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Warcraft - The Beginning

Besser als erwartet

Warcraft - The Beginning Kritik

2 Kommentar(e) - 04.10.2016 von sublim77
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von sublim77.
Filmkritik

Warcraft - The Beginning Bewertung: 3.5/5

Auch dieses mal wieder die kurze Warnung vor Spoilern.

Wie immer habe ich mir den Film, diesmal im heimischen Kino, mit meinem Sohn (13) angesehen, was ein gewisses Maß an Überredungskunst bedurfte, da mein (garnicht mehr so) kleiner, kein Interesse an Orks, Zwergen, Zauberern und co. hat. Um so überraschender war dann sein Schlussplädoyer das wie folgt ausviel: "Der Film war richtig gut. Ich hatte gedacht, dass das wieder so ein langweiliger Kram wie Herr der Ringe wird, aber da ging es richtig ab". Zu seiner Aussage über eines meiner Lieblingswerke, hatten wir dann noch eine kurze Lehrstunde, über die Meisterwerke unserer Zeit, wozu ich den Herrn der Ringe auf jeden Fall zähle. Wir kamen allerdings nicht überein, was wohl die Quittung dafür ist, wenn man einen dreizehnjährigen als Co-Kommentator hat.wink

Zur Kritik:

Ich bin völlig neutral und ohne jegliche Vorkenntnis an den Film herangegangen, da ich nie World of Warcraft gespielt habe. Mein Interesse an dem Film war zuvor auch ehrlich gesagt sehr begrenzt, weil ich von den letzten Spieleverfilmungen meistens enttäuscht war. Somit hatte ich den meisten Infos, Trailern und Aussagen zum Film wenig Beachtung geschenkt. Meine Erwartungen waren also nicht besonders hoch. Vielleicht bin ich gerade deshalb von dem Film so Positiv überrascht worden. Relativ früh haben sich meine Befürchtungen, eine schlechte Herr der Ringe Kopie zu sehen zu bekommen, nicht bewahrheitet. Die Optik und der Ton von Warcraft gehen in eine komplett andere Richtung. Die Animation ist gut gemacht. Schnell werden die Beweggründe der einzelnen Figuren klar und für meinen Geschmack ist die Charakterentwicklung, für einen Fantasyfilm, absolut ausreichend. Unerwartet kam für mich der schnippische Humor des Hauptcharakters Anduin Lothar, der dem ganzen Film fast den Stil einer Buddy-Komödie gab, was mir sehr gut gefallen hat. Dennoch triftet Warcraft nicht ins Lächerliche ab, denn so schnell der Film auf Leichtigkeit switcht, wechselt er wieder auf ernste Szenen und geht dabei nicht zimperlich um. Einzig die Szene in der Anduin machtlos zusehen muss, wie sein Sohn von einem Ork getötet wird, ist mir zu emotionslos dargestellt. Im Großen und Ganzen hat mich die Geschichte gefesselt. Die Story nimmt schnell Fahrt auf, und ist zu keiner Zeit langweilig. Der Twist, der den eigentlichen Bösewicht verbergen soll, ist vielleicht ein bisschen vorhersehbar, aber das hat mir den Spaß am Film nicht wirklich genommen. Egal ob brachiale Orkkämpfe, die Totalen der Landschaften und Städte oder die Darstellung der Magier, deren Magie optisch immer sichtbar in Erscheinung tritt, die Optik des Films hat mich wesentlich mehr in ihren Bann gezogen, als ich es von Warcraft erwartet hätte und ist für mich eine der Besten Inszenierungen seit langem. Was mir nicht gefällt, ist, dass der Film kein wirkliches Ende hat und da man auch nicht weiss, ob es je eine Fortsetzung geben wird, vielleicht auch nie eines bekommen wird. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen und so lässt der Film, vor Allem "Nichtkenner" des Spiels, völlig überrascht, dass man das Ende schon erreicht hat, zurück.

