"Akira" kommt mit "Thor 3"-Regisseur Taika Waititi wieder in Gang

Manga-Adaption, der nächste Versuch

"Akira" kommt mit "Thor 3"-Regisseur Taika Waititi wieder in Gang

9 Kommentare - Mi, 20.09.2017 von R. Lukas - Jetzt aber! Warner Bros. braucht immer noch bzw. mal wieder einen Regisseur für "Akira" und ist dabei auf Taika Waititi gestoßen. Die Verhandlungen dauern noch an.

"Akira" kommt mit "Thor 3"-Regisseur Taika Waititi wieder in Gang

Akira, die von Warner Bros. geplante Realverfilmung der Mangas von Katsuhiro Otomo, begleitet uns schon seit Jahren. Wenn es mal vorwärts ging, stagnierte das Projekt meist wenig später wieder. Zuletzt gab es eine Absage von Get Out-Macher Jordan Peele. Der nächste Regisseur, der Akira in Gang bringen soll, ist Taika Waititi, der Mann hinter Thor - Tag der Entscheidung und Indie-Perlen wie Wo die wilden Menschen jagen oder 5 Zimmer Küche Sarg.

Bis jetzt ist er nur "im Gespräch", was so viel heißt, dass zwar verhandelt wird, eine Einigung aber noch aussteht. Nichtsdestotrotz zeigt sich daran, dass Warner Bros. und Legendary Pictures weiter Bock auf Akira haben, um es mal umgangssprachlich zu formulieren. Die Absicht war immer, aus der sechsteiligen Comic-Vorlage zwei Filme zu machen, so dass jeder Film drei Bände abdeckt. Auf Waititi wartet allerdings erst noch Jojo Rabbit, eine Dramedy im Zweiten Weltkrieg, die Fox Searchlight Pictures im kommenden Frühjahr gedreht haben will.

Die Geschichte von Akira spielt in der futuristischen Metropole New Manhattan, wo der Anführer einer Bikergang seinen besten Freund retten muss. Mit dem hat die Regierung Experimente angestellt, die ihm gefährliche und zerstörerische psychokinetische Kräfte verliehen haben.

Quelle: Deadline

Bilder zum Film

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MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 21.09.2017 | 11:10 Uhr21.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@ MobyDick
Gern geschehen. Und wir gerade beim Thema sind. Ich habe MJ eine News weitergeleitet, selbes Thema anderes Franchise.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
MobyDick
Moviejones-Fan
21.09.2017 | 09:25 Uhr21.09.2017 | Kontakt
Jonesi

MD02Geist:

Nein, überhaupt nicht wink

Im Ernst: Sehr aufschlussreich und interessant, danke :-)

Dünyayi Kurtaran Adam
MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 21.09.2017 | 08:50 Uhr21.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Auf zur nächsten Runde im Directors Chair Casting.

Um Kayins Frage zu beantworten. Ryuhei Kitamura spricht Englisch und ist seit 2005 im westlichen Filmgeschäft tätig. Er hat für eine gewisse Zeit in Australien gelebt und konnte so Filme wie MAD MAX kennenlernen und auch lieben.

Kitamura für eine Live-Action-Adaptation von AKIRA? Eine interessante Konstellation. Ich bin nicht abgeneigt, aber ich möchte hier eher eine Co-Operation noch mit Takashi Miike sehen. Das wäre für mich persönlich der Garant dafür, dass wir dem Manga und Anime Otomos Gerechtigkeit zukommen lassen könnten.

Warum Miike? Wenn jemand seine Time-Bokan-Adaptation YATTERMAN kennt, also ich habe mich weggeschmissen: es war genauso wie das Anime! Es war nicht direkt nacherzählt, aber Miike hatte es geschafft den Humor dieser Serie vom Anime in Live-Action zu verwandeln, ohne das ich einen Unterschied sehen konnte.

Es war in diesem Sinne positiv austauschbar!

Kommen wir nun zu den Hintergründen. Also AKIRA verbindet hier ein Thema das zwar noch immer in Japan präsent ist, aber bei weitem nicht mehr die Bedeutung inne hat, die es mal gab: Jugendbanden-Kriminalität.

Sicher dieses "Freiheitsstreben" war und ist deswegen umstritten, weil es jenseits der japanischen Gesellschaftsettikette existiert. Sie sind keine Yakuza, aber manche stehen diesen nahe. Hier spielen wie auch im Rest der japanischen Gesellschaft hierarische Strukturen eine sehr, sehr wichtige Rolle.

