Blade Runner 2049 | Film 2017 - Kritik - Trailer - News | Moviejones
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Mein Filmtagebuch...
Blade Runner 2049 gesehen am  
ReWatch Reminder nicht öffentlich
Bitte logge dich ein...
x

Blade Runner 2049 (2017)

Ein Film von Denis Villeneuve mit Harrison Ford und Ryan Gosling

Kinostart: 05. Oktober 2017164 Min.FSK12Science Fiction, Thriller
Meine Wertung
Ø MJ-User (41)
Mein Filmtagebuch

Blade Runner 2049 Inhalt

Dreißig Jahre nach den Ereignissen des ersten Films deckt ein neuer Blade Runner, der LAPD-Officer K (Ryan Gosling), ein lang vergrabenes Geheimnis auf, das das, was von der Gesellschaft noch übrig ist, ins Chaos stürzen könnte. Seine Entdeckung führt K auf die Suche nach Rick Deckard, der seit dreißig Jahre verschwunden ist.

Cast & Crew

Wer ist der Regisseur von Blade Runner 2049 und wer spielt mit?

OV-Titel
Blade Runner 2049
Format
2D/3D
Box Office
259,24 Mio. $
Der Film erhielt die FSK-Freigabe "Freigegeben ab zwölf Jahren".
Zur Filmreihe Blade Runner gehört ebenfalls Blade Runner (1982).
Spannende Filme
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
44 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
11.12.2019 15:43 Uhr | Editiert am 11.12.2019 - 15:47 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.226 | Reviews: 45 | Hüte: 394

@ Optimus13

Schade, dass dir Blade Runner nicht auf Anhieb gefällt. Andererseits ist er zu mir bei der damals ersten Sichtung auch nur bedingt durchgedrungen und hat mich nicht so sehr vom Hocker gehauen. Ich habe den Hype nicht so wirklich verstanden.

Blade Runner ist, wie blöd oder demotivierend das jetzt für dich vielleicht klingen mag, ein Film, der erst nach mehrmaligem Schauen sein volles Potential auf dich entfalten kann und den du auch dann erst in seiner Gänze verstehen wirst. Erst die zweite und später dritte Sichtung hat mir bei dem Film die Augen geöffnet und ich habe ihn auch erst dann viel besser verstanden. Selbst nach der mittlerweile vierten Sichtung sind mir noch neue Details aufgefallen, was mein Verständnis immer weiter verstärkt.

Meine Meinung: gib dem Film noch eine zweite Chance. Solltest du das jedoch nicht wollen, dann kann ich dir von Blade Runner: 2049 nur abraten. Der ist mindestens genauso tiefgründig und nimmt sich zudem exorbitant viel Zeit für jede Szene. Meiner Meinung nach ist er der sogar noch bessere Film, aber vom Stil her wird er dich genausowenig abholen wie der erste. Auch 2049 benötigt mehrere Sichtungen für ein gutes Verständnis.

Aber nochmal: Beide Filme sind es absolut wert, mehrmals geschaut zu werden, auch wenn du davor zurückschreckst. Am Ende wirst du es sicherlich nicht bereuen.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

Avatar
eli4s : : Moviejones-Fan
11.12.2019 15:42 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.538 | Reviews: 31 | Hüte: 104

Optimus13

Er ist besser als das original, von dem ich auch nicht der größte fan bin. Sollte man aber gesehen haben. Trotzdem ist er auch sehr ruhig erzählt.

Avatar
Optimus13 : : Sith-Lord
11.12.2019 15:12 Uhr
0
Dabei seit: 09.08.16 | Posts: 1.593 | Reviews: 2 | Hüte: 100

Frage an die Community:

Ich habe das Original gesehen und war nicht wirklich begeistert. Normalerweise habe ich keine lange Leitung bei Filmen und kann komplexeren und tiefergründigen Geschichten problemlos folgen. Trotzdem wollte der Funke nicht überspringen. Deshalb würde mich interessieren: ist BR2049 dann sowieso nichts für mich? Oder ist er in gewisser Weise "leichter zugänglich" als der Vorgänger?

