Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

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Kurz-Kritik: Paranoider Actionfilm

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr Kritik

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr Kritik
0 Kommentare - 28.10.2016 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92 wie gut Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr wirklich ist.

Bewertung: 2.5 / 5

Eigentlich hatte ich wenig Interesse daran, mir "Olympus Has Fallen" anzusehen. Aber da jetzt schon ein Teil 3 in Planung ist, viele meiner MJ-Freunde hieran Gefallen finden und den Film sogar als den wahren "Stirb Langsam 5" bezeichnen, habe ich mich nun überwunden.

Trailer zu Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

"Olympus Has Fallen" hat mir dann doch besser gefallen, als ich eigentlich gedacht hatte. Die Action wurde bis auf 1-2 kaputtgeschnitte Zweikämpfe sehr ordentlich inszeniert und mit Gerard Butler hat man auch einen kernigen Schauspieler am Start, der diese Action angemessen präsentieren kann. Spannung baut der Film vor allem dann auf, wenn Butler seine Mission im Stealth- und Survialmodus erledigt. Von seiner Existenz weiß niemand der Terroristen, daher darf er nicht durch laute Geräusche auf sich aufmerksam machen, schleicht durch Geheimgänge und sammelt Ressorucen wie Munition oder ein Mobiltelefon, um der Lage Herr zu werden und zu überleben. Ansonsten profitiert der Film vom Schurkenschauspieler Rick Yune, der sich mit Butler Psychospielchen liefert, und Morgan Freeman als (provisorischer) US-Präsident geht sowieso immer.

Nichtsdestotrotz ist "Olympus Has Fallen" wohl der schlimmste US-amerikanische Paranoiafilm, den ich bisher gesehen habe. Atomkrieg, Überläufer, Terroristen, Autobomben, einstürzende Nationalgebäude,... All jene Dinge, vor denen die US-Amerikaner in den letzten 70 Jahren Angst hatten, werden hier durch den Fleischwolf gedreht und von Antoine Fuqua äußerst plakativ in Szene gesetzt. Wie üblich wird die US-Flagge symbolträchtig zerstört, auf Folter und Tod wird mit coolen "Es lebe die USA"-Onelinern reagiert. Gerad Butlers Charakterbeschreibung besteht letztendlich daraus, dass er sein Bodyguardversagenstrauma besiegt, indem er sich durch eine Reihe von Terroristen schlitzt und foltert. Zum Schluss darf US-Präsident Aaron Eckhart dann noch seine übliche Rede halten, die vor dem Hintergrund, dass sich die US-amerikanische Bevölkerung selbst heute noch nicht gänzlich von dem 9/11-Schock erholt hat, als glatte Lüge entpuppt.

"Unsere Feinde kamen nicht nur um unser Land und unser Volk zu vernichten, sie wollten unsere Gesellschaftsordnung stürzen, unser Glauben beschmutzen und unsere Freiheit mit Füßen treten. Darin sind sie nicht nur gescheitert, sondern haben uns auch das größte aller Geschenke gemacht: Die Chance für unsere Wiedergeburt! Wir werden uns erneut erheben! Stärker und vereint! Es ist unsere Zeit, unsere Chance zu unseren besten Werten zurück zu finden. Mit gutem Beispiel voran zu gehen, mit Integrität, Würde und Ehre, die das Land aufgebaut haben und es wieder aufbauen werden. Gott schütze uns und Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika!"

Und nun stellt euch vor, was geschehen würde, wenn Merkel so eine Rede hielte ;-)

Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr Bewertung
Bewertung des Films
510
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