Und dies ist das größte Problem für eine Live-Action-Adaptation aus dem Westen. Wir kennen dieses Gefühl der japanischen Hierachie nicht. Wir haben auch ähnliche Strukturen, doch wenn ein Westler das spielen müsste, würde es uns so erscheinen: ein willenloser Bückling, der jeden Wunsch seines Gebieters erfüllt.

Doch dem ist nicht so. Auch wenn die Hierachie klar stellt: hier sitzt eine Person mit Macht, Einfluss und Kontrolle, er kann zwar gerne schikanieren, aber wenn er seine Gefolgsleute bei sich behalten will, muss er sie fördern und auch mal reden lassen. Tut er das nicht, ist seine Position gefährdet.

Das japanische Konzept der Loyalität ist für viele nicht-Interessierte eben ein Rätsel. Es geht hier in AKIRA wahrlich um den Drang der Gesellschaft; sprich

"Du musst Erfolg haben"
"Du musst einen Job haben"
"Du musst eine Familie gründen"
"Du musst uns einen Nachkommen schenken"

Dieser Zwang belastet viele Leute mental sehr stark und wir im Westen können meist nur eine Ahnung davon haben, was dieser Stress bedeutet.

Aber es nicht das einzige. Dazu kommt dann die internationale Komponente, die auch seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle spielt. Wie in GODZILLA (allgemein gesprochen); wie darf Japan international aufgestellt sein? Sprich darf es überhaupt - trotz der Verfassung - Waffen entwickeln und einsetzen?

Was bedeutet es ein Gefolgsmann eines anderen Staates zu sein? Ist dies richtig?

Diese Themen spielen eine sehr wichtige Rolle in AKIRA.

Kommen wir nun zu Nolan. Ich sagte es mal und wiederhole es gerne. Ich kenne seine Werke nicht, aber ich kenne die Diskussion um ihn hier auf MJ in Auszügen. Daher weiß ich nicht, ob er wahrlich der richtige ist.

Dann das Thema was MobyDick ansprach:
ROAD TO PERDITION. Ich kenne diesen Film noch seine Comic-Vorlage nicht, aber er basiert auf KOZURE OKAMI, was mir bekannt ist.

Würde man hier wahrlich den Weg beschreiten das Ausgangsmaterial so sehr an den Westen anzugleichen, so sehe ich hier ein gewaltiges Problem. Und das ist eine Wiederholung von GINO. Es steht ein Titel da, aber der Inhalt ist es nicht.

Ettikettenschwindel und Mogelpackung. Und das ist etwas, was ich und zahlreiche andere einfach nicht wollen.

Ferner. AKIRA wurde ja immer mit BLADE RUNNER verglichen. Das bezieht sich auf Otomos Architektur. Schauen wir uns mal BLADE RUNNER mit Ford an und das kommende Sequel. Es hat zwar ein netten Look, aber es wirkt sehr sauber - für eine solch dystopische Zukunft.

Dasselbe gildet für AKIRA. Weil AKIRA eben ein gezeichnetes Werk ist und hier andere Technologien als für einen Live-Action-Film zum Einsatz kamen bzw. kommen werden, erzeugt dies schon von Anfang eine andere Atmosphäre.

Schaut man sich nur den Anfang von AKIRA an, als Tokyo im Jahre 1988 zerstört wird. Im Moment leben wir in einer Welt die von Terrorismus gegeiselt wird. Hier hätten wir die ultimative Steigerung dessen. Die Zerstörung einer Millionen-Metropole in wenigen Sekunden.

Damals als der Manga und das Anime erschienen, gab es zwar auch Terrorismus, aber weil AKIRA hier auch Hiroshima und Nagasaki versucht zu verarbeiten, kann für dieses "New-York-Setting" nur der 11. September 2001 als Referenz genommen werden. Eine im japanischen Geiste entstandene Verarbeitung ist ja CLOVERFIELD.

Doch gerade der Kontext und die Zeit aus der AKIRA stammt und eben japanisch ist, kann nicht so einfach eine 1:1 Kopie in die USA verlegt werden.

Meine Meinung ist nachvievor: lieber keine Live-Action-Adaptation.

Ich hoffe meine Ausholungen waren nicht zu weit gegriffen.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
Kayin
Moviejones-Fan
Geschlecht | 20.09.2017 | 20:42 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich halte es für gewagt und für den Westen eigentlich nicht umsetzbar. Die japanischen Mangas beruhen auf der japanischen Geschichte und Mythologie und können daher kaum 1:1 umgesetzt werden. MD02GEIST kann da bestimmt mehr dazu sagen, dafür hab ich davon zu wenig Ahnung, ich behaupte es einfach mal.

