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Kritik zu Lockout

Lockout (2012)

"Lockout" Filmkritik


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- Mit One-Linern auf Rettungsmission, eine Filmkritik von

CIA-Agent Snow (Guy Pearce) ist als Verräter gebrandmarkt. Nachdem er einen Kollegen kaltblütig ermordet haben soll, soll er nun im Hochsicherheitsgefängnis MS-One seiner gerechten Strafe zugeführt werden. MS-One ist kein normales Gefängnis: Es ist ein Hochsicherheitstrakt im All für die gefährlichsten Killer der ganzen Welt und 500 Inhaftierte befinden sich dort derzeit. Während die Verhandlungen gegen Snow laufen, besucht die Präsidententochter Emilie (Maggie Grace) besagten Knast, um mehr über die dortigen Haftbedingungen in Erfahrung zu bringen. Plötzlich kommt es während des Aufenthalts zu einem gravierenden Zwischenfall, bei dem die Gefangenen die Station übernehmen und alle Zivilisten mitsamt Emilie als Geisel nehmen. Jetzt gilt es, schnell zu reagieren, um ein Blutbad zu verhindern und vor allem die Präsidententochter sicher zur Erde zurückzuholen. Und wer ist der beste Mann für diesen Job? Snow! Sein Auftrag ist simpel, rauf zur Station, Tochter des Präsidenten retten und wieder zurück zur Erde. Fast ein Spaziergang, wie er treffend bemerkt. Er willigt also ein, wohl wissend, dass an Bord auch ein Gefangener sitzt, der ihm beim Beweis seiner Unschuld helfen kann...

Als die ersten Meldungen zu Lockout vor einigen Jahren auftauchten, wurde der Film flink als "96 Hours im Weltall" gebrandmarkt. Der Vergleich war passend, auch hier hat Luc Besson seine Finger im Spiel, dazu gibt es konsequente Action und Maggie Grace. Doch das alles sind nur Randnotizen, Nebensächlichkeiten, die von der wahren Qualität des Films ablenken, denn der wahre Grund, warum Lockout angeschaut werden sollte, ist Guy Pearce!

Obwohl Pearce (Memento, L.A. Confidential, Prometheus - Dunkle Zeichen) in der Vergangenheit mehr als einmal sein schauspielerisches Talent unter Beweis gestellt hat, ist ihm bis heute der große Durchbruch im Filmgeschäft nicht vergönnt. Oft beschränken sich seine Talente nur auf Nebenrollen, welch vergeudetes Potential, das in Lockout endlich mal wieder abgerufen wird. Wäre Pearce nicht dabei, es wäre bestenfalls ein mittelmäßiger Actionfilm herausgekommen. Der Darsteller spielt Snow mit einer derartig frechen und unkorrekten Art, dass man als Actionfan die ganze Zeit fast nur grinst und jubeln möchte. Heraus kommt ein Actionheld, der wie eine Kreuzung zwischen John McClane und Jack Sparrow anmutet und in jeder nur erdenklichen Situation wie in den goldenen 80ern mit One-Linern um sich wirft. Diese einmalige Qualität von Lockout wussten bereits die Trailer gekonnt einzufangen, auch wenn dabei eine Vielzahl von Höhepunkten bereits im Vorfeld verraten wurde.

Das Regieduo James Mather und Stephen St. Leger hat wohl wissentlich den Fokus fast nur auf Snow gerichtet und sorgt mit einem extrem hohen Schnitttempo und ebenso hoher Actionfrequenz dafür, dass der Zuschauer fast keine Gelegenheit hat, über etwas anderes nachzudenken. Das ist auch gut so, denn abseits der Grundidee ist Lockout storymäßig ziemlich flach. Die Verschwörung, die Snow versucht aufzudecken, wird kaum intensiv beleuchtet und ist nur Mittel zum Zweck. Die Wendungen sind für den Zuschauer dabei oft nur schwer begreiflich, Hauptsache die Handlung wird irgend vorwärts gebracht. Für Tiefe bleibt da wenig Zeit. Die hätte auch den Trickeffekten ganz gut getan, denn ob Verfolgungsjagden auf der Erde oder Feuergefechte im All, zeitgemäß sind diese nur in den seltensten Fällen. Hier dürfte das knappe Budget von 30 Mio. $ der Grund sein, auch ein Zeichen für den Retrotrip im All: Zwar spielt Lockout 2076, die Technik und Inneneinrichtung scheinen jedoch in der Gegenwart stehen geblieben zu sein.

