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Spider-Man - Homecoming

Spider-Man ist endlich wieder Zuhause

Spider-Man - Homecoming Kritik

5 Kommentar(e) - 28.07.2017 von Duck-Anch-Amun
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Duck-Anch-Amun.
Filmkritik

Spider-Man - Homecoming Bewertung: 4/5

Spider-Man: Homecoming – das „Homecoming“ ist dabei mehr als symbolisch zu verstehen, denn die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ist endlich zuhause im MCU und dies in frischer Art und Weise. Eine Kritik eines Spider-Man Fans:

Trailer zu Spider-Man - Homecoming
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Ausgangslage
Spider-Man ist wieder da und was wurde in den letzten 15 Jahre nicht alles mit der Figur angestellt. Sam Raimi brachte Spider-Man damals mit Erfolg ins Kino und machte Comicverfilmungen erst zum Mainstream und populär – ein Boom entstand. Doch bereits das Ende seiner Trilogie war mit Problemen behaftet, ein Teil 4 sollte nie erscheinen. Deshalb rebootete Sony, welches vor Jahren an die Rechte von Marvel gelang nur 5 Jahre später die Reihe: „The Amazing Spider-Man“ sollte mit der X-Men und vor allem MCU-Konkurrenz mithalten. Das Reboot war zurecht mit Skepsis aufgenommen worden, zeigte wiederum die bekannte Story, konnte aber durch gewisse Änderungen dennoch punkten. Doch schon 2 Jahre später war 2014 wieder alles vorbei. Auch wenn vieles anders war und besonders die Chemie zwischen Emma Stone und Andrew Garfield stimmte, so hatte sich das Publikum, welches mit Tobey Maguire aufwuchs, nie an den Schönling gewöhnen können. Spätestens mit Teil 2 kopierte man sogar die Fehler des ehemaligen Spider-Man 3 – Sony stampfte aufgrund zu hoher Erwartungen ein gesamtes Filmuniversum ein.
Sony lag vor den Trümmern und Kevin Feige nutzte die Chance: er wollte den bekanntesten Superhelden Marvels zurückholen, zurück nach Hause. Eine nie dagewesene Kooperation zwischen 2 Studios begann und schon 2 Jahre später war Spidey 2016 in „Captain America: Civil“ war endlich mit den Avengers vereint. Auch wenn sein Part erzwungen wirkte und keinen Mehrwert brachte, der junge Tom Holland machte neugierig und nun erschien endlich Spider-Mans Solofilm im MCU.


Sehen wir es nüchtern, so hatte dieser Film von Anfang an eigentlich keine echte Chance. Zu sehr war der Charakter durch zu viele unterschiedliche Interpretationen in Mitleidenschaft geraten. Zu prägend war Tobey Maguire als Spider-Man gewesen. Denn TASM war nicht schlecht, hatte von Anfang an jedoch nur wenig Zustimmung. Auch wenn Raimis Filme deutliche Macken haben und manche Szenen heute in der modernen CGI-Welt nicht mehr mithalten können, so ist vor allem Teil 2 und der Kampf gegen Doctor Octopus wahrscheinlich einer der besten Comicverfilmungen aller Zeiten. Mit der Kooperation gingen Marvel und Sony ein deutliches Risiko: es könnte das endgültige Ende für die Figur bedeuten. Die Krux bestand darin nicht die Fehler von TASM zu machen und die OT nicht zu kopieren, andererseits musste man sich stärker an den Comics orientieren. Ikonische Schurken konnten nicht genutzt werden wegen der Ähnlichkeit, beliebte Charaktere mussten ignoriert werden. Marvel hatte gewisse Wünsche und Sony komplett andere. Der Film sollte endlich im MCU spielen und musste sich trotzdem nach Spidey anfühlen – ein Wirrwar, welches man am Ende deutlich souverän löste indem man sich das herauspickte, was noch nicht da war und was bisher sträflichst ignoriert wurde.

