Ein "Zorn des Khan"-Reboot als "Star Trek - Discovery"-Ableger?

Nicholas Meyer arbeitet an etwas

Ein "Zorn des Khan"-Reboot als "Star Trek - Discovery"-Ableger?

15 Kommentare - Do, 03.08.2017 von N. Sälzle - Regisseur Nicholas Meyer könnte womöglich an einem Reboot von "Zorn des Khan" arbeiten. Oder sollen wir es besser ein Spin-off nennen? "Discovery" könnte hieran schließlich maßgeblich beteiligt sein.

Ein "Zorn des Khan"-Reboot als "Star Trek - Discovery"-Ableger?

Alle Sci-Fi-Welt schaut derzeit auf Star Trek - Discovery, während sich zugleich nahezu heimlich still und leise eine weitere Star Trek-Serie anzubahnen scheint. Schon seit geraumer Zeit machen Gerüchte und Diskussionen die Runde, dass Nicholas Meyer, seines Zeichens Regisseur von Star Trek 2 - Der Zorn des Khan an einem weiteren Star Trek-Kapitel arbeitet. Und dieses könnte sich als Spin-off über einen der berühmtesten Schurken des Star Trek-Universums herausstellen.

Berichten zufolge sei Meyer, der bei Star Trek - Discovery in beratender Funktion sowie als Drehbuchautor an Bord ist, mit den Arbeiten an einem Spin-off zu Star Trek 2 - Der Zorn des Khan beschäftigt, das sich voll und ganz auf Khan, Kirks Erzfeind und genetisch verbesserten Schurken, konzentriert. Erste Gerüchte machten bereits die Runde, als Meyers erklärte, Discovery hätte vielen weiteren Star Trek-Geschichten die Tür geöffnet.

In einem Interview mit TrekMovie sprach er zudem bereits im Juni davon, an einem anderen Star Trek-Projekt zu arbeiten, das nichts mit Discovery zu tun habe. Zugleich machen Gerüchte die Runde, dass es bereits in Star Trek - Discovery zu einem Wiedersehen mit der Schurken-Ikone geben könnte.

Stellen sich die Berichte als wahr heraus - was aktuell allem Anschein nach der Fall sein wird - muss sich immer noch zeigen, ob sich die Trekkies mit dem neuen Khan eher anfreunden können, denn mit dem von Benedict Cumberbatch in Star Trek Into Darkness dargestellten Khan. Wer auch immer in dem (wahrscheinlich) kommenden Zorn des Khan-Reboots in die Fußstapfen von Originaldarsteller Ricardo Montalban treten muss, wird es jedenfalls nicht leicht haben.

Zunächst dürfen wir uns allerdings ab dem 25. September per Netflix davon überzeugen, ob ein Unterfangen dieser Art überhaupt von Erfolg gekrönt ist. Dann folgt schließlich die internationale Ausstrahlung von Star Trek - Discovery, nachdem die Serie am Tag zuvor in den USA bei CBS All Access ihren Auftakt feierte.

Quelle: Slashfilm

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Rubbeldinger
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.08.2017 | 21:16 Uhr07.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2017 23:50 Uhr editiert.

Diese News hatte sich bis jetzt sehr gekonnt vor mir versteckt, kommt scheinbar doch mal vor das ich ne News zu Star Trek mal überseh! Aber wenn auch schon einige Tage her, füg ich noch ein, zwei Sätze zu dem Thema hinzu:

Lieber Nicholas Meyer, so sehr ich deine Beiträge zu meinem liebsten Sci-Fi-Universum zu würdigen weiss, aber wirst du mit vorgehaltenem Phaser dazu gezwungen? Kommt bald in der Zeitung ein Bild von dir mit vorgehaltenem Schild, auf dem die Worte der Entführer stehen?

Holt man sich große Namen, die sich bei ST verdient gemacht haben, egtl nur ins Boot um damit die Fangemeinde milde zu stimmen und um Nicht-Fans die sich schlau lesen zu zeigen, dass hier Profis am Werke sind um die Werbetrommel laut durch den brennenden Wald erklingen zu lassen? Denn ich muss sagen diese Idee für eine weitere Serie könte nicht weiter entfernt liegen von der Hoffnung auf eine durch den Erfolg von Discovery

*Hust - Entschuldigung*

begründete Möglichkeit auf eine "richtige" neue ST-Serie, die Serie die egtl alle wollen, nur die Macher nicht machen wollen, oder Können? Denn werden die erfahrenen Leute dazugeholt, mit den Worten: "Macht mir, aber hier haben wir eine kleine Liste der Arbeitsbedingungen für euch, was ihr tun und was ihr zu lassen habt" - Worauf die Antwort kommt: "Aber so können wir nicht arbeiten, da kommt doch keine gute ST-Serie bei raus!" - "Ach wir haben hier auch noch einen Scheck!"

