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Hardcore

Der erste richtig geile Found Shootage Film seiner Art!

Hardcore Kritik

1 Kommentar(e) - 24.09.2016 von Hanjockel79
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Hanjockel79.
Filmkritik

Hardcore Bewertung: 5/5

Ein kleines kritisches Vorwort...
...zum neu entstehenden Genre der Egoshooterfilme. Als Vorreiter dieser neuen Art Film könnte man auch die drei minütige Egoshooterszene aus dem Film Doom, mit The Rock - Dwayne Johnson und Karl Urban, bezeichnen. Dann kam bisher ein einziger lachhafter Versuch, einen ganzen Film daraus zu machen, in Form des kleinen Möchtegernzombiefilmes namens Pandemic mit komplett austauschbaren Darstellern und völlig belangloser Geschichte. Die namentliche Erwähnung ist eigentlich schon viel zu viel des Guten. Hardcore hat also freie Bahn der erste richtige und beste Film seiner Art zu werden und ist ihm das gelungen? JA! Aber sowas von!

Trailer zu Hardcore
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Handlung
Henry wacht in einem seltsamen Labor auf und bekommt von einer Frau namens Estelle erklärt, das sie beide Mann und Frau sind. Ihm fehlen Körperteile, die sogleich durch Cyborgartige Prothesen ersetzt werden. Weder kann er sich erinnern, was überhaupt passiert ist, warum er jetzt halb zerstückelt auf einem Labortisch liegt, noch kann er sprechen. Seine Stimme soll im Raum nebenan erst kalibriert werden. Da taucht auch schon ein extrem gefährlicher Psychopat namens Akan auf und fängt an, durch seine übermenschlichen telepatischen Kräfte, die Wissenschaftler zu killen, worauf hin sich Henry und Estelle gezwungen sehen erst einmal die Flucht zu ergreifen.


Wichtige Charaktere
Henry (gespielt von den verschiedensten Personen!) - Die Hauptrolle Henry stellt bisher eine einmalige Besonderheit in der Filmlandschaft dar. So wird der Held aus der dauerhaften Egoperspektive von Stuntman wie Sergey Valyaev verkörpert und später wegen Nackenschmerzen durch Andrei Dementiev ersetzt, der auch eine andere Rolle im Film spielt, wie auch vom Regisseur selbst, Ilya Naishuller! Letztenendes wird Henry sogar vom Zuschauer selbst gespielt, da die Rolle so ausgelegt ist, das sich die Zuschauer möglichst gut in die Egoperspektive hineinversetzen sollen, was auch bravorös gelungen ist.


Jimmy (gespielt von Sharlto Copley) - Ein sehr unheimlicher, zu weilen recht lustiger Charakter, je nachdem welches Alterego bei ihm gerade auftritt. Jimmy scheint unkaputtbar zu sein. So stirbt er ganz offensichtlich des öfteren vor den Augen unseres Titelhelden, ist aber nur wenige Momente später mit seltsam anderen Verhalten wieder da und quicklebendig. Später im Film sogar mehrfach. Aber keine Angst, diese Umstände klären sich auf geniale Weise bis ins letzte Detail restlos auf.


Akan (gespielt von Danila Kozlovsky) - Ein bitterböser, wahnsinniger Psychopat, der sein ganzes Geld aus der Firma dafür einsetzen will, um aus toten reanimierten Körpern willenlose Soldaten für seine Weltherrschaftspläne züchten zu lassen. Zusätzlich verbreitet er durch seine übermenschlichen teleopatischen Fähigkeiten, durch die sich ihm kaum jemand auf Nahkampfreichweite nähern kann, Angst und Schrecken und hinterlässt wo immer er gewütet hat, eine blutige Szenerie. Sein einziger Schwachpunkt. Der Einsatz seiner Kräfte kostet ihn Kraft, so das er nach längerer Benutzung anfängt sehr stark aus der Nase zu bluten.


Ein echter russischer Hardcore Trip!
Nach spektakulärer Flucht aus einem Luftschifflabor werden Henry und Estelle voneinander getrennt. Henry sieht sich von Angreifern umzingelt und beschließt sich endlich zur Wehr zu setzen und seine Frau zu retten. Gleich sein erster Massenkampf mit Akans Privatarmee scheint ihn zu überfordern, als zur Rettung das erste mal Jimmy auftaucht und einige der Angreifer tötet. Beide wollen dann erstmal mit dem Auto zu Jimmys Labor fahren, als sie mitten in der Stadt von der Polizei angehalten werden und ein koruppter Polizist Jimmy erschießt. Henry kann sich flüchtend in einen städtischen Bus retten. Nun gilt es für Henry im Alleingang seine Frau Estelle zu finden, doch plötzlich ist Jimmy wieder da, so scheint es...