Handlung
Der Angriff auf NY hat die Welt des MCU komplett verändert – als die Chitauri angriffen wurde nicht nur die Welt der Avengers, Shield-Agenten und Defenders komplett auf den Kopf gestellt – auch der kleine Mann war betroffen. Nachdem der Bauherr Adrien Toomes wegen Tony Stark und seiner Damage Control einen wichtigen Auftrag verliert, macht er sich daran sich und seine Crew an diese neue Welt voller Aliens, Künstlicher Intelligenz und fliegender Götter anzupassen.
Währenddessen kämpft Peter Parker, Schüler an einer technologischen Highschool mit Problemen, die kein Kind verstehen würde. Vor Monaten kämpfte er an der Seite der Avengers im „Civil War“ und durfte endlich zeigen was in ihm steckt. Doch mittlerweile wird er von seinem Vorbild Tony Stark ignoriert und zwischen Schulstress versucht er dazuzugehören: zur coolsten Clique der Welt. Als er Adren Toomes und seiner Crew auf die Spur kommt sieht er die Chance sich und damit Iron Man zu beweisen, dass er es verdient hat ein Avenger zu sein. Doch kann man als 15-jähriger schon ein echter weltrettender Held sein?

Setting
Die erste Änderung die man vornahm war das Setting. Zwar war Peter Parker sowohl in Raimis Teil 1 als auch in TASM 1 in der Higschool zugegen, nach einem Teenager-Film welcher in der Schule spielt haben sich die Filme jedoch nie. Zu schnell waren Klassenzimmerszenen in den Hintergrund geraten um Spider-Man zwischen Wolkenkratzer schwingen zu sehen, zu wenig Interaktion gab es (außer mit dem Love Interest und dem Rowdy) mit anderen Schülern oder Lehrern. Maguires Spider-Man verlagerte das Setting schnell auf die Origin, Garfields Parker wirkte als potentieller Mädchenschwarm deplatziert, auch hier ging man schnell auf die Origin und das Setting Oscorp hin. Im neusten Film versucht man einen anderen Ansatz und dies sieht man schon am Cast. Die Highschool bleibt der Hauptspielplatz – doch damit ist nicht unbedingt das reine Klassenzimmer gemeint. Nein dieser Peter führt (außer Spider-Man) ein Leben wie jeder Teenager. Er hat Schule, er hat einen Schulklub, er bastelt mit seinem ebenfalls nerdigen Freund an coolen Dingen, die Schule unternimmt Ausflüge und Peter geht auf eine US-Teenager-Party. Er bastelt nicht mehr Zuhause (wie war dies überhaupt möglich) an Anzügen und Techniken, sondern eben während dem Unterricht im Chemiekurs. Auf den ersten Blick mag der Anteil an Highschool gering sein, verbindet man jedoch alle Elemente die indirekt mit der Schule zu tun haben, so wirkt dieses Seting neu, frisch und nicht wie eine Kopie. Dazu verhilft auch der Beginn des Films, welcher nochmal in die Zeit des ersten Avengers hineintaucht um dann in großartiger und in diesem Genre noch nie dagewesene Rückblende die bisherigen Ereignisse des Charakters aufgreift. Zu diesem Setting gehören eben mal Cliquen, Youtube oder Selfies und auch der Wohnort von Spidey selbst.
Denn wenn Peter Parker zu Spider-Man wird, gibt es ebenfalls eine Neuerung. Der Film spielt dort wo Peters Umfeld ist: sein zuhause bei Tante May, seine Schule, seine Freunde – in Queens. Dieser Spider-Man schwingt sich noch nicht durch Manhatten von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer wie schon 5 Mal gesehen – nein neben dem Charme der von Queens selbst ausgeht muss dieser Spidey auch mal durch Vorgärten rennen. Dies ist gewöhnungsbedürftig, ist aber auch logisch für jeden, der mal in New York war, denn die Entfernungen sind alles andere als ein Katzensprung. Das Setting wird natürlich unterstützt durch die Charaktere