Discovery hat ja schon ein klein wenig meine Unzufriedenheit geweckt, aber da nun noch - schon wieder - Khan neu aufgegossen werden soll, als obs kein Morgen gäb, frag ich mich doch in was für ein Faß überlaufender Scheisse uns CBS/Paramount noch stecken will?

@MD02GEIST

Erstmal hab ich leider "Moby Dick" nie gelesen, steht aber schon seit Ewigkeiten auf meiner Einkaufsliste! Durch mehrere Verfilmungen dieses Stoffes oder Themas, bin ich mit der Materie aber vertraut!

Ob dies mit Roddenberrys Vision von ST, einer untereinander und mit allen Anderen im Universum friedlich lebenden Menschheit vereinbar ist?

Ich setz da mal anders an und frag, warum gibt es denn im Universum keinen Frieden? Warum schafft es eine Rasse, die friedvollen Umgang mit allem wo lebt anstrebt, nicht dies umzusetzen, im Großen wie im Kleinen? Vulkanier haben gezeigt das dies durch Logik teilweise gelöst werden kann, aber selbst Vulkanier würden Millionen in den Tod schicken wenn es die Logik gebietet! Die Vulkanier haben da aber eine schöne Umgehungsstraße für sich gefunden, in dem sie das Problem nicht gelöst haben, den die Konflikte sind ja nicht verschwunden, sondern werden nun rein nach Fakten gehandhabt! Die Auslöschung ( bzw größtenteils Auslöschung ) aller Emotionen schaltet alle gleich, da Meinungen wie wissenschaftliche Entdeckungen für jeden nachvollziehbar sind! Das einzige was die Vulkaniern jetzt noch am perfekten, fiedlichen Zusammenleben hindert, ist dieses kleine bisschen Restemotionen, das man auch Charakter nennen könnte!

Aber wir sind alle Sklaven unserer Biologie, unserer Instinkte, unserer Triebe, fest in jeder unserer Zellen verankert, Evolutionsbedingt! Man sagt immer "Dies und das wäre Menschlich", aber da sollte man doch eher "Natürlich" sagen, oder eben "Biologisch"! Immer getrieben von Konflikten, zwischen dem was man gerne machen würde, wie man gerne sein würde, und dem was man gezwungen wird zu tun oder zu sein!

Wenn was "Moby Dick" zugrunde liegt, dann dass einen Rache blind macht, aber das macht Liebe auch! Ach die gute, alte Dualität! Also würd ich sagen Roddenberrys Vorstellung einer friedlichen Zukunft, kommt wahrscheinlich nur zustande wenn sich alle gegenseitig durch Krieg ausgelöscht haben, weil warum es niemals Frieden geben kann, sag ich mal anhand eines kleinen Beispiels:

Als ich vor paar Wochen auf dem "Bang Your Head"-Festival, also einem Metalfestival war, gab es zwischen dem Gelände und dem nahen Supermarkt, quasi eine Fußgängerzone, und als ich da durchlief um mir die Biervielfalt in der Getränkeabteilung des genannten Supermarktes genauer anzusehn, standen da zwei Menschen! Ein junger Mann und eine wahrlich heiße Schnitte, neben einem Tisch auf dem mehrere Bibeln lagen!

1. Da hocken sich zwei bibeltreue Menschen, inmitten tausender, schwarzgekleideter, nietenbehangener Fans der harten Klänge, mit offensichtlichen Missionierungsabsichten!

2. Als ich das sah kam ein mordsmässiger Hass in mir hoch, weil ich Religion verachte! Erwiesenermaßen von Menschen erfundene Götter sind mir zuwieder!

Wer von uns ist jetzt der Gute, wer der Schlechte? Die können es nicht ertragen in einer Welt zu leben, wo es Leute wie mich gibt die ihre Ruhe dadurch stören, dass sie etwas anderes glauben als sie selbst, und deshalb einen Drang verspüren, den Rest der Welt nach ihrem Bild zu formen und damit ihr friedliches miteinanderleben zu gewährleisten! Ich andererseits fühl mich in meinem Frieden gestört, den alle um mich herum mit mir bereits teilen, weil diese Leute mir ein Weltbild aufzwingen wollen das ich für falsch halte! Und im Gegensatz zu manch anderen, weiß ich daß meine Götter erfunden sind, in Form von Filmen und Serien, aber ich weiß auch daß sie Real sind, nicht nur ein Mythos, oder? Ist jemandem einen guten Film/Serie zu empfehlen auch schon Missionierung?

Wer ist Kirk, wer ist Khan? Wer Föderation, wer der "Bösewicht"?

