Justice League

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Wo ist der Black Suit Superman???!!???

Justice League Kritik

Justice League Kritik
2 Kommentare - 22.11.2017 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick wie gut Justice League wirklich ist.
Justice League

Bewertung: 3.5 / 5

Vorab:

Leider habe ich mir letzte Woche den Arm gebrochen, daher konnte und kann ich derzeit nicht viel tippen. Ich habe versucht, möglichst nichts zum Film zu lesen, daher weiss ich jetzt auch nicht wirklich, was die anderen User hier alles geschrieben haben. Da ich nicht in den Kommentaren mitmischen kann, werde ich jetzt entgegen meiner üblichen Herangehensweise eine Kritik voller Spoiler verfassen, daher weiterlesen auf eigene Gefahr. Desweiteren werde ich die Kritik von vielen Seiten betrachten und verschiedene Wertungen abgeben. Auch das ist neu. Es wird mehr als eine finale, es wird mehr als zwei finale Wertungen geben. Undletztlich bitte ich um Nachsicht, falls es mehrere grobe Fehler im geschriebenen gibt, ich schreibe derzeit einamrig ...

Inhalt:

Ein gewisser Steppenwolfwill die drei Motherboxen vereinen, und damit eine neue Welt erschaffen. Batman und Wonder Woman vereinen eine Gruppe von Superhelden zur Justice League um die Welt zu retten.

Kritik 1: Der Film an sich

JL ist extrem kurzweilig, sehr rund, angereichert mit ikonischen Szenen, genau der richtigen Prise Humor. Die Chemie stimmt zwischen allen Beteiligten, und es ist klar, dass man nicht schon im ersten Film den interessantesten Schurken auffahren darf. Das war auch schon bei den Avengers so der Fall. Der Film macht einfach Spass, er ist keinesfalls sonderlich tiefgründig, will er aber auch nie sein. Wenn man unbedarft und nicht als DC-Fan/Nerd in den Film reingeht, ist es möglicherweise der bisher am besten gelungene DC-Film, den es bisher gab. 8 Punkte! Bam!

Kritik 2: Zack Snyders DC-Universum -RIP

Tja, was soll ich sagen? Zack Snyder hat mit MoS quasi eine Trilogie für Superman angefangen, welche mit JL im Grunde vollendet gewesen wäre: MoS ist seine Entsteheung, BvS ist die Wahrnehmung in der Welt und sein Suchen wo er hingehört, und JL ist im Prinzip der Ort, wo Superman dann letztlich landet: Er ist der Hoffnungsbringer, der die anderen leitet und inspiriert. Er ist die Hoffnung, er ist aber immer noch der Farmersjunge vom Land. Dazu gehört eine ausufernde Geschichte, die episch ist, die eine epische Laufzeit von mindestens 2,5 Std. benötigt. Der Ton ist auf jeden Fall hoffnungsvoller als BvS und das ist auch das Ziel, denn jetzt, da die Helden zusammen kommen, macht sich Hoffnung und Licht breit. Und um Supermans Geschichte zu erzählen, muss auch Superman vorkommen, am besten mit dem vom Promomaterial aus den Netzwerken der Stars her bekannten Black Suit. Soweit so gut. Aber dann wird Snyder sukzessive entmachtet, ihm werden zwei Comic-Autoren vor die Nase als Supervisor vor die Nase gesetzt, er soll die ganze Sache in unter 2 Stunden abhandeln, und dann passiert die familiäre Tragödie, Snyder springt ab, Whedon ersetzt ihn, der komplette Film wirdumgeschnitten, tatsächlich auf unter 2 Stunden getrimmt, und 20% neues Material gedreht. (Wenn man es sich mal so ausrechnet: 20% von 120 Minuten sind 24 Minuten neues Material, d.h. wir hätten 96 Minuten Snyder-Material. Wenn man bedenkt, dass Snyders Version 164 Minuten haben sollte, fehlt also über 1 Std. oder über 40% Snyder-Material im fertigen Film. Kein Wunder, dass er sich den Film nicht angeschaut hat!) Wenn man sich den fertigen Film nun ansieht, kommt man wirklich nicht umhin, zu bestaunen, wie rund der Film dann doch geworden ist, und wie er trotz aller Defizite dann doch so einen Heidenspass macht. Es fehlt halt der ganze nuancierte Teil, der ganze Weltschmerz, die ganze Tiefe, die ganze Ambivalenz. Zwar wird bei den Anfangscredits angedeutet, was eine Welt ohne Superman sein kann, aber dieser ganze Aspekt weicht sofort dem plakativen Plumpo-No-Brainer, den WB haben will. Und ich fasse nicht, was ich jetzt schreibe: Whedon macht eigentlich das Beste aus seiner Herkules-Aufgabe, einen komplett anderen Film aus dem vorhandenen Material zu zaubern. Aber: Zu jedem Zeitpunkt hat man - vor allem zunehmend gegen Ende des Films - das Gefühl, es mit einem verstümmelten Meisterwerk zu tun zu haben. JL ist in dieser Fassung nichts weiter als ein reinrassiger Blockbuster ohne Ecken und Kanten. Doch es blitzt immer wieder das genie des Snyder durch, etwa wenn Flash bemerkt, dass Superman auch superschnell sein kann. Solche ikonischen Szenen sind Gold wert und heben den Film auch nach wie vor über das Einerlei mancher anderer Superhelden-Filme. Aber immer wieder gibt es Rückschläge beim Zuschauen, wo man das Gefühl hat, hier fehlt was, ohne genau beziffern zu können, was es ist. Und am eklatantesten ist es am schwarzen Kostüm. Es wirkt fast so, als wäre Supermans Rückkehr in Snyders Version deutlich anders verlaufen, vielleicht auch interessanter? Aber WB begräbt jegliche erzählerische Ambition, unterwandert jegliche zuvor aufgebaute Erwartungshaltung undfügt sich in reih und Glied, um mit seine extrem ikonischen Charakteren derMarvel-B-Helden-Riege Spalier zu stehen. Denn sie ziehen die falschen Schlüsse: BvS hat nicht deswegen nicht beim Publikum funktioniert, weil er zu lang war, er war zu kurz. Er hat nicht deswegen versagt, weil er ein schlechter Film war, er hat versagt, weil die Sehgewohnheiten was anderes erwartet haben. Hätte WB sein Ding trotzdem so durchgezogen hätte sich diese Qualität sicherlich mittelfristig durchgesetzt. Das sieht man jetzt beispielsweise auch daran, dass sogar Snyder Hater sich den Snyder Cut wünschen und es eine ziemlich starke Petition für dafür gibt. Wenn WB diese Problematik nicht in den Griff bekommt, haben sie dauerhaft kein funktionierendes DCU. Als Fortführung des in MoS gestarteten Stoffes eine masslose Enttäuschung, daher möglicher weise nur 5 Punkte, aber dafür ist er dann doch zu gut gemacht, also 6 Punkte, mit Wohlwollen.

