Superheldenfilm "Captain Planet" von Leonardo DiCaprio produziert

Super(-held) für die Umwelt

Superheldenfilm "Captain Planet" von Leonardo DiCaprio produziert (Update)

19 Kommentare - Do, 20.10.2016 von R. Lukas - Vergesst Captain America, Captain Marvel und wie sie alle heißen! Captain Planet beschützt unsere Umwelt und soll das bald auch auf der Kinoleinwand tun.

Update: Captain Planet ist nicht das einzige gemeinsame neue Projekt von Paramount und Appian Way. Sie haben sich auch die Filmrechte an Beth Macys Buch "Truevine: Two Brothers, A Kidnapping, And A Mother’s Quest; A True Story Of The Jim Crow South" gesichert. Leonardo DiCaprio produziert die Verfilmung mit und könnte selbst eine Hauptrolle darin übernehmen. Erzählt wird die wahre Geschichte zweier afroamerikanischer Brüder, die entführt und als Zirkus-Freaks zur Schau gestellt wurden, während ihre Mutter 28 Jahre lang darum kämpfen musste, sie wiederzubekommen.

++++

Wir haben nicht mitgezählt, wie oft all die Marvel- und DC-Superhelden schon die Welt gerettet haben. Ein von Menschenhand verursachtes Übel vernachlässigen sie allerdings sträflich: die Umweltverschmutzung. Aber nicht verzagen, dafür gibt es ja Captain Planet!

Nachdem Sony Pictures die Filmrechte an der gleichnamigen 1990er-Jahre-Zeichentrickserie verfallen ließ, sind Paramount Pictures und Leonardo DiCaprios Appian Way Productions zur Stelle und treiben die Realverfilmung weiter voran. DiCaprio produziert Captain Planet, ein Projekt wie gemacht für ihn, der in Sachen Umweltschutz selbst sehr aktiv ist, gerade was den Klimawandel und die globale Erwärmung betrifft.

Mit der TV-Serie wollte man jüngere Fernsehzuschauer auf Umweltprobleme aufmerksam machen und ihr Umweltbewusstsein schärfen. Fünf Teenager aus aller Welt wurden von Gaia, der Mutter der Erde, mit magischen Elementarringen ausgestattet, um den Planeten vor schurkischen Umweltverschmutzern und anderen Katastrophen zu beschützen. Zusammen bildeten sie das "Planetenteam". Bei besonders schlimmen Bedrohungen, mit denen sie nicht alleine fertigwurden, riefen sie den mächtigen Captain Planet herbei, der dann den Rest erledigte.

Der Film soll Jahre später spielen, als der Captain nur noch ein Schatten seiner selbst ist und die Kids mehr braucht als sie ihn. Scream Queens-Star Glen Powell und sein Schreibpartner Jono Matt wurden mit dem Drehbuch beauftragt.

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19 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
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MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 24.10.2016 | 10:39 Uhr24.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@Duck, PN gesendet wink

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 21.10.2016 | 18:03 Uhr21.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@Bond

Den Hut den ich dir vorhin nicht geben wollte, bekommst du jetzt auf jedenfall nachgereicht smile Ich hoffe nur es hat geklappt, wenn nicht sag bescheid! Bemerkenswert wie du dich beim Thema auskennst! Wenn ich nachfragen darf (gern auch PM), hast du irgendwas in diesem Bereich gelernt oder ist es einfach ein Interessensgebiet von dir? Finde es nämlich beeindruckend und durch deinen letzten Post hast du auch nachgewiesen, dass du nicht nur einen Aspekt beurteilen kannst, sondern gleich mehrere Theorien kennst.
Deine beiden Kommentare wurden jetzt auf jedenfall mal gespeichert, interessante Aspekte die man bei der nächsten Diskussion aufgreifen kann!

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 21.10.2016 | 10:08 Uhr21.10.2016 | Kontakt
Jonesi
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@Duck,

Ist ja viel wahres dabei, was Du sagst, und selbstverständlich bin ich im Bilde, was die Studien zum anthropogenen Klimawandel angeht. Ich wollte mit meinem Beitrag nur andeuten, dass sich die Wissenschaft eben nicht einig ist. "Science is settled" ist Propaganda. Genauso wie "es gibt einen wissenschaftlichen Konsens". Wissenschaft wird nicht abgestimmt. Wissenschaft besteht aus Hypothesen, die als wahr gelten, bis sie falsifiziert werden und durch neue Hypothesen ersetzt werden. Ein Wissenschaftler ist immer auch Skeptiker. Wissenschaft ohne Skepsis ist keine Wissenschaft, sondern Theologie.