Deshalb gibt es Waffen auf der Enterprise, weil niemand wirklich "Gut", und niemand wirklich "Böse" ist, weil alle ihre Beweggründe haben, warum sie tun was sie tun! Ob man jetzt gezielt mit Absicht einen Feind mit Waffengewlat vernichtet, oder einen Angreifer in passiver Notwehr pulverisiert, läuft so in etwa auf dasselbe hinaus!

Das alle in Frieden miteinander leben, in Harmonie mit sich und dem Universum, ist ein schönes Ideal, das es anzustreben gilt! Aber mehr kann man auch nicht tun, es versuchen! Realisierbar ist das Ganze nicht, niemals! Aber der Gedanke dass es vllt irgendwann mal so sein könnte, das ist ein schöner Gedanke, und im Geiste eines solchen Gedankens eine Welt zu erschaffen, von der man Abseits der Realität Fan sein kann, ist großartig!

Aber das hat die heisse Schnitte am Bibelstand wahrscheinlich auch von sich gedacht, das ihre Realität großartiger ist als meine!

Und das ist "BOLDY GO WHERE NO MAN HAS GONE BEFORE", der Gedanke!

Spocks heroischer Tod war einfach nur eines: Logisch!

All Hail To Skynet!

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 04.08.2017 | 13:19 Uhr04.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@Geist

"Aber entbehrt es nicht einer Ironie, dass man quasi in die Dunkelheit gegangen ist (into Darkness) und quasi auch gleichzeitig dorthin wo bisher niemand war? Sprich ein vollkommen unbekanntes STAR TREK?"

So konträr finde ich das nun auch wieder nicht. Ich weiß nicht, wie viel "Mehrdeutigkeit" die Autoren selbst in den Titel "Into Darkness" interpretierten. Jedoch ist die Reise ins Unbekannte - und gerade beim dunklen Weltraum - immer auch eine Reise in die Dunkelheit. Etwas, was noch nicht erforscht ist, heißt nicht umsonst "Blackbox". Allerdings ist es im Hinblick auf das Thema im Film zweifelhaft, ob genau diese Beschreibung greift.

Aber ich verstehe, was Du grundsätzlich meinst.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 04.08.2017 | 12:47 Uhr04.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Burt

"Mit Büchern habe ich es nicht so, jedenfalls nicht mehr. Ist leider dem Alltag geschuldet, darum kann auch ich zu Moby Dick nicht viel sagen. Ich kenne die Geschichte, aber das wars auch schon. Auch trenne ich Bücher und Verfilmungen, es sind komplett unterschiedliche Medien und wenn Star Trek oft darauf zurückgreift, sagt uns das doch, diese Geschichte ist verdammt gut."

Ein weinendes und zustimmendes Auge habe ich gerade. Danke dennoch.

Aber entbehrt es nicht einer Ironie, dass man quasi in die Dunkelheit gegangen ist (into Darkness) und quasi auch gleichzeitig dorthin wo bisher niemand war? Sprich ein vollkommen unbekanntes STAR TREK?

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
Burt
Moviejones-Fan
Geschlecht | 03.08.2017 | 19:16 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi
1

@ MD02GEIST

Es wird immer gesagt Roddenberrys Vision wäre eine perfekte und Fehlerfreie Menschheit.

Aber das ist nunmal nicht so, man sieht es ja in den Serien, speziell TOS und den älteren Kinofilmen. Wenn die Menschheit so perfekt wäre gäbe es keine durchgeknallten Menschen in der Serie. Es geht eigentlich darum eine Lösung zu finden die in dem jeweiligen Moment das bestmögliche darstellt. Schwierigkeiten gemeinsam zu bewältigen, auch wenn das bedeutet ein Ergebnis zu bekommen welches sehr negativ ausfallen könnte. Aber selbst dadurch lernt man und entwickelt sich weiter. Sie dir die Folge "Der Fall Charlie" an, der junge Mann tut einem am Ende sogar sehr Leid, aber er ist einfach eine zu große Gefahr als das man ihn unter Menschen leben lassen könnte.

Du vergisst das Kahn damit einverstanden war mit seinen Leuten auf dem Planeten zu leben, Kirks handeln war das einzig logische und vor allem.menschlichste. Absolut im Einklang mit Roddenberrys Vision der Menschheit, in Zukunft Konflikte anders zu lösen. Auch wenn Kahn und sein Gefolge Menschen sind, kann man sie nicht einfach so zurück in die Gesellschaft lassen. Die Gründe dafür hat Kahn ja selbst geliefert. Und ich finde diese Story spiegelt die aktuellen Ereignisse unserer Zeit perfekt wieder, ohne ins Detail gehen zu müssen denke ich jeder versteht es. Kirk hat das Beste aus der Situation gemacht in der Hoffnung, Kahn und seine Leute können sich selbst weiterentwickeln, ohne Einfluss von außen und so das Leben leben das sie wollen.

