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Mein Filmtagebuch...
1917 gesehen am  
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1917 (2019)

Ein Film von Sam Mendes mit George MacKay und Dean-Charles Chapman

Kinostart: 16. Januar 2020119 Min.FSK12Drama, Kriegsfilm
Meine Wertung
Ø MJ-User (22)
Mein Filmtagebuch
Alle 5 Trailer

1917 Inhalt

Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkriegs erhalten zwei junge britische Soldaten, Schofield und Blake, eine scheinbar unmögliche Mission. In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen sie das feindliche Territorium durchqueren und eine Botschaft überbringen, die einen tödlichen Angriff auf Hunderte von Soldaten unterbinden wird - unter ihnen auch Blakes eigener Bruder.

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Wer ist der Regisseur von 1917 und wer spielt mit?

OV-Titel
1917
Format
2D
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
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40 Kommentare
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
21.01.2020 19:43 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.413 | Reviews: 32 | Hüte: 106

eli4s:

"Meines Erachtens einer der Oscaranwärter, da es ein einfacher Film zu mögen ist."

Stimmt, auch wenn ich ihn für leicht überbewertet halte (Schnitt von 8.5/10 auf RT) ist es schwer, da wirklich etwas zu finden was man dem Film hart negativ auslegt. Wundern tut mich die Nominierung für das beste Drehbuch...

"... wenig, was man nicht vorher schon mal gesehen hat (auch besser, Saving Private Ryan ist da an vorderster Front zu melden)."

Witzig, was ähnliches hab ich auch geschrieben ;)

"Am Anfang wird gesagt, man brauche für den Weg und das Überbringen der Nachricht 6-8 Stunden. Da wir ja aber im One Shot sind und lückenlos den Weg miterleben, sind wir ja faktisch nur ne Stunde ca. unterwegs, was sich auch in den kurzen räumlichen Distanzen wiederfinden lässt."

Hab mich schon gefragt, ob das noch wem auffällt... joa, das wäre ein kleinerer "Nitpick" von mir, dass umgeht der Film aber ganz gut, indem sie zwischendurch mal im Lastwagen unterwegs sind, er einmal im Fluss treibt und das Bewusstsein verliert, sodass sich das Zeitgefühl hier etwas verzerren kann (zusammen mit den fallenden Kirschblüten war das so ein "Tarkovskyscher Moment).

luho92:

"Dean-Charkes Chapman (Tommen Baratheon) und Richard Madden (Robb Stark) spielen hier zwei Brüder."

Verdammt, ich wusste ich kenne den irgendwoher. Ob Chapman der neue Sean Bean wird? wink

"Die Oscar-Nominierung für das Beste Originaldrehbuch. Wofür bitte?"

DAS wundert mich auch... ich meine der Film hat seine Momente, aber das kommt alles durch die Kamera. Dagegen fand ich z.B. die Szene mit der Frau im zerstörten Dorf fast kontraproduktiv, weil sie so aggressiv ausbuchstabierte was vorher so schön ohne Worte gesagt wurde, und auch weil sie einfach ein "Roadblock" mitten in einer eigentlich flüssigen anderen Szene war.

CINEAST:

" Ich hatte teilweilse körperliche Krämpfe nach dem Film, weil ich so angespannt war. "

Also zumindest bei dir hat er seinen Effekt voll entfaltet wink

Wieder luhp92:

" Wolfgang Schmitt sieht darin zwar eine Darstellung der Ohnmacht des Krieges (man möchte als Zuschauer eingreifen wie im Videospiel, kann es aber nicht)"

Ach witzig, ich hatte nur den Titel von Schmitts Video gesehen, in die Richtung gingen meine Überlegungen ja auch. Muss ich mir gleich mal ansehen.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
21.01.2020 13:52 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.413 | Reviews: 32 | Hüte: 106

Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "1917" Kritik

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2020 15:31 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 15:32 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.634 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@eli4s

Ja, spanned finde ich diese Überlegungen ebenfalls.