Es gibt ja selbst im Bereich der Wirksamkeit von CO2 (stellvertretend für alle anderen sogenannten Treibhausgasen) unterschiedliche Meinungen und Studien. Es gibt Studien, die besagen, dass CO2 wie ein Katalysator wirkt - dass sich die Erwärmung mit zunehmendem CO2 quadratisch beschleunigt, da bei Erwärmung eben auch die Ozeane und Wälder/Moore CO2 ausgasen.Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da es den Planeten nicht mehr geben würde - hatten wir in der Klimavergangenheit doch schon Perioden mit deutlich höheren CO2-Werten, als heute.

Andere Studien sprechen von einer Sättigung - sprich, auch bei einer Verdopplung von CO2 in der Atmosphäre wird sich die Temperatur nicht linear weiter erhöhen.

Wieder andere Studien sehen gar keinen Effekt durch CO2 und die Hardliner sagen, CO2 würde sogar kühlen - was u.a. die Tatsache, dass CO2 den Temperaturen der Vergangenheit folgte, bestätigen würde.

Es gibt sogar Studien, die besagen, dass die CO2-Hypothese nicht mit dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik zu vereinbaren ist - was insofern nachzuvollziehen wäre, da eben jener HS besagt, dass Wärme immer von Warm nach Kalt wandert - nie umgekehrt.

Was auch immer stimmt: Es gibt keine belastbaren Beweise, für irgendeine der Theorien. Ich lege mich ebenfalls nicht fest, muss aber auch sagen, dass ich Handlungen aufgrund "Verdachts" falsch sind. Wir bringen einen riesigen Aufwand auf, um CO2 zu reduzieren, obwohl wir 1.) nicht wissen, ob das überhaupt einen Einfluss auf das Klima hat und 2.) es auch keine Indizien gibt, dass wärmeres Klima schlecht für den Planeten ist. Nicht umsonst werden Warmphasen "Klimaoptimum" genannt. Grönland heisst so, weil es teilweise "Grün" war und die Wikinger dort Ackerbau betreiben konnten (und die Eisbären sind auch da nicht ausgestorben). Durch mehr Niederschlag (und wahrscheinlich auch CO2) ergrünen Teile der Sahelzone. In den Alpen werden Regionen von Gletschern befreit, in denen man Mienen aus der Römerzeit findet. Nicht zuletzt konnte Hannibal mit seiner Armee inkl. Ross und Elefant über die Alpen pilgern. Und eine kürzlich erschienene Studie zeigt, dass die Küstenlinien grösser werden - trotz Meeresspiegelanstiegs. Man weiss, dass Korallen dem Meeresspiegel hinterher wachsen. Daher gibt es die Malediven heute noch. In Kaltzeiten breiteten sich dagegen Krankheiten und Hungersnöte aus.

Die Vergangenheit zeigt doch, dass die "Anpassung" die grosse Stärke der Menschen war.

P.S.: Nochmal ganz kurz zum Thema "Eisbärenpopulation". Es ist eben so, dass die Population wächst, nicht sinkt. Hauptsächlich, weil der Mensch nicht mehr so viel Jagd auf ihn macht. Tatsache ist auf jeden Fall, dass der Eisbär sämtliche Warmphasen der letzten Jahrtausende überlebt hat.

@Strubi,

"Fakt ist jedoch, dass es zumindest nicht schaden kann, wenn man ein wenig darauf achtet, dass man nicht zu viel unnötiges CO2 erzeugt oder sehe ich das falsch?"

Ich bin es, und werde es immer sein: Ein Verfechter des Fortschritts. Resourcenknappheit? Alles klar, wissen wir, können wir dran arbeiten - Stichwort "Energiewende" - aber bitte mit Verstand! Irgendwelche Massnahmen über`s Knie zu brechen, macht wenig Sinn. Energiewende + gleichzeitig Elektroautos zu forcieren? Eigentlich bekloppt. Eins nach dem anderen wäre doch die sinnvollere Herangehensweise, oder?

Ob bei all den Anstrengungen CO2 "gespart" wird/werden kann/muss? Siehe Beschreibung oben. Kohlenstoff ist btw. Ursprung allen Lebens auf dem Planeten. Pflanzen sind auf CO2 angewiesen - Gärtner leiten CO2 in ihre Gewächshäuser, um den Pflanzenwachstum zu unterstützen. Wie auch immer, das sind alles interessante Themen, die sich lohnen, darüber nachgedacht zu werden.

