Review "Westworld" Episode 3 "The Stray" - Selbstbewusstsein

"Westworld" S1 E3 Alice im Wunderland

Review "Westworld" Episode 3 "The Stray" - Selbstbewusstsein

1 Kommentar - Di, 18.10.2016 von S. Spichala - Was macht Selbstbewusstsein aus? Welche Zutat ist es, die aus sicherer künstlicher Kreation unsichere Realität werden lässt? Der Frage geht "Westworld" Episode 3 "The Stray" nach.

Review "Westworld" Episode 3 "The Stray" - Selbstbewusstsein
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!

Bernard (Jeffrey Wright) drückt Dolores (Evan Rachel Wood) ein "Alice im Wunderland"-Buch seines Sohnes in die Hand und führt intensive Therapie-Gespräche mit ihr in Westworld Episode 3 "The Stray", um offensichtlich genau das zu tun, wovor ihn Dr. Ford (Anthony Hopkins) später warnt: Herauszufinden, ob Hosts zu selbstbewusster Wahrnehmung fähig werden können. Fords Ex-Partner aus den Anfangszeiten des Parks steigerte sich offenbar so sehr hinein, dass es ein übles Ende mit ihm nahm, welches, verraten wir hier nicht. Sicher ist, dass Bernard droht ihm auf diesem Weg zu folgen und immer mehr zu vergessen, dass die Hosts nicht real sind und auch nicht werden können und sollen. Doch wo liegt der Unterschied? Am Ende der Episode muss man sich genau das fragen, denn das straft Dr. Ford Lügen und bringt eine neue Essenz in die Realität von Host Dolores: Freier Wille. Rebellion gegen die eigene Programmierung.

Wenn der Wille denn frei ist, denn jede Entscheidung realer Menschen beruht auf einer Menge durchaus erkennbarer Faktoren, einem Mix diverser Prägungen, Vorerfahrungen und biologischer Zutaten. Die Wissenschaft kann es bis heute dennoch nicht genau erklären, Philosophen streiten sich immer noch, ob es den freien Willen gibt, oder man einfach nur nicht alle auslösenden Faktoren, die eine Entscheidung herbeiführen, zu erkennen vermag. Es wird klar, dass Erinnerung eine große Rolle spielt und erfahrenes Leid, was Dolores zur Rebellion bewegt. Und sie ist nicht die einzige in dieser Westworld-Folge, die Erinnerungen hat, die sie nicht haben sollte.

Die Hosts dienen dem Vergnügen der Besucher in Westworld, die einzige Gnade, die sie erfahren, ist eben das Erlebte zu vergessen und so geht es am nächsten Tag wieder von vorne los und nimmt seinen gewohnten Gang. Doch diese Routine durchbrechen mehrere Hosts. Und so bekommt der Zuschauer Bekanntes wie auch Neues geliefert. Teddy (James Marsden) bekommt allerdings ganz bewusst eine neue Wendung, denn Ford schreibt ihm eine Vergangenheit, die Teddy bisher nie kannte, sondern nur als unausformuliertes mysteriöses Motiv einprogrammiert hatte. Ford weiß, was er tut, und so endet für Teddy dennoch alles wie gehabt, nur mit mehr Tiefgang und etwas gruseliger, wie auch vorgesehen - anders ist es bei Dolores.

William (Jimmi Simpson) wie auch der Zuschauer erleben erstmals, wie real Gefahr in Westworld für einen Besucher werden kann, derweil geht ein anderer Host verloren und stellt sich auf andere Weise als reale Gefahr dar. Auch er tut etwas, was er nicht tun sollte und nimmt ein gruselig anzuschauendes Ende. Zudem bekommt der Zuschauer durch Bernards familiären Hintergrund erstmals einen kleinen Eindruck der realen Außenwelt.

Nächste Woche geht es mit Westworld Episode 4 "Dissonance Theory" bei HBO weiter. Unten der Promo-Teaser zur nächsten Folge für euch.

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Quelle: Comingsoon
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1 Kommentar - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
GeneralGrievous
Moviejones-Fan
Geschlecht | 26.10.2016 | 08:54 Uhr26.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Wow, nach drei Folgen hat mich Westworld schon voll in seinen Bann gezogen. Die Thematik als solche finde ich nach wie vor sehr komplex, aber man steigt so langsam ein. Dass keine "Langeweile"/Routine einkehrt, verdanken wir den immer neuen Handlungssträngen bzw. den neu eingeführten Charakteren. Mit der Hauptdarstellerin bin ich immer noch nicht so ganz warm geowrden, ich hoffe das wird sich mit der Zeit legen.