Meine Meinung zum Film
Einmal mehr zahlt es sich aus, offen für russische Actionfilme zu sein, denn Regisseur Ilya Naishuller liefert hier in Zusammenarbeit mit dem geldgebenden Produzenten Timur Bekmambetov eine echte Genrereferenz ab, von der Hollywood noch ganz schön was lernen kann, wenn man deren Rohrkrepierer Pandemic als Vergleich nimmt! Dabei begann Naishullers Karriere nicht als Regisseur, sondern als Frontman der Punkrockband Biting Elbows und als Bekmambetov deren Musikvideo zum Song Bad Motherfucker sah, traf er sich mit Naishuller und bot ihm an, einem ganzen Film aus der selben Egoperspektive, wie im Musikvideo zu produzieren. Diese Infos habe ich übrigens aus dem geilen Limited Collectors Edition Mediabook zum Film von Capelight, welches als extrem informatives Mediabook für sich gesehen, einen absoluten Pflichtkauft für Fans darstellt. 48 Seiten, von denen es erstmal ein fettes und sehr brutales 30 Seiten Comic zum Oberschurken Akan gibt und dann 18 sehr interessante Seiten zur Entstehung des Films! So machen Mediabooks Spass! Aber zurück zum Film.


Das Geschehen ist von Anfang bis Ende ein actionreiches Blutbad Gemetzel und definitiv nichts für zarte Gemüter. Da werden Körperteile rausgerissen und fliegen durch die Gegend am laufenden Band. Massenweise werden Verbrecher umgenietet und immer wenn Jimmy im Spiel ist geht es noch zusätzlich hoch her mit der Action. So stielt Shartlo Copleys Jimmy Rolle unserem Helden Henry fast die Show! Was für eine Wahnsinnsrolle! Bisher das absolut Beste, was man von dem Schauspieler gesehen hat. Das schlägt alle Auftritte aus den Blomkamp Filmen wie District 9 oder Elysium! Später wenn geklärt wird warum und wieso es Jimmy in so vielen Variationen zu geben scheint, kommt der große Aha Effekt und gleich zwei aufeinander folgende große Endschlachten gegen Akan und seine Handlanger.


Mein Fazit
Ich bin schwer begeistert von Hardcore. Wie es schon mal von der Community hier gesagt wurde, ist der Film einfach nur ein wilder Ritt! Allerdings sollte man auch immer bedenken, das dieses neu geborene Genre des Egoshooterfilms (für mich Found Shootage statt Found Footage^^) nicht zuletzt wegen der häufigen Wackelkamera, als auch wegen der übermäßig blutigen Gewalt nicht jedermanns Fall sein wird. Das weiß man einfach schon vorher. Es ist nur ein Film für die ganze VOLLJÄHRIGE Familie!^^ Mich begeistert zusätzlich auch noch der gut durchgemischte Soundtrack zum Film, bei dem Regisseur Ilya Naishuller nicht nur mit seiner Band Biting Elbows ganze drei fetzige Songs zum besten gibt, sondern auch Klassiker von Queen (Dont stop me now) zum Einsatz kommen und das besonders stimmig und passend zum Endkampf. So macht es sehr viel Fun, dieses erwachsene und heftigst blutige Actionspektakel zu genießen, deshalb gibt es natürlich 5 von 5 Hüte von mir! Was denn sonst!? Noch mehr Fun mit diesem Film geht einfach nicht!^^

Ach ja zum Schluß sei noch gesagt: So etwas geiles wie der Hardcore Film kommt dabei heraus, wenn man (wie Produzent Timur Bekmambetov betont) dem Regisseur Geld in die Hand gibt (es soll ein Budget von umgerechnet ca. 2 Millionen Euro gewesen sein) und ihn einfach mal machen lässt. So als kleiner Denkanstoß für die großen Filmfirmen in Hollywood, die gerne alles und jedem in die Projekte reinreden wollen.

Hardcore Bewertung
Bewertung des Films
1010
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Hanjockel79
Gamoras Toyboy
Geschlecht | 24.09.2016 | 18:44 Uhr24.09.2016 | Kontakt
Jonesi

Hier einmal der Ursprung, wie es überhaupt zu der Idee des Hardcore Films kam. Das Musikvideo zu Bad Motherfucker von der hauseigenen Punkrock Band Biting Elbows von Regisseur und Sänger Ilya Naishuller:

Man sieht schon frapierende Ähnlichkeiten zum Film oder? Als nächstes, wieder von Biting Elbows, das Musikvideo zum Film mit dem passenden Titel: For the Kill, welches die ganze Mühe hinter den aufwändigen und klassisch handgemachten Actionstunts des Films offenbart und damit als quasi musikalisches Making of einfach nur zum genießen ist:

und dann muss ich noch unbedingt Fans des Films, die sich auch wie ich für die ganzen Hintergründe interessieren, den Soundtrack auf CD zum Film gleich mit dabei haben wollen und noch auf Comics stehen (richtig geiler Prequelcomic mit 30 Seiten zu Akan im brutalen, kompromisslosen Stil des Films!), den Kauf des Mediabooks ans Herz legen. Mehr geballte Hardcore Power fürs Sammler Regal werdet ihr für Geld nicht bekommen.