Unstoppable - Ich glaube seit Monaten der erste Film, den ich mal wieder im Fernsehen gesehen habe. War eigentlich ganz okay, nur gegen Ende ging dem Film ein wenig die Luft aus. Washington und Pine funktionieren erstaunlich gut zusammen, die Story ist okay und zumindest ist das Szenario mal ein bisschen was anderes, wenngleich der Ablauf natürlich ganz gewühnlich vonstatten geht. Einschließlich zerrütteter Familie, der Newbie und der alte Hase, Heldengefasel, und die dummen Entscheidungen Vorgesetzter. Aber okay.
wer früher abschaltet, hat mehr zeit für andere dinge ...
nein, ganz so schlimm wars nicht. aber von diesem immer als "schwarze komödie" verkauften streifen war ich doch sehr enttäuscht. lief im SWR und demnach kann ich schon noch nachvollziehen, dass deren Hauptpublikum (60+) hier vielleicht wirklich ein paar Szenen schon grenzwertig finden mag ... ansonsten sehr sehr zahm...
story ist, dass der junge Sebastian seine Schuldgefühle im Bezug auf den Tod seiner Mutter überwinden will. Die Prozedur dahin ist ziemlicher standard und vorallem die (obligatorische) dreiecksliebesbeziehung im Subplot fällt negativ auf. die nebenrollen waren sehr flach und durchsichtig.
das drehbuch weist deutliche probleme auf. die geschichte wirkt häufig konstruiert und eine besonders hohe fallhöhe wird auch nicht aufgebaut. sebastians beziehung zu den verschiedenen figuren wird nicht ausreichend dargestellt und der höhepunkt ist etwas übertrieben. außerdem wird dabei eine figur in den mittelpunkt gerückt, die vor allem für die Hauptfigur bis dahin eigentlich kaum bezugspunkte hatte ...
letztlich noch eines, was man nicht unbedingt als makel bezeichnen kann, was mich aber doch sehr gestört hat: sämtliche personen sprechen einen starken bayrischen akzent, was gerade in den "ernsten" szenen für mich immer sehr problematisch ist ... abgesehen davon, habe ich hin und wieder die leute wirklich nicht verstanden ;)
ich hatte den film zuvor meist eher positiv wahrgenommen in presse und kritik ... aber wenn das ein gutes beispiel für den deutschen film sein soll, dann unterstreicht das ja nur nochmal, wo der deutsche (mainstream-) film steht ...
@eli4s Danke! Ich habe seiner Zeit genau das getan. Ich hab abgeschaltet. Davon abgesehen, das für mich als Nordlicht der bayerische Dialekt etwas gewöhnungsbedürftig ist, konnte mich der vermeintlich "Humor" irgendwie nicht richtig abholen. War nichts für mich.
... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
The Man from Earth - Zufällig drüber gestolpert. Es dreht sich um einen Prof, der für seine Kollegen und Freunde recht unvermittelt kündigt und weggehen will. Am letzten Abend kommen sie vorbei und bringen ihn dazu, von den Gründen zu erzählen: Er ist 14000 Jahre alt und wechselt alle 10 Jahre den Ort, damit nicht auffällt, dass er altert.
Das Thema finde ich ziemlich spannend (hab auch selbst was dazu schon rumgebastelt), daher hatte es mich auch nicht abgeschreckt, vorher von dem Film noch gar nichts gehört zu haben und das er schon ein wenig B-Movie-mäßig wirkt (obwohl laut IMDB gut bewertet).
Die Story ist ganz ordentlich, obwohl es irgendwann ins Religiöse abdriftet, dass so in der Art dann doch nicht nötig gewesen wäre. Ein bisschen Redundanzen in den Dialogen ist auch noch drin - die sind zum Teil vielleicht auch der manchmal fragwürdigen deutschen Synchro geschuldet.
Leider, leider sind die Schauspieler teilweise ziemlich schlecht, insbesondere der Hauptcharakter. Der Film mit guten Leuten besetzt, hätte ein großartiges Kammerspiel abgeben können. So wirkt das manchmal leider doch ein wenig unfreiwillig komisch an der ein oder anderen Stelle.
Wer so ein Thema spannend findet, darf aber sicher mal reinschauen. Bereut hab ichs zumindest nicht. :-)
Keine Ahnung, warum der Film so schlecht angekommen ist. Tolles Märchen, tolles Abenteuer. Besser als der Schund, der sonst so im Kino und im Fernsehen läuft. Wirkt auch viel runder als die meisten anderen Filme, die zur Zeit im Kino erscheinen...
Saruman believes it is only great power that can hold evil in check, but that is not what I have found. I found it is the small everyday deeds of ordinary folk that keep the darkness at bay...small acts of kindness and love. (Gandalf, Hobbit: AUJ)
hatte mich als er im Kino lief, lange davor gedrückt, weil mich der Trailer vom Tonfall des Films her überhaupt nicht angemacht hat ...
das wurde dann weitestgehend bestätigt ... der humor war flach, der plot nicht weiter erwähnenswert und die action auf dauer sehr ermüdend ... dazu dieses ständige voice over eines pubertierenden Teenagers, der bei der häufigen Zuwendung zum Publikum wohl nur eine Zielgruppe wirklich ansprechen wird: teenager.
die "loser wird zum superheld" story ist nun wirklich nicht neu. und der hochstilisierte, komödiantische ansatz entzieht dem Film die Basis für wirkliches Drama/einen ernsthaften, interessanten Konflikt.
der gewaltgrad ist noch gut innerhalb der schmerzgrenzen, wobei die FSK 16-Freigabe schon ernst genommen werden sollte ... auf der anderen seite würde ich den Film niemandem über 18 weiterempfehlen ...
