Anzeige
Anzeige
Anzeige

The Purge - Anarchy

Kritik Details Trailer Galerie News
Säuberung mit Hindernissen

The Purge - Anarchy Kritik

The Purge - Anarchy Kritik
2 Kommentare - 17.07.2014 von Moviejones
Wir haben uns "The Purge - Anarchy" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The Purge - Anarchy

Bewertung: 3 / 5

Die alljährliche Purge-Nacht steht wieder an. Mit Legitimierung der Regierung darf einmal mehr 24 Stunden hemmungslos das Tier im Menschen entfesselt werden, denn Gewaltdelikte bis hin zum Mord werden in dieser Nacht nicht geahndet. Während die normale Zivilbevölkerung versucht, Schutz zu finden und sich in den eigenen Wohnungen verschanzt, zieht es inzwischen von Jahr zu Jahr mehr wahnsinnige Purger in die heruntergekommenen Stadtteile, um den persönlichen Gewalttrieb auszuleben.

Bei ihrer Flucht aus der Stadt bleibt der Wagen des jungen Pärchens Shane (Zach Gilford) und Liz (Kiele Sanchez) liegen. Im Versuch die Nacht zu überleben, treffen sie auf Eva (Carmen Ejogo) und ihre Tochter. Ihre einzige Hoffnung auf Überleben ist ein geheimnisvoller Mann (Frank Grillo) - doch der scheint in dieser Nacht noch ein anderes Ziel zu verfolgen...

Trailer zu The Purge - Anarchy

Trotz mäßiger Kritiken entwickelte sich The Purge - Die Säuberung im vergangenen Jahr zu einem Überraschungshit. Das lag vor allem an der kreativen Idee, die dem Film zugrundeliegt. Viele Zuschauer kritisierten jedoch zu Recht, dass vor allem die Trailer teilweise einen anderen Film versprachen und die "Säuberungs"-Idee nicht ganz zu Ende gedacht war. Mit The Purge - Anarchy möchte man nun alles besser machen. Der Film spielt ein Jahr später, hat aber bis auf die Purge-Nacht nichts weiter mit dem ersten Teil zu tun. Neue Figuren und Storyideen halten Einzug, um die dystopische Vision von staatlich erlaubten Morden noch weiterzuspinnen. Exemplarisch wird an den Protagonisten die fragwürdige Zweiteilung der Gesellschaft gezeigt. Während einige Menschen nur in Frieden leben wollen, gibt es auch jene, für die Mord gleichzusetzen ist mit der Reinigung der Seele beziehungsweise jene, die einfach nur willkürliche Gewaltexzesse zelebrieren wollen.

Welche perversen gesellschaftlichen Entwicklungen das Purgen mit sich bringt, wird anhand einzelner Nebengeschichten erzählt. Während gerade der gesellschaftliche Sprengstoff, den vor allem die reichen Bevölkerungsschichten mit sich bringen, eine gute Basis für einen spannenden Film bieten, schafft es Regisseur James DeMonaco leider nicht, diese Ideen auch umfassend zu etablieren. Die Involvierung des Staates, der Kampf von Untergrundorganisationen gegen die Purge-Nacht, die finanziellen Fehlentwicklungen in den gehobenen Kreisen und vieles mehr wird streckenweise nur angedeutet, dient aber meist nur dazu, Raum für die wohl bereits geplante Fortsetzung zu lassen beziehungsweise die Laufzeit nach oben zu drücken. Gerade hier hatte The Purge - Die Säuberung zu kämpfen, war der Film mit seinen gerade mal 85 Minuten knapp bemessen. Durch zusätzliche Storyfäden wird The Purge - Anarchy auf 103 Minuten erhöht.

Positiv ist zu erwähnen, dass der längere zweite Teil nicht gestreckt wirkt, das Spannungsniveau ist auf einem durchaus hohen Niveau. Trotz der Grundidee wird auch auf einen allzu expliziten Gewaltgrad verzichtet. James DeMonaco hatte kein Interesse daran, die im Film dargestellten Morde noch klein klein zu zelebrieren und unnötig in die Länge zu ziehen. Leider versäumt er es jedoch, den Figuren ein wenig mehr Charisma mit auf den Weg zu geben, denn auch wenn die Flucht der Hauptfiguren immer wieder spannende Momente bietet, so bleiben sie austauschbar und erschreckend blass.

Wer also einst bei The Purge - Die Säuberung dachte, die Story gibt mehr her als das doch recht überschaubar inszenierte Drama, dürfte bei The Purge - Anarchy voll auf seine Kosten kommen. Die Idee wird weiter ausgebaut, komplexere Handlungsstränge im Hintergrund geknüpft und mit den verschiedenen Protagonisten treten gleichzeitig mehrere Sichtweisen ans Licht, die die ganze Philosophie des Purgens hinterfragen. Würden alle Ansätze, die der Film bietet, konsequent genutzt, hätte The Purge - Anarchy noch viel packender und anspruchsvoller werden können. Hinzu kommt ein Ende, welches schon jetzt nach Fortsetzung schreit. Kann man mögen, muss man aber nicht zwingend.

The Purge - Anarchy Bewertung
Bewertung des Films
610
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray

Weitere spannende Kritiken

Halloween Kills Kritik (Redaktion)

Zustechen nur mit Maske

Poster Bild
Kritik vom 16.10.2021 von Moviejones - 5 Kommentare
Als 2017 bekannt wurde, dass die eher für derbe Komödien bekannten David Gordon Green und Danny McBride für Blumhouse einen Soft-Reboot des Slasher-Klassikers Halloween inszenieren werden, rumorte es wieder einmal mehr im Internet. Bei mir wurde dadurch allerdings zum ersten Mal Inter...
Kritik lesen »

Venom - Let There Be Carnage Kritik (Redaktion)

Fankritik

Poster Bild
Kritik vom 14.10.2021 von Moviejones - 8 Kommentare
Wir hatten aus Zeitgründen leider nicht die Möglichkeit, Venom - Let There Be Carnage in der Pressevorführung zu sehen. Dafür ging unsere gute Freundin Denise hin und schrieb ihre erste Filmkritik im Leben, die wir an dieser Stelle stellvertretend veröffentlichen. Der folgen...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
2 Kommentare
Avatar
Umleitung : : Moviejones-Fan
03.08.2014 21:59 Uhr
0
Dabei seit: 22.10.11 | Posts: 673 | Reviews: 2 | Hüte: 16
Dieser Streifen ist ein einziges, riesengroßes LOGIKLOCH!
Avatar
WiNgZzz : : Moviejones-Fan
17.07.2014 08:35 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.937 | Reviews: 0 | Hüte: 66
Es sind doch nur 12 Stunden oder erinnere ich mich da falsch?

Ach komm...

Forum Neues Thema
Anzeige