Amüsanterweise ist Wolfgang Schmitt jemand, der Videospielen gegenüber konservativ und skeptisch gegenüber steht und diese leider nicht wirklich als Kunstform ansieht. In der Analyse zu "1917" äußerst er sich meines Wissens nach zum ersten Mal positiv über Videospiele^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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eli4s : : Moviejones-Fan
18.01.2020 15:25 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 15:26 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.217 | Reviews: 33 | Hüte: 81

@luph92

laughing sehr gut! Also es ging mir nur drum, dass die Filmästhetik nicht einfach aus der Videofilmästhetik entsteht, um es ganz einfach auszudrücken^^.

Ich finde das einen sehr spannenden Punkt mit der Ohnmacht, was wiederum aus der parallelen Entwicklung und der daraus folgenden Assoziation dann geschlossen werden kann (aber nicht muss). Ich habe es persönlich auch nicht so empfunden, weil ich auch gar nicht mit diesem Gedanken in den Film gegangen bin. Jemand der viel Videospiele spielt, wird diese Wahrnehmung vielleicht eher erhalten.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2020 15:19 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 15:21 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.634 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@eli4s
"Aber finde, dass man ja trotzdem den Film für sich sehen kann, der letztlich immer noch filmische Mittel einsetzt und (vielleicht) nicht bewusst Videospiel-Ästhetik einsetzt, sondern diese dann aufgrund der Koexistenz diesen Vergleich zulassen."

Das definitiv. "1917" wird dadurch nicht besser oder schlechter, es hat den Film für mich nur unterhaltsamer gemacht. Wolfgang Schmitt sieht darin zwar eine Darstellung der Ohnmacht des Krieges (man möchte als Zuschauer eingreifen wie im Videospiel, kann es aber nicht), das habe ich persönlich während des Schauens aber nicht empfunden.

"vielleicht hast du es auch schon verstanden und ich mache es komplizierter als es ist"

Verstanden habe ich das, ja^^

@MobyDick
"Interessante Diskussion bzgl der videospielästhetik, werde ich mal darauf achten, wenn ich den Film mal schaue, wahrscheinlich dann in irgendeinem stream."

Meine Empfehlung: Schau dir davor oder danach die Analyse von Schmitt an.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
18.01.2020 15:01 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.472 | Reviews: 140 | Hüte: 383

eli4s:

Ok , reduzierter... hmmm, dann Schraube ich mal meine Erwartungen dementsprechend etwas runter, Ryan fand ich schon nicht so gut wie er immer gemacht wird, auch wenn die uhd den besten 3d surround Sound aller Zeiten hat!

Da fand ich brotherhood persönlich deutlich persönlicher, aber alles ja eine Frage der befindlichkeiten, danke fürs Feedback smile

Dünyayi Kurtaran Adam
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eli4s : : Moviejones-Fan
18.01.2020 14:56 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.217 | Reviews: 33 | Hüte: 81

@MobyDick

auch auf deine Meinung bin ich dann natürlich gespannt.


Uff, ich kenne den Film. Irgendwo in den Untiefen des Forums müsste meine Meinung dazu auch stehen (wahrscheinlich im Zuletzt gesehen Thread). Mir hat der Film damals nicht so gefallen, das weiß ich noch. Das lag vor allem dran, dass ich da eher das Gefühl hatte, dass die Geschichte im Kugelhagel eher etwas unterging, soweit ich mich erinnere.
Kann dir leider zu der Bruderthematik gar nicht viel sagen.
Es ist eher der Vergleich zu Private Ryan, aber nochmal um einige Aspekte reduzierter ;)

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MobyDick : : Moviejones-Fan
18.01.2020 14:49 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.472 | Reviews: 140 | Hüte: 383

Eli4s und luhp92

Interessante Diskussion bzgl der videospielästhetik, werde ich mal darauf achten, wenn ich den Film mal schaue, wahrscheinlich dann in irgendeinem stream.

Nur mal eine Frage an eli4s von dem ich glaube dass er den Film kennt: wie ist denn 1917 mit seiner bruderthematik im Vergleich zum koreanischen brotherhood (den ich persönlich ja überragend finde) ?