Mit Büchern habe ich es nicht so, jedenfalls nicht mehr. Ist leider dem Alltag geschuldet, darum kann auch ich zu Moby Dick nicht viel sagen. Ich kenne die Geschichte, aber das wars auch schon. Auch trenne ich Bücher und Verfilmungen, es sind komplett unterschiedliche Medien und wenn Star Trek oft darauf zurückgreift, sagt uns das doch, diese Geschichte ist verdammt gut.

The Motion Picture ist gut, aber trotzdem recht langatmig und ein Film den man sich nicht so oft ansehen kann (zumindest ich) wie andere aus der Reihe. Selbst Star Trek 4 finde ich nicht so herausragend wie viele andere. Mir gefällt da der fünfte Teil sogar viel besser, obwohl dieser immer so schlecht geredet wird. Dennoch gefällt auch mir im ersten Kinofilm dieses Unbekannte und die Zeit die sich der Film nimmt, um die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Ich finde nicht das Star Trek 2 und Teil 8 sich von Roddenberrys Vision so sehr entfernen. Ich finde diese Filme und vor allem Generations, fangen die Menschlichkeit perfekt ein, sogar noch besser als Roddenberry es je hätte selbst machen können. Ist ja bekannt das er von Wrath of Kahn nicht sonderlich angetan war, aber die anderen Beteiligten haben dem ganzen eben die perfekte Würze geliefert und Star Trek geliefert wie es sein soll. In manchen Storys geht es um große Konflikte und wie die Menschen damit umgehen, in anderen Storys geht es um kleine Dinge und welch große Wirkung sie haben können. Star Trek war NIEMALS Friede Freude Eierkuchen, aber wenn die Macher des neuen Star Treks vergessen was die Essenz von Trek ist, wird das neue Trek einfach nichts.

Am liebsten sind mir First Contact, The Undiscovered Country, Wrath of Kahn und Generations gefolgt von den anderen. Ausgenommen die aus dem Paralleluniversum von JJ, die sind für mich etwas anderes und gehören für mich nicht zur Reihe.

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 03.08.2017 | 17:13 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@Geist,

Das Buch habe ich in der Tat nicht gelesen. Daher kann ich Dir hier keine genauere Analyse liefern.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 03.08.2017 | 15:53 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Burt+MrBond+Solgort
Erstmal ein riesiges Danke für eure Antworten.

@ Burt
Ob du mir glaubst oder nicht, aber du für mich bist DER ERSTE Fan bzw. Trekkie der dies so klar formuliert.

"so wird das mit Roddenberrys Visionen einer friedlichen Menscheit völlig übertrieben."

Wahrhaftig sehr diskussionsbedürftig, denn ich habe es immer so erlebt, dass diese Form als Ideal angesehen wurde beziehungsweise wird.

Der Rest deines Posts war ja nur eine Rekaptilierung der Ereignisse, du hast daher meine Fragen nicht wahrlich beantwortet. Zwingen dazu kann ich dich natürlich nicht, aber es wäre doch schön wenn du nochmal dazu Stellung nehmen könntest.

@ Bond
Du antwortest mir nicht hier wirklich zufriedenstellend. Erlaube mir die Frage einfacher zu stellen: kennst du Melvilles Werk, sprich den Roman? Die Film-Adaptationen wirst du bestimmt kennen, doch was ist mit Buch?

Und natürlich hast du recht, dass eben Konflikte sich besser erzählen lassen, als nur Friede-Freude-Eierkuchen, doch genau darauf wollte ich hinaus. STAR TREK ist eine wunderbare Utopie, aber nur eben eine Utopie die man anstreben kann, aber niemals erreichen kann.

Deine Worte zu THE MOTION PICTURE. Leider hast du recht, dass heute dieser Film für heutige Zuschauer nichts ist. Diese Aufnahmen und diese Form der Langatmigkeit kamen mir persönlich niemals so unter. Warum? Immer wenn ich THE MOTION PICTURE sehe, werde gefangen von VGERs unglaublicher Präsenz. Sicher es sind alles nur Modelle, aber die Kameraführung und die Musik, dass "stille Vordringen" in einen Giganten = eine neue Welt, dass ist einfach nur toll.

Es kann nicht alles Action sein, diese Ruhe oder auch absolute Fremdartigkeit nehmen mich jedenfalls immer gefangen. Syd Mead damit wahrlich ein geniales Konstrukt geschaffen.
Dazu kommt der Subplot mit Dekker und Ilia. Sicher hier hätte man vielleicht noch mehr ausarbeiten können, aber das ist ja dem Känzeln des TV-Projektes zugrunde gelegt. Was mich fasziniert ist der Wille zu etwas Höheren aufzusteigen, aber GEMEINSAM mit einer lieben Person = das ist Transzendenz in reiner Form.