Danke vorab für Rückmeldungen bzw. Empfehlungen. smile

Never forget what you are. The rest of the world will not. Wear it like armor, and it can never be used to hurt you.

MJ-Pat
Avatar
CINEAST : : ReReleaser
28.10.2019 13:23 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.781 | Reviews: 6 | Hüte: 68

Ich habe mir den Film am 28. Oktober 2019 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Ein modernes Sci-Fi-Brett, das audiovisuell über jeden Zweifel erhaben ist. Durch die Thematik und die Art der Inszenierung bleibt er zwar durchweg ziemlich "kalt", aber Gosling und der gesamte Nebencast spielen hervorragend, sodass man trotzdem über die ganze Filmlänge mitfiebern kann. Emotional und von der Charaktertiefe ausgehend sehe ich den Original-Streifen hwar vorne, aber als Gesamtwerk, ist 2049 einfach saustark. Im ersten Teil wirkt alles eben noch etwas roher und realistischer, wodurch die Kernstory im Vergleich mehr zu packen weiß, aber der Villeneuve-Film profitiert enorm von seiner starken Bildgewalt und dem eindringlichen Soundtrack, gepaart mit gut gezeichneten Figuren, die zwar Recht oberflächlich bleiben, aber eine enorme Ausstrahlung aufweisen. Klare Empfehlung!

Meine Bewertung
Bewertung

- CINEAST -

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
05.10.2019 19:02 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.226 | Reviews: 45 | Hüte: 394

Ich habe mir den Film am 05. Oktober 2019 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Blade Runner: 2049 ist in meinen Augen klar ein absolutes Meisterwerk in seinem Genre und übertrifft dabei den bereits genialen Vorgänger in jeglicher Hinsicht. Wie auch sein Vorgänger ist dies ein Film, der mit jeder Sichtung besser wird und bei dem man mit jeder Sichtung mehr entdeckt, mehr erfährt und tiefer in den Film und dessen Welt eintauchen kann. Musikalisch ein Ohrenschmauß, Tontechnisch mit deutschem DTS HD Master absolut hervorragend abgemischt, bildtechnisch sehr knackige und scharfe Bilder mit sehr viel dunklen Farben und Tönen, dabei aber auch viel Neonlicht, typisch Cyberpunk eben. Die Szenenbilder sind unglaublich stark und die Kameraführung extrem angenehm und die Szenen sind immer schön übersichtlich. Auch schauspielerisch tolle Leistungen und eine extrem erdrückende und düstere Atmosphäre. Trotz ihrer Schlichtheit gefällt mir die Story ebenfalls richtig gut. Hervorragend finde ich auch die Darstellung der Gesellschaft, die aus Menschen und Replikanten besteht. Die einzige Schwäche des Films sind ein paar Dialoge, welche durch extreme Hall-Effekte teilweise kaum zu verstehen sind. Trotz dieser einen Schwäche ist Blade Runner: 2049 mittlerweile einer meiner absoluten Lieblingsfilme und absolute Referenz im Genre des Sci-Fi-Cyberpunks. 10/10 Punkte – Hoher Wiederschauwert

Meine Bewertung
Bewertung

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
05.10.2019 19:00 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.226 | Reviews: 45 | Hüte: 394

Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "Blade Runner 2049" Kritik

Meine Bewertung
Bewertung

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

Avatar
sublim77 : : Moviejones-Fan
03.04.2018 20:24 Uhr | Editiert am 03.04.2018 - 21:54 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 5.297 | Reviews: 43 | Hüte: 498

Auch wenn ich kein riesiger Fan des Originals bin, bin ich mir um dessen popkulturelle Bedeutung bewusst. Optisch wie soundtechnisch ist der Film, der damals alles andere als ein Kassenschlager war und es, völlig unabhängig davon, zum zeitlosen Klassiker geschafft hat, heute noch genauso ein Leckerbissen, wie er es damals war. Die Fortsetzung der Androidenjagt ist für Fans des Originals auf jeden Fall einen Kinobesuch wert. Man hat es geschafft, die einzigartige Stimmung des ersten Teils einzufangen und der Zuschauer fühlt sich sofort in die gleiche Welt wie damals hinein versetzt. Allerdings wird Bade Runner 2049 es wohl nicht schaffen jene von sich zu überzeugen, die schon mit dem Original nichts anfangen konnten. Der Film wird ebenso ruhig erzählt, wie schon der erste Teil, was vielen missfällt.

