Zu komplex für einen Film?

"Unverfilmbares" Sci-Fi-Epos: Update zu "The Stars My Destination"

"Unverfilmbares" Sci-Fi-Epos: Update zu "The Stars My Destination"
18 Kommentare - Mo, 11.09.2017 von R. Lukas
2015 ließ sich Jordan Vogt-Roberts von Paramount Pictures für "The Stars My Destination" anheuern, und er hat den Film auch nicht aus den Augen verloren.

Warum sollte man es sich leicht machen, wenn es auch schwer geht? Getreu diesem Motto verfährt Jordan Vogt-Roberts. Über seine knifflige, aber weiterhin geplante Videospielverfilmung Metal Gear Solid plauderte er gerade erst, und dann ist da noch The Stars My Destination, die Adaption von Alfred Besters gleichnamigem Sci-Fi-Roman (deutscher Titel: "Tiger! Tiger!"), die noch niemand knacken konnte.

Im Zentrum der Geschichte steht der Raumschiff-Matrose Gully Foyle, dessen Schiff angegriffen wird. Bis auf ihn sterben alle. Als ein vorbeifliegendes Raumschiff seinen Notruf ignoriert, statt ihn zu retten, und er trotzdem überlebt, begibt er sich auf einen Der Graf von Monte Christo-ähnlichen Rachefeldzug, um es denen, die ihn so dreist in Stich gelassen haben, heimzuzahlen.

Anscheinend habe er die dumme Angewohnheit, Projekte zu übernehmen, die als "unverfilmbar" gelten. Vielleicht sei er ja masochistisch veranlagt, witzelt Vogt-Roberts. The Stars My Destination sei einfach ein richtig tolles Buch, eines der speziellsten, die er je gelesen habe. Fast jede Seite enthalte genug Ideen, um einen ganzen Film damit zu füllen. Ähnlich wie bei den Neuromancer- oder John Carter-Büchern seien schon viele Ideen daraus entnommen und anderswo verwurstet worden, und dennoch denkt Vogt-Roberts, dass die Story immer noch höchst relevant ist. Er liebt die Charaktere, den Antihelden-Protagonisten und die Reise, auf die er sich begibt, und glaubt, eine frische, interessante Herangehensweise an den Stoff gefunden zu haben.

Am liebsten wäre ihm ein in sich abgeschlossener Film, aber auch eine Miniserie kann er sich gut vorstellen. Also ja, Vogt-Roberts würde diese Story sehr gerne erzählen. Und wenn er sie nicht erzählt, will er dafür sorgen, dass Park Chan-wook (Oldboy) es tut, weil der The Stars My Destination wohl schon lange verfilmt haben wollte. Zudem nennt Vogt-Roberts ihn seinen Lieblings-Filmemacher auf dem Planeten.

Quelle: Collider
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18 Kommentare
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luhp92 - BOTman Begins
14.09.2017 19:42 Uhr | Editiert am 14.09.2017 - 19:48 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Kommentare: 8.973 | Kritiken: 91 | Hüte: 261

@theduke

So, jetzt auch meine Antwort wink

  • Mit den Massenaufnahmen in alten Monumentalfilmen hast du einserseits Recht, andererseits finden sich auch dort meiner Erinnerung nach keine solchen Massenaufnahmen des Ausmaßes von Jacksons "Herr der Ringe". Sicherlich könnte man Tausende von Statisten engagieren, aber das digitale Kopieren ist mit Sicherheit eine einfachere und vor Allem im Bezug auf die Orks auch günstigere Variante.
  • Geisterwesen wie in Star Wars. Durchaus möglich, aber da stellt sich mir die Frage, wie kostenaufwendig die Animationen waren. Denn diese müssen ja nicht nur stehen, sondern sich auch bewegen, und es sind auch nicht nur drei sondern eben hunderte.
  • Zu Ray Harryhausen, da magst du durchaus Recht haben! Wenn ich an "Armee der Finsternis" denke, funktionieren solche Effekte auch in den 90er Jahren noch perfekt. So ähnlich hätte man vielleicht auch die Geister darstellen können! Dennoch, wenn ich mir vorstelle, dass in "Herr der Ringe" irgenwelche vergrößerten Elefanten (analog zu "Eine Millions Jahre vor unserer Zeit") als Olifanten herhalten müssen, dann sträuben sich mir schon etwas die Haare...

