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X-Men - Apocalypse

Die Apokalypse der X-Men-Reihe

X-Men - Apocalypse Kritik

2 Kommentar(e) - 21.05.2016 von uzuchino
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von uzuchino.
Filmkritik

X-Men - Apocalypse Bewertung: 2.5/5

Das Ende der Welt ist da.

Story

Ägypten vor unserer Zeit. Er wurde angebetet. Er lebte als Gott unter den Menschen. En Sabah Nur, der erste Mutant. Ausgestattet mit einer vielzahl an Mächten, treuen Gefolgsleuten und einem unsterblichem Leben, wird er abrupt in die 80er Jahre katapultiert.

Angefangen mit Ororo Munroe, der jungen Storm, stellt er ein Team hochgefährlicher Mutanten zusammen, um die Welt, die Menschen zu vernichten und Ihrer Asche eine bessere Welt zu erbauen.

Charles Xavier bleibt nicht viel Zeit um seine X-Men zusammen zu trommeln und die Welt vor Ihrer Vernichtung zu retten. Doch als es geschafft ist, stehen sie einem unbezwingbarem Monster gegenüber. Das Ende der Welt ist zum greifen nah.

Erzählung

Angefangen wird mit dem Antagonisten im alten Ägypten. En Sabah Nur wird uns hier als Gott unter Menschen präsentiert. Da er die Titel gebende Hauptfigur des Films ist, ist es verständlich mit ihm zu beginnen und es klappt. Ein solider Einstieg, ein schöner Abgang. Ein wenig tut er einem zum Ende hin schon leid und da hätte ich schon gerne mehr von seiner Vergangenheit gesehen. Warum ist er so wie er ist? Deshalb wirkte seine wehleidige Darstellung etwas deplatziert.

Moira MacTaggert ist zurück im X-Men Universum. Sie ist bei der Wiederauferstehung von En Sabah nur dabei. Es ist schön sie erneut zu sehen, allerdings ist Ihre Rolle in der Geschichte so unnötig und austauschbar, wie es nur irgendwie geht. Zu allem Überfluss wird Ihre Rolle unnütz in die Länge gezogen. Man hätte gut auf sie verzichten oder sie für einen unbedeutenden Nebenchar einsetzen können.

Scott Summers und Ororo Munroe/Storm, werden weit geschickter in die Handlung eingeführt als die gute Moira. Und auch Jean Grey kriegt einen schnellen Eintritt in die Geschichte, mit dem schon leicht angedeutet wird, weshalb sie sich in der Zukunft so nahe sind. Alles in allem haben die drei Ihre daseins Berechtigung, auch wenn man von Storm gerne etwas mehr hätte sehen können.

Angel und Nightcrawler werden Klasse als Kontraste, als Gegenparts, in die Geschichte eingeführt. Kurt Wagner/Nightcrawler hat sogar das Glück auf die große Heldin zu treffen, welcher es zu verdanken ist, das die Menschen nicht jagt auf Mutanten machen. Auf Mystique, welche somit ebenfalls einen gelungen, gar logischen Einstieg hat.

Professor X erste Auftritt ist logisch nachvollziehbar und gut geworden. Auch weis er bereits als Professor zu gefallen, welcher Wissen lehrreich vermitteln kann. Seine Rolle ist wie gewohnt nicht unbedeutend, da sie auch oder besser, da sie wie immer einen großen Einfluß auf Magnetos Rolle hat, welcher den interessantesten Einstieg in die Geschichte hat. Bei seiner Rolle kann man nicht nur nach vollziehen weshalb er die Menschen so sehr hasst, sondern auch mit Ihm mitfühlen, ihn bemitleiden. So klasse wie sein Charakterlicher Aufbau auch in diesem Film ist, so unlogisch erscheint mir jedoch sein Sinneswandel im Letzten drittel des Films. Sehr gewagt finde ich auch, dass der Professor X sein Part stark an den von X-Men 2 erinnert.

Auch Wolverine hat seinen Part in diesem Film, welcher mehr als nur ein Cameo ist. Seine Rolle ist geschickt eingeführt und für die Handlung essenziel. Ich fand seinen Auftritt sehr gut, jedoch muss ich sagen, das er für einen nicht alternden Mutanten doch ziemlich alt aussah. Ich denke, es wird wirklich Zeit für das Ende.

Hank McCoy, das Biest, spielt auch wieder eine Rolle. Würde er nicht ab und an ein paar, für die Handlung notwendige Dinge sagen und wäre er für Professor X nicht so wichtig als Freund und als Ratgeber, dann wäre seine Rolle in diesem Film beinahe so unnötig wie die von Moira.

Alex Summers, der Bruder von Scott Summers, wird einfach in die Handlung reingeworfen und plötzlich wieder rausgeschrieben. Etwa genauso, wie Psylocke auf Plumpe Art und Weise in die Handlung ein und aus tritt. Bei beiden gilt eher das Motto, "Hauptsache mit dabei!"

Der letzte ist Quicksilver. Obwohl er so schnell ist kommt er doch zu spät und wird nun zu letzt genannt. Der Grund, weshalb er im Film vorkommt wird genannt, aber nicht ausgespielt. Dabei hätte das Magnetos Sinneswandel, wäre es im richtigen Moment passiert, besser rübergebracht. Er bekommt wieder eine klasse Szene, wie schon im Film zuvor. Sie bildet einen schönen Kontrast zum letzten mal, kommt aber auch nicht ganz an das Niveau heran.