Wenn dann noch im Namen des Klimaschutzes Massnahmen getroffen werden, die die Natur tatsächlich und ganz offensichtlich zerstört, dann stimmt etwas nicht. Stichwort: Palmölplantagen, Monokulturen in Deutschland, Lebensmittel werden zu Biotreibstoffen, während man in ärmeren Ländern hungert, aufgrunddessen übrigens steigt auch die Hochwassergefahr an Flüssen, etc.pp.

Nun haben wir aber genug über das Thema geschrieben, wie ich finde. Wir sind doch alle hier, um uns über Filme auszutauschen! Richtig? Also, Freunde, zurück zu schöneren Themen. Wünsche Euch allen schon mal ein schönes Wocheende. Haut rein. Wir "hör`n" uns wink

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

Strubi
Hexenmeister
Geschlecht | 20.10.2016 | 19:58 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2016 20:02 Uhr editiert.

@MrBond
Als erstes: Sorry, wenn ich deine ersten Kommentare falsch aufgenommen habe. Wirkte auf mich nach typischem Verschwörungstheorien-Gelaber. Aber dein letzter Kommentar beweist das Gegenteil, wirklich stark. Dafür auch einen Hut.
So tief stecke ich in der Thematik natürlich nicht drin, um da "auf Augenhöhe" zu antworten. Nur so viel: Dass der Klimawandel nicht nur durch den Menschen und seinen CO2-Austoß entstanden ist, ist mir bewusst. Auch, dass dieses Thema für politische Zwecke gern missbraucht und entsprechend dem eigenen Gusto ausgelegt wird, ist klar. Aber es gibt eben auch Studien, die davon ausgehen, dass dieser Wandel eben vom Verhalten der Menschheit, vor allem seit Anfang des letzten Jahrhunderts, beschleunigt wird. Was stimmt nun also? Das ist für mich als Laie kaum zu beurteilen. Im Endeffekt bedeutet das für mich erstmal, dass auch die Wissenschaft nicht 100%ig weiß was Sache ist. Fakt ist jedoch, dass es zumindest nicht schaden kann, wenn man ein wenig darauf achtet, dass man nicht zu viel unnötiges CO2 erzeugt oder sehe ich das falsch?

Zum Thema Windkraft/Photovoltaik:
Deiner Beschreibung diesbezüglich aus deinem letzten Kommentar stimme ich absolut zu. Das ist genau richtig, was du schreibst. Vorhin hörte sich das für mich nur so an, als ob du das Thema generell als Quatsch ansiehst. Das Stichwort hier ist derzeit wohl "Energiemix".

@Duck
Auch für dich einen Hut. Ich finde die unterschiedlichen Meinungen sehr interessant. Zeigt es doch, dass es derzeit noch kein absolutes Richtig oder Falsch gibt (jedenfalls kein bewiesenes).

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 20.10.2016 | 18:30 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi
1

Dieser Beitrag wurde am 20.10.2016 18:30 Uhr editiert.

Zuerest einmal ein beeindruckender Beitrag Mr.Bond, dem ich aber leider keinen Hut geben kann, da ich etwas anderer Meinung bin.
So wie man es hier liest, kennst du dich wissenschaftlich gesehen viel besser aus und ohne zu wissen was du studierst hast, sieht man, dass du weiß wovon du redest.
Ich selbst kann da nicht mithalten mit 1 Semester Klimatologie und 2 Semestern Umweltmanagement.
Nur hat man dies alles schon gehört und wer sich mit dem Thema auskennt, hat diese Stichworte auch schon mal gehört. Die Frage ist ja schon, von was man redet. Gerne wird in den Medien der Begriff Klimaerwärmung genutzt. Klimawandel oder Klimaschwankungen sind da natürlich deutlich passender. Fakt ist, dass Klimaschwankungen Überlagerungen von Klimatrends und - veränderungen sind. Der Fehler der dabei gemacht wird ist eigentlich der, das man oft großräumig Veränderungen absucht, die regionalen Veränderungen jedoch vernachlässigt. Genauso problematisch ist es, wenn man sich auf den CO2 versteift, jedoch die weiteren, oft anthropogenen Treibstoffgase vernachlässigt. Versauerung, ans Wasser gebundene Co2, Wasserverdampfung...es gibt bestimmt genauso viele Studien die das menschliche Wirken doch mit einschließen.
Vor allem sind ja die damit verbundenen Faktoren nicht zu vernachlässigen: Ressourcenknappheit, Verschiebung der Vegetationszonen, etc. sind womöglich schon ewig vorhanden gewesen, heute reagieren wir in unserer Wirtschaftgesellschaft jedoch deutlich anders darauf. Auch das Artensterben fließt meiner Meinung da mithinein. Zu den Eisbären sei einfach gesagt, dass es lesbare Artenzählungen geben, welche belegen, dass die Art am Schrumpfen ist und Reproduktion deutlich schwieriger wird. Dass sie länger schwimmen oder Delfine fressen können halte ich da für ne schwache Entschuldigung, da Eisbären immer noch "Landmasse" brauchen - alleine um die Jungen zur Welt zu bringen.