Trotz dieser Defizite weiß das Gesamtpaket zu gefallen und mit Snow ist sogar wieder ein Actionheld geboren, der es verdient, dass wir uns an ihn erinnern. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht sein letzter Auftritt ist. Die Chancen stehen auf jeden Fall gut, dass Lockout ein finanzieller Erfolg wird und damit den Grundstein für Fortsetzungen legt. Sicherheitshalber haben die Regisseure hier bereits die nötigen Weichen gestellt und Spielraum für einen weiteren Teil geschaffen.

Lockout ist perfekte Actionkost, um das Hirn in den Leerlaufmodus zu schalten. Ein Film, der Spaß bereiten will und Spaß macht, ergo Popcornkino vom Feinsten mit einem grandiosen Guy Pearce. 4 von 5 Hüten.

(AS)

Bewertung
4 Hüte4 Hüte4 Hüte4 Hüte4 Punkt(e)

Trailer zu Lockout

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Seite 1
Umleitung | Moviejones-Fan | 08.05.2012 | 14:52 Uhr Kontakt
Habe den Streifen schon gesehen und von mir bekommt er höchstens 1 1/2 Hüte! Dier ersten Minuten sind die besten, alles was danach kommt ist einfach nur albern und Nervtötend!

Mitglied seit: 10/2011 | Posts: 395 | Kritiken: 2 | Punkte: 1.623 | Hüte: 8


ComicFan88 | Moviejones-Fan | 07.05.2012 | 16:42 Uhr Kontakt
Hmm 4 Hüte finde ich dennoch etwas viel. Die Trailer haben mich nicht wirklich überzeugt und was ich so von anderen gehört habe, war nicht gerade positiv. Auch andere Kritiken sind eher bescheidener ausgefallen. Für mich def. kein Besuch.

Mitglied seit: 12/2011 | Posts: 1.640 | Kritiken: 0 | Punkte: 5.895 | Hüte: 4


cayman2300 | Rocker | 30.03.2012 | 17:58 Uhr Kontakt
@Spiegelbild

Mit nem "kleinen Budget" stecken die Leute oft mehr Herzblut in die Arbeit als bei nem Film mit großem Budget (aktuell "Zorn der Titanen"), wo die Leute meinen alleine durch Spezialeffekte überzeugen zu können.

Da stimme ich dir zu. Filme mit einem kleinem Budegt müssen eben inhaltlich überzeugen können und nicht nur eben eine Effekt-Orgie bieten um im Geschäft zu bleiben.
Ich schau ihn mir an, weil ich die SIFI.Thematik mag und er eben etwas mehr Stil hat ,als so manch aktueller "Blockbuster"

Mitglied seit: 05/2011 | Posts: 1.479 | Kritiken: 49 | Punkte: 15.620 | Hüte: 10


Spiegelbild | Moviejones-Fan | 30.03.2012 | 17:17 Uhr Kontakt
@patertom

Es gibt sicher Mittel und Wege an das Geld zu kommen. Ist aber sicher der unkompliziertere und einfachere Weg es als verloren anzusehen;)


Irgendwie hab ich jetzt richtig Lust auf den Film bekommen. Mit nem "kleinen Budget" stecken die Leute oft mehr Herzblut in die Arbeit als bei nem Film mit großem Budget (aktuell "Zorn der Titanen"), wo die Leute meinen alleine durch Spezialeffekte überzeugen zu können.
Wie dem auch sei, wahrscheinlich wird der im Kino gesehen:)

 

Dieser Beitrag wurde am 30.03.2012 17:19 Uhr editiert.

