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Nachtflug nach L.A.

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Nur Fliegen ist schöner?

Nachtflug nach L.A. Kritik

Nachtflug nach L.A. Kritik
1 Kommentar - 01.06.2026 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Nachtflug nach L.A." ist.
Nachtflug nach L.A.

Bewertung: 3 / 5

John Travolta kennen wir alle. Viele kennen ihn aus Saturday Night Fever, andere haben ihn mit Pulp Fiction kennengelernt und wiederum andere sind mit ihm bei Kuck mal, wer da spricht! groß geworden. Wir alle sahen Travolta dabei stets vor der Kamera, als Schauspieler. Nun hat der 72-jährige Star sein Regiedebüt gegeben. Nachtflug nach L.A. ist ein Film über seine große Leidenschaft: das Fliegen.

Erzählt wird die Geschichte von Jeff, einem achtjährigen Jungen, der in den 1960er-Jahren gemeinsam mit seiner Mutter von New York nach Los Angeles fliegen möchte. Es ist Jeffs erste Flugreise und er ist entsprechend aufgeregt. Seiner Mutter winkt an der Westküste die Chance, bei einer Hollywood-Produktion mitzuwirken. So begleiten wir Mutter und Sohn auf einer Flugreise mit mehreren Zwischenstopps quer durch die Vereinigten Staaten.

John Travolta war schon immer vom Fliegen fasziniert, besitzt selbst einen Pilotenschein und auch in seinen Filmen spielten Flugzeuge immer wieder eine Rolle. Bereits 1997 schrieb er ein gleichnamiges Buch, in dem er die Faszination des Fliegens aus der Sicht eines Kindes zum Ausdruck brachte. Nun verfasste der Hollywoodstar auf Basis dieses Buches ein Drehbuch und setzte die Geschichte als Produzent und Regisseur selbst um.

Gleich zu Beginn muss erwähnt werden, dass Nachtflug nach L.A. lediglich 60 Minuten lang ist. Es handelt sich um eine kurze, aber herzliche Geschichte, die konsequent aus Kinderaugen erzählt wird. Der kleine Jeff saugt alles in sich auf – die Ansagen am Flughafen, die Stewardessen, die Piloten, die Fluggäste und natürlich die Flugzeuge selbst. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Fliegen in den 1960er-Jahren noch etwas völlig anderes war. Es war exklusiver, weniger überfüllt und Kinder konnten durchaus einmal einen Blick ins Cockpit werfen. Der Film setzt hier bewusst eine naive Brille auf und lässt immer wieder die Magie des Fliegens aufleben. Während Jeff vom Fliegen begeistert ist, träumt seine Mutter von einer Karriere in Hollywood, möchte einen guten Eindruck hinterlassen und im besten Fall einen passenden Mann kennenlernen.

Trotz seiner kurzen Laufzeit hat Nachtflug nach L.A. tatsächlich einige Längen. Vor allem der Mittelteil zieht sich etwas, dennoch gibt es immer wieder Momente, die das Herz erwärmen. Der Film ist mit weitgehend unbekannten Darstellern besetzt, die ihre Rollen jedoch allesamt ordentlich ausfüllen. Die Tochter des Regisseurs, Ella Bleu Travolta übernimmt als Stewardess Doris eine sympathische Rolle. Gegen Ende gönnt sich John Travolta selbst einen kleinen Cameo-Auftritt.

Der gesamte Film vermittelt einen Eindruck von Entschleunigung, Zufriedenheit und Zauber. Es ist ein stark nostalgischer Blick zurück in eine Welt, in der das Fliegen noch ein wirklich besonderes Erlebnis war. Kritisch oder hektisch wird es hier nie. Vielleicht erklärt das auch die eine oder andere Länge. Trotzdem ist das Gesamtpaket auf eine gewisse Weise sehr angenehm anzusehen.

So ist Nachtflug nach L.A. eine Verbeugung vor der Magie des Fliegens und für Luftfahrtbegeisterte durchaus eine schöne Reise in die Vergangenheit. Mehr als der Eindruck eines „Das war ganz schön“ bleibt am Ende jedoch nicht zurück.

Nachtflug nach L.A. Bewertung
Bewertung des Films
610

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1 Kommentar
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TiiN : : Goldkerlchen 2021
01.06.2026 21:48 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.516 | Reviews: 186 | Hüte: 717

Ich persönlich fand das Fliegen als Kind auch aufregender und schöner. Aber so naiv und friedlich wie in diesem Film dargestellt, habe ich es noch nie erlebt. Trotzdem doch ganz nett.


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