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Dame, König, As, Spion

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Beklemmendes Agentenspiel

Dame, König, As, Spion Kritik

Dame, König, As, Spion Kritik
3 Kommentare - 28.12.2011 von Moviejones
Wir haben uns "Dame, König, As, Spion" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Dame, König, As, Spion

Bewertung: 4 / 5

In Ungarn wird ein britischer Agent enttarnt und spätestens jetzt steht fest, es muss einen Spion in den Reihen des britischen Geheimdienstes MI6 - auch genannt "The Circus" - geben, der brisante Informationen an die Russen weitergibt. Um der Situation Herr zu werden, wird der alternde Spion George Smiley (Gary Oldman) aus dem Ruhestand zurückbeordert, der den Maulwurf in den eigenen Reihen ausfindig machen soll: Ist es der schleichende Percy Alleline (Toby Jones, The Rite - Das Ritual)? Glatzkopf Toby Esterhase (David Dencik, Verblendung)? Der verschlagene Roy Bland (Ciarán Hinds, Rom) oder gar der selbstverliebte Bill Haydon (Colin Firth, The King's Speech)? Mit seiner bedachten Art versucht Smiley, Licht ins Dunkel zu bringen, um dem russischen Kontrahenten "Karla" zuvorzukommen...

Am 15. Dezember 2011 startete mit Mission: Impossible - Phantom Protokoll der vierte Teil der actiongeladenen Agentenreihe in den Kinos und der 23. Bond Skyfall steht schon in den Startlöchern. Dazwischen bringt sich fast unbemerkt Dame, König, As, Spion in Position, der in deutlichem Gegensatz zu den actiongeladenen modernen Agententhrillern steht. Für Fans des Genres und von Agententhrillern alter Schule ist Dame, König, As, Spion damit eine Perle in der heutigen Kinolandschaft. Tomas Alfredson (So finster die Nacht) verfilmte John le Carrés gleichnamigen Roman und setzt nicht nur Gary Oldman gekonnt in Szene. Häufig war in Le Carrés Romanen der Ost-West-Konflikt und Kalte Krieg ein Thema, und George Smiley eine Hauptfigur. In seinem ersten Roman "Schatten von Gestern" führte er Smiley ein, der in "Dame, König, As, Spion" (im Original "Tinker Tailor Soldier Spy") von 1974 erneut als versierter Agent auftritt.

Einst spielte Alec Guinness in einer mehrteiligen TV-Serie Smiley, der in Dame, König, As, Spion von Gary Oldman verkörpert wird. Oldman, der die Abgeklärtheit und Erhabenheit der Hauptfigur wunderbar einfängt, ist das Gesicht des Films, auch wenn an seiner Seite weitere brillante Darsteller den Film tragen. Firth als Lebemann Haydon zeigt die darstellerische Bandbreite des sympathischen Schauspielers, zudem überzeugen John Hurt (Alien, Krieg der Götter) als Control, Mark Strong (Robin Hood, Sherlock Holmes) als Jim Prideaux und der 35-jährige Benedict Cumberbatch (Abbitte, Sherlock) in ihren Rollen. Leider fast zu wenig ist Tom Hardy (Inception) zu sehen.

Dame, König, As, Spion ist dazumal ungleich sympathischer in der hektischen "Ich bin Agent und kann zeitgleich programmieren, die Luft anhalten und einen Jet fliegen"-Kinolandschaft, weil der Film seine Akteure intelligent verpackt. Es ist ein astreiner Agentenstreifen vergangener Tage (wir erinnern uns nur an Donald Sutherland in Die Nadel oder Der Spion, der aus der Kälte kam (ebenfalls Le Carré)) und bringt die Tristesse der 70er erstaunlich greifbar zum Ausdruck. Den Kalten Krieg spürt man in jeder Pore, die "wahre" Agentenarbeit, in einer Zeit, in der Computer noch Zukunftsmusik waren und Aktenschränke ein unverzichtbarer Bestandteil des Bürolebens. Actionreiche Verfolgungsjagden und Schusswechsel sind nicht nötig, um von Anfang an Spannung aufzubauen, die peu à peu zum Ende hin zunimmt.

Ein lauter Film? Das ist Dame, König, As, Spion wahrlich nicht und das mag dem einen oder anderen Zuschauer fast zu wenig sein. Doch die unterschwellige Gefahr zu Zeiten des Ost-West-Konflikts schwingt in jeder Sekunde mit und lässt die Älteren unter uns mit Befremden an vergangene Zeiten denken. Wir vergeben 8 von 10 Hüten.

(DV)

Dame, König, As, Spion Bewertung
Bewertung des Films
810
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