchweg positiv aufgefallen, auch wenn Marvel das Bösewicht-Trauma immer noch nicht abzulegen imstande war.

Dennoch muss ich einschränkend hinzufügen, dass ich allgemein die magische Welt etwas besser erklärt bekommen hätte. Hier hat man sich, wie ich denke, dann doch zu viel auf die Schauwerte verlassen.

Fazit zum Selbstversuch:

Finde meine eigene Kritik jetzt irgendwie strange... ist das nun positiv oder negativ im Bezug zum Film zu werten? tongue-out



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