    "The Lord of the Rings’ is my ‘Ray Harryhausen movie’. Without his life-long love of his wondrous images and storytelling it would never have been made – not by me at least… His patience, his endurance have inspired so many of us."
    - Peter Jackson nach Harryhausens Tod -


Ich habe noch etwas recherchiert, hier die bisherigen Versuche, "Herr der Ringe" als Live-Action-Film in die Kinos zu bringen.

  1. 1957: Ein 3-Stunden-Film, Tolkien gefielen die Concept Arts, aber ihm missfielen der Inhalt und der Ton des Drehbuchs. Also wurde das Projekt verworfen.
  2. 1969: Die Beatles in den Rollen von Frodo, Sam, Gandalf und Gollum. Als Regisseur wollten sie Stanley Kubrick haben, der jedoch ablehnte, weil er das Buch für unverfilmbar hielt. Letztendlich wurde auch dieses Projekt verworfen, weil Tolkiens die Beatles nicht im Film haben wollte. Ernste Frage, hätte das irgendjemand gewollt?
  3. 1970er Jahre: Erneut sollte die komplette Geschichte in einem Film erzählt werden, diesmal unter der Regie von John Boorman. Das Drehbuch enthielt Änderungen wie: Gimli wird verprügelt, um sich an das Moria-Passwort zu erinnern. Frodo und Galadriel haben Sex. Arwen ist eine Teenagerin und die Liebesbeziehung mit Aragorn wird auf Eowyn übertragen. Das Projekt wurde verworfen, weil es sich als zu teuer für die damalige Zeit herausstellte.
    Aus dem Projekt wurde letztendlich Excalibur. Den Film habe ich mir gestern angesehen und danach bin ich ganz froh, dass aus Boormans Version nichts geworden ist. Die praktischen Effekte und die Weiterentwicklung des Fantasyfilms in allen Ehren, aber "Excalibur" leidet eindeutig darunter, dass Boorman zuviel Handlung in einem einzigen Film unterbrachte. Der Inhalt hätte locker für 2-3 Filme gereicht! Aufgrunddessen bleiben die Charaktere alle ziemlich blass, im Vordergrund stehen eindeutig die tollen Kulissen, Kostüme und Effekte.

https://en.wikipedia.org/wiki/Middle-earth_in_film

Fazit: Insgesamt komme ich zu dem Schluss, dass Prä-Jackson-Adaptionen primär daran scheiterten, dass die Regisseure/Drehbuchautoren mit der schlichten Masse an Handlung überfordert waren und anscheinend gar keine Filmreihe in Betracht zogen. Auch Tolkiens Veto in den 50er und 60er Jahren spielte eine große Rolle. Zudem habe ich nicht Unrecht, wenn ich behaupte, eine Adaption sei in den 70er Jahren schlicht zu teuer gewesen, wie man an dem Boorman-Projekt sehen kann.

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MD02GEIST - Godzilla Fan #1
13.09.2017 09:04 Uhr
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Dabei seit: 01.01.13 | Kommentare: 1.998 | Kritiken: 12 | Hüte: 153

@ duke
Danke für den Hut, aber was ist bitte auf hochdeutsch ein "Schnaggala"? Als Mensch nahe der Küste soll dies jetzt kein Vorwurf sein. Wir haben auch solche Worte.

Ich muss dir danken, dass du mir ein klein wenig mehr Input deinerseits gegeben hast. Doch es gibt ja immer noch diese Barriere der Schriftform, daher vermag ich so manches nicht so einfach zu formulieren.

Es fehlen Gestik und Mimik. Emoticons und Smiles helfen da nur bedingt. Und weil du gerade privat sehr viel Kraft brauchst, dachte ich das vielleicht eine solche Aufgabe dich POSITIV ablenken könnte.

Aus meiner Sicht spielen bei dem Thema "Unverfilmbarkeit" eben viele Faktoren eine Rolle, doch die Reihenfolge sehe ich erstmal bei jedem selber. Danach folgen die technischen Aspekte.

