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Underworld

Underworld, Evolution und Rise of the Lycans

Underworld Kritik

0 Kommentar(e) - 07.09.2017 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.

Underworld Bewertung: 3/5

"Underworld" ist eigentlich genau der Stoff, auf den ich als Teenager abgefahren bin, merkwürdigerweise sind die Filme damals nahezu komplett an mir vorbeigegangen. Ausnahme: Bei meinem Cousin habe ich den Anfang von Teil 1 gesehen und irgendwann auf einer .to-Seite auch "Rise of the Lycans", den ich damals ganz okay fand (jetzt immer noch).

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Jedenfalls habe ich in meiner Werwolf-Phase nun die beiden Wiseman-Originale sowie das Prequel nachgeholt und wurde positiv überrascht! Von den Wachowskis hat sich Wiseman Ledermäntel, Akrobatik und Zeitlupeneffekte ausgeliehen und schickt eine toughe, eisige Kate Beckinsale in den äußerst blutig inszenierten Kampf gegen die Werwölfe. Ihr zur Seite steht Scott Speedman, der zwar so viel Ausstrahlungskraft besitzt wie ein Stück Holz, für mich von Beckingsales Seite aber dennoch nicht wegzudenken ist. Über wirkliches Schauspieltalent verfügt eigentlich nur Bill Nighy, egal ob in "Fluch der Karibik", "Harry Potter" oder hier in "Underworld", Schurken bzw. Charaktere mit fragwürdiger Moral liegen ihm einfach im Blut!

Darüberhinaus kann man das Setting durchaus als weiteren Hauptdarsteller bezeichnen. Weil sich die Vampire vor dem Tageslicht schützen müssen, spielt sich der Großteil der Handlung in der Nacht ab, atmosphärisch zieht der Film viel aus seinem düsteren Szenenbild und seinen Actionszenen in dunklen, beengten Räumen. Wie Gotham City hat auf diese "Underworld"-Stadt etwas Gothisches und zeitlich Entrücktes an sich, man weiß nie genau, wann und wo man sich hier befindet. Dadurch bekommt man als Zuschauer ein sehr gutes Gefühl für den Kampf zwischen den Vampiren und Werwölfen, er tobt bereits seit Jahrhunderten, außer den Waffen hat sich allerdings nichts verändert, der Kampf ist zeitlos.

Noch mehr als das Setting oder die Actionszenen faszinieren mich allerdings die Mythologie und die Hintergrundgeschichte, welche das Handlungsfundament der Filme bilden und die Charakterkonflikte vorantreiben. Len Wiseman lässt Vampire und Werwölfe weder aus einem Selbstzweck heraus gegeneinander antreten, noch beschränkt er sich auf eine Schwarz-Weiß-Zeichnung seiner Charaktere. Stattdessen entwirft er hier eine eigenständige Welt mit eigenen Regeln, eigener Historie und Charakteren mit verschiedenen Welt- und Moralvorstellungen, in welche sich der Kampf organisch und nachhallend einbettet. Wiseman möchte eine Geschichte erzählen, setzt sie in zwei (drei) Filmen um und schließt sie mit dem "Terminator 2"-artigen Ende von "Underworld: Evoluion" bittersüß und zufriedenstellend ab.

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ich mir "Awakening" und "Blood Wars" überhaupt anschauen soll. Erstens halte ich die Geschichte wie gesagt für abgeschlossen, zweitens stört es mich, dass Beckingsale dort ohne Speedman auftritt, drittens gehen die Bewertungen in den Keller und viertens gibt Wiseman (bezeichnenderweise für drittens?) die Kontrolle immer mehr an andere Leute ab. Folgen "Awakening" und "Blood Wars" noch seiner Vision? Was sagen die Kenner der Filme dazu?

Trotz oder vielmehr wegen meiner Faszination für die oben besprochenen Filme würde ich mich unter bestimmten Bedingungen für ein Reboot aussprechen. Zweifelsohne machte Len Wiseman als Regisseur und Drehbuchautor einen guten Job, dennoch offenbaren die Filme auch klar seine Schwächen, sie haben noch viel Luft nach oben. Ein Regisseur und Drehbuchautor mit mehr Gefühl für die Charakterkonflikte und dramatischen Momente könnte das Potential vollkommen ausschöpfen, dafür wird dann natürlich auch ein Cast benötigt, welcher dies entsprechend darstellen kann. Unter diesen Bedingungen, mit Wiseman als Berater und eventuell als Storyautor, würde uns wahrscheinlich ein meisterhaftes Fantasyactiondrama erwarten!

Underworld Bewertung
Bewertung des Films
610
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