Jon Favreau nutzt VR für "König der Löwen" + "Jungle Book 2"-Update

Mehr noch als beim "Dschungelbuch"

Jon Favreau nutzt VR für "König der Löwen" + "Jungle Book 2"-Update

9 Kommentare - Fr, 02.12.2016 von R. Lukas - Auch bei "Der König der Löwen" will Jon Favreau wieder auf Virtual-Reality-Technologie zurückgreifen, die ihm schon einmal exzellente Dienste geleistet hat.

Jon Favreau nutzt VR für "König der Löwen" + "Jungle Book 2"-Update

Update: Auch mit Collider sprach Jon Favreau über seine kommenden Disney-Projekte. Schnell geht da mal gar nichts, und Favreau hält auch nichts davon, etwas zu überstürzen. Die Story muss sitzen und perfekt durchdacht sein, bevor das Technische beginnt. Das gilt sowohl für Der König der Löwen als auch für The Jungle Book 2, die er direkt nacheinander drehen will.

Beide Filme bringen ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich. Bei The Jungle Book 2 kommt es laut Favreau ganz auf die Story, das Skript und Charaktere an, woran gerade gearbeitet wird. Es geht darum, sicherzustellen, dass sich die Geschichte mit der Welt und dem Ton des ersten Teils zusammenhängig anfühlt - wie ein anderes Kapitel, aber nicht wie ein anderes Genre.

Bei Der König der Löwen steht Favreau vor der Herausforderung, den Erwartungen der Leute, die am Zeichentrickfilm hängen, gerecht werden zu müssen. Eine enorme Verantwortung, wie er weiß. Die Story muss in ein anderes Medium überführt werden, ohne dass es so wirkt, als kopiere man das Original oder versuche es zu übertrumpfen (Favreau wüsste auch gar nicht, wie das gehen sollte). Wie soll man die Musik, den Look und die Charaktere einbeziehen? Lässt es sich so überzeugend hinkriegen, dass man den Eindruck hat, man beobachte echte Tiere in der realen Natur, während gleichzeitig alle wichtigen Aspekte des Originals erhalten bleiben? Wie sorgt man dafür, dass es fotorealistisch aussieht? Was muss angepasst werden, um Inkonsistenz zu vermeiden?

++++

Mit den visuellen Effekten in The Jungle Book legten Disney und Jon Favreau die Messlatte für alle noch folgenden Realverfilmungen ziemlich hoch. Schon der Wahnsinn, wie der komplett am Computer gestaltete Dschungel samt seiner Bewohner aussah. Möglich wurde es auch durch den Einsatz von Virtual-Reality-Technologie, verrät Favreau. Und er beabsichtigt, dies beim Der König der Löwen-Realfilm noch zu steigern.

Favreau zählt die Vorteile auf: die Fähigkeit, eine Umgebung virtuell designen und dann samt Crew darin herumlaufen und alles auskundschaften zu können. Einstellungen schon vorbereiten, Bewegungen choreografieren und Teile des Sets verschieben zu können, bevor es ans Eingemachte geht. Die Verarbeitung solcher Daten werde immer besser, und die Kodierung sei sehr stark auf die Grafik-Engines von Videospielen zugeschnitten, so dass die Daten "leicht" bleiben und man sie in Echtzeit und 3D erleben könne. Exemplarisch nennt Favreau die Unity- und Unreal-Engines.

Für ihn als Filmemacher eine super Sache, weil er so alles, was er gerne machen würde, ins Unreine vorplanen und dann auf den Punkt genau abliefern kann. Der extrem teure und zeitaufwendige Prozess des Renderns beginnt erst dann, wenn alle kreativen Entscheidungen bereits mittels Technologien, die eher aufs Gaming ausgerichtet sind, getroffen wurden. Praktisch!

Wann die Live-Action-Version von Der König der Löwen in die Kinos kommen soll, darauf hat sich Disney noch nicht festgelegt.

Quelle: Comingsoon
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Lehtis
Gejagter Jäger
Geschlecht | 01.12.2016 | 18:31 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 18:32 Uhr editiert.

@WiNgZzz: Ja das beweist aber wie genial VR ist laughing

Man schaut sich sogar einen mega langweiligen Animationskurzfilm an nur wegen des Mittendrin seins laughing

Ich habe ja eine HTC Vive und damit wsl das Top Gerät. Und ich kann nur sagen, dass selbst dieser Film mit VR spaß macht laughing

Im Prinzip ist das nur ein Techdemo wie ein Animationsfilm mit VR funktionieren könnte.

WiNgZzz
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 16:12 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 16:13 Uhr editiert.

