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Justice League vs. Teen Titans

Teen Titans - Rise of Trigon wäre der bessere, ehrlichere Filmname gewesen...

Justice League vs. Teen Titans Kritik

1 Kommentar(e) - 31.07.2016 von Hanjockel79
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Hanjockel79.

Justice League vs. Teen Titans Bewertung: 2/5

Handlung
Die Justice League kämpft gerade mit der Legion of Doom als Batman seinen Sohn Damian Wayne alias der vierte Robin anweist einige unbeteiligte Leute in Sicherheit zu bringen. Von beiden Gruppen werden die Teammitglieder in einzelne Zweikämpfe verwickelt und das Ganze dauert eine Weile bis die Justice League zum Schluß gewinnt. Während der Weather Wizard versucht davon zu laufen heftet sich ein mysteriös lebendig wirkender Schatten an ihn, ergreift von seinem Körper Besitz und redet von dem Ruf Azaraths und der Stunde der Rückkehr. Vor der Stadt über dem Wasser versucht dieser nun eine Art Portal zu öffnen was Damian Wayne jedoch gegen den ausdrücklichen Befehl seines Vaters Batman durch eine Kollision zwischen dem mit Bomben beladenen Batwing und dem Portal verhindert. Als der vom fremden Geist besessene Weather Wizard fliehen will fängt ihn Wonder Woman mit ihrem Wahrheitslasso ein und der Geist verlässt wieder den Körper und entkommt. Batman gibt Damian an allem die Schuld wegen mangelnder Teamwork Fähigkeiten und schickt ihn zu den Teen Titans um dies dort zu lernen...


Vorkommende DC Comics Charaktere während des gesamten Films


Helden
5 Justice League Mitglieder (Batman, Superman, Wonder Woman, Cyborg, Flash), Damian Wayne (Robin Nr.4), Nightwing, 4 Teen Titans (Starfire, Raven, Blue Beetle, Beast Boy) und Terra


Schurken
5 Legion of Doom Mitglieder (Lex Luthor, Solomon Grundy, Cheetah, Toymaster, Weather Wizard) Atomic Skull, Ras al Ghul, Trigon sowie dessen teuflische Söhne Jacob, Jared und Jesse


Meinung zum Film
79 Minuten DC Animation als Filme können manchmal auch ihre Längen haben, selbst wenn sie an DC Charakteren als hoffnungslos überladen erscheinen. Das es auch anders geht beweist der von der Vielzahl her an auftretenden Charakteren vergleichbare DC Animation Meilenstein The Flashpoint Paradox. Dieser hatte eine ähnliche Laufzeit wusste seine Zeit aber wesentlich besser zu nutzen und all seine Charaktere sinnvoll und spannungsgeladen unterzubringen. Genau hier jedoch fangen die Probeme von Justice League vs. Teen Titans schon an.


Der Kampf der Justice League gegen die Legion of Doom zieht sich zu Beginn des Films fast 7 Minuten lang hin ohne das die Zuschauer je erfahren werden wie der Kampf überhaupt zustande kam. Das spart man sich einfach. Hinzu kommt das Charaktere wie Solomon Grundy (eine Art Zombie Hulk) total ins lächerliche gezogen werden indem dieser z.b. von Batman besiegt wird weil er Grundys Blödheit ausnutzt. Bei Cheetah gibt es sogar noch nicht mal eine Stimme die sie sprechen würde, schwach. Daher wirkt schon der Filmanfang irgendwie überflüssig. Auch das Nightwing und Damian Wayne zu den Teen Titans in voller Heldenmontur fahren obwohl sie sich eh in Zivilkleidung kennen und begegnen wirkt unlogisch und unfreiwillig lustig.


Bei den Teen Titans sind der Blue Beetle und Beast Boy ganz interessant. Während sich Beast Boy in jedes beliebige Lebewesen der ihm bekannten Natur verwandeln kann (später z.b. auch in beliebige Dämonen aus der Höllendimension) ist bei Blue Beetle die Wirbelsäule des Jungen Jaime Reyes mit einem außerirdischen Skarabäus verwachsen der ihm Superkräfte verleiht und auch die Kontrolle übernommen kann wenn man ihn zu sehr reizt, was für Damian Wayne als Unsympat vom Dienst ja kein Problem darstellt. Raven ist natürlich die Tochter vom Oberteufel Trigon und dessen Ziel um durch ein Portal in diese Welt zu gelangen und alles zu vernichten.
Großen Unfug hat DC meiner Meinung nach mit Starfire angestellt. Ist sie in den new52 Comics noch eine männer vernaschende leicht bekleidete außerirdische Sexbombe im Kamelhuf Bikini gewesen, so bekommt man jetzt Kindgerecht für eine Altersfreigabe ab 12 Jahren die streng enthaltsame Version von Starfire geliefert die sich auch gleichzeitig als große kluge Schwester für alle anderen aufspielt. Naja, immerhin flirtet sie noch ein bischen mit Nightwing alias Dick Grayson per Videochat, das ist aber auch das höchste der Gefühle.