Dünyayi Kurtaran Adam
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eli4s : : Moviejones-Fan
18.01.2020 14:39 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 14:42 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.217 | Reviews: 33 | Hüte: 81

@Luhp92

Der Konvoi dürfte über die gleichen Fehlinformationen verfügen wie die 1600 Soldaten und nichts von dem Hinterhalt wissen.

ja, ich glaube, das würde schon Sinn machen ;), thanks.

Kriegs-Videospiele gibt es dagegen sehr häufig.

ja schon, aber es gab auch schon One-Shot - Filme bevor es Kriegs-Videospiele gab.
Ich finde ja den Vergleich auch interessant. Aber finde, dass man ja trotzdem den Film für sich sehen kann, der letztlich immer noch filmische Mittel einsetzt und (vielleicht) nicht bewusst Videospiel-Ästhetik einsetzt, sondern diese dann aufgrund der Koexistenz diesen Vergleich zulassen. Also sich nicht etwas aus den Videospielen angeeignet hat. Also so ein bisschen Henne und Ei bzw. es parallel betrachten. Also dass das erstmal ein Rückschluss ist und nicht ein direkter kausaler Effekt.
Falls das verständlich ausgedrückt ist... ?

Also mich stört so ein bisschen die klare Richtung der Entwicklung, die da angedeutet wird und die ich so nicht sehe.

Nämlich Videospiel -> FIlmästhetik, wenn eigentlich viel eher...


Filmästhetik --> 1917->
---V---- ^
---V---- ^
---Videospielästhetik->

Edit: irgendwie kann ich mein meisterhaftes Schaubild nicht so posten, wie ich es wiill, da immer wieder Zeichen rausgelöscht werden. Soll eigentlich nur die Parallele Entwicklung zeigen, und dass die Videospiele natürlich auch ästhetisch aus der Filmästhetik beeinflusst wurden und jetzt eben wieder zurück geschlossen wird. siehe oben laughing vielleicht hast du es auch schon verstanden und ich mache es komplizierter als es ist

laughing?

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2020 14:08 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 14:09 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.634 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@eli4s
"Denn, dass sich die Deutschen da zurückgezogen hatten, war ja gar nicht sicher."

Der langfristige Plan eines Rückzugs der Deutschen geht ja aus den Flugzeugbildern hervor, die Deutschen haben ja bereits einen neuen Schützengraben ausgehoben und befestigt. Die Frage ist hier dann, wann sich die letzten Deutschen zurückziehen. 1-2 Tage vor der Handlung wurde ja noch gekämpft, weswegen der General mit den Leuchtpistolen meinte, es sei Wahnsinn, das Niemandsland zu durchqueren.

"Und wenn der Konvoi, der ja jetzt nicht arg weit entfernt war, von einer anderen Einheit kam und die gewusst haben, dass die Deutschen sich dort zurückgezogen hatten, warum haben sie dann nicht die Einheit von Blake etc. informiert?"

Das Gefährliche ist ja nicht der deutsche Rückzug allgemein, sondern dass es sich dabei um einen geplanten Rückzug als Hinterhalt handelt. Deswegen rücken diese 1600 Soldaten ja auch vor, weil sie glauben, der Rückzug der Deutschen sei ein Anzeichen von Schwäche und man könne die Deutschen nun besiegen. Und deswegen müssen Blake und Schofield die Nachricht überbringen. Der Konvoi dürfte über die gleichen Fehlinformationen verfügen wie die 1600 Soldaten und nichts von dem Hinterhalt wissen.