Deshalb sollte der Film vllt von einem japanischen Regisseur gemacht werden, der auch die westliche Welt kennt bzw schon für Hollywood gearbeitet hat. (Keine Ahnung, ob es so jmd gibt, auch hier muss unser jap.- chinesisches Filmbrain uns aufklären).

Nolan könnte das bestimmt umsetzen, allerdings hat er ja gesagt, dass er für Filmreihen nach der Batman Trilogie, nicht mehr zur Verfügung steht.

Nevermore
Moviejones-Fan
20.09.2017 | 20:11 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Das Road to Perdition auf nem Manga basiert war mir völlig neu. Danke für die Info.

Ich denke auch Akira ist ziemlich schwer zu verfilmen, zum einen an sich und zum anderen speziell für den Westen. Christopher Nolan wäre auch für mich die erste Wahl, da ich denke das er gut seinen eigenen, düsteren und doch realistischen Touch einbringen würde und ihn voll mit kreativen Ideen packen würde, ohne den Film einfach bloß zu kopieren. Ghost in the shell gehört meiner Meinung nach zu den qualitativeren US Realverfilmungen, abgesehen von Road to perdition, und war dennoch ziemlich uninspiriert und an vielen Stellen nicht nur kopiert sondern auch noch schlecht kopiert und irgendwie kams einem vor als hät man alles schonmal gesehen und nicht nur im gleichnamigen Original. Dadurch war er ein eher belangloses Filmchen was man sich mal anschauen konnte weil nix besseres lief. Wenn Nolan Akira verfilmen würde, würde ich davon ausgehen das es sich weniger nach einer Nacherzählung anfühlen würde als nach etwas vollkommen eigenständigem mit gleicher Story. Finde Chronicles - wozu bist du fähig -geht schon stark in diese Richtung. Jedenfalls erinnert er an Akira wie Inception an Paprika (der Film nicht das Gemüse)

Mahoney
Moviejones-Fan
20.09.2017 | 15:22 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Lasst es Christopher Nolan machen, mit Schauspielern die nicht weißgewaschen wurden und Drehorten die dem Original entsprechen und ihr werdet einen dreiteiligen Meilenstein erhalten der sowohl beim Publikum ( "Akira" im Mainstream unbekannt dafür "Nolan" sehr bekannt) als auch bei den Fanboys landen.

Die Vorlage bietet sehr viel Stoff, was einem fast unmöglich erscheint, gerade dafür ist er wie gemacht, weil er eben nicht nur auf eine tolle Optik setzt sondern die einzelnen stränge voranbringen kann ohne das Ende aus der Sicht zu verlieren.

Wiederholt nicht den Fehler von GitS, obwohl ich ihn ziemlich gut und unterhaltsam fand.

Venus and Serena in the Wimbeldon arena

MobyDick
Moviejones-Fan
20.09.2017 | 15:09 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

ferdyf:

Man muss die Mangas nur Westkonform genug verfilmen, dann klappt es in der Regel auch, siehe zum Beispiel Road to Perdition.

topic:

Irgendwie wage ich zu bezweifeln, dass das der richtige Mann für den Job ist, eine schräge trashige Perle a la Toxic Avenger bringe ich irgendwie nicht mit Akira in Verbindung

Dünyayi Kurtaran Adam
ferdyf
Alienator
Geschlecht | 20.09.2017 | 15:01 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 20.09.2017 17:19 Uhr editiert.

USA und Mangas funktioniert einfach nicht. Die Amis scheinen den japanischen Pendanten zu ihren Comics aus Protest zu meiden. Das ist jedenfalls mein Gefühl, denn gefühlt jede Mangaverfilmung floppt eiskalt. Finde ich persönlich sehr schade, denn natürlich waren nicht alle Umsetzungen erste Sahne, aber doch besser und abwechslungsreicher als so mancher 0815 Hollywood Film. In letzter Zeit haben vermehrt einige große Blockbuster gefloppt und ich glaube, der Trend zeigt weiterhin nach unten bis die Blockbusterdichte merklich abnimmt

sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 20.09.2017 | 14:28 Uhr20.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Na da bin ich ja mal gespannt, ob das diesmal was wird. Das Hin und Her bei Akira ist ja genauso zum Haare raufen, wie der Zirkus der bei der möglichen He-Man Neuverfilmung abgeht. Ob es diesmal was wird?

...mal sehen... undecided

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!