Kritik 3: Konkurrenzvergleich

X-Men war die erste kinoreife Superheldentruppe und auch wenn die Reihe bei Kritik und Publikum gut ankam, ganz ehrlich für einen Fan ist es ehrlich gesagt eine Tragödie, was aus den helden gemurkst wird und wie die Stories umgesetzt werden. Aber hier schreit kein Hahn dnach, man ist regelrecht über einen soliden Film froh, zumal es immer wieder interessante Chrakterentwicklungen gab. Hier gab es weitaus mehr Potential aber irgendwie ist es FOX nie gelungen, das Franchise wirklich durchdacht durchzustarten. Dennoch gibt es nie so viel gehate - selbst bei den beiden miesen 3. Teilen. Das DCU hingegen wird gleich viel härter bewertet. Auch von mir, siehe oben.

Avengers aus dem Hause Disney ist eine Zusammenkunft von eigentlichen B-Helden, da Marvel alle interessanten Charakter-rechte veräußert hatte. und irgendwie ist es ihnen gelungen, daraus eine krass geölte Maschine zu bauen. Ich muss zugeben, dass ich mit den X-men aufgewachsen bin, die Avengers waren für mich immer abgeschlagen auf Platz 2, und JL eigentlich nie so toll fand, weil die Helden immer so groß und perfekt waren. Bei den Avengers hingegen hatten die Helden immer ihre Macken und das war gut. Doch Film Avengers sind ehrlich gesagt komplette Gurken, mit Ausnahme von Captain America, der komischerweise die bisher besten Avengers Filme abgeliefert hat. Aber die Avengers Filme sind ehrlich gesagt -BEIDE!! - nicht so das gelbe vom Ei, vor allem dieser Schwultron.

Dennoch sowohl X-Men als auch Avengers Filme werden besser bewertet als JL. Wie kommt das? und ist dies gerechtfertigt? Ich glaube, es liegt einfach an der exorbitanten Erwartungshaltung, die JL helden sind neben Spider-Man DIE Ikonen der Comic-Popkultur, man erwartet hier perfekte Unterhaltung, und wenn das nicht passiert, ist man enttäuscht.

Ganz ehrlich, JL steckt beide Avengers Filme und die beiden dritten Teile der X-Men Filme sowas von locker in die Tasche und trotzdem kann ich keine klare Empfehlung für den Kinobesuch aussprechen. Woran liegt das? Vielleicht im Wissen um einen deutlich ausgereifteren Snyder Cut, der die Erwartungen, die er zuvor schürte auch einhält? Ich weiss es nicht.

7 Punkte oder 3,5 Hüte.

Was ist das Fazit:

Kurzweiliger Spass, der eigentlich zu den besseren seiner Gattung gehört, Whedon kann kein Vorwurf gemacht werden, das übriggebliebene Torso von Film ist rund und genießbar, aber da liegt ein Versprechen in der Luft, das nicht eingehalten wurde, und diese Beigeschmack ist sehr sehr fade.

Dennoch locker 7 Punkte alles in allem

Justice League Bewertung
Bewertung des Films
710
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Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 11.163 | Reviews: 1 | Hüte: 232

Erstmal gute Genesung mein Freund... xD

zu dein Kritik. Einfach nur Top geschrieben. Aber wahrscheinlich ist dir aufgefallen, das ich mit JL Film nicht warm werden. Ich war einfach derbe enttäuscht. weil ich mir viele erhoffte und erwartet, nach WW DC in der positiven Sinne geführt haben. Es gibt wirklich gute Momente.. alleine die Szenen wo Superman the Flash genau im Augen behalten hatte... das war goldig ... Gotham Kampf perfekt ins Szenen gesetzt... Superman v liga,.. einer der beste Kampf bisher

nächste Woche schaue ich mir den Film normal an. Ich will verstehen was ich nicht verstehen kann

Ich habe bei JL Fisch erwartet, und man habt mir Salat serviert... ahhhh . wenigsten hätte das hier spaßt gemacht. flaaaash Gooooordon laughing

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MobyDick : : Moviejones-Fan
22.11.2017 21:19 Uhr
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Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.029 | Reviews: 12 | Hüte: 101

Meine Kritik ist jetzt auch online, werde länger wegen dem gebrochenen Arm nicht dabei sein, bis bald

Dünyayi Kurtaran Adam
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