Review "Game of Thrones" Staffel 7 Episode 3 - Die Rache der Queen

"Game of Thrones" S7 E3 "The Queen’s Justice"

Review "Game of Thrones" Staffel 7 Episode 3 - Die Rache der Queen

14 Kommentare - Mo, 31.07.2017 von S. Spichala - Feuer und Eis begegnen sich in "Game of Thrones" Staffel 7 Episode 3 tatsächlich. Und: Eine wichtige Schlacht und weitere Reunions, sowie Rache und voraussichtliche Todesfälle...

Review "Game of Thrones" Staffel 7 Episode 3 - Die Rache der Queen
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

Wie angeteasert kommt Jon (Kit Harington) in Game of Thrones Staffel 7 Episode 3 "The Queen’s Justice/Die Gerechtigkeit der Königin" tatsächlich auf Drachenstein an. Doch als erstes begegnet Jon Tyrion (Peter Dinklage) und Missandei (Nathalie Emmanuel), mit Dothraki im Gefolge. Ein eher witziger Dialog. Und auch die Drachen bekommt Jon eindrucksvoll zu Gesicht. Die Begegnung mit Daenerys (Emilia Clarke) fällt zu Beginn stark für die Drachenqueen aus, die äußerst selbstsicher daherkommt und mit Tyrion eine wahrlich gute Hand an ihrer Seite hat.

Ihren Argumenten hat Jon kaum etwas entgegenzusetzen, verwehrt sich aber, das Knie zu beugen. Und macht klar, dass es keine Zeit für Streiterei gibt, auch keine, um nach Castle Rock zu ziehen, die Weißen Wanderer sind die größere Gefahr. So ganz überzeugt das Daenerys nicht, doch als Drachenqueen ist sie zumindest in der Lage, an etwas zu glauben, was sie zuvor noch nie gesehen hat. Und seine Ehrlichkeit macht ebenfalls Eindruck, sowie Davos (Liam Cunninghamn), der im zweiten Anlauf redegewandter wird als zu Beginn. Auch spannend: Das kurze Gespräch zwischen Varys (Conleth Hill) und Melisandre (Carice van Houten), letztere will sich nicht vor Jon zeigen. Ihre Prophezeiung macht Varys sprachlos, ein seltener Moment.

Die Pattsituation zwischen Daenerys und Jon löst Tyrion auf, indem er ihr rät, ihm das Drachenglas zu geben als ersten Schritt aufeinander zu - für ein vielleicht späteres Bündnis. Während sie sich weiterhin Castle Rock widmet. Derweil taucht Euron (Pilou Asbæk) mit der gefangenen Yara (Gemma Whelan) und Ellaria ((Indira Varma) bei Cersei (Lena Headey) auf, neben seiner Flotte hat er damit genau das, was Cersei schon lange begehrt: Die Mörderin ihrer Tochter. Und ihre Rache ist grausam: Kein kurzer Tod ist Ellaria vergönnt, sondern eine lange Qual, Stichwort Gift und Sandschlangen. Ihr könnt es euch denken.

Die Schlacht gegen Castle Rock verläuft in Game of Thrones Staffel 7 Episode 3 höchst unerwartet: Tyrion hat zwar dank seiner Liebe zu Frauen einen leichten Eingang für die Unbefleckten durch die Kanalisation parat, doch Cersei ist nicht dumm. Statt Castle Rock mit allen Kräften zu verteidigen, lässt sie ihre Armee derweil gegen die Tyrells ziehen, während die Unbefleckten auf den Mauern von Castle Rock zusehen müssen, wie ihre Schiffe von Eurons Mannen niedergebrannt werden.

Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) reicht Lady Tyrell (Diana Rigg) den Giftbecher, der ihr einen sanften Tod bescheren soll, entgegen den Wünschen von Cersei. Bevor sie stirbt, hat Olenna noch eine Offenbarung für ihn parat, die er Cersei ausrichten darf, nämlich den wahren Mörder von Joffrey. Damit endet die Folge dann auch. Was geschah noch? Bran (Isaac Hempstead-Wright) und Sansa (Sophie Turner) sind wieder vereint, eine zuerst glückliche Szene, doch als Dreiäugiger Rabe ist er deutlich jemand, mit dem Sansa einen neuen Umgang finden muss. Jorah (Iain Glen) ist geheilt und macht sich auf den Weg zu Daenerys. Sams (John Bradley-West) Strafe für die verbotene Behandlung fällt dank seines Erfolges gering aus.