@eli4s Kann es u.U. sein, dass du die falschen Erwartungen an Kick Ass gehabt hast? Damit meine ich nicht diese Diskussion "zu hoch" o.ä. Aber wenn du schreibst, und der hochstilisierte, komödiantische ansatz entzieht dem Film die Basis für wirkliches Drama/einen ernsthaften, interessanten Konflikt. frage ich mich, ob der Film überhaupt darauf abzielt. Ich hab in Kick Ass immer eine Comic Satire gesehen, die sich ihrer Vorbilder bedient und diese parodiert. Dabei werden sie in eine reale Welt verfrachtet und müssen sich mit "Problemen" rumschlagen, mit denen ihre Vorbilder gar nichts zu tun haben. Das diese Richtung nicht immer gehalten werden kann, insbesondere wenn es zu einer Hit-Girl-Attacke "verkommt" ist sicher unstrittig. Wobei ich selbst diese höchst unterhaltsam, weil völlig überzeichnet, fand.
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^^ ich weiß, was du meinst, aber nein ... ich habe ziemlich genau das erwartet (sogar schlimmer, hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich den Film überhaupt nicht mag) ...
aber vom ergebnis war ich eben überhaupt nicht angetan ... habe kaum bis gar nicht gelacht, was vor allem an der Art des Humors und am "Ton" des Films lag und besonders neu fand ich die Idee eben auch nicht.
was du herausgestellt hast, waren nicht meine Erwartungen, sondern das wären - im nachhinein - meine wünsche gewesen, wie ich an so ein thema rangegangen wäre. aber das ist natürlich persönliche Präferenz ...
ich kann schon sehen, dass man hier seinen Spaß finden kann, aber ich habe mich je länger der Streifen ging, doch häufiger dabei erwischt, wie ich mit den Gedanken woanders war. Gegen Ende war ich dann auch aus der sitzenden in die horizontale, liegende Position gewechselt, was immer ein ganz schlechtes Zeichen ist.^^
Ok, dann muss man das wohl so stehen lassen Ich find Filme im Liegen super ^^
Eine Empfehlung ist es für dich vielleicht nicht, aber mir hat folgender Film auch gefallen. http://www.youtube.com/watch?v=FNfMq5BwYcE
Zeitgleich mit Kick Ass entstanden blieb er etwas im Hintertreffen. Thematisch ähnlich, aber eben etwas anders aufgezogen. Vielleicht sagt er dir ja mehr zu.
Wie siehts bei dir eigentlich aus mit: Silver Linings, Killing them Softly und Beasts of the Southern Wild? Sind alles Filme, bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sie dir gefallen.
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@bartacuda he danke für den tipp! von diesem film hab ich, ehrlich, noch nie gehört. der trailer gefällt mir aber gut und der steht jetzt auf meiner liste
danke für den Trailer. Sieht aus meiner Sicht auf jeden Fall ein wenig interessanter aus als Kick-Ass.
zu den anderen:
"Killing them softly" habe ich noch nicht gesehen, steht aber auf meiner Liste.
"Silver Linings" fand ich sehr spritzig und unterhaltend. Der letzte Akt fällt leider im Vergleich zum Hauptteil des Films doch stark ab, aber das muss man so hinnehmen ... insgesamt hat er mir aber sehr gut gefallen.
"Beasts" fand ich auch ziemlich stark. War echt ne schöne Geschichte mit ganz eigener Philosophie. Die Handkamera fand ich teilweise etwas anstrengend aber gut ... der "Build-up" bis zum Höhepunkt am Ende war toll gemacht und diese eine Szene hat wirklichen "Wow-Faktor" ... fand ich ziemlich beeindruckend ;) hoffen wir, dass wir gegen Ende des Jahres wieder ein paar dieser Art reinkriegen...
im Moment ist bei mir ja grade ein wenig Sommerloch angesagt. Wüsste gerade nichts wirklich interessantes im Kino und sofern sich da nichts mehr ergibt, dauerts auch noch ein paar Monate bis wirklich was von meiner Liste ansteht...
@eli4s Mir persönlich hat Killing them softly echt gefallen, aber nicht wenige fanden ihn langweilig.
Bei Silver Linings gebe ich dir recht, was den letzten Akt anging. Hat aber dem Gesamtpaket nicht wirklich geschadet.
Hatte die Möglichkeit Hitchcock zu sehen. Er lebt in erster Linie von der Qualität der Darsteller. Hopkins und Mirren sind großartig. Sicher kein Überflieger, aber m.E. für Filmfans ein Muss.
@hekra Gern geschehen.
Einen hätte ich noch. Den mochte ich auch. Wieder die gleiche Thematik, aber mit Schwerpunkt im tragischen. Deutlich weniger Tempo als die anderen beiden, dafür aber einen herausragenden Harrelson, der einem so manches Mal richtig leid tun kann.
http://www.youtube.com/watch?v=pXl64kQAvv8
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@shalva: Großartig! Und Ian Ziering den alten Steve nicht zu vergessen. Hab letzte Wo ne Meldung und ein paar Bilder gesehen. Den Trailer gabs noch nicht. Danke dafür
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Zuletzt gesehen?
Primeval | 08.01.2012