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Der Kinderflüsterer

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Wie der Vater, so der Sohn?

Der Kinderflüsterer Kritik

Der Kinderflüsterer Kritik
11 Kommentare - 09.09.2026 von Moviejones (MJ-GPJ)
Wir haben uns "Der Kinderflüsterer" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Der Kinderflüsterer

Bewertung: 2.5 / 5

Seit rund einer Woche ist Der Kinderflüsterer auf Netflix zu sehen. Schon die Besetzung macht neugierig: Robert De Niro, Adam Scott und Michael Keaton stehen im Mittelpunkt des düsteren Thrillers. Doch reicht das aus, um einen entspannten Filmabend zu rechtfertigen? Oder sollte man um Der Kinderflüsterer besser einen großen Bogen machen? Wir haben uns für euch auf diese Erfahrung eingelassen.

Tom Kennedy (Adam Scott) zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Jake in deren Heimatstadt. Dort verschwinden Kinder, wie schon vor 30 Jahren, und bald gerät auch Jake in Gefahr. Hilfe bekommt Tom ausgerechnet von seinem entfremdeten Vater Pete (Robert De Niro), einem ehemaligen Polizisten. Doch der Täter von damals (Michael Keaton) sitzt noch immer im Gefängnis und kann für die neuen Morde unmöglich verantwortlich sein. Gibt es einen Nachahmer?

Kritik

Interessant ist dabei vor allem, dass Der Kinderflüsterer eigentlich mehrere Geschichten über Väter und ihre Söhne miteinander verbindet. Tom ist selbst angeschlagen und kämpft mit Trauer und Alkohol, würde für seinen Sohn aber alles tun. Pete wiederum muss sich mit seiner eigenen Vergangenheit und dem schwierigen Verhältnis zu seinem Sohn auseinandersetzen. So zeigt der Film ganz unterschiedliche Formen von Familie und Elternschaft, und wie unterschiedlich Kinder mit dem umgehen können, was ihnen ihre Eltern mitgeben.

Gerade weil diese Rollen mit Robert De Niro, Adam Scott und Michael Keaton hochkarätig besetzt sind, funktioniert diese Ebene erstaunlich gut. Die Schauspieler verleihen ihren Figuren eine emotionale Tiefe, die das Drehbuch nicht immer selbst liefern kann. Vor allem die Beziehung zwischen Tom und Pete gibt dem Film einen Kern, der über die eigentliche Serienkiller-Geschichte hinausgeht.

Hinzu kommt das Gruselelement. Der Kinderflüsterer ist nicht einfach nur ein klassischer Krimi über einen Kindermörder. Stimmen, rätselhafte Erscheinungen und das unheimliche Mädchen im blauen Pullover sorgen für eine zunehmend beklemmende Atmosphäre. Gerade diese übernatürliche Note macht den Film in seiner Tonart noch dunkler und düsterer. Immer wieder entsteht das Gefühl, dass hinter den Ereignissen mehr steckt, als sich zunächst erklären lässt.

Doch: Trägt das alles auch als Thriller?

Leider nur bedingt. Die Atmosphäre stimmt, die Besetzung funktioniert und die Vater-Sohn-Geschichte ist durchaus interessant. Die eigentliche Krimihandlung kann mit diesen Stärken allerdings nicht immer mithalten. Einige Entwicklungen sind recht vorhersehbar, und je näher der Film seinem vorhersehbaren Finale kommt, desto stärker macht sich bemerkbar, dass dies kein wirklich herausragender Thriller geworden ist.

Das ist besonders schade, weil Der Kinderflüsterer mit seinen Figuren eigentlich etwas zu erzählen haben könnte. Die Frage, was Eltern ihren Kindern mitgeben, wie sich familiäre Verletzungen weitervererben können und ob man sich von seiner eigenen Vergangenheit lösen kann, ist durchaus ein spannender Ansatz.

Fazit

Der Kinderflüsterer ist kein schlechter Netflix-Abend-Film, aber auch kein Film, den man unbedingt gesehen haben muss. Die hochkarätige Besetzung funktioniert überraschend gut, die Vater-Sohn-Geschichten verleihen dem Thriller emotionale Substanz und das Gruselelement sorgt für eine schön düstere, beklemmende Atmosphäre.

Wer einen unkomplizierten, atmosphärischen Thriller für einen entspannten Abend sucht, kann durchaus für De Niro und Keaton einschalten. Wer allerdings einen wirklich raffinierten Serienkiller-Thriller erwartet, dürfte eher enttäuscht sein.

Unterm Strich bleibt ein solider, gut besetzter und angenehm düsterer Thriller, bei dem die Figuren interessanter sind als der eigentliche Kriminalfall.

Der Kinderflüsterer Bewertung
Bewertung des Films
510

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11 Kommentare
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SpiderFan : : Moviejones-Fan
13.09.2026 20:09 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 2.074 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Junge Junge. Hier ist ja wieder was los. Abenteuerlich. laughing

Wie ein einfacher Thriller doch die Gemüter spalten kann.