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theduke - Moviejones-Fan
13.09.2017 00:04 Uhr
0
Dabei seit: 12.11.13 | Kommentare: 5.265 | Kritiken: 9 | Hüte: 269

@Geist. Würden wir zusammen an einem Tisch sitzen, und du hättest mir zuerst das mit dem DC gefragt und später dann deine Frage erklärt, hätte ich als Bayer zu dir gesagt. "Du bist a Schnaggala" lieblich gemeint als lustige Betitelung. Red doch deutsch mit mir Dr Prof Geistani-laugh. -) Privat PN weißt du das ich gerade andere Gedanken zwecks Unfall habe, es rattert bei mir im Hirn also in eine andere Richtung, daher bin ich hier auch mal wieder so selten bei MJ aktiv.

Hut aber für deine Erklärungen, denn diese kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich sagte ja ich bin kein Bücherleser, was nicht bedeutet das ich nie welche gelesen habe. Als Bub habe ich den dicken Wälzer Das Dschungelbuch gelesen, wo es darin ja auch andere Geschichten gibt. Mein Bruder hatte fast alle Karl Mai Bücher, wo ich sie später versucht habe zu lesen, aber die Filme schon kannte, somit hatte ich ein gewisses verdrehtes Bild und konnte mir mit den Romanen kein eigenes Bild mehr machen. Eigenes Bild von Figuren machen ohne das es vorher Filme oder Fotos gab? Ich habe mit 16 J angefangen Geisterjäger John Sinclair zu lesen und habe mir von allen Figuren ein Kopfkino-Bild angefertigt. Mit 14 habe ich mal eine Hörbuch Kassette angehört. John Sinclair war für mich eine Art Roger Moore Snob, seine Sekreterin ist vergleichbar mit Iron Man seiner geliebten Pepper, und Suko betrachtete ich immer als Green Hornet Kato. Klar sollte es in meinen Augen auch so sein, aber mir ist die Storyumsetzung ebenso wichtig, Geist deine Argumente passen zwar, ebenso die von luhp, aber trotzdem hat dies doch wenig mit einer Umsetzbarkeit eines Stoffes zu tun. Das was du meinst, sind persönliche Wahrnehmungen, die jeder Leser anders sieht.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
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MD02GEIST - Godzilla Fan #1
12.09.2017 05:31 Uhr | Editiert am 12.09.2017 - 05:32 Uhr
1
Dabei seit: 01.01.13 | Kommentare: 1.998 | Kritiken: 12 | Hüte: 153

@ duke
Erstmal vielen Dank, dass du antwortest.

Also wenn du auf dem Schlauch stehst, dann helfe ich dir natürlich. Worauf ich hinauswill ist folgendes. Ich möchte in deinem Fall versuchen mit so wenigen Worten wie möglich dir etwas nahe zu bringen, dass normalerweise selber Bücher füllt.

Es geht um deine eigene; individuelle Wahrnehmung und dein Unterbewusstsein. Ja, wir bewegen uns in diesem Gebiet. Ich, als Autor von zwei Sätzen, schrieb folgendes:

"Sie hatte einen wohlgeformten Körper. Ihre Haare waren weiß."

An diesen Satz hatte ich eine Aufgabe für dich gekoppelt. Soweit alles verstanden? Ich sage mal ja.

So, aber wenn du "Sie hatte einen wohlgeformten Körper. Ihre Haare waren weiß." liest. Was denkst dabei? Bedenke weiter, du hast NUR diese Informationen.

Ist die Frau 180 cm groß? Oder ist sie vielleicht kleinwüchsig? Hat sie ein Sixpack? Oder vielleicht auch nicht? Sind ihre Augen grün?

Diese Informationen vermittelt der Text NICHT. Aber: dein Unterbewusstsein, wenn er diese zwei Sätze liest verknüpft diese Worte mit einem Bild = Fantasie.

Wenn dein Gehirn nur eine bestimmte Informationsmenge hat, sucht es sich ein passendes Bild aus der Erinnerung zusammen.

So und dasselbe geschieht bei Büchern die ja meistens nur aus Text bestehen. Wenn du keine Bildvorgabe hast, erarbeitet sich dein Gehirn aus den Wörtern die Bilder. Und daraus entsteht etwas "unverfilmbares", weil nur DEINE, EIGENE, INDIVIDUELLE Wahrnehmung beim Lesen passiert.

Jemand anderes stellt was ganz anderes vor. Erst dann und nur dann, kommen die anderen Postings der anderen User wie luhp, silencio und co. ins Spiel.