Natürlich gaben sie ihre Körper auf, aber nicht ihr Leben und sie gingen in eine Welt weiter als die bekannte Vorstellung reichte - Gänsehaut, Spannung, Ehrfurcht und Bewunderung wurde hier vereint.

@ Solgort
Das nenn ich auch ein gelungenes Post, aber auch hier du scheinst die Referenzfrage zu Melville zu übergehen. Wie gehst du damit selber um? Wie gehst du mit dem Roman von Melville um? Kennst du diesen?

Der Grund warum 2+8 sich hier entgegen stellen ist für mich gesehen dieser. Roddenberry stellte eigentlich als Grundbedingung für die Serie da, dass wir Menschen alles negative quasi abgeworfen hätten. Das die Serie dies widerlegt, ist ja auch gut so.

Dennoch er führte dies immer wieder vor und ignorierte dies zuweilen auch und darum haben auch Serien wie DS9 hier einfach für mich besser gearbeitet. Moral ist gut und richtig, aber der Mensch kann nicht immer positiv sein, es gehört zu seinem Wesen auch schreckliches zu tun und das hat Konsequenzen.


Ich kann es nur wiederholen: danke für eure Antworten, aber es würde mich wahrlich noch mehr freuen, wenn ihr das Buch lesen könntet und dabei dann in euch selber geht und dann nochmal euch auch fragt: ist dies wahrlich das STAR TREK ausmacht?

Mein Hintergedanke ist einfach aus dem Umstand geboren, dass ich zeigen will: wir sind nicht perfekt, aber gottgleich Gottlos zu agieren bringt nichts und ich hoffe diese Kernbotschaft aus MOBY-DICK; ODER: DER WAL von Herman Melville habt zumindest ihr verstanden.

Es ging mir nicht darum euch vorzuführen oder das Gesicht verlieren zu müssen, sondern nur das ihr vielleicht noch ein wenig mehr an STAR TREK Spaß haben könntet, wenn mal wieder ordentlich darüber disktutiert werden kann, anstelle von einheitlichen Diskussionen, egal ob nun positiv oder negativ - sondern dem Ideal ein wenig entgegen zu kommen.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
Solgort
Moviejones-Fan
03.08.2017 | 11:35 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

So hier muss ich mich bezüglich des MD02GEIST-Fragenkatalogs zunächst einmal Burt anschließen.
Khan und seinem Gefolge auf diesem Planeten eine zweite Chance zu geben finde ich ist sehr gut mit Roddenberrys Idee einer friedlichen, besseren Menschheit vereinbar.

Auch in der Zukunft wird man ja Fehlverhalten in irgendeiner Art belangen müssen, damit jemand, der Regeln nicht einhalten will, keine Gefahr für andere darstellt. Khan wollte die Crew der ganzen Enterprise töten.
Aus Sicht der Straftheorien unserer Zeit könnte man jetzt mit den strengen Straftheorien wie der Vergeltungstheorie nach Immanuel Kant herangehen, dann wäre die Maßnahme von Kirk geradezu lächerlich harmlos, weil das Verhalten von Khan kein bisschen vergolten wurde, aber da darf man wohl davon ausgehen, dass so etwas überkommen ist.
Nicht überkommen sein dürften aber Theorien der Generalprävention und Spezialprävention. Das Belangen von Taten, zum einen um zu zeigen, dass solche Verhalten nicht unbestraft bleiben, damit man nicht zu Fehltritten motiviert wird, zum anderen auch um die Gemeinschaft vor den Schuldigen zu schützen und diesen einen Weg einzuräumen, sich zu bessern.
All diese Wege hätten auch in einem Föderationsgefängnis enden können.
Kirk indes wählte eine andere Option, zum Schutz seiner Crew aber auch, um Khan und seinesgleichen eine reelle Chance zu geben, einen Neuanfang zu finden, bot er ihm die Möglichkeit mit seinesgleichen auf diesem Planeten etwas neues aufzubauen.
Nichtmals zwingend als Strafe, aber als Maßnahme, die als einzige denkbar ist, wenn weitere Konflikte auf dem Schiff vermieden werden sollen.
Das ist im Grunde weit harmonischer als alles, was man da heute machen würde.
Man stelle sich vor, eine Gruppe von Leuten, die sich für die Herrenrasse hält, versucht hier eine große Zahl von Leuten, die sie für "Untermenschen" erklären, umzubringen - und als "Strafe" setzt man sie auf einer Insel mit allem, was sie zum Überleben brauchen aus...
Der Facebook-Shitstorm wäre ohnegleichen ...

