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Resident Evil

Frauenpower gegen Zombies

Resident Evil Kritik

0 Kommentar(e) - 05.09.2016 von hannohackmann
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von hannohackmann.

Resident Evil Bewertung: 3.5/5

In dem geheimen unterirdischen Forschungslabor „Hive“ der Umbrella-Corporation wird ein Virus freigesetzt, der die Angestellten zu Zombies mutieren läßt. Eine Rettungsmannschaft soll in den „Hive“ eindringen und klären, was dort vorgefallen ist.

Die Verfilmung von Paul W.S. Anderson punktet durch eine düstere Atmosphäre, reichlich Action und, für das zur Verfügung stehende Budget, gute Special-Effects (CGI). Sicherlich ist nicht alles neu, was der Film bietet, aber dies gleicht der Film durch Optik, ein paar gute Einfälle und vor allem Milla Jovovich aus. Die Rolle der toughen Kämpferin Alice wurde ihr hier von ihrem Ehemann Anderson direkt auf Sie zugeschnitten. Jovovich ist nicht unbedingt eine Charakterschauspielerin, aber die Rolle der Alice verlangt auch mehr körperlichen Einsatz und diesen bewältigt die Schauspielerin mit Bravour. In weiteren Rollen stehen Jovovich Michelle Rodriguez (Rain), James Purefoy (Spence) und Eric Mabius (Matt) zur Seite. Die Rolle, die Rodriguez als Mitglied der Rettungsmannschaft spielt, erinnert sehr stark an ihre Darstellung in „The Fast & The Furious“. In beiden Rollen ist Sie die harte Kämpferin mit zynischen Sprüchen. James Purefoy ist der Verräter in dem Team und wird hier von seiner Rolle nicht sehr gefordert. Hierdurch wirkt er blass in dem Film und gerät sehr schnell in Vergessenheit ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ihm gegenüber spielt Eric Mabius seine Rolle als Maulwurf mit genug Hingabe, um ihm die Emotionen abzunehmen.

Die musikalische Untermalung des Films durch Marco Beltrami paßt sehr gut zu der Stimmung, die der Film hervorrufen soll, und ist in den jeweiligen Situationen spannungssteigernd, düster oder treibend. Die hauptsächlich elektronischen Musik lehnt sich sehr gut daran an, daß es sich hier um die Verfilmung eines Computerspiels handelt und damit die dortige musikalische Untermalung wiedergibt.

Man muß die Computerspiele nicht kennen, wie es bei mir der Fall ist, um sich in dem Film zurecht zu finden. Schnell ist klar, wohin die Story läuft und was man zu erwarten hat. Die gut gemachte Action und die auf Jovovich zugeschnittene Rolle der Alice machen den Film interessant für alle Fans von Actionfilmen. Auch wenn hier Zombies im Vordergrund stehen, so ist doch der Actionanteil das maßgeblichere an dem Film, während der Horror nicht zu stark in den Vordergrund gedrängt wird sondern eher Mittel zum Zweck ist.

Fazit: Wer auf gut gemachte Actionfilme mit toughen Frauen als Heldinnen steht, nicht jeden CGI-Effekt auf Pixelgröße runterbricht sondern die Idee dahinter genießt, gut gemachte und gefilmte Action mag und vor allem Milla Jovovich in SF-Filmen gut findet, der sollte einen Blick riskieren und sich „Resident Evil“ anschauen. Mit Sicherheit nicht der beste Action- oder Zombiefilm aller Zeiten, aber definitiv aus der z.T. miesen Masse der Filme herausstechend. Von mir gibt es hier 3,5 von 5 Sternen.

Resident Evil Bewertung
Bewertung des Films
710
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