Off-Topic, aber nur in einem begrenzten Rahmen. Es gibt auch noch heutzutage Bücher wobei sich eine Verfilmung als schwierig gestaltet. Ich wähle bewusst das Wort "schwierig". Luhp für dich eine Empfehlung, sofern du möchtest.

Dan Simmons ist hier der Autor dessen Werke ich für "unverfilmbar" halte. Warum das so für mich ist. Simmons als Autor beschreibt hier etwas so großes und atmosphärisch dichtes in seinen Werken, dass es zwar vom reinen visuellen Standpunkt her natürlich möglich ist, aber die eigenen inneren Gedanken und die meisten Plots nehmen sehr viel Zeit in Anspruch.

Hier eine Verfilmung zu machen, würde nicht so einfach im klassischen Sinn funktionieren. Nehmen wir nur mal den 1. Buch des Hyperion-Cantos. Der Cantos besteht aus 4 großen Büchern + 2 ergänzenden Kurzgeschichten.

Das 1. Buch ist wie Canterbury Tales aufgebaut. Und die Handlung wird damit Schritt für Schritt miteinander verwoben. Doch dies ist am Anfang nicht als solches erkennbar, noch deutet es darauf hin. Die individuelle Erzählungen hier der Charaktere sind lang. Sprich für jede Geschichte innerhalb des großen Ganzen bräuchtest du einen Film von 4h Dauer MINIMUM.

Und das kann nicht so einfach unter den Aspekten Erfolgsdruck und Publikumsmagnet funktionieren. Wir hätten hier - nur das 1. Buch - 6 individuelle Geschichten = 6 Filme die sich dann in einem 7. = großen Ganzen ergeben. Und kein Hollywood-Studio ist dazu willentlich in der Lage.

Sicher es gibt alles: Spannung, Dramatik, Action, Gefühle, aber es ist kein Kino wo es alle 2 Sekunden ein Planet explodiert, um es mal bewusst zu übertreiben.

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theduke - Moviejones-Fan
12.09.2017 01:05 Uhr
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Dabei seit: 12.11.13 | Kommentare: 5.265 | Kritiken: 9 | Hüte: 269

@luhp Gollum als Handpuppe von Frank Oz?! Oder einen Darsteller mit Maske? Ich will nicht mein Alter raushängen lassen. (habe dein Kommentar als Zitat etwas komprimiert) aber du vergisst die Zeit. Ist kein Altersvorwurf an dich oder an MDGeist, aber überleg mal wie meine Generation die OT Planet der Affen aufgenommen hatte. Es sah geil aus. King Kong, da habe ich als kleiner Bub zuerst den Film aus den 30ern gesehen und war paff. Hätte es nie einen KK Film gegeben, wäre es hier der selbe Vorwurf, man hätte früher KIng Kong nie glaubhaft umsetzen können. Luhp du gehst leider nur von deiner Zeit aus, und weil du die Jackson Filme kennst. Du kennst sicher den Film Krieg der Welten. Versuche es dir mal vorzustellen, das 1938 die Leute vor dem Radio Zuhause dachten es wäre ein realer Angriff von Aliens.

Massenaufnahmen, Bitte betrachte mal die Monumentalfilme aus den Sandalenfilmen, Ben Hur oder die Krieg und Frieden Verfilmung. Geisterwesen: Siehe die Machtgeister bei Star Wars an. Baumwesen / Ents : Guck dir mal den Film Never Ending Story an, und du siehst, auch sowas war damals schon machbar. Skelette oder Olifanten. Betrachte mal die Filme von Ray Harryhausen und du erkennst, es wäre damals schon umsetzbar gewesen und das damalige nicht verwöhnte Publikum hätte es bejubelt.

Luhp wie gesagt, es soll kein Vorwurf sein, doch ich merke es immer wieder wie eine gewisse Generation sich es nicht vorstellen kann, wie man es früher hätte umsetzen sollen /können.

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luhp92 - BOTman Begins
11.09.2017 23:53 Uhr | Editiert am 11.09.2017 - 23:54 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Kommentare: 8.973 | Kritiken: 91 | Hüte: 261

@theduke

Der Bewegungs- und Mimikspielraum einer Puppe wie die von Yoda in der OT ist nunmal sehr begrenzt und ist meiner Meinung nach auf einen Gollum, der nunmal sehr von seiner Bewegung und Mimik lebt, kaum bis gar nicht übertragbar. Da hätte man wenn überhaupt einen Menschen in ein Kostüm mit Maske stecken müssen (siehe Planet der Affen), aber auch das hätte wahrscheinlich ziemlich merkwürdig ausgesehen.