Charaktere
An erster Stelle steht dann natürlich Spider-Man aka Peter Parker, gespielt von Tom Holland. Dieser macht dies mit einer Leichtigkeit, dass es eine pure Freude ist und man merkt oftmals, dass der Schüler Peter fast schon eine andere Person als der Held Spider-Man ist. John Watts brachte es fertig den Aspekt umzusetzen, den ich am meisten mag: Peter Parker, einfacher Schüler der doch eigentlich so viel mehr ist und deshalb immer zwischen 2 Leben entscheiden muss. Dass das eine Leben durch das Zusammenspiel mit den Avengers aufregender als in den bisherigen Filmen ist, ist klar. Das Parker-Leben wird dann erschwert durch die Gefühle für Liz, denn von Liebe kann man hier noch nicht reden. Schön ist auch die schon aus „Civil War“ bekannte Leichtigkeit, die vom Charakter ausgeht – immer flotte Sprüche auf Lager, selbstbewusst und doch unerfahren und voller Sehnsucht nach mehr. Ein Parker, der die Schule aufgeben will, da er einfach nicht dort hineinpasst ist einfach überragend umgesetzt. Es hilft deutlich, dass mit Tom Holland (immerhin selbst 21) ein junger Schauspieler einen 15-jährigen mimt, während vorher fast 30-jährige Highschool-Absolventen spielten. Hier könnte man noch über die Action reden, allerdings war TASM hier schon eine Verbesserung gegenüber Raimi, was Schnelligkeit, Agilität und Fähigkeiten betrifft. Hollands Tanz- und Akrobatiktalent kam ihm sicher zu gute, denn mittlerweile wirkt es so, als wäre Spider-Man „echt“ und nicht mehr nur eine Puppe.
Ihm zur Seite steht Ned, ein großartiger Nerd, der natürlich der Sidekick ist, womit der Film aber überragend umgeht. War der frühere Peter sonst unerklärlicherweise ein Loser, so hat dieser Peter einen guten Freund und Kameraden und somit auch eine Clique. Die besteht natürlich aus Liz Allan, dem Loveinterest. Wobei Liebe einfach nicht richtig ist und es sich einfach um Schwärmerei handelt. Als absolute Ballkönigin ist sie wegen ihren schulischen Aktivitäten ein Einzelgänger und lebt kein wirkliches Leben außerhalb des Settings – deshalb wirkt die Romanze auch nicht übertrieben und deshalb versteht Liz Peter wohl am besten. Dies könnte auch auf Michelle zutreffen, welche den typischen bockigen Teenager mimt. Dabei ist die Rolle eigentlich kein Geheimnis und es ist unerklärlich, weshalb Marvel ne Art „Abrahms oder James Bond-Geheimnis“ draus machte. Sie wird in Zukunft noch ne Rolle spielen, wobei man hier weit von der Vorlage entfernt ist. Dies trifft auch auf Flash zu, an den man sich gewöhnen muss. Aber gibt es heutzutage überhaupt noch Rowdies, zudem an einer Schule mit durchgängig hochbegabten? Ist es in Zeiten von Social Media nicht so, dass gerade eher solche Möchtegern-Typen großen Einfluss haben? Anders ist auch Tante May, wobei hier wohl die meisten negativen Stimmen aufkommen könnten. Denn diese May ist keine gebrechliche alte Dame, sondern ne heiße Tante. Klar musste man nicht so mit Marisa Tomeis Sexappel spielen, indirekt wird sich aber auch über die vorherigen Umsetzungen lustig gemacht. Ich selbst bin 27 Jahre alt und meine jüngste Tante ist Mitte 40 – ich denke dies dürfte die Regel sein. Das Alter passt also, genau wie die Größe der Rolle. Denn wir dürfen nicht vergessen: die Ereignisse um Ben Parker liegen wenigstens 8 Monate zurück – die Gespräche welche die Vorgänger so stark machte gab es in diesem Universum schon. Die Beziehung zwischen Peter und May ist hier bereits anders, da die komplette Origin und Wandlung schon hinter den Charakteren liegt. Deshalb glänzt May eben an anderen Stellen, z.B wenn sie einem 15-jährigen das Tanzen oder das korrekte Outfit näherbringt. Auch wenn sie im Hintergrund bleibt ist es für mich persönlich auch mal gut, dass die Dame diesmal nicht bei jedem Einkauf Opfer eines Superschurken wird.
Kommen wir zum Schurken, Adrian Toomes und hier wurde ich wirklich beeindruckt. Wenn es eine Schwäche im MCU gibt, dann ganz klar die Schurken. In Zusammenarbeit mit Sony hat man hier aber einen Charakter erschaffen mit Ecken und Kanten, den man verstehen kann. In typischer Spider-Tradition kann man die Beweggründe und Motivationen klar verstehen. Michael Keaton spielt Toomes dabei mehr als genial, so dass hier mit Sicherheit einer der besten MCU-Schurken die Bühne betritt. Dies liegt natürlich am Schauspieler, liegt aber auch am Drehbuch, welches durch ne Wendung für mich zum unerwarteten Schocker wurde. Zudem schaffte man es, Vulture, für mich einer der langweiligsten und uninteressantesten Spidey-Gegner, aufregend, bedrohlich und genial darzustellen. Leider bleiben die anderen Schurken blasser und dienen nur als Mittel zum Zweck. Aber auch hier wurde bereits versucht das MCU auszubauen.
Kommen wir noch zu Tony Stark und Iron Man. Was wurde im Vorfeld noch gelästert und gemeckert und wie überraschend ist es, dass der Film sich zu keiner Sekunde wie Iron man 4 anfühlt. Tony kommt vor, wenn das Drehbuch ihn brauch, das ist klar. Aber er stiehlt Spidey nie die Show, er hält sich zurück und bedient eher eine neue Rolle. Spidey soll es besser machen wie Tony und das MCU hat gezeigt, dass dies eigentlich leicht ist – trotzdem muss Peter noch viel lernen: an sich und seine Stärken zu glauben. Auch wenn Tony damit die Onkel Ben-Rolle übernimmt, so sind es starke Charaktermomente, die davon profitieren, dass wir alles über Tony und sein Leben wissen. Zwar wurden diese Szenen schon in den Trailern verbraten – für die Weiterentwicklung Spideys und Peters ist Tony aber genauso wichtig wie es ein Ben wohl 8 Monate zuvor war.

