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Suicide Squad

Suicide Squad Kritik

Suicide Squad Kritik

0 Kommentar(e) - 11.01.2017 von MTB319002
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von MTB319002.
Filmkritik

Suicide Squad Bewertung: 3.5/5

Hier meine Kritik zu Suicide Squad, dem dritten Film des DC Extended Universe.
Da ich ein Fan des DCEU bin war ich natürlich dem entsprechend gehyped auf den Film, hatte jedoch wenig Vorstellung, was mich erwarten soll. Das könnte ein Glück gewesen sein. Noch dazu bin ich mit meinem Kumpel, der den Humor des Filmes an vielen Stellen sehr amüsant fand, und meiner Schwester, die sehr begeistert von dem Film war, ins Kino gegangen. Als das half mir sehr dabei den Film als positiver wahrzunehmen als wie ich ihn vielleicht unter anderen Umständen gesehen hätte.

Trailer zu Suicide Squad
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Die Story dürfte ja den meisten bekannt sein also werde ich sie nur mal kurz spoilerfrei zusammenfassen: Nach den Ereignissen von Man of Steel und Batman V Superman ist klar, dass es Wesen mit erstaunlichen und gefährlichen Fähigkeiten gibt: den Meta-Wesen. Aufgrund der Gefahr, die von besagten Wesen ausgehen könnte, stellt man ein Team von Schwerverbrechern mit speziellen Fähigkeiten zusammen, die man problemlos auf solche Wesen hetzen kann und bei denen es nicht schade ist, wenn die dabei ins Gras beißen. Der erste Teil des Films beschäftigt sich mit der Vorstellung der Charaktere und damit den Plan des Suicide Squads in die Tat umzusetzen. Das klappt ganz gut und dann kommt die Bedrohung und so kann sich der zweite Teil des Films damit beschäftigen, wie das Suicide Squad gegen diese vorgeht.

So weit zum Inhalt und viel mehr gibt es im allgemeinen auch nicht dazu zu sagen. Die Story wirkt in der Tat ziemlich schwach. Das Suicide Squad wird widerwillig von A nach B geschleppt und von B nach C. Und sobald C ereicht ist, geht es zu D. Hat das Team die einzelnen Ziele erreicht, geht es nach kurzer Zeit weiter zum nächsten Ziel. Dadurch ist das Suicide Squad die meiste Zeit der zweiten Filmhälfte in Bewegung. Zwischendurch werden die ab und zu von nicht sonderlich bedrohlichen Gegnern angegriffen, um mit ein paar Aktion Szenen die Spannung aufrecht zu erhalten. Das wirkt ziemlich in die Länge gezogen und nicht besonders kreativ.
Nein, anhand der Story kann der Film bei mir eindeutig nicht punkten. Der Grund, warum ich ihm trotzdem 3,5 Hüte gegeben habe ist auch nicht die Story. Es sind die Charaktere und die Stimmung die für mich besonders gelungen waren.

Das Suicide Squad führt sehr viele Charaktere ein. Um die zehn Stück sind es. Da ist es nicht verwunderlich, dass manche von ihnen mehr und manche weniger Screen Time und Charakter Entwickling bekommen. Doch gehen wir einfach mal die Charaktere durch (Spoiler in den Charakterbeschreibungen vorhanden. Für spoilerfrei einfach die Charakterbeschreibungen überspringen):

Deadshot:
Will Smith als Deadshot ist einer der wichtigesten, vielleicht sogar der wichtigste Charakter des Films. Er hält das Team zusammen und hilft dem Zuschauer sehr Bezug zu dem Film aufzubauen. Er besitzt einen amüsanten Humor und mehr Gefühl als er zeigen will. Er wird zu Beginn des Films gut eingeführt und bekommt eine emotionale Seite, die ihn gleich sehr sympatisch werden lässt. Ein Spruch der mir sehr von ihm gefallen hat, war nachdem das Squad wieder ein Ziel erreicht hat und gleich zum nächsten musste. Er spricht damit schon fast für den Zuschauer, als er genervt fragt: "Wann endet das?"