Meiner Meinung nach hat der Film trotz seiner ruhigen Erzählweise sehr viel Kraft, denn er packt einem genau bei den richtigen Momenten. Für mich ist Blade Runner 2049 besser als das Original. Mir hat der Film sehr gut gefallen, weshalb es von mir auch vier Hüte und eine absolute Weiterempfehlung gibt.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Avatar
DEXTAAAMORGAN : : Moviejones-Fan
19.02.2018 06:47 Uhr
0
Dabei seit: 07.11.15 | Posts: 53 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Am Freitag das erste mal gesehen und gestern aufn Sonntag dann zweites mal-ein Meisterwerk!

Avatar
andy2312 : : Moviejones-Fan
29.12.2017 23:03 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.12 | Posts: 8 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Für mich der schlechteste Film des Jahres fand ihn zu lang und langweilig.

Meine Bewertung
Bewertung
Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
24.10.2017 19:13 Uhr | Editiert am 24.10.2017 - 19:16 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.956 | Reviews: 49 | Hüte: 221

Also, ob alle Emotionen Jois wirklich nur programmiert waren, ist doch die große Frage. Immerhin scheint sie von der Außenwelt bei ihren ersten Ausflügen tatsächlich fasziniert zu sein und sich nach dem Crash wirklich um K zu sorgen. Es ist auch ihre Entscheidung, von Ks Hauseinheit gelöscht und damit "sterblich" (und somit eben menschlich) zu werden. Auch den Replikanten wird ja die eigene Entscheidung abgesprochen, sie solen ja auch nur handeln, wie sie "programmiert" sind.
Ob K von ihrem "Vortäuschen" gewusst hat, ist auch erstmal zweitrangig. Denn es geht schließlich darum, was er sich entschließt zu glauben. Real ist, dass seine Erinnerungen von Deckards Tochter kommen. Er entscheidet sich aber trotzdem, sie als seine zu akzeptieren. Das fasst Deckard ja am Ende zusammen, wenn er fragt "Was bin ich eigentlich für dich?" So ist es auch mit Joi: als das Hologramm ihn mit Joe anspricht und er realisiert, dass Joe wahrscheinlich für Jois ein Standardname ist, erinnert er sich trotzdem daran, wie es ist "jemand" zu sein, wie es sich anfühlte, besonders zu sein, weil Joi ihn "liebte". Er ist eigentlich nichts besonderes, aber er fühlte sich durch sie besonders. Und deswegen befreit er dann Deckard.


"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

Avatar
Majestix83 : : Moviejones-Fan
24.10.2017 18:12 Uhr | Editiert am 24.10.2017 - 18:39 Uhr
0
Dabei seit: 31.03.16 | Posts: 174 | Reviews: 0 | Hüte: 19

@Silencio

Die Spoiler-Funktion ist wirklich merkwürdig integriert, manchmal reicht es, einfach den entsprechenden Text zu markieren und in der Leiste auf das dreieck mit Ausrufezeichen klicken, und manchmal, so wie eben, wird ein neuer, rot markiert Absatz generiert in dem man dann mühevoll den gesamten Text, Absatz für Absatz reinkopieren muss, weil diesen sonst nicht als spoiler markiert. Viel interessanter find ich es, ob ich der einzige bin, der die Sternchen zur bewertung als direkt link eingebettet hat, oder ob es dafür eine richtige Funktion gibt smile.