Das MCU
Die klare Stärke und die größte Abgrenzung zu den bisherigen Spidey-Filmen ist ganz klar das MCU. Wer erinnert sich nicht noch gerne an die Fantheorien wie man Garfield ins MCU einbinden könnte? Wer sah nicht die fanmade Videos, wo Spidey zwischen den Avengers steht? Und wer erinnert sich nicht an die heulenden Maguire Memes? Nun ist Spider-Man endlich zuhause und die Macher tobten sich aus. Ich könnte Seiten füllen mit Easter Eggs, am besten ist aber, ich komme wieder auf das Setting zurück: wäre es nicht in unserem Leben auch so, dass Mädchen für Thor schwärmen würden? Wäre es nicht bei uns auch so, wenn Steve Rodgers Moralpredigen an der Schule halten würde? Würden bei uns nicht auch die Sokovia-Akkorde ein Thema an der Schule sein? Die Macher nutzen fast alle bisherigen MCU-Filme und schmissen eine Anspielung an die nächste raus, ohne dass es übertrieben und aufgesetzt wirkte. Am schönsten ist dabei aber wieder Peters Zerrissenheit zwischen Liz und den Avengers: denn wer wäre nicht gerne Mitglied in dieser Clique, einer Clique die deutlich cooler als ein mathematischer Klub ist. Gewöhnungsbedürftig ist und bleibt dabei nur Spider-Mans Anzug: eine KI als Ansprechpartner wird wohl nicht jedem gefallen, ist aber ein Kompromiss. Denn so gesehen ist es selbst in der Vorlage seltsam, dass trotz allem IQ ein Teenager einen Hightech-Anzug baut mit Materialien, die doch jedem auffallen müssten. Da in diesem Universum eben Tony vorkommt, war es ein logischer Schritt, der nicht mal in den Comics so selten war. Karen ist dabei sogar ne interessante Figur und sorgt für manche schöne Anspielung, verdeutlicht aber auch jedem, dass Peter eigentlich noch nicht so weit ist. War diese Änderung nötig? Nein, aber sie spielt eben mit diesem erweiterten Universum und ist deshalb logisch. Vor allem da klassische Spidey-Motive (Gleiten, Drohne, Signal) genutzt werden können, ohne dass es wirkt als wäre Peter schlauer als Tony Stark.
Wo man fast 20 Filme berücksichtigen muss, da passieren auch Fehler. Am schwerwiegendsten ist aber der Beginn des Films und diese „8 Jahre“, welche einfach ein Fehler sind, welcher Feige nicht passieren darf. Hier hoffe ich noch auf eine Korrektur für den Heimmarkt, denn dies ist ein Schlag ins Gesicht für alle Fans, die sich an der Kontinuität dieses Universums erfreuen. Ebenfalls seltsam wirkte ein gewisses Cameo, welches erklärbar ist, jedoch ziemlich seltsam wirkte. Genauso wie der Fakt, dass die Avengers umziehen, die Gebäulichkeiten aber schon lange vorher vorhanden waren oder hat Tony nochmal umgebaut? Wenn ich mich dann noch über Peters anders aussehende Wohnung aufrege sind wir klar im Nitpicking – muss aber erwähnt werden, da es noch nie so viele Kontinuitätsprobleme gab wie hier.