Davon abgesehen steht weiterhin die Frage im Raum, wie man die ganzen Massenaufnahmen (inklusive der Ents, Geister, Olifanten, etc) ohne aufwendige digitale Effekte hätte realisieren sollen. Das war in den Zeiten der Star Wars OT einfach nicht möglich.

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theduke - Moviejones-Fan
11.09.2017 23:14 Uhr
0
Dabei seit: 12.11.13 | Kommentare: 5.265 | Kritiken: 9 | Hüte: 269

@luhp Beim "Herrn der Ringe" lag es zum Großteil an den technischen Voraussetzungen. Solche Massenaufnahmen oder Gollums Animationen hätte man in den 70er und 80er Jahren niemals hinbekommen. Vielleicht liege ich falsch, sei mir nicht böse aber ich denke du betrachtest die Sache nicht richtig. Klar ich ziehe hier Stars mit ein, aber überlege mal, was wäre wenn Lucas mit seiner Filmfabrik damals HdR angegangen wäre. Gollum so umgesetzt hätte wie Yoda. Betrachte auch das wir in den 70 und 80ern nicht so verwohnt waren. Also wo wäre das Buch damals nicht verfilmbar gewesen?

@Duck Was die Hardcore Fans betrifft, wie sie über HdR urteilten sollte man im Raum stehen lassen, denn hier geht es ja nicht um die Aussage von solchen "Nerds" (meine ich positiv) , sondern darum das Studios oder Regisseure ein Werk oft für "Unverfilmbar" und dies gar nicht mal begründen.

@Geist ich stehe bei der DC Frage voll auf dem Schlauch, denn ich verstehe die Verbindung zu meinem Kommentar oder zu der News nicht. undecided

Toro Klar habe ich mich auch schon über ihn negativ ausgelassen, hinterher in anderen News meine Meinung geändert (siehe Hellboy oder Pacific Rim) wo nicht er, sondern das Studio nicht mitspielte. Das er immer wieder zuviel Stoff anpackt und dann überfordert ist, das dürfte wohl Fakt sein, aber das kann man auch Scott vorwerfen. Nur das die Studios Toro viel verwähren, und Ridley jedesmal alle Türen geöffnet werden, denn der Name Scott ist fast immer ein Kassenbringer. Toro gleicht seine Filme aber weniger an die Massen an, und das ist ist immer seine Fußfessel. Zudem verspricht er jedesmal etwas und weiß nicht mal ob er dies einhalten kann. Und wenn es mal darauf ankommt das er dem Studio seine Meinung sagt, bricht er ein und geht auf die Knie. Denn wie oft hat ihn Universal Pict. denn verar.? Denke oft genug. Ok man muß nicht immer jede News bei MJ und in den anderen Foren glauben, aber meißt steckt dann doch eine gewisse Wahrheit dahinter. Denke Guillermo ist zu Gutglaubig, und das sollte er endlich mal ablegen. Sorry bin ja stark vom Thema abgedrifftet.

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Silencio - Moviejones-Fan
11.09.2017 13:52 Uhr
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Dabei seit: 17.08.17 | Kommentare: 153 | Kritiken: 2 | Hüte: 13

Zum Thema "Unverfilmbar":

Man darf nicht vergessen, dass Literatur und Film zwar oberflächlich ähnlich (in dem Sinne, dass sie beide grundsätzlich narativ sind), aber eigentlich doch grundsätzlich unterschiedliche Medien sind. Und da stellt sich dann die Frage, ob die Essenz eines beliebigen Werkes, zB "Der Herr der Ringe", von dem einen in das andere Medium übertragen werden kann.Vergleicht man nun Film mit Buch, wird man feststellen, dass viel auf der Strecke geblieben ist, gerade was world building und ähnliches angeht. Das bedeutet nicht, dass Jacksons Filme schlecht wären, es bedeuetet aber eben, dass sie anders sind.

