Pirates of the Caribbean - Salazars Rache

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Fluch der Karibik 5 - Why is the fun gone?

Pirates of the Caribbean 5 - Salazars Rache Kritik

Pirates of the Caribbean 5 - Salazars Rache Kritik
3 Kommentare - 29.05.2017 von stinson
In dieser Userkritik verrät euch stinson wie gut Pirates of the Caribbean - Salazars Rache wirklich ist.
Pirates of the Caribbean 5 - Salazars Rache

Bewertung: 3 / 5

Nicht erschrecken. So schlimm wie mein Review-Titel es aussehen lässt ist der Film nicht, allerdings konnte ich dem naheliegenden Wortspiel nicht widerstehen. Da die Original-Trilogie ein echtes Herzthema für mich ist, komme ich also nicht umhin, eine Kritik zum neuen Piratenabenteuer zu hinterlassen.

Trailer zu Pirates of the Caribbean 5 - Salazars Rache

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Im fünften Leinwandabenteuer bekommt es unser allzeit betrunkener Captain Jack mit dem alten Rivalen Captain Salazar zu tun. Der Geister-Kapitäten mit unbändigem Piratenhass wurde einst vom jungen Jack in einen Hinterhalt gelockt, der ihn verflucht und gefangen zurück ließ. Durch einen Fehler Jacks wird dieser Fluch gebrochen und Salazar kann wieder die Weltmeere unsicher machen, nach Rache sinnend und mit unbändigem Hass auf Sparrow. Wie genau Jacks Handlungen den Fluch brechen wird leider nicht genauer oder zumindest genug erläutert, ist am Ende allerdings auch irgendwie egal.

Zugetragen bekommt Jack die Information über Salazar Rückkehr von niemand geringerem als Henry Turner. Ja Turner, denn der junge Bursche sieht nicht nur zufällig so aus wie ein Verschnitt von Will aus den Original-Teilen, sondern ist tatsächlich sein Sohn. Henry träumt seitdem er ein kleiner Junge ist davon, den Bann um die Flying Dutchman und seinen verschollenen Vater zu brechen. Mit etwa 20 Jahren bekommt er endlich die Chance dazu, dank der Hilfe von Jack Sparrow und der schönen Carina Smyth. Carina ist Astronomin, wird der Hexerei bezichtigt und flüchtet vor dem Galgen.

Gemeinsam gehen die drei auf die Suche nach dem McGuffin, ähm Verzeihung, dem Dreizack des Poseidon, der ihnen allen drei helfen soll. Dieser kann alle Flüche brechen und soll somit Jacks Leben retten, Wills Seele von der Dutchman befreien und Carina zu ihrem verschollenen Vater führen. Ihre Wege kreuzen sich wieder einmal mit denen von Jacks ewigem Rivalen/Kumpanen Barbossa, der ebenfalls nach dem Dreizack und dessen Macht giert.

Hat der Film seine gefühlte halbe Stunde an Exposition erst einmal abgespielt, ist die Filmreihe wieder in alten Fahrwassern voller Seeschlachten, Geistern und viel Rum. Dennoch fühlt sich die Handlung zusammengeflickt, holprig und häufig auch sehr unlogisch an. Details sollen aus Spoilergründen erspart bleiben, allerdings muss man sich bis zum Ende fragen, wie viele Zufälle eigentlich noch zusammenkommen sollen, damit die Figuren auch von A nach B gelangen.

Die Figuren überzeugen allerdings, vor allem die neuen Charaktere, Carina, Henry und Salazar, können glänzen, was alleine schon reicht um den Teil meilenweit über das Niveau des 4. zu heben. Enttäuschend ist ein wenig, das man aus dem 4. aber nicht gelernt hat, wie man richtig mit der Figur des Jack Sparrow umgeht, denn der in Teil 1–3 als schusseliger, aber dennoch gewiefter und spitzzüngiger Schurke charakterisierte Pirat, der trotz seines ausgeprägtem Alkoholkonsums und seinem losen Mundwerk immer irgendwie doch die Strippen in der Hand hielt, ist mit Teil 4 und 5 nur noch ein Schatten seiner selbst: Ein betrunkener Trottel der von einem Schlamassel in den nächsten stolpert und keinen Fettnapf auslässt. Parallelen zu Depps Karriere kann jeder selbst ziehen wie er möchte (;))