Fazit
Beim Fazit komme ich nicht umher auch über die bisherigen Filme zu reden. Wie anfangs gesagt, der Film bedient sich an der Vorlage, wo es die anderen verpassten. An anderen Stellen versucht der Film eben nicht zu kopieren, mal gelungen, mal nicht so, aber immer verständlich. Dies führt zu manchen Punktabzügen, denn Michelle, Flash oder Karen sind wirklich gewöhnungsbedürftig. Andererseits wird auch viel richtiggemacht, da man versucht sich freizuschwimmen und so ist auch Homecoming eine Interpretation, die ihre Daseinsberechtigung hat. Von Anfang an war klar, dass man diesmal die Origin und das tragische Schicksal von Ben weglässt. Ich bin weiterhin überrascht, dass es in diesem Ausmaße passierte. Wenn man sich aber darauf besinnt, dass dies bereits wenigstens 8 Monate her ist, dann wird einem klar, dass es in dieser Phase nicht mehr so wichtig ist. Man wollte kein drittes Mal ne Kopie, man bekam deshalb auch keine. Trotzdem gibt es Aspekte, die einfach zum Charakter dazugehören. Dies sieht man auch am Schurken. So existiert eben ein gewisser Schockmoment, jedoch erinnert dieser an ein typisches Problem Spider-Mans und besonders der Raimi-Filmen. Aber durch die gute Umsetzung kann man sich daran ebenfalls gewöhnen – und es wurde überragend umgesetzt.
Spider-Man: Homecoming ist nicht perfekt, denn auch wenn ich euphorisch klinge, so hat der Film durchaus seine Macken. Durch die Nutzung des MCU obliegt man gewissen Regeln, eine gewisse 0815-Story ist deshalb durchaus vorhanden, auch der Score kann bis auf das Intro und in sehr heldenhaften Momenten nicht wirklich überzeugen. Trotzdem versuchte man sich immer neu zu orientieren und dies dann besonders im Vergleich zu den anderen Spidey-Filmen, wenn es mal in gewissen Momenten kein Happy End gibt oder Peter eben jugendhaft eher die Schule schmeißen will anstelle das Heldendasein. Klar musste man einiges ändern und so manch Puristen wird dies nicht gefallen, die Änderungen sind aber allesamt logisch und wichtig, wenn man den Vorwurf eines weiteren unnötigen Reboots loswerden will. Als Person die mit Maguire aufwuchs hätte nie gedacht, dass ein anderer Spidey mich mehr beeindrucken könnte. Vielleicht bin ich aber eben auch einfach ein zu großer Fan der Figur, denn TASM gefiel mir ja ebenfalls, und so ist diese Kritik nicht objektiv. Allerdings hoffe ich, dass ich meine Argumente gut rüberbringen konnte, denn nach Raimis Spider-Man 2 ist dies für mich der beste Spider-Man-Film.



