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The World's End

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Herb und würzig, mit süffigem Abgang

The World's End Kritik

The World's End Kritik
3 Kommentare - 29.08.2013 von Moviejones
Wir haben uns "The World's End" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The World's End

Bewertung: 4 / 5

Gary King (Simon Pegg), um die 40, hat es nicht wirklich weit im Leben gebracht. Trotz des vielversprechenden Namens ist er sichtlich überfordert vom Erwachsenwerden und Altern und lebt in der Vergangenheit. Einer Eingebung folgend will er partout die sogenannte "Goldene Meile" absolvieren - eine Sauftour, die er einst mit seinen Buddys aus Jugendtagen 1990 nicht beenden konnte. Also trommelt er seine "Freunde" mit allerlei Tricks und Mühe erneut zusammen, um gemeinsam im heimatlichen Newton Haven das Ziel zu erreichen - das finale Pub namens "The Worlds End"! Darunter Autohändler Peter (Eddie Marsan), Makler Oliver (Martin Freeman), Architekt Steven (Paddy Considine) sowie Andy (Nick Frost), ein Anwalt, der einst sein bester Freund war. Schnell stellt sich heraus, dass die Freundschaft in den vergangenen Jahren mehr als gelitten hat und nur einer wirklich Interesse daran hat, das Ding durchzuziehen: Der ewige Teenie Gary. Doch als plötzlich der Besuch eines Herrenklos ungeahnte Ereignisse mit sich bringt, heißt es plötzlich zusammenhalten oder draufgehen...

Das ist er also nun, der Abschluss der "Cornetto-Trilogie". Jeder, der sich zuvor bei Shaun of the Dead sowie Hot Fuzz - Zwei Abgewichste Profis (und ferner Paul - Ein Alien auf der Flucht mit Pegg und Frost in den Hauptrollen) amüsierte, wird sich im Kinosessel bei The Worlds End sicherlich wohl fühlen. Schade, dass es kein frisch Gezapftes dazu gibt.

Trailer zu The World's End

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir auf bestimmte Ereignisse im Film nicht eingehen, um all den Leuten den Spaß nicht zu verderben, die bisher von einer banalen Kneipentour mit Pegg & Frost ausgehen. Sicherlich kennen die meisten von euch den Trailer, aber wir werden an dieser Stelle vermeiden, bestimmte Inhalte anzusprechen. Nennt es Spoiler oder nicht ;-)

Mit The Worlds End ist den beiden Hauptdarstellern Simon Pegg und Nick Frost ohne Frage gelungen, einen tollen Abschluss ihrer nicht allzu sehr zusammenhängenden Filmtrilogie nebst witziger Anspielungen zu schaffen. Fans der ersten beiden Teile werden über nicht wenige Andeutungen stolpern und wir müssen sicherlich nicht erst erwähnen, dass es sich lohnt, The Worlds End im Original zu sehen. Was dieses Mal besonders positiv in Erinnerung bleibt, vielleicht auch weil man aufgrund des Abschlusses ein wenig sentimental wird, ist die liebevolle Hommage an die Jugend. Das werden vor allem all jene Zuschauer mit einem wehmütigen Auge empfinden, die jetzt um die 35-45 sind und bereits ein ordentliches Stück des Weges gegangen sind. An dieser Stelle ein großes Lob an die Musikauswahl, die zum einen perfekt zum britischen Pub-Hopping passt und zum anderen viele Szenen perfekt untermalt. Wenn gegen Ende die Sisters of Mercy erklingen, werden bestimmt einige Zuschauer eine Gänsehaut haben. Zwar hätte ein etwas sensibleres Händchen den Abgang noch ergreifender machen können, aber nichtsdestotrotz schafft es der Film, dass man bei allem Humor sogar ein bisschen wehmütig im Kinosessel zurückbleibt.

Pegg spielt seinen Gary King überraschend siffig und unsympathisch, der dennoch ein Kerl mit einem sympathischen Kern ist - auch wenn man mit ihm nicht zwingend eine WG gründen möchte. Auch Kompagnon Nick Frost, der sich bei allem Ärger auf die wichtigen Dinge im Leben besinnt und ordentlich zupacken kann, ist wie immer der perfekte Sidekick (wenn man ihn denn darauf reduzieren möchte). Freeman, uns allen als Bilbo Beutlin bestens bekannt, sowie Paddy Considine, Eddie Marsan und Rosamund Pike als weibliche Ergänzung erweitern die Runde gekonnt und gehen bei all dem Trubel im Film auch nicht unter.

Man mag Sauftouren an sich abstoßend finden, in The Worlds End ist es bloß der Kleber, der den Film zusammenhält. Es kommt nicht eine Szene vor, die sich in die Länge gezogen anfühlt, und das ist gar nicht so leicht, liegen manche Momente wie das Aufarbeiten alter Wunden und daraus resultierende mögliche Versöhnungen auf der Hand (und werden in nicht wenigen Filmen unfassbar zäh und absehbar zelebriert). Regisseur und Autor Edgar Wright (Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt) schaffte es mit Pegg an seiner Seite, eine banale Ausgangsidee zu einem wirklich amüsanten Film zu machen. The Worlds End ist zudem auch clever, was nicht zuletzt an den mehr oder minder deutlichen Anspielungen auf Globalisierung, Gleichmacherei, technische Abhängigkeit und sogar unseren Jugendwahn liegt. Es finden sich allerlei Elemente, die unsere heutige Zeit amüsant, aber gekonnt süffisant auf die Schippe nehmen.

Das Ende von The Worlds End mag dabei ein wenig konstruiert daherkommen, dennoch bildet es alles in allem einen schönen Abschluss des Films. Jeder hat eine zweite Chance verdient im Leben - in The Worlds End ist es jedenfalls so. Und auch das Cornetto-Eis hat seinen wohlverdienten Auftritt. Von uns Daumen hoch für einen Kinobesuch - und anschließend ab in die nächste Eckkneipe, selbst wenn's nur ein Wasser wird!

The World's End Bewertung
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810
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