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Whistle

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Aztekische Pfeife, die langweilt

Whistle Kritik

Whistle Kritik
0 Kommentare - 08.05.2026 von Moviejones (Alex Wall)
Wir haben uns "Whistle" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Whistle

Bewertung: 2 / 5

Was würdet ihr tun, wenn ihr eine antike, aztekische Pfeife in dem Schrank eines toten Mitschülers findet, dessen Todesumstände genau genommen nicht so viel Sinn ergeben? Für die High School-Schüler in Whistle ist die Antwort klar: Sie blasen natürlich hinein. Nun sind Horrorfilme nicht für besonders intelligente Figuren bekannt, dafür können sie manchmal aber mit einer spannenden Geschichte oder zumindest guten und blutigen Kills überzeugen. Hier funktioniert alles nicht so recht, was auch daran liegen könnte, dass die Regeln und Funktionsweisen des Films gerade so genug abgeändert sind, dass sie nicht als dreiste Kopie von Final Destination gelten.

Whistle Kritik

Der Film beginnt mit einem Basketballmatch, in dem Mason Raymore eine Gestalt sieht und anschließend in der Dusche in Flammen aufgeht. Sechs Monate später kommt Chrys Willet (Dafne Keen) neu auf die Schule ihres Cousins Rel Taylor (Sky Yang), da ihr Vater bei einem Autounfall verstarb. In ihrem Spind, der vorher Mason Raymore gehörte, findet sie eine aztekische Pfeife. Vorher geht Dean Jackson (Jhaleil Swaby) die neue Schülerin aber noch an, während seine Partnerin Grace Browning (Ali Skovbye) und deren Freundin Ellie Gains (Sophie Nélisse) weniger gemein sind. Als die Jugendlichen trotzdem gemeinsam für Strafarbeiten treffen, bläst Grace in die Pfeife und löst einen schrecklichen Fluch aus.

Das haben wir doch schonmal gesehen

Während unserer Sichtung von Whistle kommt uns einiges ziemlich bekannt vor. So etwa die Grundidee, dass Jugendliche nach und nach vom Tod verfolgt werden, bis sie sterben. Sicherlich hat Final Destination darauf kein Patent, allerdings ist die Art und Weise wie es abläuft ziemlich ähnlich (hier zeigt sich der Tod jedoch auch). Eine nachvollziehbare Reihenfolge gibt es nicht, der Film versucht aber gar nicht erst Verwirrung darüber zu stiften, wer als nächstes stirbt und erlaubt es uns, weit im Voraus zu erfahren, wer als Nächstes dran ist.

Etwas dreister wird es zum Ende hin, als Grace und Ellie dem unüberlistbaren Tod mit genau der gleichen Strategie entkommen wollen, die auch schon Final Destination 2 aufkommt: Grace soll kurz sterben und dann wiederbelebt werden. Natürlich suchen die Jugendlichen vorher noch eine alte, weise Frau auf, die zufällig wie verrückt alte Relikte sammelt und den ganzen Fluch erklären kann, ehe sie stirbt. Einzige Alternative zum Tod ist es laut ihr, jemand anderen zu opfern.

Viel Geschichte gibt es sonst übrigens nicht. Neben des Fluchs wirft uns Regisseur Corin Hardy nur klischeevolle Charaktere entgegen. Den sportlichen Macker Dean, der nicht an den Fluch glaubt ehe er ihn einholt, den Nerd Rel, der in die Freundin des Mackers verliebt ist und eben die Freundin Grace, die eigentlich sehr nett ist, aber so früh stirbt, um sich an was anderes von ihr zu erinnern. Zwischen Chrys und Ellie gibt es dann noch eine belanglose Liebesgeschichte, wobei erstere mit Drogenproblemen und Traumata kämpft und leztere total verständnisvoll und unglaubwürdig offen ist.

Gute Kills mit eher schlechten Effekten

Whistle hat also weder eine spannende oder kreative Geschichte, noch gute Figuren, die einen wirklich interessieren. Vielleicht also immerhin gute Kills? Naja, das Potenzial ist auf jeden Fall da. Relativ zu Beginn des Films stirbt ein Lehrer, in dem die Kreatur, die den Tod symbolisiert, ihm die Lungen zerdrückt. Das macht storytechnisch Sinn, da die Figuren stets so sterben, wie es ihnen zur Geburt vorgegeben wurde. Durch die Pfeife nur eben früher als eigentlich geplant. Für den Lehrer heißt das, dass er in wenigen Sekunden an Lungenkrebs im Endstadium verstirbt, obwohl er vorher noch gesund war. Das Zerdrücken der Lunge macht jedenfalls was her, leider sehen die Effekte aber katastrophal aus.

Schlechte Effekte sind auch beim Anfangstod von Mason das Problem, denn Menschen die in Flammen aufgehen, sehen wir in Horrorfilmen öfter. Nur sieht das meistens deutlich besser aus. An anderer Stelle, nämlich eher zum Ende hin, kann uns ein ziemlich langwieriger und qualvoller Tod dagegen wieder mehr überzeugen. Zugegeben musste da aber vorrangig für viel spritzendes Blut und langsam verschwindene Körperteile gesorgt werden.

Dass sich Whistle für seine Kills aber trotzdem so sehr feiert, ist ein wenig seltsam. Immerhin "krönt" er die Szenen mit einem rockigen Soundtrack. Auch, dass zum Schluss ein Lied spielt, in dem von einem "Final Girl" gesungen wird, passt nicht so recht in die Grundstimmung des Films. Denn an sich nimmt er sich ziemlich ernst, wenngleich es ab und zu unfreiwillig komische Momente gibt.

Fazit

Mit Whistle startet am 7. Mai ein Horrorfilm in den Kinos, der in seinen besten Momenten eine solide Kopie von Final Destination ist, meist aber deutlich schlechter ist. Die schlechten Effekte bei den teilweise interessanten Kills helfen nicht, die schwache Geschichte und die klischeebeladenen Figuren erträglicher zu machen, zumal der Film sich viel zu ernst nimmt und sich dabei noch unironisch abfeiert. Vor allem für Fans des Genres dürfte der Film vorhersehbar und eher langweilig sein. Ein wenig Spaß kann er mit Freunden trotzdem machen, wenn die Erwartungen entsprechend gesenkt werden.

Whistle Bewertung
Bewertung des Films
410

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