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Ein ganzes halbes Jahr

Ein halbes Jahr, nicht mehr und nicht weniger

Ein ganzes halbes Jahr Kritik

0 Kommentar(e) - 26.06.2016 von uzuchino
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von uzuchino.
Filmkritik

Ein ganzes halbes Jahr Bewertung: 4/5

Story

Louisa Clark, im einen Moment Verkäuferin in einem Cafe, im nächsten arbeitslos.

Um Ihre Familie zu unterstützen sucht Sie vergeblich nach einer neuen Arbeit, doch scheint es nichts geeignetes zu geben. Plötzlich schlägt die Job-Agentur Ihr eine Stelle als Pflegerin in einer wohlhabenden Familie vor. Was kann da schon schief gehen?

So einiges. Der zu pflegende ist der einzige Sohn eines reichen Mannes und seiner Frau, William Traynor. Dieser ist alles andere als begeistert von seiner neuen Pflegerin und behandelt sie auch so.

Mit der Zeit kommen sich die beiden immer näher. Freunden sich an. Lernen sich lieben.

Durch einen ungünstigen Zufall hört Louisa, das William nur noch ein halbes Jahr zu leben hat, weil er es selbst so will. Nach dem halben Jahr geht er in die Schweiz in eine Klinik, welche auf Sterbehilfe spezialisiert ist. In die Schweiz darum, weil es in Großbritannien kaum bis gar keine Möglichkeit der Sterbehilfe gibt.

Nun hat Louisa noch fast 6 Monate Zeit um William das Leben dennoch schmackhaft zu machen und seine Meinung zu ändern.

Wird er sie ändern?

Erzählung

Die Geschwindigkeit der Erzählung erinnert stark an einen Song. Die einzelnen Strophen, welche sanft dahin gesungen werden, um dann vom etwas schnelleren Refrain abgelöst zu werden. Sowohl der Anfang, als auch das Ende heben sich ein klein wenig vom Rest des Schemas ab.

Die Geschichte fängt mit William Traynor an und erzählt kurz und knapp, wie es zu seiner Lähmung kam. Man sieht schon hier, das er egoistisch, stur, und ein wenig draufgängerisch ist. Später wird die egoistische Seite viel deutlicher und es wird klar das er verbittert ist, aber auch sensibel sein kann. Er wird sogar zweimal in die Geschichte eingeführt. Einmal ohne und einmal mit Behinderung und beide male wirkten recht hart.

Louisa Clarks einstieg ist von ruhiger Natur. Es wird schnell klar, das sie ein herzensguter Mensch ist, den man einfach lieben muss.

Direkt im Anschluss zu Louisa wird Ihre gesamte Familie eingeführt. Ihre Eltern, ihr Opa, ihre Schwester und ihr Neffe. Eine nicht immer harmonische Familie, aber eine die zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt.

Patrick ist ein Sport besessener Freak. Es dauert etwas, bis einem klar gemacht wird, das er Louisas fester Freund ist. Und es dauert etwas, bis Louisa klar wird, das sie mit Patrick nicht so wirklich glücklich werden kann/wird.

Die Mutter und der Hausarzt von William werden logisch integriert. Die Mutter, als sie mit Louisa ein Bewerbungsgespräch hat. Der Arzt, um Louisa alles erlären zu können, welche Medikamente er wann benötigt und wie viele. Wie William zu behandeln ist.

Williams Vater taucht auch ganz plötzlich auf und erweckt den Anschein, als wäre im seine Arbeit wichtiger als sein Sohn.

Williams Ex-Freundin und sein bester Freund tauchen kurz auf, um dem Zuschauer zu zeigen, das William schon sehr bemitleidenswert ist. 4 Hüte

Darsteller

Emilia Clarke spielt Louisa Clark, eine tollpatschige, intelliegente junge Frau. Gekennzeichnet durch ihre warmherzige Art und ihrem exotischem, sehr individuellem Kleidungsstil, ist sie einfach nur liebenswert und hinreißend. Schön ist es Emilia mal wieder in einer anderen Rolle als der der Daenerys zu sehen. Während man/ich ihr ihre Sarah Connor aus Terminator - Genisys aus dem vergangenem Jahr nicht abgekauft habe, überzeugt sie hier voll und ganz.

Sam Claflin spielt William Traynor, einen egoistischen, sturen jungen Mann, welcher bereits mit seinem Leben abgeschlossen hat. Von der Brust abwärts gelähmt und nur mit Mimik arbeitend zeigt Sam das er ein hervorragender Darsteller ist.

Matthew Lewis, bekannt als Neville Longbottom aus Harry Potter, spielt Louisas eifersüchtigen Freund Patrick. Das eifersüchtig sein beherrscht er tadellos und den Sport besessenen Freak kauft man ihm sofort ab, denn den Freak hat er 8 Harry Potter-Filme lang gespielt.

Der Rest der Darsteller, Janet McTeer, Brendon Coyle, Jenna Coleman, Steve Peacocke, Samantha Spiro Charles Dance, spielen die Ihnen zugewiesenen Rollen Klasse und holen das best möglichste heraus. Es sticht niemand besonders hervor. Aus der Reihe tanzen tut aber auch niemand.

Alles in allem kauft man jedem seine Rolle ab. 4 Hüte

Unterhaltung

Der Soundtrack gut gewählt. Manchmal passt der Ton jedoch nicht ganz zur Szene und wirkt dadurch etwas deplatziert.

Das Drehbuch bietet witzige, sowie traurige, berührende Momente, welche sehr gut ausbalanciert sind. Es wird über das Leben geredet und regt zum nachdenken an.

Die ruhigen Szenen und die lebendigen Szenen motivieren sich gegenseitig und bremsen sich nicht untereinander aus. Es wurde geschafft, weder der einen Partei noch der anderen zu lange am Stück Screentime zu geben, was sich auf die Zuschauer harmonisch auswirkt und sehr gut abgerundet erscheint.

Der Film besitzt eine sehr dezente Atmosphäre. Teilweise ist er etwas kitschig geraten, aber er bleibt dennoch auf dem Teppich und artet nicht in übertriebenem aus. 4 Hüte

Fazit

Ein ganzes halbes Jahr ist ein romantisches Drama mit charmanten Darstellern, welches uns zeigt, das andere Menschen womöglich viel größere Probleme haben als man selbst hat und dennoch versuchen etwas aus ihrem Leben zu machen.



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810
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