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The Bad Batch

Sergio Leone, George Miller und Die Antwoord in belanglos

The Bad Batch Kritik

3 Kommentar(e) - 29.09.2017 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.
Filmkritik

The Bad Batch Bewertung: 2/5

Das ist der erste Film, den ich mir deswegen angeschaut habe, weil er ihn Großformat auf der Netflix-Homepage beworben wurde. Nun gut, beim "Yolandi Visser"-Smiley konnte ich auch nicht anders^^

Trailer zu The Bad Batch
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In einer unbestimmten Zukunft hat die US-Regierung südlich von Texas ein umzäuntes Gebiet eingerichtet, in welches sie Menschen sperren, die laut US-Regierung das Recht auf ein Leben in der zivilisierten Gesellschaft verwirkt haben. Über die Jahre hinweg degenerieren die Menschen in der Zone zu Verrückten, Kannibalen oder Einsiedlern. Der Cast gibt dahingehend so Einiges her. Jason Mamoa spielt einen schweigsamen Kannibalen, der in seiner Freizeit pumpen geht und zeichnet. Sein erstes Wort spricht er übrigens erst nach 41 Minuten. Jim Carrey ist als braungebrannter Einsiedler nicht wiederzuerkennen und scheint sich mit dem Einkaufswagen aus "The Road" in die Wüste verirrt zu haben. Keanu Reeves hat mehrere Menschen in der Stadt Comfort um sich geschart, sieht sich selbst als Philanthrop und verkauft sich als personifizierter American Dream, lebt allerdings ein Bonzenleben mit weiblichem Harem. Giovanni Ribisi lebt ebenfalls in der Stadt Comfort, redet ständig mit sich selbst und hat Angst davor, Dinge zu verlieren und nicht wiederzufinden.

Im ersten Drittel erweckt "The Bad Batch" den Eindruck, als hätten Sergio Leone, George Miller und Die Antwoord zusammen einen Film gedreht, was mir sehr viel Spaß bereitete. Diesen Anfangserwartungen kann "The Bad Batch" im weiteren Verlauf leider nicht gerecht werden. In vielen Szenen dominieren Stille und Schweigen, während Leone daraus jedoch Spannung und Nervenkitzel kreiert, herrscht bei Ana Lily Amirpour Langeweile vor. Die postapokalyptisch-verrückten Spielereien fallen im Vergleich zu "Mad Max" ziemlich harmlos aus, da hätte man noch bedeutend mehr rausholen können. Des Weiteren frage ich mich, warum ein Film, der seinen äußerst dünnen Plot weder durch detaillierte Charakterzeichnungen noch durch ein beeindruckendes Szenenbild oder Action ausgleichen kann, über eine Laufzeit von 120 Minuten verfügen muss.

Ohne die hervorragende Musikuntermalung hätte ich mich durch "The Bad Batch" wahrscheinlich durchquälen müssen, so kann man immerhin etwas mit dem Fuß mitwippen. Besonders genial fällt dabei die Einführung Jason Mamoas aus! Eine Gruppe Männer mit gestählten Körpern pumpt halbnackt in der grellen Sonne zu "Fish Paste" von Die Antwoord, was kann es Schöneres und Lustigeres geben? :D Als heterosexueller Mann hatte ich darüberhinaus die Möglichkeit, mich an der heißen Hauptdarstellerin Suki Waterhouse erfreuen zu können, deren Hintern ebenso oft in Großaufnahme zu sehen ist wie ihr Gesicht.

Nichtsdestotrotz stellt sich "The Bad Batch" für mich letztendlich als Enttäuschung heraus, von Filmen mit postapokalyptischem Setting bin ich normalerweise Besseres gewohnt. Die Eigenwilligkeit rechne ich Ana Lily Amirpour dennoch hoch an und vor Allem nach ihrem großartigen Debutfilm "A Girl Walks Home Alone At Night" bin ich auf ihre zukünftigen Projekte gespannt!



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The Bad Batch Bewertung
Bewertung des Films
410
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AvecPlaisir
Moviejones-Fan
17.10.2017 | 14:09 Uhr17.10.2017 | Kontakt
Jonesi

Alles gut. Die Fragen sind natürlich nur indirekt an dich gestellt. Leider hat aus meinem Bekanntenkreis noch niemand den Film gesehen. Daher wollte ich das hier im Forum gern los werden ;)

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 16.10.2017 | 17:32 Uhr16.10.2017 | Kontakt
Jonesi

Du fragst Sachen!^^ Darauf kann ich dir leider keine Antwort geben, gegen Ende war ich sehr ermüdet vom Film und habe wahrscheinlich nicht mehr so sehr aufgepasst und über die Handlung sowie die innere Logik nachgedacht, wie ich es vielleicht hätte tun sollen/können.

"Und das Ende." Stockholm-Syndrom for the win, yeah!

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

AvecPlaisir
Moviejones-Fan
16.10.2017 | 14:43 Uhr16.10.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 16.10.2017 14:44 Uhr editiert.

Kleine Vorwarnung: Ich kann nicht wirklich sagen ob mein folgender Kommentar spoilerfrei ist, das rührt einfach vom Film an sich her.

Danke das du dir die Mühe mit der Kritik gemacht hast. Ich habe den Film gestern gesehen und muss dir beim Punkt mit der Musik zu 100% zustimmen. Am Ende wussten allerdings weder meine Freundin noch ich selbst was uns der Film jetzt eigentlich vermitteln wollte. Wie du schon erwähnt hast handelt es sich im ersten drittel noch um einen Film. Vielleicht habe ich beim Rest ja auch was nicht richtig verstanden tongue-out Ich hätte das ganze ja auch als künstlerisch wertvoll abstempeln können, aber einige Sachen sind mir dann doch zu unlogisch gewesen, bzw mir sinnlos erschienen. Vor allem Keanu Reeves als pseudo Bürgermeister war für mich die größte Kuriosität. Gut er baut Drogen an, verteilt diese teils kostenfrei? unter den "Insassen" und lebt in dieser ausgestoßenen Gesellschaft im Luxus. Woher kommt der Kram. Das Leben (Die Babys) ist "the Dream" was seinen Harem erklärt? An wen setzt er eigentlich die anderen Drogen ab? Was mich zur nächsten Frage bringt. Was nutzen die Leute da eigentlich als Währung. Tauschgeschäfte sind klar, Ware gegen Ware, und sonst? In Comfort gibt es "beste" Kost, während andere Kannibalismus betreiben um "zu überleben". Man könnte sagen wo keine Logik ist kann es auch keine Logiklücken geben tongue-out

Und das Ende. Ja...

Vielleicht möchte ich hier auch zu sehr was reininterpretieren und dem Film irgendwie Sinn geben. Es gibt ja an sich auch eine Kernhandlung. Aber den Film 120min zu strecken ist schon nicht von Pappe. Den Schauspielern kann man auf jeden Fall nichts vorwerfen. Die machen Ihren Job.