Harley Quinn:
Zusammen mit Deadshot eine der wichtigesten Figuren des Films. Gleich nach Deadshot wird sie sehr interessant und einzigartig eingefürt. Es ist das erste Mal, dass Harley Quinn auf der großen Leinwand zu sehen ist und damit der breiten Masse vorgestellt wird. Der Film meistert diese Aufgabe problemlos. Der Humor, der von Harley ausgeht wirkt in manchen Szenen sehr gezwungen und ab und zu nicht besonders lustig. Jedoch finde ich gerade das passend für den Charakter, da Harley ja wie der Joker sein will, und sich häufig selbst dazu zwingt ein Lächeln zu tragen, auch wenn ihr ganz anders zu Mute ist. Ein Beispiel ist nach der Absturzszene vom Joker. Da sitzt sie traurig auf einem Auto, doch als das Squad kommt lächelt sie wieder und tut, als sei alles in Ordnung.

El Diablo:
Seine Fähigkeiten sind einfach erklärt: Er kann Feuer machen und kontrollieren. Wie er sie einsetzt und was das mit seinem Charakter macht, ist interessant. Er ist zu Beginn des Films das friedlichste Mitglied des Suicide Suads und trotzdem eines der stärksten. Er will nicht kämpfen, da er durch seine Kräfte seine Familie verloren hat. Ich glaube meine Lieblingsszene mit ihm ist, als Rick und Amanda zu seiner Zelle kommen und er ihr Angebot ablehnt. "Ich bin ein Mensch, keine Waffe. Ich werde in Frieden sterben, bevor ich nochmal meine Hand erhebe. Ich habe genug Schaden angerichtet." Es gefällt mir sehr, wie sich sein Charakter entwickelt. Von dem Pazifisten, der lieber in einer engen Zelle bis zu seinem Tod bleibt als zu kämpfen bis zu dem Mann, der seine Fähigkeiten einsetzt, um seinen neuen Freunden das Leben zu retten.

Captain Boomerang:
Sein Charakter ist einfach erklärt und zeigt sich schon in den ersten paar Szenen, in denen er vorkommt. Er ist ein egoistischer Typ, der absolut keinen Bock darauf hat als Marionette herumzulaufen und sturr Befehlen zu gehorchen. Kaum drin, will er schon wieder raus und plant die Flucht. Seine lässige und unverantwortliche Art bringt einen gewissen Humor mit sich und erinnert den Zuschauer daran, dass es immer noch Verbrecher sind, die wir hier beobachten. Er handelt die meiste Zeit sehr eigennützig und gibt mit seiner Leichtigkeit eine nette Abwechslung der Chraraktere.

Killer Croc:
"Er sah aus wie ein Monster, also behandelten sie ihn wie ein Monster und er wurde zum Monster." Dieser Satz fasst es ganz gut zusammen. Sein Leben lang als Monster gesehen, entwickelte Waylon Jones einen Hass auf die Menschheit und wurde zu dem Monster, dass die Leute schon ohnehin in ihm sahen. Meine Lieblingsszene ist das erste Gespräch mit ihm und Flag: "Warum haben die dich hier unten eingesperrt?" "Weil ich es so wollte."
Ein interessanter Charakter wie ich finde. Jedoch empfand ich ihn als zu humorvoll. Den ein oder anderen Spruch hätte er sich sparen sollen und ich hätte ihm noch eine Rückblend-Szene in der Bar verpasst.

Rick Flag:
Er ist ein Soldat, der macht, was ihm gesagt wird. Anfangs noch der typisch amerikanische Soldat, so erkennt er später, wessen Befehle er hier eigentlich befolgt und handelt selbstständiger. Auch dem Squad wird er dabei sympatischer.

Amanda Waller:
Der eigentliche Schurke des Films. Sie schafft es Menschen zu manipulieren und mit den richtigen Druckmitteln dazu zu bringen, dass sie machen, was sie will.