Wie gesagt ich kenne mich längst nicht so aus und lese auch vielleicht zu wenig Studien dazu. Ich geb aber zu, dass mich soetwas auch ermüdet. Genauso wenig man auf den "Bild-Niveau"-Trend aufspringen sollte und jede Kacke glauben sollte, so sollte man nicht auch alle Studien von Wissenschaftlern blind folgen. Fakt ist einfach, dass ein echtes, systematisches Klimadatenmodell einfach noch nicht vorhanden ist, oft regional begrenzte Untersuchungen getätigt wurden und oft nur Vermutungen getätigt werden.
Ohne den ganzen Background zu kennen ist es genau das was ich aus den jeweiligen Vorlesungen mitgenommen habe. Beide Professoren warnten davor, wegen solcher Studien einen von menschengemachten Klimawandel als Unsinn abzutun und die Schlussfolgerung war eher so, dass sie sich nicht vorstellen können, dass bei all dem was wir der Erde antun, der Mensch keinen Anteil am Wandel nimmt. Wie groß der ist, kann man nicht sagen, aber vielleicht sagen auch die Wissenschaftler in 25 Jahren - ups jetzt ist es zu spät.

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 20.10.2016 | 17:42 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi
1

Lieber Strubi, Luph und weitere Interessierte,

Das gehört zwar wirklich nicht hier her (und das ist der eigentliche Grund, warum ich jedem nahe lege sich selbst zu informieren), wie ich weiter unten schon schrieb, aber da offenbar Interesse besteht, hier ein paar Ausführungen. Vorweg sei gesagt: Ich belehre niemanden, versuche auch niemanden zu bekehren und repsektiere jede Meinung! Ich kann natürlich nicht alles Verlinken, was ich habe, da das den ohnehin schon geweiteten Rahmen noch weiter sprengen würde.

Zunächst mal zu Strubis Unterstellung, ich würde "Verschwörungstheorien raushauen". Dem ist nicht so. Verschwörungstheorien wären Aussagen, wie 9/11 war eine False-Flag-Operation, oder die Regierung möchte uns mit Chemtrails vergiften, oder die Mondlandung ist ein Fake - also Behauptungen, jemand unterstellt, dass von höchster Ebene Handlungen forciert werden, die entweder zur Bereicherung, oder als Grund für einen "Rückschlag" verwendet werden. Von solchen Behauptungen distanziere ich mich.

Nun, dann erst mal zum Thema "Klimaschutz" (Energiewende kommt später).

Erstmal: Klima ist ein gemittelter Wert (30 Jahre oder mehr) des "Wetters"/Temperatur. Somit ist Klima etwas, was nicht geschützt werden kann. Man kann auch nicht gegen den Klimawandel sein, da die einzige Konstante des Klimas der Wandel ist. Es hat sich schon immer gewandelt, es wurde wärmer, es wurde kälter.

Geschichtlich befinden wir uns zur Zeit noch in einem Eiszeitalter. Per Definition befindet sich die Erde in einem Eiszeitalter, wenn mindestens 1 Pol gefroren ist und/oder sich Gletscher bilden. Momentan leben wir in einer Warmphase. Zuvor ging um 1800 die sogenannte "Kleine Eiszeit" zu Ende. Davor befand sich die Erde im "Mittelalterlichen Klimaoptimum", welches so warm, oder sogar wärmer als die heutige Warmzeit war.