Zum Videospielansatz:
Klar, bei "Birdman" ergäbe eine solche Auslegung wenig Sinn. Aber wann gab es jemals ein Videospiel über ein Theaterstück und einen gescheiterten, psychisch kranken Schauspielerstar?^^ Kriegs-Videospiele gibt es dagegen sehr häufig.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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eli4s : : Moviejones-Fan
18.01.2020 12:48 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.217 | Reviews: 33 | Hüte: 81

@Luph92 / @Cineast

klar, diese Pause ist mir natürlich aufgefallen^^... aber, währenddessen legt er ja auch keine Wegstrecke zurück^^

Die neue Frontlinie ist ja die Linie, zu der sich die Deutschen zurückgezogen haben. Die von den 1600 britischen Soldaten angegriffen werden soll. Im Bezug auf den Konvoi, so wie ich das verstehe, hat der Konvoi den Auftrag erhalten, die 1600 Soldaten zu unterstützen, und ist daher gerade auf dem Weg zur neuen Frontlinie.

hmm, also so habe ich das nicht verstanden, auch wenn man es so erklären könnte. Fänd ich aber auch etwas komisch.
Ich dachte, dass einfach weiter weg eine ganz anderer Teil der eigentlichen Frontlinie gemeint ist. (ich müsste das aufmalen, um es richtig erläutern zu können...)
Denn, dass sich die Deutschen da zurückgezogen hatten, war ja gar nicht sicher. Ich dachte, das wäre eben nur der Abschnitt gewesen, wo die am Anfang waren, wo sie schnell durchbrechen wollten, um auf kürzesten Weg zu dem anderen Ort zu gelangen.


Und wenn der Konvoi, der ja jetzt nicht arg weit entfernt war, von einer anderen Einheit kam und die gewusst haben, dass die Deutschen sich dort zurückgezogen hatten, warum haben sie dann nicht die Einheit von Blake etc. informiert?

Ich hatte mir halt vorgestellt, dass er eigentlich vom Konvoi deutlich länger mitgenommen wird, als man sieht. Aber wie gesagt, die Schnitte (die man natürlich an einigen Stellen erahnen kann) sind ja so gemacht, dass man direkten Anschluss hat und eine wahrnehmbare Pause (abgesehen von der einen, bewussten Pause) ist nie spürbar. In Bírdman war es ja wirklich so, dass die Kamera zB ganz bewusst kurz inne hielt und man zB auch durch Lichtveränderung oder ähnliches an einigen Stellen ganz deutlich signalisiert wird, dass Zeit vergeht auch ohne Schnitt. Und auch wenn man sich den Weg dann ansieht, liegt doch alles scheinbar sehr dicht beieinander. Auch wenn er hier und da ein bisschen Zeit gut macht.


wir kommen meiner Auffassung nach zumindest in einen Bereich wo man darüber streiten kann, ob es rein geschichtlich gesehen auf diese paar Minuten/Stunden erklärter, vergangener Zeit nun noch ankommt

ich denke, es sind schon eher Stunden^^. Und ja, für die Geschichte an sich, kommt es unter anderen Umständen nicht drauf an. Wenn man dieselbe Geschichte mit Schnitten erzählt hätte, hätte man einfach angenommen, es wurde erzählte Zeit ausgelassen.
Aber hier finde ich es schon störend, weil ja durch den One Shot gerade so viel Aufmerksamkeit auf die (lückenlos) erzählte Zeit gelegt wird.



Zum Videospielansatz

ist natürlich im Nachhinein ein interessanter Gedanke. Liegt aber mitunter auch etwas am Plot. Bei Birdman hätte ich diese Assoziation jetzt zB nicht gemacht.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2020 11:52 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 11:52 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.634 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@CINEAST

Ah, interessant. Die versteckten Schnitte sind mir gar nicht aufgefallen, in "Birdman" aber auch schon nicht.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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CINEAST : : ReReleaser
18.01.2020 00:38 Uhr | Editiert am 18.01.2020 - 00:53 Uhr
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Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.610 | Reviews: 7 | Hüte: 54

@eli4s @luhp92

Ich denke, dass man die zeitliche Komponente tatsächlich nicht 1-1 gegenrechnen kann, aber filmische Erklärungen wären z.B.

