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Maleficent - Die dunkle Fee

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Hell und dunkel

Maleficent - Die dunkle Fee Kritik

Maleficent - Die dunkle Fee Kritik
6 Kommentare - 25.05.2014 von Moviejones
Wir haben uns "Maleficent - Die dunkle Fee" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Maleficent - Die dunkle Fee

Bewertung: 3.5 / 5

In einem verzauberten Land lebte die kleine Fee Maleficent. Eines Tages lernt sie einen Jungen von jenseits der Grenze kennen und findet in ihm einen Spielgefährten - der später ihre große Liebe wird. Doch der junge Mann hintergeht sie in seiner Gier nach dem Königsthron, so dass Maleficent, vom Leben und der Liebe enttäuscht, ihr Herz verschließt. Von Rachsucht getrieben, belegt sie des Königs neugeborene Tochter Aurora mit einem furchtbaren Fluch: Diese wird sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und in einen Schlaf fallen, aus dem sie nie mehr erwachen soll...

Wir alle kennen das Märchen von Dornröschen, welches die Gebrüder Grimm hierzulande bekannt gemacht haben, das sich bereits Jahrhunderte zuvor in den Niederschriften verschiedener Regionen wiederfand. Walt Disney nahm sich 1959 des berühmten Märchens an und schuf mit Dornröschen eine zauberhafte Trickfilmversion, in der die Tiere wie überall drollig und zutraulich sind und die Hexe wahrhaft böse. Ihr Name: Malefiz, der in Disneys Maleficent - Die dunkle Fee nun Tribut gezollt wird.

Trailer zu Maleficent - Die dunkle Fee

Wie kam es eigentlich dazu, dass die einst so liebreizende kleine Fee, in Kindertagen gespielt von Isobelle Molloy, so verbittert und hartherzig wurde? Keine Frage, Disney konnte sich hier endlich ausleben, erleben wir in Maleficent - Die dunkle Fee eine absolut neue Story, die den Zeichentrickklassiker und damit auch das Märchen zwar streift, aber sich ansonsten absolut frei verhält. Grandios gecastet wurde Angelina Jolie, die der Hauptrolle in so vielen Szenen diese durchtrieben-erhabene Attitüde verleiht und dennoch verletzlich wirkt. Allein ihretwegen lohnt sich für alle Disney-Fans der Weg ins Kino, vor allem wenn die im realen Leben passionierte Mehrfachmutter im Film ihren Groll auf Aurora, ein süßes Mädchen, ein ums andere Mal ausleben will.

Aurora wird als Teenager von der begabten Elle Fanning gespielt, die in Maleficent - Die dunkle Fee zwar lieb und (zumeist) lebensfroh wirken darf, aber auf weiter Strecke ihr Talent nicht entfalten kann. Dazu gibt die Rolle nicht genug her und das ist schade, da Disney versucht, alles ein wenig neu zu erzählen. An anderer Stelle erleben wir Sharlto Copley als verbitterten König, der mit seiner Wut alles nur noch schlimmer macht. Uns ist bewusst, dass wir mit folgender Aussage vielen Filmfans wiedersprechen dürften, aber für uns ist Copley einer der unsäglichsten Darsteller unserer Zeit. Sein Schauspiel moderat, seine Originalstimme eine Graus und immer, immer wieder scheint ein schräger Charakter durchbrechen zu wollen, der vielen seiner Rollen ihre Authentizität raubt, demgegenüber aber unpassenderweise Komik verleiht. Schade, denn ein anderer Darsteller hätte dem Film durchaus besser getan.

An sich ist es auch schade, warum partout auf Maleficent im Titel bestanden werden musste. Zwar ist auch die deutsche Entsprechung "Malefiz" nicht jedem bekannt, aber eben landläufiger als diese sperrige englische Übernahme. Dabei macht das Fantasymärchen auf weite Strecken viel richtig: Zauberhafte Bilder, eine Geschichte, die ein-, zweimal zu packen weiß und auch den einen oder anderen Szenenwitz versprüht, an dem auch Sam Riley als helfende Rabenhand ihren Anteil hat. Die hohe Künstlichkeit des Films mag ein Stilmittel sein, doch wie schon bei Alice im Wunderland und Die fantastische Welt von Oz wäre weniger mehr gewesen. Vor allem die drei guten Feen, gespielt von Imelda Staunton, Lesley Manville und Juno Temple, wirken in ihrer kleinen Version überaus plastisch animiert, fast als hätten reale Menschen mit zu viel Botox experimentiert. Das ist umso trauriger, da Disney das nötige Kleingeld hat, um eine fantastische Welt und deren Lebewesen auch tatsächlich echt wirken zu lassen. Überaus schade, wenn dies dann so halbgar realisiert wird. Stichwort 3D: Nett, aber wie so oft Geldschneiderei.