Das aber wirklich interessante dabei ist, dass es in der Klima-Vergangenheit schon zu deutlich schnellerem Wandel gekommen ist, als der heutige - alles ganz ohne CO2. Es gibt sogar Forschungsergebnisse, die belegen, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre der Temperatur hinterher zog. Tatsache ist ganz einfach, dass es auf dem Planeten so viele direkte (Ozean-Zyklen, Wolkenbildung, etc.) und indirekte Faktoren (Sonnenaktivität, Kosmische Strahlen, etc.), dass, auch wenn CO2 eine Rolle spielen würde (was bis heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde), es unhaltbar ist, den Klimawandel auf diesen einen Faktor (CO2) zu reduzieren.

Klar, im IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) Report steht, dass auch andere Faktoren - natürlich Schwankungen - mit einbezogen werden, aber der Haupttreiber soll CO2 sein. Im selben Report steht jedoch auch, dass Klima ein gekoppeltes, nichtlineares chaotisches Systemen ist und dadurch eine langfristige Voraussage des Systems ‘Klima’ nicht möglich ist. Liest man sich den IPCC Report durch, so stellt man fest, dass sich der Report im Grossen und Ganzen in 2 Bereiche unterteilt: In den Fachbereich und in die "Summary for Policymakers" - sprich, für Politiker, damit die sich eine Meinung bilden können. Leider weichen die Teilbereiche mitunter stark von einander ab und was kann man schon für Ratschlägen für Politiker erwarten, die von einem Gremium verfasst wurden, dessen Aufgabe es ist, den "Anthropogenen Klimawandel" nachzuweisen? Wahrscheinlich ähnliches, wie das Deutsche PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), das die selben Aufgaben verfolgt und als Kanzlerinnen-Berater fungiert.

Genau dieses Dilemma bemängelte kürzlich der Chefredakteur Jeremy Berg des Wissenschaftsjournals "Science" in einem Artikel. In die selbe Richtung geht eine Arbeit von Vladimir Jankovic et al. von der University of Manchester, die im August 2016 im Fachblatt "Weather, Climate and Society" erschien. Es handelt vom Schüren von Angst und trägt den treffenden Titel Atmosfear.

Aber was sagen die Fakten?

Vorweg empfiehlt es sich die Lektüre von Roy Spencer, Klimawissenschaftler an der University of Alabama in Huntsville, der einen recht guten Leitfaden zu Temperaturdaten liefert. Auch nicht verkehrt ist das Video vom Atmosphärenphysiker Richard Lindzen MIT (Massachusetts Institute of Technology) über den Stand der Wissenschaft:

Kommen wir erst zur Behauptung, das Klima würde sich immer schneller erwärmen und "es ist noch schlimmer als gedacht" und "es war noch nie so warm, wie heute"! Schaut man sich in der Wissenschaftlichen Literatur um, so findet man interessante Informationen. Eine aktuelle Studie der Wissneschaftler Tobias Bolch et al. zeigt z.B. dass die Gletscher im Hunza Catchment (Karakoram) seit den 1970ern stabil sind. Auch im Nordwesten des Himalaya konnten Suhaib Bin Farhan et al. nachweisen, dass die Gletscher zwischen 1973 und 2013 sehr stabil sind. Hierzu auch der folgende Artikel. Die Mittelalterlichen Wärmeperiode wird gut in der Arbeit von Peter deMenocal et al. beschrieben. Zwei Bohrungen an der mauretanischen Küste zeigen, dass es damals so warm war, wie heute. Eine weitere Arbeit von Davi et al. zeigt, dass es um 1000 A.D. (also etwa zum Beginn der Mittelalterlichen Wärmeperiode) eine abrupte Erwärmung gab, die sogar schneller ablief, als die heutige Erwärmung.

Haben Stürme zugenommen, oder ist das "nur" die öffentliche Wahrnehmung, da im Zuge der Klimakatastrophe mehr darüber berichtet wird und soziele Netzwerke in Kombination mit der Tatsache, dass man heute immer und überall einen Fotoapparat dabei hat, die größte Meinungsbildungsplattform von heute ist? D. Schultz and V. Jankovic von der University of Manchester warnen bereits 2014 davor, Stürme mit dem Klimawandel zu begründen. Eine aktuelle Studie (August 2016) von Booth et al. belegt, dass Hurricane an der Ostküste der USA seit 1979 weder zu noch abgenommen haben. Die Wissenschaftler Klotzbach et al. schreiben in einer Arbeit im Fachblatt "Nature Geoscience" ebenfalls von einer Hurricane-Flaute, die sich wohl auch noch einige Zeit fortsetzen wird. Auch Endmund Chang et al. finden in ihrer Arbeit einen negativen Sturmtrend auf der nördlichen Hemisphäre. Li et al. vermuten 2014 in den Geophysical Research Letters, dass evtl. ein höherer Wassergehalt in der erwärmten Atmosphäre unterschätzt hat. Wie sieht`s in Deutschland aus? Ein Schaubild des DWD (Deutscher Wetterdienst) zeigt seit 1950 keine ungewöhnlichen Entwicklungen beim Starkregen. Auch was Tornados in Deutschland angeht gibt es offenbar keine signifikante Steigerung.