Was den U-Boot Kampf angeht, und ob das vereinbar ist - Roddenberry hat auch in TOS, während er noch viel Kontrolle hatte, Weltraumkämpfe gezeigt und angedeutet, die Enterprise hat mehrfach sogar Planeten beschossen. Die bloße Tatsache, dass die Menschheit eine übergreifende, friedliche Föderation aufbauen will, kann ja nicht heissen, dass sie jede Aggression kampflos hinnehmen könnte. Jedoch noch so gute System wird sich manchmal mit Waffengewalt verteidigen müssen, ideal ist es natürlich, wenn man dabei die Mittel hat, tödliche und allzu destruktive Angriffe unterlassen zu können.

Mithin ist mir auch nicht ganz klar, warum sich Star Trek 2 und 8 so deutlich gegen Roddenberrys Version stellen - sie erzählen sie für mich noch recht authentisch weiter.

Star Trek 1 ist in der Tat kein schlechter Film, ganz im Gegenteil, es wurden Fehlentscheidungen getroffen was Kostüm und einiges der Technischen Darstellen angeht, meiner Meinung nach, aber die Geschichte fand ich schon immer sehr gelungen. Liegt mir zum Beispiel weit mehr am Herzen als Star Trek 4, den ich immer eher als eine komödiantische Doppelfolge ansah, deren Geschichte schon sehr an den Haaren herbeigezogen wirkte.

Deine Letzte Frage (?!) bezüglich Spocks Ableben verstehe ich leider nicht wirklich.


Ansonsten direkt am Thema:
Mir ist nicht ganz klar, wie das mit Khan von statten gehen soll, wenn nicht in der Tat die eugenischen Kriege gezeigt werden sollen.
Aber ich finde auch, man hat ihn mittlerweile genug erzählt. Khan wurde nach einer gelungenen Folge als Plan C für einen zweiten Kinofilm herangezogen, nachdem andere Ideen verworfen wurden, und plötzlich erscheint es so, als wäre Kirk nie in seinem Leben wem anders begegnet.
Lursa und Betor sind Picard sogar mehrfach begegnet und auch in einem Kinofilm, trotzdem käme keiner auf die Idee, bei einem TNG Reboot sofort zu wollen, dass die irgendwo auftauchen (denke ich zumindest).
Ich persönlich hätte auch lieber gehabt, dass Benedict Cumberbatch Gary Mitchell statt Khan gewesen wäre, wobei dafür ja auch nötig gewesen wäre, dass die Spitze des Eisbergs sich ähnlich wie gehabt nochmal im JJ-Universe abgespielt hätte.
Ein Spin-Off über den in der Kelvin-Timeline fände ich an sich auch nicht undenkbar, ich meine klar, ein Stein ist auf ihn gefallen, aber wer sagt, dass den sowas umbringen muss, so seltsam mächtig wie der zu der Zeit war.
Jedenfalls gibt die Zeit um TOS genug Figuren her, die man Spin-Offen könnte - da braucht man nicht zwingend nochmal Khan zu sehen...


MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 03.08.2017 | 11:10 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2017 11:14 Uhr editiert.

@Geist

Hui, das sind ja ganz schön viele Fragen, die ich grundsätzlich nur aus meiner Sicht beantworten kann. Ob das so alles richtig ist bleibt dahin gestellt.

Was den Bezug zu Moby-Dick betrifft, so hast Du natürlich recht. Sowohl das Buch an Bord der Botany-Bay (Zorn des Khan) als Wink mit dem Zaunpfahl, als auch das direkte Rezitieren aus selbigem Buch in First Contact, lässt ja keine Zweifel an der Verwandtschaft. Grundsätzlich ist die hauptsächliche Story „Mann wird (direkt oder indirekt) verletzt und rächt sich“ nicht neu. Dies kann in mannigfaltiger Weise dargestellt werden. Bei Moby-Dick wurde Ahab das Bein vom weißen Wal abgebissen, Khan wurde ins Exil geschickt (wohlgemerkt nicht hingerichtet).

Es ist mir bewusst, dass dieser Handlungsplot nicht wirklich Roddenberrys Vision widerspiegelt und soweit ich das in Erinnerung habe, war er auch nicht wirklich angetan von der Handlung in Zorn des Khan. Dennoch lief auch TOS nicht immer friedlich ab – nicht umsonst hat er die Enterprise ordentlich bewaffnet. Star Trek war für Roddenberry bekanntlich eine Art Western im Weltall – mit Schießereien und Schlägereien. Jedoch war diese Zukunft einer vereinten Erde, in der Amerikaner, Japaner, Russen, Afrikaner(innen) und last but not least Aliens zusammen an einem Strang ziehen, sein Hauptaugenmerk und auch das kontroverseste (in den 60er Jahren) seiner Geschichte.