@Lethis: Habe leider keine VR-Brille, aber reinschauen werde ich wohl trotzdem mal, klebe ich mir eben das Smartphone vor die Augen...cool

EDIT: Witzig sich solche Videos an nem Monitor anzuschauen, uuuuuuuuuuuuuunglaublich spannend! laughing

Ach komm...

Lehtis
Gejagter Jäger
Geschlecht | 01.12.2016 | 15:47 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 15:47 Uhr editiert.

@WiNgZzz: Es gibt einen Animationskurzfilm in VR. Der ist ganz nett. "Invasion" heißt der.

Hier als 360° Youtube Video: https://www.youtube.com/watch?v=gPUDZPWhiiE
(Allerdings muss man ihn schon mit einer VR Brille schauen um den Eindruck zu bekommen man sei selber so ein Hase)

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 15:47 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 15:49 Uhr editiert.

@Lethis, Kam mir auch ehrlich gesagt seltsam vor, da man ja hier ebenfalls bereits mit der Brille die Möglichkeit bekommt, unterschiedliche Bilder an jedes Auge zu schicken. Danke für die Richtigstellung! (auch wenn das bei einem Film problematisch ist, da nicht, wie im Spiel alles in Echtzeit gerendert wird)

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

WiNgZzz
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 15:43 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 16:09 Uhr editiert.

@MrBond: VR lässt sich (im eigentlichen Sinne) soweit ich das einschätzen kann nicht für real gedrehte Filme einsetzen, da die Kamera in der Realität nunmal einen festen Punkt hat. Bei Animationsfilmen ließe sich das sicher eher irgendwie realisieren, allerdings dürfte das dort (in Pixar-Qualität, oder als junges Beispiel Jungle Book (ist wohl eigentlich auch eher Animationsfilm, leider noch nicht gesehen, u.U. morgen)) momentan nicht mit vorhandenem Speicher vereinbar sein! Zumal man eben auch dort Einiges verpassen könnte, wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung schaut, oder sich sogar an einem gänzlich anderen Ort befindet!

"VR" als Film wird sich wohl noch eine ganze Weile (wenn nicht sogar für immer) auf 360°-Videos beschränken, die im eigentlichen Sinne garkein VR sind.

Ach komm...

Lehtis
Gejagter Jäger
Geschlecht | 01.12.2016 | 15:40 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 15:48 Uhr editiert.

@MrBond: Doch natürlich ist es 3D.

Eine VR Brille liefert pro Auge ein anderes Bild (leicht versetzt). Um so dem Gehirn klar zu machen, dass es einen Raum sieht.

Ist sogar das beste 3D was man aktuell sehen kann. Eben weil hier jedes Auge sein eigenen Monitor hat. Im Gegensatz zu einem Fernseher oder einer Kinoleinwand, wo man beide Bilder auf einer Fläche darstellen muss.

Das man sich 360° noch drehen kann ist ein zusätzliches Feature von VR.

MisfitsFilms
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 14:18 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Kann Duck-Anch-Amun nur zustimmen! Das Dschungelbuch war ein super Erlebnis und hat dazu noch richtig Spaß gemacht!

Wenn König der Löwen nur halb so gut wird, ist es bereits ein Gewinn

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 14:16 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 01.12.2016 14:17 Uhr editiert.

Oh Mann, ich dachte schon, wir bekommen die nächste Generation des Kinoerlebnisses: Virtual Reality, kurz VR, wie sie momentan in Sachen Video-Spiele mit großen Schritten voran getrieben wird (und die Pornoindustrie ist btw. auch schon auf den VR-Zug aufgesprungen wink ). Für mich das bessere 3D, obwohl es ja nicht 3D ist, sondern einfach die Möglichkeit, das Spiel (den Film), in 360° zu erleben bzw. jeder sieht nur das, wo er hinschaut. Bin mir zwar nicht sicher, wie das vernünftig in einem Film verwertet werden kann, lasse mich aber gerne positiv überraschen. Lediglich Horror-/Gruselfilme würde ich mir nicht in VR anschauen.

Aber darum (Film in VR) geht`s ja offenbar gar nicht.

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.12.2016 | 14:05 Uhr01.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Früher wäre ich sehr skeptisch gewesen und hätte laut gebrült: "Nein bitte nicht". Als ich damals in einer News zu den geplanten Disney-Werken schrieb was alles möglich und unmöglich sei, war König der Löwen einer der Realverfilmungen die ich für unmöglich hielt.
Und nun kommt der Film und ich bin sowas von gelassen und denke sogar: das wird großartig. Jungle Book hat mich so dermaßen überzeugt, gerade die Kreativität und Vielfalt im Zusammenspielt mit der Technik, dass Lion King ruhig kommen kann.