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Knock Knock

Wer ist da?

Knock Knock Kritik

5 Kommentar(e) - 10.01.2017 von CMetzger
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von CMetzger.
Filmkritik

Knock Knock Bewertung: 1/5

Knock Knock, ein Film von Eli Roth, den wir kennen lernen durften durch Filme wie Cabin Fever, 2001 Maniacs, Hostel, The Man with the iron fists, oder eben auch als Darsteller des Donny Donnowitz in Quentin Tarantino´s Inglorious Basterds.

Trailer zu Knock Knock
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Wenn man sich dessen Filmografie etwas näher betrachtet, erkennt man schnell, dass hier Schätze dabei sind und man hier wirklich gute Filme, mit guter Machart und einem hohen Niveau an Brutalität und roter Farbe zu tun hat.

Nun das neue Werk eines Eli Roth. In Zusammenarbeit mit Keanu Reeves, den spätestens seit John Wick wieder alle lieben und gerne auf der Leinwand sehen. Auch die Liste der Filme des Kanadiers ist lang und hier sind nicht nur Hochkaräter dabei.

Die Gegenspielerinnen sind Lorenza Izzo und Ana de Armas. Für mich beides absolute Unbekannte, aber das tut hier nichts zur Sache. Kommen wir zum Film an sich.

Nach Sichtung des Trailers wird das Interesse in derweil geweckt, dass man es hier mit einem spannenden Psychothriller zu tun hat, der viel nackte Haut und Brutalität zeigt... doch, was bekommen wir?

Eine kurze Übersicht über die Handlung zeigt uns, dass hier wirklich nicht viel Hirnschmalz investiert wurde. Reeves spielt einen liebenden Familienvater, der sein Geld als Architekt verdient und seine schöne Frau ist Künstlerin und fertigt Skulpturen. Daddy ist alleine daheim, wird von den Damen überrascht, und irgendwie passieren dann ziemlich komische Dinge...

Da ich hier nicht den Spoileraward 2017 einheimsen möchte, werde ich nicht weiter auf die Handlung eingehen.

Das, was hier erwartet wird, nachdem man den Trailer gesehen hat, war zumindest bei mir etwas ganz anderes, was ich anschließend serviert bekam. Hier haben wir eine ziemlich fade Kost, mit einem Keanu Reeves, dem ich seine weinerliche Weichheit mit der er hier agiert und den Architekten mit DJ-Vergangenheit einfach nicht abkaufe. Szenen, in denen er versucht aggressiv zu sein, und die Damen anschreit sind so dermaßen lächerlich, dass ich denke, man hat es hier mit einem Hobbyschauspieler zu tun und nicht mit einem Auserwählten. Die Story ist konfus, unnötig in die Länge gezogen mit schlecht gemachten Szenen, die einen einfach nicht mitreißen wollen.

Kleine Sache nebenbei, die mir aufgefallen ist. wie oft, verdammt nochmal, haben sich die beiden denn umgezogen?... Bademantel, schwarzes Top, rote Sneaker, schwarze Sneaker...

Und zu guter letzt haben wir noch einen "Besten Freund", oder einen Freund des Hauses, der, wie in so vielen Filmen nicht fehlen darf, da er so dermaßen gut mit den Kids das High Five am Frühstückstisch beherrscht... also nein, ganz ehrlich, diese Rolle war ebenfalls unnötig, blass, flach...

Naja, komme ich zu einem Fazit:
Der Auserwählte hat hier, meiner Meinung nach, leider keine gute Leistung abgeliefert. Gezeigt wird ein schwacher Film, mit wenig Handlung und einer Spannung, die sich ziemlich tief orientiert. Die schauspielerische Leistung ist ebenfalls streng limitiert und zeigt sicherlich nicht das, was wir von Reeves gewohnt sind. Die Damen scheinen nur Beiwerk in Roth´s Umsetzung zu sein. Idee gut, Umsetzung nicht gut. Alles in allem eine schwache Leistung, ich hätte mir hier mehr Blut und mehr Brutalität gewünscht. Aber wenn es schon den Damen gelingt, Reeves mit einer Gabel in Ohnmacht zu pieksen, also ganz ehrlich, dann stimmt hier etwas nicht. Bisschen härter hätte der Film ruhig sein können... ein Austicken von Reeves, mit Schlägen... Rote Farbe... das wäre hier wünschenswert... wo ist Eli Roth´s Brutalität geblieben?... mir wirkt das hier alles zu weichgespült... vielleicht hätte man hierfür seinem Hund zu Nahe kommen müssen, um den Wick in ihm zu wecken...

Ich kann hier nur 1 Hut geben... irgendwie fände ich mehr als unpassend... die Idee ist gut, aber die Umsetzung, der Spannungsbogen, der nahezu flach auf dem Boden liegt, die schauspielrische Leistung, der Schongang, mit dem hier agiert wird... da bleibt nicht viel übrig...



