Für den Film Weites Land und dessen Regie ist William Wyler verantwortlich. Zu den Darstellern im Film gehören Gregory Peck, Jean Simmons und andere. Weites Land erschien 1958.
Du weißt mehr über den Inhalt von Weites Land? Dann reiche deine Kurzbeschreibung ein! Jede Inhaltsangabe bringt bis zu 50 Punkte für dein Punktekonto.
Ein Jahr vor seinem Opus Magnum war William Wyler bereits im Modus und hat mit "Weites Land" seinen "Ben Hur" quasi vorweggenommen und als Westernepos gedreht.
Inhalt: Zwei Rancher-Familien irgendwo im Westen leben im Streit um die einzige Wasserstelle des Tals, der Hass und Neid ist über Jahre hinweg in einer Spirale aus Gewalt und Gegengewalt gemündet. Seekapitän James McKay reist von der Ostküste an, eigentlich nur um die Tochter des einen Ranchers zu heiraten, sieht sich dann aber zwischen den Fronten und kämpft mit allen Mitteln um eine friedliche Lösung.
Unter anderem mit Gregory Peck in der Hauptrolle, Charlton Heston zur Abwechslung mal in einer antagonistischen bis graugezeichneten Nebenrolle und Burl Ives in einer Sternstunde (1958 drehte er außerdem das Alkoholismusdrama "Die Katze auf dem heißen Blechdach") als einer der Rancher-Familienväter, für diese Leistung er verdient mit den Oscar als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. (Den er im Prinzip alleine mit seiner Introszene schon gewann.)
Das Spannende an "Weites Land", William Wyler wollte bewusst einen Film drehen, in dem ein Mann die Konflikte im Gegensatz zu seinen Mitmenschen ohne Gewalt zu lösen versucht, um auf diese Weise dann die Gewalt des Wilden Westens offenzulegen.
Das funktioniert herausragend gut, denn bis auf James McKay und Julie Maragon (die dritte Partei, die Eigentümerin der Wasserquelle) sind alle Charaktere im Gewaltdenken der Fäuste und Pistolen sowie in altertümlichen Vorstellungen von Rache/Fehde und Familien- und Männerbildern gefangen, und Wyler inszeniert diese Ausbrüche gegen die Größe und Weite der Naturkulissen, nimmt ihnen komplett ihre Wirkkraft und Bedeutsamkeit. Klassenunterschiede, Konflikte zwischen Ost und West, zwischen Stadt und Land, ferner lässt sich das Szenario politisch auch als Kommentar zum Kalten Krieg lesen, in dem Film steckt ziemlich viel drin. Sicherlich hat "Weites Land" noch den edlen Anstrich eines 1950er-Westerns, aber diese Gewalt-/Sozialkritik lässt sich für die 1950er Jahre schon als fortschrittlich und ungewöhnlich bezeichnen.
Großartiger Cast, Kameramann Franz Planer (u.A. "20.000 Meilen unter dem Meer", "Frühstück bei Tiffany") macht mit seinem Einfangen der Landschaften den Werken John Fords Konkurrenz und die Musik (das Hauptthema) dürfte wohl zu den besten und eingängigsten Westernmelodien der Filmgeschichte gehören.
Mich verwundert, dass "Weites Land" damals bei den Oscars nicht stärker vertreten war, "nur" die Auszeichnung für den Nebendarsteller und eine Nominierung für die Musik, da hätte ich dem Film deutlich mehr zugetraut.
The Big Country - Opening Titles
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."