Letztlich wäre jedoch Friede Freude Eierkuchen im Weltall kein Thema, das sich lange verkaufen lassen könnte. Konflikte sind nun mal der Stoff aus dem spannende Geschichten sind. Ob das nun eine Vendetta, ein alternativer „Kalter Krieg“ (Föderation vs. Klingonen), oder andere Probleme sind, bleibt der Fantasie überlassen. Was letzlich die richtige Einstellung zum Thema Star Trek ist, kann ich Dir nicht beantworten. Dafür war ich sicher nie genug „Trekkie“. Will heißen: Ich liebe die Filme und Serien und ich mag vor allem die Philosophie der Sternenflotte und ihre alltäglichen Herausforderungen, dieser Philosophie gerecht zu werden. Das sind menschliche Probleme. Wie sehr kann ich Moral und Ethik dehnen um mein Ziel zu erreichen? Wie sehr darf ich mich in andere Kulturen einmischen? Was ist moralisch vertretbar?

Star Trek – The Motion Picture war ja tatsächlich als neue Serie geplant. Gene Roddenberry himself war am Buch beteiligt. Dass der Film langatmig geworden ist hat mMn mehrere Gründe: Einerseits kommt der philosophische Aspekt sehr stark zum Tragen, wobei die Story ansich sehr übersichtlich ist. Dazu kommt, dass mit Star Wars eine neu Generation von Special Effects eingeläutet wurde. Soweit ich weiß hat ILM (George Lucas` Industrial Light and Magic) die Effekte für den ersten Star Trek gemacht… und die Raumschiff-Aufnahmen wurden geradezu zelebriert. Kirk kommt mit dem Shuttle auf die Enterprise – nach dem er 5 Minuten (!) um das Schiff gegondelt ist. Der Klingonische Kreuzer fliegt ebenfalls in einer gähnend langen Einstellung an der Kamera vorbei. Das ist alles super cool, vor allem für das Puplikum der 70er/80er Jahre. Heute jedoch nicht mehr zeitgemäß. Dennoch schaue ich auch heute gerne immer mal wieder dieses Mammutprojekt an. Langatmig: ja, langweilig: nein.

Thema: Spock opfert sich für die Crew. Auch hier (wie oben das Vendetta-Thema) stellen wir fest, dass diese noble Selbstaufopferung nichts neues ist. Das gab`s früher und auch heute noch immer wieder. Stellvertretend nenne ich, aus kürzerer Vergangenheit, „Armageddon“ und aus der älteren Geschichte „Die Höllenfahrt der Poseidon“. In beiden Filmen opfern sich die Hauptdarsteller, um die Mehrheit zu beschützen. Dies ist ein gern angewandter Handlungstwist, der dramaturgisch super funktioniert. Wo diese Idee letzlich als erste herkam, kann ich nicht beurteilen. Japan wäre sicher naheligend, wenn man sich die reale Vergangenheit des Landes betrachtet (z.B. Kamikaze-Piloten etc.)

Ich weiß nicht, ob ich Dir Deine Fragen zufriedenstellend beantworten konnte, aber es war zumindest mal ein Versuch.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Burt
Moviejones-Fan
Geschlecht | 03.08.2017 | 10:52 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@ MD02GEIST

Bin zwar nicht MrBond und auch nicht Rubbeldinger, aber wenn man die TOS-Serie kennt, und momentan schaue ich sie wieder einmal auf BluRay, so wird das mit Roddenberrys Visionen einer friedlichen Menscheit völlig übertrieben.

Es gibt soooo viele Episoden in TOS in denen ein Captain, Wissenschaftler oder ein anderer Mensch völlig durchgeknallt ist und in die primitivsten Denkstrukturen zurück verfällt. Da ist von Roddenberrys glücklicher Menschheit auch nichts mehr zu sehen.

Kahn war zu gefährlich als das man ihm die Möglichkeit geben könnte einen neuen Eugenischen Krieg zu starten. Einfach töten ist auch nicht möglich und/oder im Sinne der Föderation bzw. der Menschheit. Da Kahn den Überlebenswillen hat und braucht, seine Fähigkeiten einsetzen will und muss, wird er auf einen Planeten verfrachtet der ihm und seinen Leuten diese Herausforderung bietet und sie sich so selbst weiterentwickeln können. Der Planet bot alles zum Überleben und Kahn war ja einverstanden damit, er wollte es am Ende ja das man sie dort Leben lässt. Allerdings gab es dann diese Katastrophe und die Umweltbedingungen veränderten sich so dramatisch, das deren Überleben nun plötzlich kaum noch zu bewältigen war. Durch den Tod vieler seiner Leute und vor allem seiner Frau wurde Kahn so von Hass auf Kirk erfüllt, das dieser einfach nur Rache wollte.