Zum Thema Artensterben durch den Klimawandel habe ich ja bereits, was den Eisbären betrifft, an anderer Stelle viel geschrieben. Ich schaue mal schnell nach... ahja, hier. Es gibt natürlich noch tonneweise weiterer Informationen und Studien, wie diese hier von Sean L. Maxwell et al. im Fachmagazin Science. Tatsächlich gibt es "Artensterben", aber im Allgemeinen ist nicht der Klimawandel schuld (sonst hätten diverse Tierchen ja bereits in den letzten Warmzeiten aussterben müssen), sondern andere Faktoren (siehe Link). Interessant in dem Zusammenhang auch diese Arbeit von H. A. McGowan et al. zum Korallenproblem, das eigentlich keines ist. Mehr Studien zum Korallenthema gibts hier, hier, hier, hier, hier und hier und hier.

Welche Einflüsse gibt es denn auf unser Klima? In erster Line natürlich unser Zentralgestirn, die Sonne. Eine aktuelle Studie (März 2016) von Yamakawa et al. wird der Klimaeinfluss der Sonne über die Stratosphäre und die Meeres-Oberfläche beschrieben. Auch Willie Soon et al. beschreiben in einer Arbeit die Klimawirkung der Sonne der letzten 150 Jahre. Über den sogenannten Solaren Gleissberg-Zyklus handelt die Arbeit von Alexander Ruzmaikin et al., Oktober 2015. Al-Tameemi et al. stellen in ihrer Arbeit einen klaren Zusammenhang der globalen Verdunstung und des Wasserhaushaltes zu solaren Schwankungen fest. Auch Kunihiko Kodera et al. beschreibt den Solaren Einflus auf das irdische Klima. Weiter oben in meinem Text habe ich auch eine Studie verlinkt, die die Ozeanzyklen im Fokus hat. Ganz wenig weiß man bisher über die globale Wolkenbildung. Im März 2015 beschrieben Sandrine Bony et al. die großen Unsicherheiten bezüglich der Wolken auf das Klima. In Deutschland (am KIT) untersucht man die Wolken ebenfalls. Das Institute of Physical Chemistry of the Polish Academy of Sciences konnte diese Problematik mit den Wolken ebenfalls feststellen. Und irgendwo habe ich noch eine Zusammenstellung aller "bekannten" Einflüsse... Wenn ich die in absehbarer Zeit finde, teile ich sie natürlich auch gerne.

Was war zu erst da, Henne oder Ei? Erwärmung oder CO2? Eine Studie von Ole Humlum von der Universität Oslo beschreibt ersteres. Sämtliche CO2-Anstiege in der Klimavergangenheit folgten den Temperaturkurven. Auch die Universität von Kopenhagen legt eine "umgekehrte" Korrelation nahe: Erst Erwärmung, dann CO2-Anstieg. Hier die Arbeit von J. B. Pedro et al. zum Thema, die Eisbohrkerne aus der Antarktis analysierten. Gleiches Ergebnis wie oben.

Immer wieder wird behauptet, aktuelle Klimasimulationen könnten die Vergangenheit reproduzieren - das ist ein wichtiges Vorgehen. Wenn ich die Zukunft prognostizieren möchte, muss der Backtest funktionieren. Tatsächlich ist das nicht der Fall. Selbst im IPCC-Report (aktuelle Ausgabe AR5) wird erwähnt, dass die Abbildung der Vergangenheit misslang, siehe Kapitel 5.3.5, Arbeitsgruppe 1: The reconstructed temperature differences between MCA and LIA (…) indicate higher medieval temperatures over the NH continents (…) . The reconstructed MCA warming is higher than in the simulations, even for stronger TSI changes and individual simulations (…) The enhanced gradients are not reproduced by model simulations … and are not robust when considering the reconstruction uncertainties and the limited proxy records in these tropical ocean regions (…). This precludes an assessment of the role of external forcing and/or internal variability in these reconstructed patterns.

