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"Hacksaw Ridge"-Reviews: Wie kommt Mel Gibsons Kriegsdrama an?

Brutal ja, aber auch brutal gut?

"Hacksaw Ridge"-Reviews: Wie kommt Mel Gibsons Kriegsdrama an?

1 Kommentar - Do, 08.09.2016 von R. Lukas - Frisch aus Venedig sind die ersten Reaktionen zu "Hacksaw Ridge" eingetroffen, die Aufschluss darüber geben, ob Mel Gibson den Dreh noch raushat.

"Hacksaw Ridge"-Reviews: Wie kommt Mel Gibsons Kriegsdrama an?
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

Noch ein mit Spannung erwarteter Film feierte bei den Filmfestspielen von Venedig seine viel beachtete Weltpremiere: Hacksaw RidgeMel Gibsons erste Regiearbeit seit zehn Jahren. Findet er zu alter Form zurück, oder müssen wir uns auf Enttäuschungen einstellen? Beim Überfliegen der Reviews wird schnell deutlich, dass die Meinungen hier nicht so einhellig positiv sind wie bei Arrival, und das, obwohl Hacksaw Ridge zehnminütige Standing Ovations bekam.

"Hacksaw Ridge" Trailer 1
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Wie fast immer bei Gibson stehen die Themen Tapferkeit, Patriotismus, Glaube und standhaftes Festhalten an eigenen Überzeugungen im Vordergrund. Auch seine Faszination für Blutvergießen und Gewaltorgien macht sich wieder bemerkbar. Gerühmt werden die heftigen, trotz des Chaos jederzeit nachvollziehbaren Kriegsszenen, die an den berühmten Anfang von Der Soldat James Ryan erinnern sollen (die Landung in der Normandie), aber nicht mit der Virtuosität eines Steven Spielberg mithalten können. Ähnlich brutal wie Starship Troopers, nur ohne Satire oder Augenzwinkern. Gibson weiß genau, wie er den Puls zum Rasen bringt, Emotion vermittelt und Intensität aufbaut, heißt es beim Hollywood Reporter.

Er zeigt den Zweiten Weltkrieg also von seiner hässlichsten Seite, was wir von ihm auch nicht anders erwartet hätten. Allerdings wandelt Gibson dabei auf ausgetretenen Pfaden, bedient sich einiger Klischees und versteift sich zu sehr darauf, den Glauben des Protagonisten als die Wahrheit zu präsentieren. Hacksaw Ridge soll recht traditionalistisch und offensichtlich sein, da man viele Elemente schon aus anderen Kriegsfilmen kennt. Es mangelt an Feinsinn und Subtilität, wird kritisiert. Insgesamt weder erschreckend noch spannend genug, um an die ganz großen Genre-Klassiker heranzureichen, resümiert Variety. Ein guter, aber kein sehr guter Film.

Allgemeine Begeisterung ruft hingegen Andrew Garfields Performance hervor. Er spielt den jungen Soldaten Desmond Doss, der sich aus religiöser Überzeugung heraus weigerte, Waffen zu tragen und Menschen zu töten, sehr zum Missfallen seiner Kameraden. Zum Helden wurde er, als während der Schlacht um Okinawa in nur einer Nacht eigenhändig 75 Verwundeten das Leben rettete. Garfield ist es, der den Film zusammenhält, sein Herz und moralischer Kompass sozusagen.

Am 12. Januar 2017 läuft Hacksaw Ridge in den deutschen Kinos an.

Quelle: Slashfilm
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theduke
theduke | Geschlecht | Moviejones-Fan | 08.09.2016 | 00:42 Uhr | 08.09.2016
Jonesi

Ich kann Garfield gar nicht ab, er wirkt in meinen Augen immer Überheblich, vergleichbar mit Kristen Stewart. Mich wundert es aber das ich hier wohl News zum Film verpasste, denn irgendwie ist mir der Film fremd und sehe den Trailer zum ersten mal, oder ich habe langsam Alzheimersurprised. Die Kritik von MJ kann ich somit nur neutral aufnehmen, der Film kommt aber auf meine DVD Wunschliste.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
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