Kirk trifft keine Schuld, Kahn wollte ja dort sein, eine andere Möglichkeit gab es nicht. Aber niemand konnte ahnen das es in der Zukunft zu einer Katastrophe kommt.

MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 03.08.2017 | 10:17 Uhr03.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@ MrBond
Eine kleine Frage mal. DER ZORN DES KHAN ist ein guter Film, auch jeden Fall. Doch ich habe folgende Fragen. Ich würde es toll finden, wenn sich auch Rubbeldinger dazu äußern könnte.

Als Ex-Trekkie kenne ich natürlich die TOS-Folge, wo Montalban als Khan Noonien Singh seinen Auftritt hatte. Eine wahrhaftig gute Folge, die dann mit Kinofilm WRATH OF KHAN fortgesetzt und auch dieser Handlungsstrang sinnvoll beendet wurde.

Meyers Film bietet zwischen der Enterprise und der Reliant ein wahrlich spannendes Raumschiff-Duell innerhalb des Mutara-Nebels als Sinnbild eines U-Boot vs. U-Boot-Kampfes.
Hier kommt meine erste Frage ins Spiel.

Ist dies mit Roddenberrys Vision von STAR TREK, einer friedlichen Menschheit wahrhaftig vereinbar? War Kirks Entschluss Khan und sein Gefolge auszusetzen nicht falsch? Sie waren eine Bedrohung, ja, aber dennoch - auch als genetische Mutanten - Mensch ist Mensch.

Dann dies. WRATH OF KHAN, FIRST CONTACT oder die Voyager-TV-Folgen EUPHORIA und EQUINOX bilden für STAR TREK eine Form von Tribut an Herman Melvilles Roman MOBY-DICK; ODER: DER WAL.

Du weißt, dass dieses Buch mein Lieblingsbuch ist. In WRATH OF KHAN, kann man sogar eine Ausgabe in einem Bücherregal in den Überresten der Botany-Bay sehen. Khan ist Ahab und Kirk Moby Dick im übertragenen Sinne.

Das Buch ist, sofern du es selber kennst, sehr vielschichtig und nicht gerade leicht. Warum wird dieses Machwerk dann von Fans und oder anderen Trekkies nicht öfters referenziert bzw. an sich genommen?

Natürlich kann ich niemanden zu etwas zwingen, aber wenn solche Titel wie WRATH OF KHAN und FIRST CONTACT dann darauf zurückgreifen und dann noch ausgesprochen populär sind und sich eigentlich GEGEN Roddenberrys Vision stellen, wie kann ein Fan das sich für sich verarbeiten?

Hast du für dich eine Antwort parat?

Dann dies. STAR TREK THE MOTION PICTURE wird von vielen als schlecht angesehen, obwohl hier klar in Roddenberrys Vision gehandelt wird. Es wird immer argumentiert der Film wäre zu langatmig und hätte keine Action, keine Spannung.

Wo ist da bitte der Geist von BOLDY GO WHERE NO MAN HAS GONE BEFORE? Ja, wohin soll der Wagenzug zu den Sternen gehen, wenn nicht zu neuen Welten? Und ferner, STAR TREK ist ja nicht STAR WARS. Wie kann ein Film der mehr mit der philosophischen Idee die STAR TREK vertritt, so negativ beurteilt werden?

Wie stehst du dazu?

Für mich steht es so da. STAR TREK THE MOTION PICTURE ist STAR TREK in Reinkultur, hingegen WRATH OF KHAN zeigt uns die Gegenseite (wie auch an vielen Beispielen in DS9), dass STAR TREK dennoch in Teilen eine Utopie bleiben wird. Eine erstrebenswerte Utopie, deren erreichen aber nicht möglich ist, ausgenommen wir werfen das ab, was uns Menschen ausmacht.

Siehe Vulkan und seine Kultur.

Zum Schluss. Der Tode Spocks ist sicherlich tragisch und auch sehr bewegend, denn hier wurde der beliebteste und bekannteste STAR TREK Charakter getötet. Sein Wille sich für seine Freunde zu opfern ist in unserem westlichen Kulturkreis doch eigentlich sehr selten anzutreffen, in der japanischen Kultur (du weißt worauf ich hinaus will) ist das Opfern des eigenen Lebens für andere ganz anders ausgeprägt.

Hat diese über alle Maßen sowohl tragische, aber auch ohne Ende heroische Ableben dafür gesorgt, dass ebenfalls diese Utopie eine bleibt - sprich der Wunsch nach einer Form von Ewigkeit wird hier beendet.

Kannst du mir dies beantworten?

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda

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