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Knock Knock Bewertung
Bewertung des Films
210
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TamerozChelios
Moviejones-Fan
Geschlecht | 25.03.2017 | 16:02 Uhr25.03.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich hatte auch gedacht, uns wird hier noch ein richitger Splatter erwarten, aber genau deswegen, weil es nicht vorkam, hat der Film mich positiv überrascht.

Im Ganzen fand ich den Film so gut, dass ich mir den auf Bluray besorgt habe. Diese Spielchen von den F****n war extrem und hat auch an meinen Nerven gezogen. Ich habe mir nichts weiter gewünscht, als dass die Abrechnung kommt. Und genau deswegen, weil sie nicht kam, fand ich den Film einfach bombastisch . Ich konnte mich gut in die Rolle von Reeves rein versetzen. Ich habe nämlich ein Motto im Leben: Alles kommt zurück. Und Böses wird mit Bösem bestraft, das ist aus meiner Sicht her Fakt. Deswegen habe ich mir gedacht, was wäre, wenn ich auch mal schwach werden würde in diesem Moment - wie würde es mit meiner Frau ausgehen? Wie könnte ich das erklären? Könnte ich das verheimlichen? - Nach dieser ganzen Aktion ganz bestimmt nicht.

Am Ende hatten wir keine Toten und das fand ich gut gemacht.

Gute Vorbereitung ist 90% Sieg!

CMetzger
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.01.2017 | 11:02 Uhr10.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Klar, warum sollte ich hier auch anders reagieren. Ich habe ja meine Meinung kund getan, und nichts anderes machst du hier ja auch. Deswegen sind wir doch hier, um über Filme zu reden tongue-out

Es freut mich, dass dir der Film gefallen hat. Ich war oft recht genervt, ehrlich gesagt, hab Reeves das alles nicht so abgekauft... er wirkte oft unbeholfen... aber gut, vielleicht ist es genau das, was wohl jeder in seiner Situation wäre...

Aber auf jeden Fall plane ich mal noch eine Zweitsichtung ein. :-)

WiNgZzz
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.01.2017 | 10:52 Uhr10.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 10.01.2017 10:52 Uhr editiert.

Auch schön, das du so offen reagierst. Mein Kommentar sollte ansich auch gar keine Kritik an deiner sein, gut das du es nicht so verstanden hast. Soll ja jeder seine Meinung haben, mir hat der Film eben deutlich besser gefallen als dir.

Und mein "realitätsnah" steht natürlich nicht grundlos in Anführungszeichen, ich denke die wenigsten Menschen werden (glücklicherweise) in der Realität in eine ähnliche Situation geraten wie Reeves Charakter im Film!

Ach komm...

CMetzger
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.01.2017 | 10:40 Uhr10.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Hey, vielen Dank für deinen Kommentar und die sachliche Darstellung tongue-out
Gut, vielleicht war es auch einfach der Name Eli Roth, der hier meine Erwartungen getrübt hat... und gut, die Gabel in der Wunde, ja, du hast Recht, da kann ein Körper durchaus in Ohnmacht fallen... aber mich hat es halt etwas gestört... vielleicht war es eben zu realitätsnah, wie du sagst...

Oh, du kennst Thursday... der ist halt wirklich krass... aber gut, vielleicht gönne ich dem Film irgendwann mal ne Zweitsichtung. Vielleicht war es wirklich die Erwartung, die mir den Film zerstörte... Dennoch, danke für deinen Kommentar hier! cool

WiNgZzz
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.01.2017 | 10:22 Uhr10.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 10.01.2017 10:29 Uhr editiert.

Ich denke, das hier wirklich deine Erwartung an den Film das Problem darstellt (wobei ich diese nach dem Trailer nicht ganz nachvollziehen kann, mehr Brutalität oder gar Splatter hatte ich nämlich überhaupt nicht erwartet und entsprechend das bekommen was ich vermutete).

Große Schnitzer in der darstellerischen Leistung konnte ich ebensowenig ausmachen. Eher ist die Leistung "bodenständiger/realitätsnäher" (zumindest konnte ich Handlungen und Agieren von Reeves Charakter schon doch nachvollziehen (sicher nicht Alles), die beiden Damen sind ja wenig berechenbar) als in Roths bisherigen Werken, weil auch die Geschichte ansich "bodenständiger" ist, als bei Hostel z.B. *

Ich weiß auch nicht ob du schonmal ne Gabel in einer ohnehin schon kaputten Schulter stecken hattest, ich nicht, trotzdem glaube ich das sowas schonmal zu einer Ohnmacht führen könnte!? Auch zur generellen Stimmung des Films und vor allem zur Motivation der beiden "Arschloch-Mädels" hätte mehr Härte mMn überhaupt nicht gepasst!

*EDIT, da ich grad deinen Beitrag im "Zuletzt-gesehen-threat" gesehen habe: Thursday hat zwar eine ähnliche Ausgangssituation, ist mMn deutlich überzogener und "realitätsfremder" als Knock Knock und für mich entsprechend nur schwer zu vergleichen.

Ach komm...