Daenerys Seite hat also ohne Dorne und Tyrell keine verbündeten Königshäuser mehr, das spricht sehr dafür, sich mit Jon zusammen zu tun. Ob mit den Schlachten untereinander zu viel Zeit verloren wird, um gegen die Armee der Toten vorzugehen, wie Jon prophezeit, bleibt abzuwarten. Nächste Woche geht es bei HBO und Sky mit Game of Thrones Staffel 7 Episode 4 "The Spoils of War" weiter, unten der Promo-Teaser für euch dazu.

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Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 17.08.2017 | 12:28 Uhr17.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@grievous
Ich denke sowieso, dass dieses teleportieren eher den Buchlesern auffällt. Ansonsten kennt man ja eigentlich nur das Intro, wo die Karte gezeigt wird und man befasst sich nicht wirklich damit. Als Buchkenner ist es dann schon problematischer wie man z.B sieht wie weit Jon seit Staffel 5 Folge 8 gereist ist tongue-out

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GeneralGrievous
Moviejones-Fan
Geschlecht | 16.08.2017 | 12:10 Uhr16.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Es ist eigentlich kein Problem und zeigt einfach wie gut die Serie ist, wenn man über solche Sachen nörgeln kann.

@duck:

Ja, das schrieb ich auch bereits eben in den Kommentaren zu Episode 5. Man jammert mittlerweile auf echt hohem Niveau, auch ich schließe mich da nicht aus. ^^

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.08.2017 | 12:51 Uhr10.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@luhp
Jap, habe es ebenfalls so verstanden. Finde es trotz etwas zu einfach erklärt, bzw. gezeigt. Im Buch und in der Serie kam es mir bisher so vor, als wären Grauschuppen gleichbedeutend mit Tod. Auch wenn aus Staffel 6 herausging, dass Jorah irgendwie noch ne Lösung finden könnte, hätte ich etwas spektakuläreres erwartet als ein "abkratzen". Durch die Ansteckung scheint es verboten, aber außer Handschuhen hat Sam selbst ja ebenfalls nicht wirklich Acht gegeben.
Vielleicht hätte man dies etwas ausbauen müssen und einen Rückschlag einfügen sollen - keine Ahnung aber irgendwie wirkte es auf mich arg unkreativ.

@Zeitsprünge
Bisher war es ja Littlefinger der sich durch sein Teleportieren auszeichnete, insbesondere in Staffel 6. Nun eben Euron und keine Ahnung, mich stört dies schon etwas. Das mit den Monaten iwäre eigentlich korrekt, aber dann müsste auch Jon bereits Monate auf Dragonstone sein. Und das ist er mit Sicherheit nicht^^ Es ist eigentlich kein Problem und zeigt einfach wie gut die Serie ist, wenn man über solche Sachen nörgeln kann.

Darkwing
Moviejones-Fan
10.08.2017 | 12:39 Uhr10.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Hm, die Zeitsprünge stören mich nicht, weil ich mir eben denke, dass zwischen den Szenen eben manchmal auch Monate liegen. Wie soll man das denn anders machen? Eine Folge lang zeigen wie Euron segelt? Man hätte vielleicht von Anfang an Zeitangaben einfügen sollen, wie "Einen Monat später..." oder sowas in der Art. Aber da es jetzt eben husch-husch gehen muss, da sie kein Kino-Budget haben und viele Millionen für bestimmte Schlachten und das Finale draufgehen, müssen wir wohl damit leben. Entweder schlechtere Hauptschlachten, dafür mehr Detailarbeit und Lückenfüller, oder Konzentration auf das Hauptsächliche, dafür aber extreme Zeitsprünge und Überhastung.

Aber wie gesagt: Die literarische Vorlage fehlt und da sieht man einmal wieder, was es ausmacht, wenn jemand zuvor die ganze Arbeit gemacht hat und die Filmemacher nur noch adaptieren brauchen, oder wenn sie es eben selbst tun müssen - Die Qualität fällt ab. Die Serie ist so ein Meisterwerk, weil der Author ein genialer Geschichtenerzähler ist und die Filmemacher sich seiner Ideen und Vorgaben bedienten, dies aber auch mit ihrem ganzen Können umsetzten. Hier trafen Genies aufeinander, die sich gegenseitig ergänzten. Schade, dass Mr. Martin es nicht mehr schaffte, die Bücher vorher fertig zu stellen. Denn dann wären auch die letzten Staffeln dichter.

