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Need for Speed

Kritik Details Trailer Galerie News
Steve McQueen 2.0

Need for Speed Kritik

Need for Speed Kritik
26 Kommentare - 12.03.2014 von Moviejones
Wir haben uns "Need for Speed" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Need for Speed

Bewertung: 4 / 5

Tobey Marshall (Aaron Paul) ist nicht nur für sein Automechanikertalent im Kaff Mt. Kisco, New York, bekannt, sondern auch für sein Geschick als Rennfahrer. Doch wäre er nichts ohne sein Team, wie er selbst sagt, sowohl in der Werkstatt als auch im Rennen - denn ohne Backup läuft nichts. Und so stehen Little Pete (Harrison Gilbertson), Joe (Ramon Rodriguez), Finn (Rami Malek) und Benny (Scott Mescudi) voll hinter ihm, als Tobeys Ex-Rivale Dino (Dominic Cooper) unerwartet auftaucht und ihm ein verlockendes Angebot macht, das die vor dem Aus stehende Familien-Autowerkstatt Marshall Motors retten könnte. Tobey und sein Team meistern die Aufgabe mit Bravour, jedoch auch mit verhängnisvollen Folgen im Nachspiel...

Scott Waugh schafft es, mit Need for Speed viel unter eine (Motor-)Haube zu bringen: Breaking Bads Aaron Paul als Tobey Marshall meets Need for Speed-Game meets ..denn sie wissen nicht, was sie tun mit James Dean meets Steve McQueen-Aura 2.0 meets Thelma & Louise, lässt The Fast and the Furious vergessen und meets In 80 Tagen um die Welt beziehungsweise in 45 Stunden zu einem Underground-Termin für das legendäre The De Leon-Rennen. Dazu mit einer coolen, taffen, bezaubernd natürlichen und schlagfertigen Automechaniker-Lady namens Julia (Imogen Poots, Fright Night) zum PS-Stärken-Stehlen als Beifahrerin. Endlich mal eine wirklich charakterstarke Lady in einem Blockbuster-Racingfilm, die mehr sein darf, als die Eye Catching-Puppe an des Helden Seite!

Trailer zu Need for Speed

Paul und Poots macht es im Duo einfach Spaß zuzusehen, die beiden tragen im Grunde den ganzen Film - und das mit Bravour. Dakota Johnson (21 Jump Street) als Tobeys Ex-Flamme Anita, zudem Little Petes Schwester, hat den kleinsten Part abbekommen und bleibt daher etwas blass, sie scheint nur als Figurenmotiv und Storywendepunktplot zu dienen, spielt diese Parts aber überzeugend genug. Dazu zwei Need for Speed-Kontrahenten, die sich vor allem Ford Mustang Shelby und Lamborghini Sesto Elemento nennen, rasant gefahren von einem charakterstarken Helden Tobey (Paul) und einem schön gelackt-fiesen und doch nicht zu aalglatten Antagonisten Dino "The Bambino" Brewster (Dominic Cooper, Captain America - The First Avenger). Allerdings spielt Paul Cooper locker an die Wand, das tut dem Filmspaß und der feindseligen Spannung zwischen den beiden aber keinen Abbruch, da es im Zusammenspiel des Duos dennoch gut funktioniert. Paul wiederum erinnert zwar in einigen Parts sehr an seinen Jesse Pinkman aus Breaking Bad, doch passt das perfekt in die neue Rolle.

Tobeys Team steht zwar etwas im Hintergrund als im wahrsten Sinne des Wortes Backup, doch bekommen die gut zusammengemixten und für die verschiedenen Typen bestens besetzten Darsteller dafür genug eigene Szenen, dass sie nicht zu sehr zur puren Randfigur verkommen. Nicht nur ihretwegen zahlt sich die Filmlänge von rund 130 Minuten deutlich aus. Rapper Scott Mescudi als Benny sorgt neben erfrischendem Witz auch dafür, dass sich Need for Speed nicht nur auf heißem Asphalt, sondern auch in der Luft abspielt. Zudem möchten wir auch Michael Keaton noch erwähnen, der als wirklich kultig cooler The De Leon-Rennen-Moderator auftrumpft. Den Drehbuchautoren John und George Gatins, selbst Autoliebhaber und -bastler, ist wahrlich ihr Ziel gelungen, nicht nur rasante Rennaction zu bieten, sondern auch eine gute Story mit großem Nostalgiefeeling und Figuren, mit denen man wirklich mitfiebern kann.