Mitglied seit: 01/2012 | Posts: 565 | Kritiken: 4 | Punkte: 2.068 | Hüte: 11


patertom | Fieser Fatalist | 29.03.2012 | 22:45 Uhr Kontakt
da ich leider aus geldtechnischen gründen in diesem hammer-wahnsinns-supertollem kinojahr nicht jeden film besuchen kann, fällt der hier wohl leider weg. dafür kann ich mich aber auf jeden fall auf einen super dvd- abend freuen.
Muss nur nach einer neuen quelle suchen.
der dvd verleih in der nähe hat ohne ankündigung zugemacht. vor ein paar eochen hab ich da noch 20€ auf mein konto gezahlt. das geld ist jetzt einfach weg. sehr ärgerlich, da ich als schüler sowieso kaum geld hab :-(

Mitglied seit: 01/2010 | Posts: 4.398 | Kritiken: 95 | Punkte: 27.708 | Hüte: 23


Thor17 | Donnergott | 29.03.2012 | 21:10 Uhr Kontakt
Ok den werde ich mir dann wohl doch auch im Kino ansehen müssen und nicht nur auf Blu Ray bzw. DVD.

Mitglied seit: 11/2011 | Posts: 1.387 | Kritiken: 1 | Punkte: 3.361 | Hüte: 5


DarkSonKratos | Moviejones-Fan | 29.03.2012 | 17:54 Uhr Kontakt
4 Hüte? Dann wird er ohne wenn und aber gekuckt, 1. wegen der Wertung und 2. für Guy Pearce! Mehr braucht man da nicht mehr zu sagen.^^

Mitglied seit: 02/2012 | Posts: 172 | Kritiken: 1 | Punkte: 889 | Hüte: 1


Ewan | Dämonenfeind | 29.03.2012 | 16:42 Uhr Kontakt
Nur dumm, dass Guy Pearce der unsympatischte Kerl in Hollywood ist (pers. Meinung). Der Film interessiert mich aber und wenn die schauspielerische Leistung top ist - wird der auf BR mal geschaut...

4/5 Hüten obwohl die Story und die Effekte flach sind, finde ich wiederum wunderlich...

Mitglied seit: 12/2009 | Posts: 796 | Kritiken: 0 | Punkte: 2.474 | Hüte: 6


MarieTrin | Bournes Erbe | 29.03.2012 | 10:05 Uhr Kontakt
Eine gute Kritik für einen Film, den ich eindeutig schwächer als 4 Punkte eingeordnet hätte. Aber andererseits waren die veröffentlichten zehn Minuten des Films schon wirklich gut und teilweise echt amüsant. Bisher ist mir Guy Pearce noch gar nicht so aufgefallen. Kommt an dem gleichen Termin nicht auch Dark Shadows raus? In den wollte ich eigentlich auf jeden Fall... mal schauen, ob es was mit Lookout wird (sowohl bei mir als auch im Box-office).

Mitglied seit: 09/2011 | Posts: 852 | Kritiken: 9 | Punkte: 18.544 | Hüte: 11


cayman2300 | Rocker | 29.03.2012 | 07:14 Uhr Kontakt
Juhuu!
Auf den Film hab ich mich bereist lange gefreut :D
Die Trailer waren Klasse, schon allein wegen dem Witz. Da ich sowieso SIFI-Fan bin werde ich mir den Film totsicher anschauen, da kann ich eine schwache Story verkraften, solang die Lachmuskeln dafür ordentlich strapaziert werden xD

Langsam könnte es knapp mit Geld werden, so viele gute Filme dieses Jahr...

PS: GUY PEARCE!

Mitglied seit: 05/2011 | Posts: 1.479 | Kritiken: 49 | Punkte: 15.620 | Hüte: 10


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Kinostart: 10.05.2012

Regie:
James Mather, Stephen St. Leger

Genre:
Action, Science Fiction


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