Immerhin darf die Handlung diesmal auch von den anderen beiden Hauptfiguren getragen werden, was zwischenzeitlich auch so etwas wie den Charme der ersten Teile aufblitzen lässt. Obwohl diese funktionieren wirkt aber gerade die um sie herum aufkeimende frische Liebe sehr aufgesetzt, diese hätte man sich sparen können und sich vielleicht etwas mehr auf den Subplot um Carinas verschollenen Vater kümmern sollen, was einer anderen Überraschung auch mehr Gewicht gegeben hätte. Die Leinwandmagie von Will und Elizabeth können sie jedenfalls nicht entfalten. In der Endszene, in der Will und Elizabeth endlich wieder vereint sein können, wird dies leider auch dem letzten Zuschauer schmerzlich gewahr.

Anzusehen ist der Film wunderbar, die Effekte sind wunderschön und lassen die sieben Weltmeere in neuem Glanz erstrahlen. Die Musik ist zweckmäßig, aber man erwartet die alten Themen vielleicht doch etwas zu häufig, was zu Enttäuschung führen kann. Auch die Gags sitzen wieder an den richtigen Stellen. Die Action ist allsweilen sehr überdreht, was aber schon seit dem Duell im Mühlrad im zweiten Teil ein wenig zum Markenzeichen der Reihe geworden ist.

Der Film im gesamten ist also keinesfalls ein Ausfall wie der vierte, allerdings muss man sich wohl leider davon verabschieden jemals wieder an alte Zeiten anknüpfen zu können. Wo die ersten Teile noch eine Verneigung vor den alten Piratenklassikern, mit eigenem Pathos und spitzbübischem Spaß, waren, ist mittlerweile High-Fantasy-Seemannsgarn aus dem Franchise geworden. Das macht Spaß, ist aber ebenso schnell wieder vergessen. Meine Wertung ist etwas ernüchtert, hatte ich mir doch vor allem von Orlando Blooms Rückkehr mehr erhofft, aber dennoch nicht gänzlich negativ. Ein weiterer Teil darf gerne kommen, aber dann bitte nur mit vernünftiger Geschichte und nicht als neues Jack Sparrow Slapstick Vehikel.

Zum Ende sei noch gesagt, dass es mich ein wenig traurig stimmt, dass der Fluch um Will doch noch gebrochen wird. Gerade das melodramatische Ende der Original-Trilogie machte sie für mich zu etwas besonderem, in dem man kein klassisches Happy End verbaute. Aber seis drum.

Pirates of the Caribbean 5 - Salazars Rache Bewertung
Bewertung des Films
610
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3 Kommentare
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stinson : : Moviejones-Fan
01.06.2017 11:07 Uhr
0
Dabei seit: 20.08.11 | Posts: 1.431 | Reviews: 2 | Hüte: 70

@ChrisGenieNolan

Nee ich bin mit 6/10 ganz zufrieden. 7/10 kriegt bei mir der dritte Teil. Der zweite 8/10 und der Erste glatte 10/10. Der vierte vielleicht 3 oder 4/10.

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
29.05.2017 12:23 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 11.163 | Reviews: 1 | Hüte: 232

Bruckheimer und Depp haben irgendwie nie verstanden dass das eigentliche Herz der Reihe Will und Elizabeth sind.

Bin voll deiner meinung. Es hat irgendwie gut getan, die alte figuren wieder zusehen und auf offenen ende zu einen begeiserung geführt hat. Ich Hoffe das Disney v Bruckheimer, daran arbeiten, was das ende versprachen hat.. laughing Sonst ein guter kritik Bursche *fg*laughing .. aber 3 1/2 hütte hätte der film schon verdienen oder ?

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
29.05.2017 11:29 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 4.371 | Reviews: 16 | Hüte: 231

Eigentlich kann ich deine Kritik genau so unterschreiben und hatte die gleichen Probleme zu bemängeln. Sehr schöne Kritik und erspart mir eigentlich die Arbeit^^

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