Nostalgisch geht es los mit Muscle-Cars und Autokino, Superschlitten folgen auf dem Fuße. Referenzen ans Game neben Undergroundrennen wie Speedbraker, Blacklist, Polizei-Verfolgungsjagd, Kopfgeld, die anderen verschieden Rennarten, in gewisser Weise sogar ein Schadensmodell und natürlich auch weitere aus dem Game bekannte Automarken und -typen inklusive. 3D zahlt sich in Need for Speed besonders aus, egal ob in den in einen wirkungsvollen Geschwindigkeitsrausch ziehenden subjektiven Einstellungen oder aus anderen Einstellungen, die Aufnahmen nah am bebenden Asphalt mit dröhnenden Motoren machen besonders viel Spaß. Aber auch Zeitlupen sind passend eingestreut in den dramatischen Momenten, und natürlich gibt es neben epischen und rasanten Rennszenen auf der Straße und über Land inklusive toller Panoramaeinstellungen auch einige Autocrashs und besonders cool einen sogenannten Grashüpfer-Stunt zu sehen, lasst euch überraschen, was das bedeutet (wer es nicht schon weiß). Genial ist auch eine Art Thelma & Louise-Szene 2.0, wie wir es mal nennen wollen. 

Einziges Manko - wir hätten uns bei manch dramatischer Stuntszene die Schüppe mehr an Kohle für gute, handgemachte Stunts und Explosionen gewünscht. Hätte man dem eher auf Authentizität angelegten Rennstreifen auch authentisch-handgemachte Stunts genehmigt, würde Need for Speed als moderner Rennfilm-Klassiker in die Filmgeschichte eingehen. Positiv gesehen hält sich Need for Speed aber insgesamt mit CGI-Effekten zurück, wodurch man bei den an einer Hand abzählbaren übertriebenen CGI-Szenen die Augen auch mal zudrücken kann.

Rasantes Tempo und ruhigere Charakterparts werden mit gut eingestreutem Humor hervorragend ausbalanciert, selbst die Musik unterstützt das Ganze bestens und wird an passender Stelle auch einfach mal weggelassen. Ein zweiter Teil böte sich durchaus an, doch irgendwie hoffen wir, dass kein schlechter Nachfolger diesen sehenswerten 3D-Rennstreifen zu einem durchgekauten Franchise verkommen lässt, sondern das gelungene Filmwerk für sich bestehen bleiben darf.

Insgesamt hat uns Need for Speed sehr positiv überrascht, die Mischung aus zwar bekannten, als Hommage aber zu verstehenden und zu erfreuen wissenden Plots, Charakterfiguren statt reinen Action-Muskelmännern, mehr Authentizität und dennoch wirklich in einen Sog ziehenden Rennszenen mit flotten und kultigen Flitzern geht absolut auf und stellt damit die die ersten Filme der Fast & Furious-Reihe in den Schatten. Wir haben den Film übrigens im Original gesehen und hoffen, dass die Synchro genau den gleichen Witz und die Atmosphäre transportiert. Für Liebhaber des Need for Speed-Games ist der Film sowieso ein Muss, aber auch für alle anderen anzuraten, die einen Renn-Blockbuster sehen wollen, in dem man problemlos seine bessere Hälfte mit hineinschleifen kann.

Wir kamen wahrlich mit einem fetten Grinsen aus Need for Speed und waren etwas traurig, dass uns beim Gang aus dem Kino keine aufschwingende Mustangtür erwartete mit dem Spruch: "Worauf wartest du noch - steig ein!". Wir können den Einstieg nur empfehlen, vor allem in 3D - und bitte beim Abspann noch sitzen bleiben ;-)

Need for Speed Bewertung
Bewertung des Films
810
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