Der Reiz bei "A Song of Ice and Fire" liegt ja zum Beispiel auch in der dichten Welt, deren Geschichte und Charakterbeziehungen von außerordentlicher Wichtigkeit für die Erzählart von George RR Martin sind. Das ist filmisch kaum effektiv darstellbar, selbst die Serie krankt an gelegentlich schwachen Expositionsszenen. "Unverfilmbar" mag da als Prädikat schon passen...

Dem del Toro nehm ich persönlich seine ständige Projektankündigungen eher übel als einem Vogt-Roberts, weil ich einerseits weiß, dass der del Toro meistens mindestens guckbares abliefert, während Vogt-Roberts ein unbeschriebenes Blatt für mich ist, und andererseits, weil del Toro auch eher Projekte ankündigt, die meinen Interessen nahe kommen.

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Duck-Anch-Amun - Moviejones-Fan
11.09.2017 13:25 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Kommentare: 4.212 | Kritiken: 16 | Hüte: 223

@luhp
Wobei man bei GoT ja gott sei dank das Serienformat wählte und man die komplexe Story somit doch teilweise nachstellen konnte. Ein Film wäre da meiner Meinung nach nicht möglich gewesen und somit ist der Stoff wohl doch "unverfilmbar"^^

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luhp92 - BOTman Begins
11.09.2017 12:33 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Kommentare: 8.973 | Kritiken: 91 | Hüte: 261

Nun, man muss den Begriff "unverfilmbar" schon im filmhistorischen Kontext betrachten. Der Roman "The Stars My Destination" stammt wie "Der Herr der Ringe" aus den 50er Jahren und damals waren die Bedingungen gänzlich andere. Ich kenne den Roman nicht und kann es daher nicht beurteilen, aber wenn in den letzten 60 Jahren mehrere Versuche gescheitert sind, das Buch zu verfilmen, dann wird da wahrscheinlich auch etwas dran sein.

@theduke
Beim "Herrn der Ringe" lag es zum Großteil an den technischen Voraussetzungen. Solche Massenaufnahmen oder Gollums Animationen hätte man in den 70er und 80er Jahren niemals hinbekommen.

@Duck
Gleiches gilt ja auch für "A Song of Ice and Fire", welches von G.R.R. Martin ebenfalls als unverfilmbar beschrieben wurde. Einige Buchfans sehen die letzten paar Staffeln als Beweis dafür an.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."- "Willkommen in Amerika!"
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Duck-Anch-Amun - Moviejones-Fan
11.09.2017 11:27 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Kommentare: 4.212 | Kritiken: 16 | Hüte: 223

@duke
Tolkiens HDR galt Jahrzehnte als "unverfilmbarer" Realfilm.
Frag mal nach bei den Buchpuristen und Hardcore-Fans - die sind weiterhin der Meinung, dass das Buch unverfilmbar ist^^ Und wenn ich an Silmarillon und Co. denke trifft dies wahrscheinlich doch zu.

@News
Hmm, die Handlung klingt ja mal so banal und 0815, dass ich, ohne das Buch zu kennen, mich wirklich frage was daran unverfilmbar sei.

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MD02GEIST - Godzilla Fan #1
11.09.2017 08:46 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Kommentare: 1.998 | Kritiken: 12 | Hüte: 153

@ Snake
"Aber wenn man über Jahre so oft 3 oder mehr Projekte parallel am Start hat, dauernd zu allen öffentlich viel sagt und dann immer wieder so wenig dabei herauskommt kann ich den Unmut vieler Fans durchaus verstehen. "

Das verstehe ich vollkommen, aber in Kombination mit deiner weiteren Aussage:

"Sein Schreibtisch ist vermutlich voller Häufchen mit Material zu 5 verschiedenen Projekten..."

Es ist eine Vermutung und vielleicht ist dies auch so, aber beweisen kann ich es nicht. Und so lange hier kein Beweis existiert, bin ich hier immer vorsichtig.

" (Mountains of Madness oder seine Vision vom Hobbit weine ich Immer noch ein wenig nach)"
Persönlich: ja MOUNTAINS OF MADNESS ist auch der Titel, wo ich auf die vernünftig geäußerten Kritiken mich darauf zubewege und deren Auffassung teile. Allerdings nicht vollständig. Ich hätte sehr gerne MOUNTAINS OF MADNESS gesehen. Die Story von Lovecraft ist top, aber dann hätte es PACIFIC RIM nicht gegeben und das hätte ich persönlich noch mehr vermisst!