Will wird zwischenzeitlich ja von dem Konvoi von seinem eigentlichen Weg abgebracht und mitgenommen, er legt dadurch einige Kilometer mit dem Wagen zurück. Er wird an der gesprengten Brücke abgesetzt, während der Rest einen ca. 10km Umweg auf sich nimmt. Vermutlich ist sein Weg nach dem "Zwischenfall" dadurch deutlich kürzer (quasi eine unerwartete Abkürzung). Er wollte ja ursprünglich zu einem Waldrand und nicht direkt durch die Stadt, durch seine Verfolgungsjagd ist er allerdings immernoch auf der "Abkürzung" unterwegs. Dann springt er in den reißenden Fluss, den er ursprünglich entlang marschieren sollte/wollte und wird minutenlang mit rasender Geschwindigkeit bis zur Baumsperre gespült (den Wasserfall nicht zu vergessen, der weitere Höhenmeter und evtl. klettern oder Gefahren durch Deutsche mit sich bringt), wodurch er wieder eine enorme Zeitersparnis hat. Ich möchte nicht behaupten, dass der normale Weg ihn sonst knappe 4h gekostet hätte, aber wir kommen meiner Auffassung nach zumindest in einen Bereich wo man darüber streiten kann, ob es rein geschichtlich gesehen auf diese paar Minuten/Stunden erklärter, vergangener Zeit nun noch ankommt. Dazu kommt, dass es am Anfang im Grunde ja nur eine vage Zeit-Weg-Schätzung ist und diese durch einberechnete Zwischenstopps etc. auch nicht ganz zuverlässig ist.

Es gibt mehrere Schnitte in dem Film. Nach jedem längeren "Wandertake" erfolgt irgendwo ein kurzer Kameraschwenk über den Rücken eines Soldaten oder über eine Anhöhe, wo sich ein ähnlich fließender Übergang wie in Birdman finden lässt.

Zur Konvoi-Frage...das was luhp92 sagt ; )

- CINEAST -

MJ-Pat
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CINEAST : : ReReleaser
18.01.2020 00:20 Uhr
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Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.610 | Reviews: 7 | Hüte: 54

Ich habe mir den Film am 17. Januar 2020 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Erster Kinobesuch 2020! Ein unglaublich spannender Ritt. Ich hatte teilweilse körperliche Krämpfe nach dem Film, weil ich so angespannt war. Herausragender Score und geniale Kamerarbeit, dazu ein sehr glaubwürdiger, realistischer und nachvollziehbarer Handlungsverlauf. Intensiver Spannungsaufbau. Einige einprägsame Szenen. Für mich mal wieder ein RICHTIGER Kinofilm! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!

Meine Bewertung
Bewertung

- CINEAST -

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.01.2020 00:15 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.634 | Reviews: 184 | Hüte: 432

@eli4s

"man brauche für den Weg und das Überbringen der Nachricht 6-8 Stunden. Da wir ja aber im One Shot sind und lückenlos den Weg miterleben, sind wir ja faktisch nur ne Stunde ca. unterwegs"

Daran und an diese Ungereimtheiten musste ich auch sofort denken. Eine Pause baut der Film aber tatsächlich ein, nach dem Schuss gegen den Helm durch den Deutschen stürzt William Schofield ja die Treppe herunter und fällt in Ohnmacht. Hier gibt es auch den ersten (einzigen?) Schnitt im Film zu sehen, zudem wird der Bildschirm schwarz. Bis er aufwacht vergeht Einiges an Zeit, was sich später daran zeigt, dass er während der Szene mit der Französin und dem Baby die Glockenschläge zählt und dann sofort aufbricht, als er merkt, dass es schon 6 Uhr ist.

"dass hinter der deutschen Linie (wo man sie noch vermutet hatte) wieder ein Konvoi der Engländer und später eine neue frontlinie auftaucht"

Die neue Frontlinie ist ja die Linie, zu der sich die Deutschen zurückgezogen haben. Die von den 1600 britischen Soldaten angegriffen werden soll. Im Bezug auf den Konvoi, so wie ich das verstehe, hat der Konvoi den Auftrag erhalten, die 1600 Soldaten zu unterstützen, und ist daher gerade auf dem Weg zur neuen Frontlinie.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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