Ich würde dir bei Jois Bedeutung insbesondere nach dem "Ich liebe dich." recht geben, allerdings wurde für mich nach der Szene in der er Jois Werbespot anschaut, bewusst, das sie und ihre "Gefühle" alles nur von Ihr simuliert waren, und somit keine richtiges Anzeichen von Intelligenz, das sagt ja der Werbsepot mehr als eindeutig. Mal abgesehen davon war das handlungstechnisch nur eine Szene, die ausschließlich für den Zuschauer gedacht war, den K muss im Vorfeld ja gewusst haben, das Joi nur Simulation ist, er hat sich das Programm ja schließlich angeschafft. Integral für Ks Entwicklung im Rahmen der Handlung fand ich das somit nicht.

Wenn ich so darüber nachdenke, hat K eigentlich überhaupt keine Motivation um Deckard zu helfen, außer das ihm alles egal ist, weil alles drumherum für ihn keine Bedeutung mehr hat, nachdem ihm auch das kleine fünkchen Hoffnung genommen wurde, vielleicht doch nicht "nur" ein Replikant zu sein, noch nicht mal mehr die Aussicht auf eine simulierte Beziehung mit Joi gibt ihm Motivation.

Das Replikanten deutlich Menschlicher als Menschen sein können, hat uns ja der erste Teil bereits gezeigt, daher finde ich nicht, das dass in der Fortsetzung jetzt allzu bemerkenswert ist.

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
24.10.2017 17:57 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.358 | Reviews: 165 | Hüte: 495

Joi-Thematik mit Spoiler-Tags:

Gerade ihre Figur, die ja nur dazu da ist, die innersten Sehnsüchte des Kunden zu befriedigen/erfüllen/lesen, ist da ein zutiefst tragischer Katalysator, denn es stellt sich mit zunehmender Dauer immer deutlicher heraus, dass alles was sie sagt oder tut, im Prinzip so programmiert ist, weil K tief im Inneren diese Wünsche/Sehnsüchte hat. Insgeheim wünscht er sich, Deckards Sohn zu sein - offensichtlich möchte er es aber nicht, weil er um die Gefahren weiss - Joi liest dies, und erfüllt ihm diesen Wunsch, indem sie ihn in diese Rolle drängt. Koste es was es wolle. Das ist zutiefts menschlich, zutiefst tragisch, zutiefst programmiert.

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
24.10.2017 17:18 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.956 | Reviews: 49 | Hüte: 221

@Majestix:
"Vor allem weil die ganzen Thesen die man im Hinblick auf künstliche Lebewesen und, auch weil es gerade sehr aktuell ist, virtuellen Assistenten/KIs hätte zeigen können, garnicht angerissen hat. Man hätte thematisch z.B. soviel mehr aus "Jo" herausholen können, als nur einen (sehr Attraktiven) Eyecather aus ihr zu machen (insbesondere ihre Anbindung an Wallace hätte man stärker Thematisieren müssen vor allem mit Hinblick auf Alexa, Cortana oder Google Home heute)."

Aber Joi ist doch integral für die Frage, was echte Gefühle sind, ob wir echte Gefühle fühlen können, wenn wir nur dazu "programmiert" sind etc. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für Ks Charakterarc (und wenn ich wüsste, wie die spoiler tags gehen, würde ich da näher drauf eingehen) und auch für die Frage, was uns zum Menschen macht bzw. was uns beseelt. Übrigens hat sie keine Anbindung an Wallace, ihre Daten werden rein lokal gespeichert...

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

Avatar
Majestix83 : : Moviejones-Fan
24.10.2017 16:47 Uhr | Editiert am 24.10.2017 - 16:48 Uhr
0
Dabei seit: 31.03.16 | Posts: 174 | Reviews: 0 | Hüte: 19

Ich konnte den Film am Wochenende sehen, und gehe im großen und ganzen mit Kal-Els kritik konform. Wobei ich ihn sogar nur drei Sterne geben würde.

Die Inszenierung ist super, die Effekte sahen wesentlich echter aus, als zum Beispiel im aktuellen Star Wars Trailer, aber die Story war für diese gemächliche Art der Inszenierung viel zu dünn finde ich.