Insgesamt hätte Maleficent - Die dunkle Fee zu einem wirklich fantastischen Kinoerlebnis werden können, wenn abschließend nicht die typische Disney-Keule rausgeholt worden wäre. Maleficent vielschichtiger als zu erwarten darzustellen und so manches anders ablaufen zu lassen, war eine gute Idee seitens der Drehbuchautoren, selbst wenn das, was das eigentliche Märchen ausmacht, auf weiter Strecke regelrecht missachtet wird. Disney bastelte sich seine eigene Geschichte, auch unabhängig von seinem Original aus 1959, doch es wäre wünschenswert gewesen, wenn die angedeuteten Ecken und Kanten auch das unausweichliche Happy End etwas griffiger gemacht hätten. Dann wäre es nicht bloß Schwarz-Weiß, sondern eine wunderbare Grauschattierung geworden.

Maleficent - Die dunkle Fee Bewertung
Bewertung des Films
710
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6 Kommentare
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Assassine : : Moviejones-Fan
03.06.2014 12:13 Uhr
0
Dabei seit: 29.05.13 | Posts: 124 | Reviews: 0 | Hüte: 2
Cut ? Mist das wusste ich nicht aber toll wäre es den Film UNCUT auf Blue Ray zu bekommen..ansonsten fand ich den Film klasse gemacht.
Die Bilder die man zu sehen bekommt, wirklich klasse. Ok 3D braucht man hier nicht bzw. hätte man besser machen können aber Angelina war perfekt für diese Rolle.

Also ich werde ihn mir auf Blue Ray holen aber UNCUT wäre lobenswert.
Kann mir aber denken, welche Szene geschnitten wurde, will hier aber nicht spoilern.
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GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
25.05.2014 17:34 Uhr
0
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.603 | Reviews: 0 | Hüte: 50
[...] Uns ist bewusst, dass wir mit folgender Aussage vielen Filmfans wiedersprechen dürften, aber für uns ist Copley einer der unsäglichsten Darsteller unserer Zeit. Sein Schauspiel moderat, seine Originalstimme eine Graus und immer, immer wieder scheint ein schräger Charakter durchbrechen zu wollen, der vielen seiner Rollen ihre Authentizität raubt, demgegenüber aber unpassenderweise Komik verleiht. Schade, denn ein anderer Darsteller hätte dem Film durchaus besser getan. [...]

In der Tat, das sehe ich komplett anders, aber ihr wisst ja, wie das mit den Geschmäckern ist. wink Gerade das hier angesprochene überdrehte Spiel von ihm finde höchst ansprechend und eine willkommene Abwechslung zu den meisten anderen bekannten Schauspielgesichtern der heutigen Zeit. Ich hoffe, noch so einige Filme mit ihm sehen zu können.

Jedoch, Maleficent würde ich nun nicht dazu zählen. Trailer war ganz nett, aber für einen Kinobesuch reicht es dann auch nicht. Vielleicht wenn die BR raus ist, passend zur kalten Jahreszeit.
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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
25.05.2014 11:54 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.743 | Reviews: 39 | Hüte: 607
Finde es schade, dass man den Originalfilm von 1959 nicht berücksichtigt frown Hatte ich nach Sichtung der ersten Trailer bereits befürchtet, hatte mir aber Hoffnungen auf ein Prequel-Spin-Off-Hybrid gemacht. Nunja wir alle wissen wie der Disney-Klassiker endete, wird spannend sein was man nun änderte und auch wieso man dies tat
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Eselreiter88 : : Moviejones-Fan
25.05.2014 11:06 Uhr | Editiert am 25.05.2014 - 11:07 Uhr
0
Dabei seit: 06.06.12 | Posts: 139 | Reviews: 1 | Hüte: 0
Also eigentlcih hab ich mich gerfreut aber so langsam schmeckts bitter...
Ich glaube ich werde auf die BR warten!
Allein schon weil die gefühlten letzten 100 aufgezwungenen 3D Vorführungen den Aufpreis einfach nie wert waren..-_-...
Meinen wöchentlichen Kino Marathon muss ich ja dank Edge of Tomorrow nicht unterberechen ^^
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CountDooku : : Moviejones-Fan
25.05.2014 08:49 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.11 | Posts: 181 | Reviews: 0 | Hüte: 0
Die gekürtze Fassung ist der Grund warum ich mir den Film nicht im Kino ansehe.
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Spor : : Moviejones-Fan
25.05.2014 02:35 Uhr
0
Dabei seit: 27.01.14 | Posts: 47 | Reviews: 0 | Hüte: 3
Die deutsche Kinofassung ist leider um 40 Sekunden gekürzt.
Quelle: http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=7318
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