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 10.08.2017 | 11:51 Uhr10.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@GeneralGrievous
"Schade, ich hätte gerne noch mehr von den Dornish gesehen, aber das war es dann wohl."

Ja, der Dorne-Handlungsstrang ist in der Serie jetzt komplett abgeschlossen. Die Sandsnakes sind tot und Ellaria wird off screen in ihrer Zelle sterben. Für Ellaria und Alexander "Doran Martell" Siddig tut es mir leid, aber der Dorne-Handlungsstrang wurde in der Serie dermaßen in den Sand (pun unintended^^) gesetzt, dass man hier nach Staffel 5 nur noch Schadensbegrenzung betreiben konnte. Aber wenigstens scheidet Dorne mit einem gelungenen Abschluss aus der Serie aus, der noch einmal deutlich Cersei Grausamkeit aufzeigt.

"Ich will endlich mal wieder The Mountain in Aktion sehen!"

Ich gehe stark davon aus, dass dies in Episode 5 geschehen wird. Der Episodentitel "Eastwatch" deutet zumindest daraufhin.

@Highgarden
Ja, den Kampf hätte man tatsächlich etwas glaubwürdiger darstellen können. Tyrell-Armee, Belagerungswaffen, etc pp. So geht das dann doch ziemlich schnell und zu einfach.

@Duck-Anch-Amun
"Ebenfals etwas einfallslos war die Heilung von Jorah - da wird immer wieder erzählt es gäbe keine Heilung und dann schafft es Sam indem er einfach irgendwas versucht"

Ich habe es so verstanden, dass es sehr wohl eine Heilung gegen Greyscale gibt, diese Anwendung aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos aber verboten wurde. Samwell Potter erhält zum Schluss ja nicht umsonst eine Standpauke von Maester Dumbledore^^ Und in dem Buch über Dragonglass, welches Sam in Episode 1 liest, steht auch irgendetwas darüber, dass Dragonglass bestimmte Krankheiten heilen kann. Vielleicht zählt Greyscale ja auch dazu?

@Zeitlich bedingte Reisen in Westeros
Schlimm finde ich das momentan eigentlich nur bei Euron, der sich quer über die Meere teleportiert und genau dort auftaucht, wo die Drehbuchautoren ihn gerade benötigen. Und in Episode 2 trifft er natürlich genau das Schiff, auf dem sich Asha, Theon, Ellaria und die Sandsnakes befinden^^ Mit Magie könnte man das eventuell noch erklären, aber über solche Fähigkeiten verfügt der Show-Euron im Gegensatz zum Buch-Euron ja leider nicht.


Reaction at Burlington Bar - Part 1

Reaction at Burlington Bar - Part 2

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 10.08.2017 | 09:24 Uhr10.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Puuh nach dem Ende von Folge 2 wieder mal ein Schlag in die Magengrube - für Danerys gilt: in Sekunden ganz unten! Hätte nicht gedacht, dass sich diese Übermacht so schnell auflöst und für Tyrion als Hand eine weitere schmerzhafte Niederlage.
Bei den Tyrells geb ich meinen Vorrednern Recht - diese Übernahme war ziemlich einfallslos und wird dann noch mit einem süffisanten Spruch, dass die Rosenkrieger keine guten Soldaten und Kämpfer seien erklärt. Da man aber Olenna so nochmal besser in Szene setzen konnte, war dann schon eine Entschädigung! Ich werd sie ebenfalls vermissen und mit ihrer Aussage spuckte sie Cersei dann nochmal so richtig in die Suppe.
Ebenfals etwas einfallslos war die Heilung von Jorah - da wird immer wieder erzählt es gäbe keine Heilung und dann schafft es Sam indem er einfach irgendwas versucht - naja.
Das Zusammentreffen zwischen Jon und Daenerys hätte ich mir etwas "freundlicher" erhofft, es war aber klar, da beide nun an einem Punkt sind, wo es kein Zurück mehr gibt. Die Endszene deutete dann auch an, dass da schon ne Art Vertrauen entstehen könnte.
Auch wenn Cerseis rache an den Dornischen verständlich ist, durch das geniale Schauspiel war es trotzallem schon eine harte Sache.
Bei Bran und Sansas Zusammentreffen hatte ich etwas Pipi in den Augen wie schon als Arys Nymeria traf - Brans veränderte Charakter und Sansas Reaktion waren dann trotz allem heftig. Nach wie vor traue ich Littlefinger überhaupt nicht und ich hoffe, dass Sansa nicht drauf reinfällt.