Jedoch wurde bei MOUNTAINS OF MADNESS ja klar, dass hier nicht wahrlich Del Toro die alleinige Schuld trifft, sondern auch das Studio. Zuviel Ähnlichkeit mit Ridley Scotts PROMETHEUS.

Also ich sehe das so. Es gibt zwar Ähnlichkeiten, aber es ist keine 1:1 Kopie. Ferner Scotts Werk ist eher von Lovecraft beeinflusst worden, bedenken wir wann MOUNTAISN OF MADNESS erschien; 1931.

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ZSSnake - Expendable
11.09.2017 08:39 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Kommentare: 6.637 | Kritiken: 114 | Hüte: 212

@ Geist:

Ich weiß was du meinst. Es gibt stellenweise doch unangenehm viele "Hater" im Netz und dadurch allerorten zu fast jedem Thema.

Del Toro hat seinen Terminplan zwar definitiv ständig ziemlich überladen und für meine Begriffe sind zu viele tolle Sachen dabei auf der Strecke geblieben (Mountains of Madness oder seine Vision vom Hobbit weine ich Immer noch ein wenig nach) - trotzdem ist er ein Visionärer Regisseur der einen ganz eigenen visuellen Stil hat, was ich toll finde. Aber wenn man über Jahre so oft 3 oder mehr Projekte parallel am Start hat, dauernd zu allen öffentlich viel sagt und dann immer wieder so wenig dabei herauskommt kann ich den Unmut vieler Fans durchaus verstehen.

Denn auch wenn 50% davon unglückliche Umstände waren die ihm die Fertigstellung eines Projektes unmöglich machten - ein Teil der Schuld wird wohl auch bei ihm selbst liegen und seinem scheinbaren "Häufchensystem" in der Entwicklung seiner Projekte. Sein Schreibtisch ist vermutlich voller Häufchen mit Material zu 5 verschiedenen Projekten...

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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Hanky - Moviejones-Fan
11.09.2017 08:33 Uhr
0
Dabei seit: 26.05.16 | Kommentare: 415 | Kritiken: 0 | Hüte: 9

Ich stelle mir gerade die Frage aus welchen Gründen soll die Vorlage "unverfilmbar" sein ? Ist jetzt aus dem Artikel nicht wirklich klar geworden. Ansonsten sehe ich es als Blabla an um etwas interessanten scheinen zu lassen, wie Duke es schon geschrieben hat.

Mess with the best die like the rest !
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MD02GEIST - Godzilla Fan #1
11.09.2017 08:32 Uhr | Editiert am 11.09.2017 - 08:36 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Kommentare: 1.998 | Kritiken: 12 | Hüte: 153

@ snake
Ich bezog mich NICHT speziell auf MJ, sondern allgemein. Daher hielt ich mich bewusst an diese Wortwahl. Im Web allgemein. Es ist nicht nur Facebook und Co., wo ich das immer wieder lesen darf.

Ich mag Del Toro, dass stimmt, aber ich finde es einfach unfair - ob nun Del Toro oder nicht - wenn jemand immer was auf die Mütze bekommt, wenn die Schuld nicht eindeutig ist. Es ist immer zwischen Recht und Gerechtigkeit + es ist für viele Menschen eine dumme Angewohnheit geworden sich kein eigenes Urteil bilden zu wollen, sondern einfach mit dem Strom zu schwimmen. Statt das Web für Recherchen zu benutzen, es wird einfach sich rausgepickt, aus dem Kontext und der Historie gerissen und mit negativ-besetzten Worten ein Text verfasst und fertig ist wieder eine Entgleisung des Zuges der Vernunft.

Egal ob es nun richtig ist oder nicht, Hauptsache: Maul aufreißen, diffamieren und sich zurücklehnen. Sicher es ist nicht überall so, aber es aber nicht so das es nicht existieren würde. Und das schlimmste daran ist, dass so manche Meinung gar nicht im klassischen Sinne real ist, sondern nach einem Muster programmiert wurde.

Ich kann es nicht beweisen, aber es gibt Websites die solche Social-Bots nutzen um für sich Werbe-Erträge zu sichern.

Und all das geht ehrlich gesagt auf die Nerven. Ich spreche mich ja nicht gegen eine negative Meinung aus, nur finde ich machen es zu viele Leute zu einfach.

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