Vor allem weil die ganzen Thesen die man im Hinblick auf künstliche Lebewesen und, auch weil es gerade sehr aktuell ist, virtuellen Assistenten/KIs hätte zeigen können, garnicht angerissen hat. Man hätte thematisch z.B. soviel mehr aus "Jo" herausholen können, als nur einen (sehr Attraktiven) Eyecather aus ihr zu machen (insbesondere ihre Anbindung an Wallace hätte man stärker Thematisieren müssen vor allem mit Hinblick auf Alexa, Cortana oder Google Home heute).

Ich muss gestehen, das ich, insbesondere nach Arrival, doch etwas enttäuscht bin von Denis Villeneuves Blade Runner Inszenierung, wobei er ja nicht wirklich viel für die, sehr dünne Story kann. Man sieht zwar immer wieder tolle, thematische Ansätze für Denkanstöße, lässt sich aber leider nie darauf ein, auch nur einen davon konkret zu thematisieren oder zumindest kurzzeitig stärker in den Fokus zu nehmen.

Der ander Punkt ist die integration zweier komplett neuer Figuren, die Rückblickend etwas arg unglaubwürdig und bemüht wirkt. Hätte man z.B. anstatt David Bautistas komplett neuer Figur, James Olmos "Gaff" verwendet, hätte das noch mal eine gänzlich neue Perspektive und sogar eine neue Interpretationsmöglichkeit für den ersten Blade Runner Film ermöglicht. Stattdessen nimmt man hier zwei komplett neue Figuren, die auch im weiteren Verlauf von Blade Runner 2049 keinerlei Verbindung zu Deckard haben. Woher kannten Rachel und Deckard die beiden so gut, das sie ausgerechnet ihnen, das einzige Kind natürlich geborene Kind einer Replikantin anvertrauen? Das Rachels Überreste dann auch noch unter dem Baum liegen und die Tochter rein zufällig ihre eigenen, hinweisgebenden Erinnerungen für die neueren Replikanten verwendet, wirkte schon arg konstruiert auf mich. Es ist durchaus positiv, das man den Zuschauer hinsichtlich Ks Existenz recht erfolgreich auf eine falsche Fährte führt, aber ebenso wie bei "Jo", hat man auch hier nicht das volle Potential von dem gezeigt was man hätte erzählen können, finde ich.

Gerade wenn man schon die Möglichkeit bekommt, einen dermaßen langen Film zu machen, sollte man auch etwas entsprechend komplexes zu erzählen haben und nicht nur lediglich eine "Idee" der Interessanten Themen anreissen. Daher "surft" mir der Film manchmal zu sehr auf die "Style over Substance" Schiene.

Meine Bewertung:

Avatar
DoomSM : : Loslasser
21.10.2017 16:38 Uhr
0
Dabei seit: 04.11.14 | Posts: 107 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@MobyDick

Ja, stimme dir zu. Das von mir gewählte Wort "komplex" schließt durchaus auch deine Ansicht mit der Inszenierung und der Langeweile/Hyperaktivität mit ein. Ich wollte keineswegs alle Amis als Hohlköpfe abstempeln, davon gibts hier schließlich auch mehr als genug.

Ich habe in knapp 2 Jahren die 4 vor der 0 smile, und der Generationen-Unterschied macht natürlich extrem viel aus in den Bewertungen. Da behaupte ich einfach mal, je älter man wird, umso einfacher kann man sich auf komplexere Filminhalte stürzen. Wie immer, gilt das natürlich auch nicht für jeden...

Aber schließlich basiert diese Diskussion hier nunmal auf einer Betrachtung des Massenschnitts...und dieser ist und bleibt: hohl! Ist ein bisschen wie Bundestagswahlen *hihi*

„Jedes Jahr werden in Russland 100.000 Baseballschläger verkauft, aber nicht mehr als 50 Bälle. Daran erkennst du der Russen allerliebstes Hobby…“

Forum Neues Thema
Anzeige