@General
Negativ in diesem Zusammenhang vor allem, dass die Charaktere innerhalb weniger "Sekunden" von A nach B gelangen.
Ein Problem, welches sich als Buchleser eigentlich schon die gesamte Serie durchzieht. Meinem Empfinden nach wurde dies aber nun seit Staffel 6 schon schlimmer - vielleicht auch nur Zufall, dass es mir ab diesem Moment stärker auffällt wo die Serie keine Bücher mehr als Vorlage hat.

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 05.08.2017 | 15:30 Uhr05.08.2017 | Kontakt
Jonesi

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 01.08.2017 | 13:03 Uhr01.08.2017 | Kontakt
Jonesi

@Generel Grievous und Kommentare allgemein

Sofern ich die Zeit finde, versuche ich mich an der Diskussion zu beteiligen. Siehe auch deine Antwort zur Episode 2. Klausurphase und "Game of Thrones" sind zwei Dinge, die sich nicht sonderlich gut vertagen^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 01.08.2017 | 13:00 Uhr01.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Mich überrascht es immer mehr, wie ruhig es in der siebten Staffel im Vergleich zu den beiden Vorgängerstaffeln zugeht! In allen drei Episoden lag der Fokus eindeutig auf den Dialogen, "The Queens Justice" stellt diesbezüglich den bisherigen Höhepunkt dar. Die Kämpfe um Casterly Rock und Highgarden geraten zur Nebensache, hier fühlt man sich angenehm an Staffel 1 erinnert, als die finanziellen Mittel noch beschränkt waren und sich Weiss und Benioff mit drehbuchtechnischen Kniffen behelfen mussten. Damals erklärte man den Cut mit Tyrions Bewusstlosigkeit, hier werden sie Kampfszenen in Tyrions Taktikmonolog hineinmontiert und visualisieren somit seine Gedanken und Worte. Große Klasse, auch wenn es zum Teil sicherlich eine dramaturgische Entscheidung war. Die Ruhe vor dem Sturm bzw. vor der Überwältigungsaction in den finalen Episoden.

Staffel 3: "Tell Robb Stark, Jaime Lannister send his regards."
Staffel 7: "Tell Cersei, Olenna Tyrell send her regards."

Olenna Tyrell geht so in den Tod, wie sie gelebt hat. Beherrscht, mit klarem Verstand und erhobenen Hauptes. Das Gift in ihrem Körper formt sie in einen verbalen Pfeil um, den sie Jaime und Cersei entgegenschießt. Ein letztes Geschenk und ein letzter Gruß der Dornenkönigin. Ich werde sie vermissen!

Cerseis Rache an Ellaria und Tyene fällt glücklicherweise nicht so stumpf und effektheischend aus, wie ich es befürchtet hatte. Ich hätte damit gerechnet, dass sie Robert Strong befiehlt, ihnen sämtliche Gliedmaßen einzeln auszureißen oder Ähnliches. Stattdessen foltert Cersei Ellaria und Tyene mit ihren eigenen Waffen, ein äußerst perfider und grausamer Plan, der abermals tief in Cersei hineinblicken lässt.

Ned Stark: "Winter is coming."
Jon Snow: "The dead are coming."