Zu geil.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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Pixeler : : Moviejones-Fan
11.09.2026 13:10 Uhr | Editiert am 11.09.2026 - 13:15 Uhr
0
Dabei seit: 11.07.23 | Posts: 148 | Reviews: 0 | Hüte: 4

@FoxMulder
Legitime Frage.
Natürlich muss das jeder für sich selber entscheiden wen er als ekelhaft bezeichnet möchte.
Meine individuelle Grundlage für diese Aussage beruhen auf folgenden Einschätzungen:
Ich halte De Niro grundsätzlich für das was er auch seit Anbeginn in Filmen verkörpert.
Ein schnell jähzorniges Alphatier. Keiner bringt diese Rolle besser als er.
(Auch Jodie Forster bestätigt das über ihren gemeinsamen Filmdreh "Taxidriver". Sie hat nie mehr mit ihm gearbeitet.)
Das macht ihn jedoch nur bedingt ekelhaft.
Ausschlag gebend für mich sind seine als Privatperson veröffentlichten Videos (Hetze) während der Coronazeit und auch seine politisch motivierten Tyraden über Andersdenkende. Der Mann kann sich richtig gut in Rage bringen.
Seit da meide ich ihn. Sein früheres Schauspiel bewundere ich.
Das passiert wenn Leute im Alter verbittert werden. Kein gutes Beispiel für die Jungen.

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FoxMulder : : Moviejones-Fan
11.09.2026 04:07 Uhr
0
Dabei seit: 19.02.15 | Posts: 245 | Reviews: 0 | Hüte: 6

@Pixeler warum ist De Niro eine ekelhafte Person?

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Pixeler : : Moviejones-Fan
10.09.2026 19:21 Uhr
0
Dabei seit: 11.07.23 | Posts: 148 | Reviews: 0 | Hüte: 4

@luhp92

Ein Film für deine Liste falls du ihn noch nicht kennst: "Ressurection" mit Christopher Lambert vom Highlander Regisseur.
Man könnte den Film auch "Sieben 2" betiteln.

Ich schaue unterdessen aus Prinzip keine neuen Filme mit De NIro - ekelhafte Person.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
10.09.2026 18:11 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.261 | Reviews: 190 | Hüte: 703

@MobyDick

"Summer of Sam & Memories of Murder"

Danke für die Tipps, kommen auf die Liste!

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Lordoss : : Moviejones-Fan
10.09.2026 15:40 Uhr
0
Dabei seit: 12.07.23 | Posts: 389 | Reviews: 1 | Hüte: 15

War schon sehr fragwürdig der Film. Toller Cast, lauwarme Story, stereotypische Rollen. Und am Ende, wie bei jedem Netflix FIlm, die Würze fehlt und es ist vergessenswert. Schade.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
10.09.2026 15:07 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.749 | Reviews: 260 | Hüte: 628

Rotwang

ich meinte tatsächlich Schweigen der Lämmer und Sieben

Zodiac passt für mich da nicht hinein, da der Film ja kein Schocker in dem Sinne ist wie sie damals Zuhauf gedreht wurden (Copykill, Denn zum Küssen sind sie da etc) sondern ein Kriminalfilm, der auf tatsachen beruht, und da hat der Film absolut seine Daseinsberechtigung, wobei er in diesem Genre in dem Jahrzehnt auch nur auf Platz 2 oder 3 wäre, in etwa auf Augenhöhe mit Summer of Sam, auf der 1 uneinholbar Memories of Murder

Dünyayi Kurtaran Adam
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Rotwang : : Moviejones-Fan
10.09.2026 12:41 Uhr | Editiert am 10.09.2026 - 13:28 Uhr
0
Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.559 | Reviews: 0 | Hüte: 44

MobyDick

Und welcher Film ist bei deinen beiden nicht dabei Zodiac, Schweigen der Lämmer oder Sieben ? Für mich waren die alle gut. Oder hab ich das jetzt falsch verstanden .

Der Knochensammler, ist für mich noch ein weiterer Film der ganz okay war.

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Bibo : : Moviejones-Fan
10.09.2026 11:08 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.19 | Posts: 1.059 | Reviews: 0 | Hüte: 12

Ist halt der typische Mist, den Netflix am Band produziert. Richtig schlechtes Machwerk. Da helfen auch keine großen Namen.

"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf Dein Steißbein tätowiert?"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
10.09.2026 10:55 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.749 | Reviews: 260 | Hüte: 628

tatsächlich hat mich der Film daran erinnert, warum aus der Hochzeit der Serienkillerfilme aus den 90er und 00er Jahren eigentlich nur 2 Filme überlebt haben. So einen Murks habe ich schon lange nicht mehr gesehen und hätte gerne die 2 Stunden meines Lebens zurück, die der Film unwiederbringbar gestohlen hat.

Das fängt mit der halbgaren Inszenierung an, die keinen wirklichen Fokus hat, und willkürlich zwischen den Figuren hin- und herspringt, was anfangs zwar interessant wirkt aber zunehmend konzeptlos wird, geht über immer hanebüchenere Wendungen weiter und endet schließlich in einem extrem kruden Finale, welches man tatsächlich schon seit etwa Minute 10 befürchtet, dass sie das durchziehen werden. Jede, WIRKLICH JDE Zutat des Films gab es schon besser in mindestens einem anderen Film.

Bis auf vielleicht die Motivation des Gefängnissinsassen, aber die ist so dumm wie aufgeropft, genauso wie die finale Szene mit ihm. Und das Schlimmste: Danach geht der Film noch gefühlt 5-10 unnötige Minuten, die inem auch noch etwas sagen, was man schon die ganze Zeit über gesehen hat.

Zeitverschwendung!

Dünyayi Kurtaran Adam
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SpiderFan : : Moviejones-Fan
09.09.2026 20:22 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 2.074 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Ich denke, hier dürfte auch die Vorlage schon kein absolutes Meisterstück sein. Von daher hab ich beim Film auch kein zweites Schweigen der Lämmer erwartet. Die Besetzung allein macht aber schon Lust drauf und hat dann auch nicht enttäuscht.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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