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Spider-Man - Homecoming Bewertung
Bewertung des Films
810
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5 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.08.2017 | 14:42 Uhr01.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Hier dann ein schöner Beitrag zu den von mir erwähnten Problemen mit der Timeline:

https://mcuexchange.com/spider-man-homecoming-mcu-timeline/

Passend dazu: https://mcuexchange.com/marvel-needs-charge-cinematic-canon/

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.07.2017 | 14:31 Uhr29.07.2017 | Kontakt
Jonesi

@jack-burton
Vielen Dank für den Hut smile Freut mich sehr, dass dir meine Kritik gefiel, vor allem da dich der Film nicht so abnehmen konnte. Ich habe deine Kommentare gesehen und kann die Punkte auch verstehen. Gott sei dank funktionierte es für mich smile
Nach CW denke ich, dass man den Charakter bewusst wieder geerdet hat, da er dort ja irgendwie schon viel gereifter wirkte was die Kampfszenen betraf. Da wollte man ihn wohl auch einfach dem Publikum vorstellen, während nun Peter deutlich im Vordergrund stand.

@duke
Danke auch an dich smile Wie gesagt, ich fand auch bei GotG 2 waren wir nicht so weit voneinander entfernt was die Kritikpunkte anging. Ich z.B hab nach dem Lesen meiner Kritik zu Spidey eigentlich ne größere Fanbrille gesehen als bei meiner Kritik zu GotG 2, aber so sind eben unterschiedliche Wahrnehmungen.
Ja die fehlende Spannung kann ich verstehen, aber da frage ich mich auch wenn ich das letzte Mal ernsthaft um einen MCU-Charakter Angst hatte. Und das war dann tatsächlich in GotG 2 haha^^ Aber ja, das Problem hier ist, dass der Ausgang ab Minute 1 klar ist, der Film ist weniger actionreich als die anderen Spidey-Filme und lebt für mich auch eher von den Charaktermomenten, weshalb Spannung fehlte. Und wenn ich so einen WRF-Moment habe wie hier, dann kompensiert es sich für mich.
Ja, der Charakter von Michelle bleibt ein großes Rätsel. Sie wurde ja als Michelle Jones creditiert, Feige erklärte mehrmals, sie wäre nicht Mary-Jane Watson - weshalb sich trotzdem auf dieses "MJ" festgelegt wurde und man eine Art Dark Knight Rises mit Robin konstruierte bleibt für mich ein Rätsel. Die Sache mit der Undercover-Sache habe ich ebenfalls schon als Theorie gehört, ich frage mich dann welchen Zweck Figuren wie Happy hatte, wenn noch ne Spionin in der Schule ist. Naja, hier wird man wohl mehr in Teil 2 erfahren.
Hier mal ein schönes Video über die angesprochenen Easter Eggs und Timeline-Probleme smile

Und auch bei einem MCU-Film kann man viel interpretieren^^

theduke
Moviejones-Fan
Geschlecht | 28.07.2017 | 23:34 Uhr28.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Ducky Absolut die geilste Kritik von dir, welche echt überzeugen konnte, und keine dieser 08/15 Kritiken ist, in die meine eigene leider abgerutscht ist. Super Sachlich, relativ neutral, oft auf den Punkt, trotzdem kritisch von dir verfasst. Dickes Lob. Bei G-Vol2 sah ich noch die Fanbrille, hier aber nicht.