Zu großen Teilen beschäftigt sich diese Episode mit der Frage, inwiefern die Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern und Mentoren treten und die gleichen Konflikte austragen. Obwohl er sich unter Herrschern und Rhetorikern sichtlich unwohl fühlt, tut Jon das, was getan werden muss, um das Wohl seines Volkes zu sichern. Wie Ned hat der das größere Ganze im Blick, versucht allerdings, nicht die gleichen Fehler zu machen wie sein Ziehvater, sodass er lebend in den Norden zurückkehren kann. Zum Glück steht im dabei Tyrion zur Seite, der als Mittelsmann zwischen Jon und Daenerys agiert. Im Dialog mit Jon drängt sich die Frage auf, inwiefern die westerosischen Häuser und insbesondere die Starks der Tochter des irren Königs trauen können, worauf sich Daenerys vehement vom Wesen ihres Vater distanziert. Eine zweifelhafte Behauptung, nachdem Daenerys bereits Varys mit dem Feuertod drohte und kurz davor stand, die Nordmänner gefangen zu nehmen.

In Winterfell übt sich Sansa derweil erfolgreich als Queen of the North und vermag es dabei sogar, einen Disput gegen Littefinger zu gewinnen. Zum ersten Mal hat dieser nicht das letzte Wort und wird von Sansa mit bedröppeltem Gesichtsausdruck zurückgelassen, als diese zum Tor gerufen wird. Dort kommt es zum recht einseitig-emotionalen Wiedersehen mit Bran. Als Erbe Ned Starks hätte er eigentlich Anspruch auf den Thron von Winterfell, sein Weg ist allerdings ein anderer. Wie Aemon Targaryen 100 Jahre zuvor lehnt auch Bran den Königstitel ab, er ist nun die dreiäugige Krähe und damit nicht zum Herrschen und als Neds Erbe geschaffen.

In Oldtown gelingt es Sam letztendlich und wider Erwarten, Jorah Mormonts Greyscale-Erkrankung zu heilen und widersetzt sich damit eindeutig den Anweisungen Erzmaesters Ebroses, seines Mentors. Heimlich auf eine Belohnung oder Ehrung hoffend, wird er stattdessen zum Textkopieren verdonnert und kann von Glück reden, dass er weiterhin an der Zitadell studieren darf. Ich selbst hätte nicht gedacht, dass sich Sams Handlungsstrang einmal zu meinen Lieblingen entwickeln würde! Seine Arbeiten und Studien an der Zitadelle und Jim Broadbent als Erzmaester Ebrose wirken neben all den Intrigen und der Gewalt wie eine seperate, entrückte Welt. Für mich haben Weiss und Benioff hier eine Art Hogwarts in Westeros erschaffen, Sam und Ebrose erinnern mich dabei durchaus an die Beziehung zwischen Harry und Dumbledore. Sam, der wissbegierige und junge Student, der etwas ausgefressen hat, und Ebrose, der weise Mentor, der Sam lehrt und abmahnt.

Die lustigste Szene der Episode: "This is Jon Snow... *Grillen zirpen* the King in the North" laughing
Und wie wohl Lyanna Mormont reagiert hätte?

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

GeneralGrievous
Moviejones-Fan
Geschlecht | 01.08.2017 | 12:22 Uhr01.08.2017 | Kontakt
Jonesi

Wundere mich nur dass die Lannister-Armee ohne Gold noch so schlagkräftig ist, mal eben eines der mächtigsten Häuser (Tyrell) zu vernichten - Wo sind Lady Olennas Truppen gewesen? Haben die sich so leicht von Jamie besiegen lassen? Hm...

@Darkwing:

Das dachte ich mir gestern Abend auch noch mit ein wenig Abstand zur Folge. Ich habe mir die Szene nochmals angeguckt, als Olenna zur Armee der Lannisters runter schaut. Ich sehe zwar eine enorme Menpower, aber keine Belagerungswaffen etc. pp. Nur mit Pfeil und Bogen, Infanterie und Kavallerie diese Festung - und dann noch so schnell - einzunehmen, na ja. Vielleicht doch etwas unglaubwürdig.

@Lannisters:

Ich finde, dass Jamie und Cersei seit längerem leider keine wirkliche Charakterentwicklung mehr durchmachen. Cersei ist die böse Psychobraut (obgleich hervorragend gespielt von Lena Heady) und Jamie frisst seiner Schwester quasi (noch) aus der Hand. Mal sehen, inwieweit Euron Greyjoy in der Lage ist, diese Beziehung zu kippen. Mit ihren Kindern waren ihre Taten zum Teil noch nachvollziehbar, aber jetzt mutieren sie eig. mehr und mehr zu klassischen Antagonisten.


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