Mein Fazit:

Warcraft ist ein unterhaltsamer Film, dessen Optik und Handlung mir gut gefallen hat. Ob mir die Spieleverfilmung auch so gut gefallen hätte, wenn ich ein Kenner und Fan der vorhergegangenen Spiele wäre, kann ich nicht sagen. Für alle Unbefangenen, die sich gerne Fantasyfilme ansehen und kein Shakespeare erwarten, kann ich auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen. Hätte Warcraft ein richtiges Ende und würde den Zuschauer nicht mit all den offenen Fragen stehen lassen, gäbe es noch mindestens einen halben Punkt mehr.



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Warcraft - The Beginning Bewertung
Bewertung des Films
710
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2 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 06.10.2016 | 08:14 Uhr06.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@Hanjockel79:

Ich sag mal vielen Dank für die Information. Ich hab da wirklich keine Ahnung von der Materie. Deshalb hab ich den Film auch sehr neutral bewerten können (müssen). Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie es da weitergeht und hoffe dass es halt weitergeht. Es wäre echt schade, wenn man da alles einstellt, oder schon wieder rebootet, nur weil die Amis mal wieder keinen Bock drauf hatten. Ich hab ja schon viele vernichtende Kritiken und Aussagen zum Film gelesen. Es ist halt immer schwer, wenn man so Tief in einem Thema drin ist. Die Erwartungen sind dann halt ganz anders. Für mich ist Warcraft einfach ein guter Beitrag im Fantasy Genre. Aber wie gesagt, ich hatte halt auch keine besonderen Erwartungen an den Film, jeden Falls nicht in eine bestimmte Richtung.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Hanjockel79
Gamoras Toyboy
Geschlecht | 06.10.2016 | 01:54 Uhr06.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@ sublim77

Was ich dir noch zu Warcraft als Kenner der Spiele sagen kann ist folgendes:

Der Film handelt nicht vom PC MMO Spiel World of Warcraft, sondern "nur" von den drei Warcraft Echtzeitstrategiespielen davor bzw. dem allerersten davon, wo man halt, wie üblich für die Spieleart, gemütlich die Basis aufbaut und mit seinen Einheiten die Landkarte nach Gegnern absucht. Dazu kommt, das es wohl einen Buchroman erst viel später gab, der die Hauptvorlage vom Drehbuch für den Film ist.

Das der Film eine Art Cliffhanger Ende hat, kommt für mich nicht überraschend, denn es ist jede Menge Story Stoff in der Pipeline. Deswegen hoffe ich das weitere Filme kommen werden. Wenn man das richtig und ausführlich verfilmen will, dann braucht es spätestens bei der Verfilmung zu Warcraft 3 aus mehr wie nur einen Film, denn da passiert jede Menge.

Medivh hat recht gehabt, als er sagte, er wollte nur helfen, das die Menschen nicht mehr alleine sind. Die brennende Legion, die das Fel ja nutzt, greift in Warcraft 3 den Planeten Azeroth an. Bis dahin lernt man viele weitere Völker kennen, die dann alle gebraucht werden, um gemeinsam den Weltenbaum vor der Legion zu beschützen. Goel bzw. Thrall wie er später genannt wird, wird z.b. der Anführer der guten Horde, tut sich mit Tauren und Trollen auf einem neu entdeckten Kontinent zusammen usw. Soviel vorab.

Gewusst wie, kann man auf Grundlage des ersten Films, auf jeden Fall gute Folgefilme aufbauen. Was das Warcraft Franchise allerdings wiederum töten würde, wäre meiner Meinung nach ein Reboot. Da müssen Legendary und Universal jetzt einfach Eier zeigen und durch.^^ Im Netz gibt es jede Menge Spekulationen wegen Teil 2. Teilweise heißt es Teil 2 käme komplett aus China, ohne US Darsteller und so ein Zeug. Beispiel:

http://www.kino.de/film/warcraft-2016/news/warcraft-2-nicht-in-deutschen-kinos/

Mal abwarten. Nur sollten die mal langsam mit dem Drehen auch dann loslegen, bevor der erste Film schon wieder Jahre her ist am Ende und das Fundament schon wieder anfängt zu bröckeln.^^