Katana:
Sie ist für mich die uninteressanteste Person des Films. Sie wird nicht richtig eingeführt. Sie taucht einfach auf, bekommt eine kleine Rückblend-Szene, die dabei scheitert den Charakter irgendwie sympatisch oder interessant werden zu lassen, und ist dann einfach dabei. Sie redet nicht viel und ihr Seelenschwert kommt auch nicht wirklich zum Einsatz.
(Kleine Nerd Frage: Kann das Schwert Superman zerschneiden? Ich meine es nimmt die Seelen der Opfer auf. Macht es das nicht irgendwie magisch?)

Slipknot:
Als er mit einem Satz vorgestellt wurde und einfach plötzlich da war, habe ich mir schon gedacht, dass der nicht lange dabei sein wird. Und nachdem Boomerang ihm seinen Plan erklärte, war es schon klar. Er ist also nur in dem Film, um zu zeigen, dass es kein Bluff mit den Bomben im Hals war. Ich fand das ja eher amüsant, aber auch etwas vorhersehbar. Interessant fand ich ja, nachdem ich einige Monate später Batman: Assault on Arkham gesehen habe und sah, dass es in dem Film auch so einen Profi gab, der das mit den Bomben nicht glauben wollte. Wie auch immer. Fand ich ganz amüsant.

Enchantress:
Sie ist der Bösewicht des Films. Sie will die Menschheit unterwerfen und mit ihrem Bruder über alle herrschen. Ein sehr klischeehafter Bösewicht meiner Meinung nach. Sie hatte nichts interessantes oder faszinierendes.

Joker:
Zu guter Letzt der Joker. Er gehört nicht zum Suicide Squad und mir war klar, dass er keine große Rolle in dem Film einnehmen wird. Da er unerlässlich für Harleys Geschichte ist, musste er aber natürlich dabei sein. Ich empfand den Joker trotz der wenigen Szenen in denen er auftrat für gut umgesetzt. Ich freue mich, mehr von ihm zu sehen und von seiner Beziehung mit Harley. In Suicide Squad baute er eine kleine Nebenstory auf, die vielleicht den Zuschauer von der unspannenden Hauptstory ablenken sollte. Vielleicht wollte man ihn aber auch mit einbringen, da er ja immer noch ein Teil dieser Welt ist und nicht einfach verschwinden kann nur weil es ein Suicide Squad Film ist. Wahrscheinlich brachte man ihn eher mit hinein, da er in so vielen Trailern dabei war und von vielen groß erwartet wurde.
Ich finde ihn gut umgesetzt und hoffe schon bald mehr von ihm zu sehen.

Auch wenn ich manche Charaktere als nicht so spannend empfand, so fand ich doch die Mischung und Interaktion dieser Figuren durchaus unterhaltsam. Vom Aufbau des Filmes hätte ich vielleicht lieber am Anfang nicht alle Charaktere so lang vorgestellt sondern mehr mit Rückblenden und Gesprächen und Erzählungen in der zweiten Hälfte des Filmes gearbeitet. So wäre der Film schneller in Fahrt gekommen und hätte zwischen den Kampfszenen noch mehr Charaktertiefe gehabt. Gut fand ich auch, dass der Film gleich da weiter macht, wo Batman V Superman aufhört. Man kann ihn also gut ins DCEU einordnen.

Fazit:
Einzeln ist Suicide Squad ein Film mit einer simplen Story und ganz interessanten Charakteren, wenn man sich auf sie einlässt. Jedoch nichts all zu Besonderes. Setzt man ihn ins DCEU ein, so macht die Einführung der ganzen Charaktere doch Freude auf mehr. Der Zuschauer kennt jetzt diese Figuren und man kann sie sicher in vielen späteren Filmen gut einsetzen. Die Verbindung zu Batman und Superman wird klar und der Film ergibt im Allgemeinen mehr Sinn. Ich würde daher empfehlen Man of Steel und Batman V Superman vorher zu sehen. Nicht weil die Filme wichtig für die Story von Suicide Squad sind. Dafür geben sie dem Film allerdings mehr Substanz und helfen einem ihn eher als Teil eines größeren Universums zusehen. Ein Universum mit viel Potential, mehr Charakterentwicklung und besseren Storys.



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Suicide Squad Bewertung
Bewertung des Films
710
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