Kurz und knapp: Einige Charaktere hätte lieber mehr Laufzeit bekommen müssen, andere dafür etwas weniger oder besser umgesetzt. Ein einigen Stellen wirkt die Geschichte etwas wackelig und auch recht holprig erzählt und noch dazu kommt es einen ab und an etwas zäh rüber. 3 Hüte

Darstellers

Alle Dartseller zeigen eine solide, gleichbleibende Leistung im Mittelfeld. Keiner sticht sonderlich heraus. Nichts schlechtes. Nichts meisterliches. Teilweise wirkte es so, als wären die älteren Darsteller mit der Reihe fertig, müde und ausgelaugt. Sowohl Herr Fassbender, James McAvoy, Nicholas Hoult, Lucas Till, Rose Byrne, Hugh Jackman. Sie alle wirkten, als wollten sie den Film so schnell wie möglich hinter sich bringen. Während der Junge Cast noch recht motiviert wirkte. Verübeln kann man es den Leuten nicht, da die Geschichte an vielen Stellen doch recht löchrig wirkte und nicht gänzlich logisch erschien. 2,5 Hüte

Effekte

Die Effekte wirkten überwiegend gekonnt und überzeugend. Selten wirkte etwas unecht oder unnatürlich/künstlich. Bis auf Storms Blitze in den Fingern. Auch wenn dasalte Ägypten schön anzusehen war schien es etwas zu plastisch. Der 3D-Effekt war sehr schön anzusehen. Auch klasse war es, mal mit den Augen von Cyclops zu sehen.

Doch, so gut die Effekte auch waren, musste das Finale, meines erachtens nach, in einem CGI-Overkill enden. Das fand ich dann doch recht schade. 3,5 Hüte

Unterhaltung

Der Soundtrack wirkte sehr bekannt und bot wenig bis nichts neues.

Die Action Szenen jedoch war sehr gut inszeniert und wussten zu gefallen.

Die ruhigen Szenen waren auch teilweise stimmig.

Auch wurden ruhige Szenen mit den action lastigen gemischt, das Ganze fühlte sich aber nicht zusammen passend an.

Das Drehbuch bot so einige Logiklöcher und zu viele Charaktere zur selben Zeit. Hier hätte etwas mehr Feinarbeit wunder vollbracht. Jedoch, bot es auch ein paar interessante Ansätze .

Scheinbar wurde auch versucht Witze im Film unterzubringen, jedoch zündeten diese nicht. Naja, kann ja nicht immer gelingen.

Die Atmosphäre wirkte den ganzen Film über doch sehr angespannt, selbst in den lockeren Szenen, das wirkte sich auch auf die Zuschauer und den ganzen Saal hinweg aus. 2 Hüte

Fazit

X-Men Apocalypse ist für mich der Comichafteste Teil der gesamten Reihe. Der Beste aber nicht, dafür bot er zu viel altes mit bekanntem und mischte es mit neuem. Ein vielen Stellen wirkte er nicht rund und eckte des öfteren an, so kam es dann auch, das er sich an einigen Stellen wie Kaugummi hinzogen.

Er ist nichts halbes und nichts ganzes. An manchen Stellen etwas schneller erzählt. Nicht mehr notwendige Charaktere raus und eine dichtere Atmosphäre und es hätte etwas großes werden können. Mit einigen gute Ansätzen, wie dem Akt des Friedens zeigte er aber auch gute interessante Ansätze.

Nächstes mal bitte etwas mehr Zeit in das Drehbuch investieren, um den Film runder zu gestalten, schlüssiger zu werden und vielleicht auch unterhaltsamer. Ich warte auch gerne 1 bis 2 Jahre länger auf den nächsten Film. Dieser wurde ja bereits nach dem Abspann angeteasert, auch wenn nur Comic-Insider erahnen können wohin der Weg uns führt.

Kurz um: X-Men Apocalypse ist die Apokalypse unter der ganzen X-Men-Reihe und bildet den neuen letzten Widerstand, welcher gegen die Abnutzungserscheinungen im Comicfilm-Genre kämpft.



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X-Men - Apocalypse Bewertung
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510
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2 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
uzuchino
Moviejones-Fan
Geschlecht | 17.07.2016 | 02:51 Uhr17.07.2016 | Kontakt
Jonesi

Danke für den Hinweis. Ich hab noch nicht viele Krtiken geschrieben und werde beim nächsten Mal versuchen weniger vom Inhalt preiszugeben^^

DerDerbeWastl
Moviejones-Fan
24.05.2016 | 10:50 Uhr24.05.2016 | Kontakt
Jonesi
1

Danke für diese Sehr detaillierte Kritik. Schön sachlich und schön analysiert - Sehr gut!

Leider wird mir im Text schon zu viel Vorausgenommen, was ich (wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte) als etwas störend empfinde.

Ich will damit nicht sagen dass Deine Kritik schlecht ist - finde Sie gut und objektiv bzw. sachlich(soweit das bei einer Kritik möglich ist) geschrieben.

Ich empfehle trotzdem jedem der den Film noch nicht gesehen hat diese Kritik zumindest bis zum Kinobesuch zu meiden, da aus meiner Sicht zu viele Inhalte preis gegeben werden.

Mir persönlich hat der Film gut gefallen, wie ich schon in der MJ Kritik geschrieben hatte: Popkornkino das mich gut unterhalten hat.

Viele Grüße

DDW