Überhaupt ist der Film für einen DC Animationsfilm ziemlich unblutig und zu sehr kindgerecht gemacht für meinen Geschmack. Da hatten fast sämtliche Batman Ableger unter DC Animation mehr Brutalität zu bieten. Bezüglich der Längen die der Film aufweist meine ich solche ausgiebigen ätzenden Szenen wie ein Dance Battle zwischen Beast Boy und Damian Wayne auf dem Jahrmarkt. Was soll das? Da kommt man sich als Zuschauer leicht verarscht vor bei solchen Füllerszenen. Erst nach dieser Szene legt der Film endlich an Tempo zu und es dreht sich mehr um die Superhelden Action. Damian Wayne wird durch seine Handlungen im Endkampf in der Hölle auch endlich mal ein bischen sympatischer.


Erwähneswertes unnützes Wissen am Rande^^
Auf den Blu Ray Extras finden sich unter "aus den DC Archiven" noch zwei Themenbezogene Folgen zum Film von Batman - The Brave and the Bold sowie von der Teen Titans Serie. Beide in englisch, nur mit deutschen Untertiten... Genauso wie ein wenig aussagekräftiges Vorschau Video auf den heiß ersehnten The Killing Joke Animationsfilm. Auch nur deutsche Untertitel und sogar mit Übersetzungsfehlern... danke für nichts... Bei den Synchronsprechern gibt es zumindest in der original US Version zwei kleine Highlights zu vermelden. Rosario Dawson spricht Wonder Woman und Jon Berntal spricht Trigon. Was man sich bei Batmans deutscher Stimme wiederum gedacht hat (viel zu tief) bleibt wohl genauso ein Rätsel wie das wo eigentlich das Essen in Cyborg hin verschwindet wenn er doch längst keinen Magen mehr hat. Ja das ist eine kleine Insider Anspielung auf die Filmhandlung.^^


Mein Fazit
Im gesamten Text konnte man es schon erahnen durch das mein meckern überwiegt. Ich hatte mir deutlich mehr versprochen. Für mich ist das sogar von den DC Animationsfilmen an denen die Justice League beteiligt ist der mit Abstand schlechteste und das obwohl noch nicht mal der Blödmann vom Dienst Shazam mitspielt. Dafür dreht es sich viel zu sehr um die Problemchen der Teen Titans so das der Film Titel eigentlich gelogen ist. Zu einem kompletten Kampf Justice League vs. Teen Titans kommt es nie wirklich. Der Cameoauftriit von Terra nach Filmende weißt darauf hin das diese Farce sogar noch fortgesetzt wird. Ich bin ehrlich. Am meisten habe ich mich von dem geilen Design des Steelbooks leiten lassen und hoffte irgendwie auf eine coole Story mit meinen persönlichen Favoriten Blue Beetle und Starfire. Dieser Wunsch bleibt leider nur ein Traum und darum haue ich dem Film gefrustet auch nur 2 von 5 Hüten rein. Nach diesem Film bleibt halt nur ein ausreichendes, dennoch unbefriedigendes DC "Erlebnis" über. Für 16,99 Euro die ich bezahlt habe, nehme ich mir auch selbstverständlich die Frechheit heraus zu sagen was mir am Film nicht passt, denn meckern wäre ja angeblich eh mein Hobby...^^

Ich habe von DC Animation einfach schon wesentlich besseres gesehen. Soll ich mal aufzählen?
The Dark Knight Returns Teil 2, Batman - Under the Red Hood, Batman - Assault on Arkham, The Flashpoint Paradox, Superman Unbound (die letzten beiden bis heute nur in englisch da immer noch nicht in deutsch verfügbar) Dagegen ist dieser Film leider nur ein heißer Furz, aber mit tollem Steelbook Design - Made in Denmark! ;-D

Justice League vs. Teen Titans Bewertung
Bewertung des Films
410
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Hanjockel79
Gamoras Toyboy
Geschlecht | 31.07.2016 | 00:38 Uhr31.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Anbei noch ein Foto von dem wenigstens sehr gelungenen Steelbook Cover der Blu Ray zum Film. Auf der Innenseite sind die Überreste von Ravens Heimatwelt Azarath zu sehen.

Bild zum Beitrag Kritik: Justice League vs. Teen Titans von Hanjockel79