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Im Westen nichts Neues (1930)

Ein Film von Lewis Milestone mit Louis Wolheim und Lew Ayres

Kinostart: 04. Dezember 1930145 Min.Drama
Meine Wertung
Ø MJ-User
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Im Westen nichts Neues Bewertung

Im Westen nichts Neues Inhalt

Erster Weltkrieg: In der allgemeinen Kriegsbegeisterung zieht eine ganze Klasse junger Oberschüler freiwillig in das vermeintliche "Feld der Ehre". In den Schützengräben der Westfront müssen Paul Bäumer und seine Kameraden aber bald die ganze Brutalität des Krieges erfahren: Für heldisches Pathos ist im mörderischen Stellungskrieg kein Platz mehr... Diese kongeniale Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert aufgenommen und noch heute muß sich jeder neue Anti-Kriegsfilm an der zeitlosen Qualität dieses Werkes messen lassen. Von Militaristen aller Art wurde der Film jedoch erbittert bekämpft und zensiert, gekürzt, entstellt oder gar völlig verboten.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Im Westen nichts Neues und wer spielt mit?

OV-Titel
All Quiet on the Western Front
Format
2D
Uns liegen keine Informationen zur FSK-Freigabe des Films vor.
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1 Kommentar
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
27.03.2021 19:10 Uhr | Editiert am 27.03.2021 - 19:19 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.107 | Reviews: 154 | Hüte: 502

Kein "gut geschriebes" oder strukturiertes Review, nur Gedanken meinerseits, die ich mir nach dem Film machte. Mir fehlt aktuell die Muße, das umzuschreiben, daher hier einfach so. Erstens, um die Gedanken irgendwo öffentlichkeitswirksam abzulegen und zweitens, weil auf Moviejones noch gar nichts zum Film steht.


Einer der besten Antikriegsfilme. Allgemein antinationalistisch und antimilitaristisch, vom menschlichen Blickwinkel aus humanistisch, vom kriegerischen Blickwinkel aus nihilistisch.

Der Film beginnt mit einem euphorischen und gefeierten Parademarsch der Deutschen durch die Straßen und geht fließend in ein Klassenzimmer über (Kamera filmt die Parade, bewegt sich dann rückwärts durch das Fenster in das Klassenzimmer rein, bis zur Rückwand, sodass man die ganze Klasse und im Hintergrund die Parade sieht. Die Marschmusik übertönt auch erst noch den Lehrer.) Der nationalistische Lehrer knüpft daran an und treibt seine Klasse in den Krieg.

Danach folgt eine 15-minütige, militaristische Drillsequenz, ähnlich wie in "Full Metal Jacket", die den Rekruten schonmal die erste Begeisterung nimmt. Der Drillsergeant ist eine Witzfigur, der sich nur über seine Uniform, seine Drillbefugnis und das Exerzieren definiert, an der Front selbst aber ein Feigling und Versager ist.

Die Rekruten werden dann an der Front und im ewigen Stellungskampf physisch und psychisch zermürbt.

Ein sterbender Rekrut vermacht seine Stiefel einem Freund und dann folgt eine Montage mit Kamerafokus auf die Stiefel, die immer wieder den Besitzer wechseln, sobald ein Soldat verletzt wird oder stirbt.

Die großangelegteste Szene ist ein Sturm der Franzosen auf den Schützengraben der Deutschen. Die Kamera fährt den Schützengraben entlang, schneidet dann entweder zur Sicht der Franzosen auf die deutschen MGs im Dauerfeuer oder zur Sicht der Deutschen auf die anstürmenden Franzosen, die entweder niedergemäht werden oder in den Graben springen. Dann wieder zurück zur Draufsicht auf den Schützengraben und Weiterfahrt entlang des Grabens mit Nahkampf Mann gegen Mann im Graben. Diese Kriegsszene ist niederschmetternd.

Es gibt eine Szene, in der der Protagonist einen Franzosen verwundet, mit ihm wegen des Vorrückens der Franzosen zum Schutz die Nacht im Krater verbringen muss und versucht, den Franzosen am Leben zu erhalten.

Es gibt aber auch schöne und witzige Szenen, zum Beispiel eine, in der sich drei deutsche Soldaten und drei Französinnen miteinander vergnügen, woraus sich in Friedenszeiten sicherlich noch mehr entwickelt hätte.

Der Hauptprotagonist geht gegen Ende in den Heimaturlaub, ist der Heimat mittlerweile aber ziemlich entfremdet. Der Vater und dessen Freunde verstehen den Stellungskrieg nicht und gehen 1918 weiterhin von einem einfachen taktischen Sieg aus. Der nationalistische Lehrer predigt weiterhin den Krieg für Volk und Vaterland, als der Protagonist dann tatsächlich mal von dem realen Krieg erzählt, wird er von der Klasse als Feigling und Verräter beschimpft.

Zurück an der Front, ist dann der Großteil seiner alten Truppe bereits gefallen und durch noch jüngere Rekruten ersetzt worden, die teilweise gerade mal 16 Jahre alt sind. Der Krieg beziehungsweise Deutschland verbrennt dort eine gesamte Generation.

Meine Bewertung
Bewertung

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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