So, Freunde, ich hätte noch jede Menge weiteres Material, aber da muss ich meine Archive durchforsten. Für diejenigen, die lieber Videos schauen, empfielt sich die folgenden:

Gegentheorie zum Klimawandel - schon etwas älter, aber immer noch aktuell:

Ein interessantes Interview mit Geologe Steffen Biersack (Zitat: "Der Geologe ist immer der Buhmann unter den Klimadenkern, da er sich auch die Klimavergangenheit anschaut"):

Und zu guter Letzt noch ein nettes Video in Sachen: "Ist der Klimawandel eine neue Religion?"

Zum Thema "Energiewende" äußere ich mich ein anderes mal (wenns interessiert). Es sei nur soviel gesagt: Sonnen- und Windkraft wird sog. konventionelle Energie in absehbarer Zeit nicht ersetzen können. Es gibt keine Speichermöglichkeiten, die die Kapazität besäße, ein ganzes Land (mit Industrie) über mehrere Tage zu speisen. Dazu gibt es ebenfalls tonnenweise Studien. Wenn kein Wind weht, muss die gesamte Kapazität von Sonnenenergie getragen werden. Nacht = Totalausfall. Dazu kommt, dass Wind und Sonne jeweils Gleichstrom produzieren. Dies muss mittels Wechselrichter in einen Grundlastfähigen Wechselstrom gewandelt werden. Sobald durch Fluktuation eine Frequenz von 50 Hertz über, oder unterschritten wird = Totalausfall. Die Frequenz im Netz muss immer synchronisiert sein. Überschneidet sich die Periode zwischen 2 Kraftwerken = Totalausfall. Es müssen immer Backup-Kraftwerke (Kohle/Gas, ggf. Kernkraft aus dem Ausland) laufen, um Unterbrüche zu kompensieren. Das heißt: Auch wenn Sonne/Wind die Grundlast abdeckt, muss ein konventionelles Kraftwerk nebenbei laufen, um ggf. Schwankungen im Netz abzudecken. Mal eben Kraftwerk hochfahren, wenn`s gebraucht wird, geht leider nicht, weil = Totalausfall. Mit anderen Worten: Die konvenionellen Kraftwerke werden durch Sonne/Wind ineffizient, da sie laufen müssen, aber nichts einspeisen dürfen. Glaubt man der CO2-Klimakiller-Theorie, ist das dann sogar doppelt ineffizient.

Strubi, Du sagst: "Dass die Nutzung der Solarenergie (in welcher Form auch immer) ein großer Faktor in der Zukunft ist, da bin ich mir ziemlich sicher.
Kernfusion ist eine tolle Sache. Aber ob das wirklich die Lösung aller (Energie-)Probleme ist, kann doch bisher keiner definitiv sagen. Ob das wirklich irgendwann effektiv nutzbar ist, steht ja, mehr oder weniger, noch in den Sternen. Und selbst wenn, ist das nichts, was in den nächsten Jahren passieren wird."

Na, da bin ich doch voll auf Deiner Seite! Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind wir technisch noch nicht auf dem Stand, die konventionelle Energie abzuschalten. Mag sein, dass super effiziente Solarzellen erfunden werden, die auch nachts bei indirekter Bestrahlung (Mond) noch vernünftig Energie erzeugen. Mag sein, dass voher die Kernfusion marktreif wird. Mag sein, dass super effiziente Batterien erfunden werden, die nicht mehr auf chemischer Reaktion basieren (was seit jeher ineffizient ist), und, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, mag sein, dass die Erforschung der Kernenergie soweit fortschreitet, dass diese sinnvoll und gefahrlos genutzt werden kann (siehe z.B. Generation 4 Kraftwerke). Stand HEUTE sind wir aber noch nicht soweit. Daher macht es wenig Sinn, einfach alles über`s Knie zu brechen.

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.