Nun aber mal frei von Fan zu Fan vom Herzen geredet, denn du hast dich über meine wenigen 3 Hüte mit Tendenz zu 3,5 gewundert und ich mich über deine 4 Hüte. Na so weit liegen wir beide doch gar nicht auseinander. Klar betitel ich ihn als schwächsten Film (Hulk zählt nicht) der MCU Reihe, aber daß ist auch kein schlechtes Urteil über Spider, denn bisher finde ich alle Filme gut, und auch dieser war gelungen, aber es kam die gewisse Spannung nicht auf. Ende, denn es es soll kein Duke vs Duck sein, sondern von Spinne zu Spinne, wo wir beide totale Spinner sindani-laugh. Lassen wir mal die ganzen Bausteine rund um Peter weg, also den Tech Suit, den Stark, den Vulture, und gehen wir nur auf den gezeigten Alltag von Tom Peter Spider ein, so fand ich ihn als die beste Teenager-Spinne die es jemals auf die Leinwand schaffte. Du hast es schön umschrieben, denn Webb und Raimi hatten nur die Jagdspinne aber nie den zivilen Peter gezeigt, oder was eine Spinne ohne Wolkenkratzer macht, denn der muß dabei ja leider am Boden laufen und rennen wie jede Ente, jeder John Wayne. Als realer Arachne Freak (Nerdfaktor an) hätte ich es mal gerne gesehen, wenn PP mal Windböhen nutzen würde. Spinnen nutzen im Hoch und Spätsommer warme Aufwinde um sich mit ihrer Spinnenseine vom Wind tragen zu lassen (Nerd aus) . Duck Peter passte im Film total, nur wie gesagt, mir fehlte es an Nervenkitzel und an Spannung. Hätte man nicht zum Glück noch den Parker mit seinem Suit Eigenbau gezeigt, wo er veletzlich war, wäre meine Hutvergabe sogar auf 2,5 gesunken. Bisher ist es der 2. MCU Film 2017 der mich leicht enttäuscht hatte, hoffe Thor R. wiederholt das nicht und ich kann dann wieder mal 4,5 Hüte geben.

Was MJ betrifft, denke das war von den Machern Absicht um Verwirrung zu stiften. Mir war Michelle zu oft und zu arg per Zufall immer dann vertreten, wenn es um Parker ging, wo sich selbst die Mitschüler und auch Peter darüber gewundert haben. War Peter im Chemie Physik Unterricht, war Michelle auch da! Ging es um Wissenschaftsmeisterschaft, war sie plötzlich auch am Bus, und plötzlich sitzt sie in der Kantine am selben Tisch. Sie ist sicher kein Follower und kein Stalker, es muß also einen Grund geben. Liebe oder Zuneigung schließe ich aus, so bleibt nur ein Mädchen übrig die entweder aus der Ecke von Black Widow kommt, also Anwärterin als Agentin, welche auf PP aufpassen soll, bzw Tony seine Finger im Spiel hat, weil sie mir reifer und ernster rüberkommt als alle anderen Mitschüler. Wenn da mal nicht ein weiblicher Spider dahintersteckt.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
Jack-Burton
Truck Driver
28.07.2017 | 15:11 Uhr28.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Schöne Kritik, und sehr gut zu lesen, dafür mal einen Hut!

Ich finde du kritisierst differenziert, und ich kann nichts von Fanbrille erkennen, in allem ist was du schreibst Objektiv analysiert, und der kleine schuss Subjektivität ist absolut angebracht und nachvollziehbar.

Ich war etwas enttäuscht von dem Streifen, aber eher weil ich Raimis Filme einfach zu sehr liebe, und sie für mich der Perfekte Beitrag zum Thema Spiderman waren. Schön finde ich das Spidey im MCU angekommen ist was eigentlich schon vor vielen Jahren hätte passieren müssen, denn Marvel ohne Spiderman (oder Fantastic 4 und X-Men) war für mich nicht wirklich Marvel.

Holland als Spidey find ich gut besetzt aber im grossen und ganzen fand ich seinen auftritt in Civil War viel cooler und stärker als letztendlich in Homecoming.

...And THATS what Jack Burton has to say at this time...
Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 28.07.2017 | 14:55 Uhr28.07.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Aus ein paar Gedanken wurde mal wieder eine Monster-Kritik - meiner Meinung nach aber berechtigt. Denn all zu gerne kritisiere ich gewisse Dinge ja und all zu gerne wird mir eine Fanbrille aufgedichtet. Spannend ist es dann, wenn es wie hier auch zutrifft und ich als Riesen-Fan für mich persönlich einen sehr guten Film sehe. Deshalb habe ich versucht klar zu machen, was mir am Film soviel Spaß macht. Klar gibt es Aspekte die mir nicht gefielen, ich war aber darauf vorbereitet, denn bereits 2015 wurde uns klar gemacht, dass es keine Origin und kein "echtes" Reboot geben würde. Meiner Meinung nach ist dieser Spider-Man und auch Peter Parker deutlich Figuren-treuer und bringt neue, spannende Aspekte mit, da er sich eben in einer neuen, spannenden Umgebung befindet.