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Machete Kills

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Noch wortkarger, noch irrer

Machete Kills Kritik

Machete Kills Kritik
17 Kommentare - 02.10.2013 von Moviejones
Wir haben uns "Machete Kills" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Machete Kills

Bewertung: 3 / 5

Machete befindet sich mit seiner geliebten Sartana (Jessica Alba) in einer heiklen Situation während eines Drogengeschäfts, das sie unterbinden wollen, als vermummte Maskenmänner auftauchen, ein Gemetzel veranstalten und mit einem Kopfschuss Machetes Geliebte ins Jenseits befördern. Erneut vom Schicksal geschlagen, willigt Machete nur schwer auf die "Bitte" des US-Präsidenten (Carlos Estevez aka Charlie Sheen) ein, sich in Mexiko um den Drogenbaron Mendez (Demian Bichir) zu kümmern. Der hat eine gar uncharmante Seite und zeigt Machete schnell die Grenzen der Diplomatie auf. Leider rückt eine schnelle Lösung des Problems zwischen Mendez und den USA in weite Ferne, als plötzlich auch der schwerreiche Industrielle Luther Voz (Mel Gibson) auftaucht und Machete auf seine Seite ziehen will. Kurzum, es braucht schon einen abgebrühten, wettergegerbten Mexikaner, der bei all den Intrigen die Ruhe behält und für das Gute eintritt!

Wer 2010 Machete gesehen und für gut befunden hat, dem wird auch die Fortsetzung gefallen. Gefühlt eine deutlich höhere Stardichte, die sich die Klinke in die Hand gibt, und noch schräger - das ist Machete Kills. Dennoch hat uns der Vorgänger im direkten Vergleich ein bisschen besser gefallen, der ein ganzes Pulver nicht eben schon im Trailer versprüht hat.

Trailer zu Machete Kills

Selbstredend ist Dany Trejo in seiner Paraderolle wieder eine klasse Inkarnation. Seine Einzeiler sind köstlich, seine robuste Mimik sitzt und er weiß einfach zu überleben. An seiner Seite erleben wir dieses Mal eine Vielzahl an Stars, darunter Sofia Vergara (Modern Family), Amber Heard (Drive Angry), Vanessa Hudgens (Sucker Punch), Jessica Alba (Machete), Michelle Rodriguez (ebenda), Mel Gibson (Lethal Weapon), Charlie Sheen (Two and a Half Men), Antonio Banderas (Die Maske des Zorro), Demian Bichir (Taffe Mädels), Cuba Gooding Jr. (Der Butler), Walton Goggins (Predators), William Sadler (Stirb langsam 2), Tom Savini (From Dusk Till Dawn) und Lady Gaga ("Bad romance"). Vergessen wir mal, dass Sheen sich selbst spielt und dabei eine gute Figur macht, haben wir uns vor allem über Bichir als Vollschizo amüsiert. Leider fordert solch ein Konglomerat an namhaften Personen auch Opfer, die über kurz oder lang das Zeitliche segnen müssen oder ausgebootet werden. Passend zur Story, ja, doch leider dadurch unbeständig und teilweise ein wenig gehetzt. Sicherlich erwarten wir nicht, dass auf jede Rolle groß eingegangen wird, aber bei so mancher Personalie ist es schade, dass ihr nur fünf Minuten Leinwandzeit zugestanden wird.

Auf der einen Seite der nahezu stumme Mexikaner, auf der anderen Seite dieser bunte Haufen - Statik und Dynamik in schönster Einheit. Das Drehbuch lässt zu wünschen übrig, da es vor allem dazu dient, so viele Gesichter wie möglich zu (re)integrieren. Es wirkt, als wollte Rodriguez zu viel, was er (mal wieder) nicht liefern kann. Sicherlich heben die Stars den Film aus der B-Movie-Schmuddelecke, aber so konsequent er in Brutalität und Grindhouse-Flair stöbert, so inkonsequent setzt er bei heutigen Must-Haves an. Warum um alles in der Welt sehen die Tricks derart schlecht aus, dass der Spaß darunter leidet? Klar, Blut und Gedärme sind täuschend echt, doch Explosionen und Feuer wie aus einer fünftklassigen Effekteschmiede. Musste das sein? Ist das gewollt? Falls ja, schade, falls nicht, werden sicherlich die Milliönchen in die Stars geflossen sein.

Machete Kills ist bunt, nuttig, brutal und setzt derart auf Übertreibung, dass Zuschauer, die sowas nicht gewöhnt sind, mit Sicherheit einen der schlimmsten Kinoabende ihres Lebens durchmachen müssen. Der Film beginnt rasant, dramatisch und läutet ein überaus schräges Ende ein, bei dem Mel Gibson seinem Ruf alle Ehre macht. Uns würde es nicht wundern, wenn aus Machete Kills Again... in Space!  nicht doch noch ein richtiger Film wird. Schade nur, dass Machete Kills im letzten Drittel trotz Mel Gibsons irrer Fantasie etwas zäh wirkt. Auch wenn der Film brutal ist wie erwartet und seinem Vorgänger in nichts nachsteht, setzt dennoch beim Schauen nicht durchweg dieses belustigte Oh-man-wie-schräg-ist-das-denn- sondern irgendwann ein Sättigungsgefühl ein. Wir sind uns fast sicher, dass ein Teil der Zuschauer Machete bevorzugen wird, der andere Teil Machete Kills. Und sofern es die US-Einspielergebnisse zulassen, wird Rodriguez bestimmt noch seine Trilogie abschließen.

Machete Kills Bewertung
Bewertung des Films
610

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