Strubi
Hexenmeister
Geschlecht | 20.10.2016 | 15:20 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@lulph
Dass Kernfusion sehr effizient ist und in der Theorie (und mehr ist es derzeit nicht, wenn man mal von den extrem aufwendigen Laborversuchen absieht) riesige Möglichkeiten schafft, ist mir bewusst. Aber es ist eben auch nichts, was man kurzfristig zur weltweiten Energiegewinnung einsetzen kann. Dass man daran forscht ist vollkommen richtig mMn. Aber ich kann ja die Gegenwart (Windkraft, Photovoltaik, usw.) nicht außer Acht lassen, nur weil ich evtl. in 10, 20, 50 oder was weiß ich wie vielen Jahren die Kernfusion so weit entwickelt habe, dass sie sinnvoll zur sicheren und umweltfreundlichen Energiegewinnung eingesetzt werden kann.

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 20.10.2016 | 14:28 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@Strubi
Kernfusion richtig ausgearbeitet ist zumindest weitaus effizienter als Kohleverbrennung oder Kernspaltung, aber wie du schon schriebst, steckt dieses Projekt momentan noch in den Labor- bzw. Kinderschuhen und wird in den nächsten Jahren definitiv keine flächendeckende Anwendung finden. In Zukunft könnte ich mir das aber durchaus vorstellen, vielleicht hat man dann zudem sogar einen Weg gefunden, Atommüll zu recyclen.

@MrBond
Glauben, denken - das ist jetzt Wortklauberei. Du weißt schließlich, was ich meine.

Bloodraven: "That face you make... look I so old to young eyes?"
Bran: "No. Of course not."
Bloodraven: "I do. Yes, I do. When 900 years old you reach, look as good you will not, hmm?"

Strubi
Hexenmeister
Geschlecht | 20.10.2016 | 13:10 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Verstehe die Kritik hier nicht. Di Caprio investiert in erster Linie vermutlich erst mal Geld, um Geld zu verdienen. Und da er nunmal in der Filmbranche unterwegs ist, ist es mMn nicht so überraschend, dass er auch in dieser Branche Geld investiert. Und wenn man dann damit auch noch eine gute Botschaft verbreitet, dann ist das doch absolut ok.
Natürlich macht so ein Film aus Leuten, die sich bisher nicht um die Umwelt scheren, nicht plötzlich Umweltaktivisten. Aber um Menschen von etwas zu überzeugen, muss eben dauerhafte Arbeit geleistet werden, die Leute müssen immer wieder an dieses Thema erinnert werden. Da ist so ein Film vllt nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber wenn man jedes einzelne solcher Projekte, die auf Umweltzerstörung hinweisen, immer mit "bringt doch sowieso nichts" abhandelt, dann passiert wirklich nichts.

@MrBond
Ein paar provokante Sätze und "Verschwörungstheorien" raushauen, so tun als ob man "mehr" wüsste und wenn dann jemand nachfragt bzw. darüber diskutieren möchte, wird das Ganze mit "kann sich ja jeder selber ganz einfach informieren" oder mit vieldeutigen (nichtssagenden) Aussagen abgecancelt... Gibts ja häufig bei solchen Themen, nervt aber gerade deshalb auch.

Versteh mich nicht falsch. Ich will dir nicht deine Meinung nehmen. Aber ich finde, Argumente zu liefern, wenn man solche Aussagen trifft, erst recht wenn jemand nachfragt/darüber diskutieren möchte, sinnvoller als das so abzuwürgen.

Warum z.B. sollen den Windkraft und Photovoltaik keine sinnvollen "Energieprojekte" sein? Dass sie keine alleinigen "Allheilmittel" sind, da würde ich dir zustimmen. Es gibt auch bei diesen Themen einige Probleme, die von der Politik gern klein gehalten werden (Flächenverbrauch, Vogelgefahr, umweltschädliche Herstellung der Solarzellen, usw.). Aber das bedeutet im Umkehrschluss ja nicht, dass das alles Quatsch ist. Dass die Nutzung der Solarenergie (in welcher Form auch immer) ein großer Faktor in der Zukunft ist, da bin ich mir ziemlich sicher.
Kernfusion ist eine tolle Sache. Aber ob das wirklich die Lösung aller (Energie-)Probleme ist, kann doch bisher keiner definitiv sagen. Ob das wirklich irgendwann effektiv nutzbar ist, steht ja, mehr oder weniger, noch in den Sternen. Und selbst wenn, ist das nichts, was in den nächsten Jahren passieren wird.

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 20.10.2016 | 09:32 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

@luph,

"Ich hoffe jetzt mal nicht, dass du glaubst ..."

Bist Du denn der Meinung, dass ich es glauben sollte?

“To be is to do” — Socrates.
“To do is to be” — Jean-Paul Sartre.
“Do be do be do” — Frank Sinatra.


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